Kind krank: Was sind meine Rechte?

    • (1) 02.03.17 - 10:30

      Ihr seid berufstätig und euer Kind ist krank? Dann könnt ihr zu Hause bleiben - so sieht es der Gesetzgeber vor. Doch welche Rechte habt ihr als Arbeitnehmer? Wann steht euch Kinderkrankengeld zu und wie viel? Was tun, wenn alle Krankheitstage verbraucht sind?

      http://www.urbia.de/magazin/recht-und-finanzen/krankes-kind-was-sind-meine-rechte

      • Liebes urbia--Team,

        bei den Artikeln über die Regelungen bei Krankheit der Kinder kommt meines Erachtens der Fall der gesetzlich versicherten Mutter mit privat versicherten Kindern zu kurz. So auch hier!
        Man findet grundsätzlich nur Pauschalaussagen zu privat Versicherten, aber nie konkrete Angaben zum angesprochenen Fall.

        Stehen denn der gesetzlich versicherten Mutter mit privat versicherten Kindern auch 10 (unbezahlte) Fehltage pro Kind zu?

        Gilt eine evtl. Lohnfortzahlung von 5 Tagen durch den AG einmalig oder auch pro Kind?
        Werden die gesetzlich versicherten Mütter an dieser Stelle nicht benachteiligt?

        LG
        rotihex

        PS: es könnte sich natürlich auch um die umgekehrte Konstellation handeln, Vater gesetzlich / Mutter privat ;-)

        • "Stehen denn der gesetzlich versicherten Mutter mit privat versicherten Kindern auch 10 (unbezahlte) Fehltage pro Kind zu?"
          Nein, nur wenn die Kinder in der GKV sind, gibt es Kind-Kran-Tage von der KK.

          Die 5 Tage laut §616 BGB gelten für alle Kinder gemeinsam pro Kalenderjahr.

          "Werden die gesetzlich versicherten Mütter an dieser Stelle nicht benachteiligt?"
          Warum, die Mutter hat doch auf die Versicherung der Kinder in der GKV verzichtet und sollte sich aller Nachteile (nicht nur der Vorteile) dabei bewusst gewesen sein. Sie hat also freiwillig auf die Kinder-Krank-Tage verzichtet.

          • Hallo Susanne,

            danke für deine Antwort.
            Die Frage, die sich mir stellt ist einfach folgende:

            Was mache ich, wenn meine Kinder länger als 5 Tage krank sind?

            Es geht auch weniger um den finanziellen Aspekt (der war und ist mir bewusst), sondern einfach um die gesetzliche Regelung für evtl. Fehlzeiten. Diese ist, meiner Ansicht nach, sehr schwammig. Ich kann ja die Kinder nicht ab dem 6. Tag einfach alleine Zuhause lassen.

            Grüße
            rotihex

            • Das steht doch aber in dem Artikel deutlich drin, dann bleibt dir nur Urlaub, bezahlt oder unbezahlt. Soviel ich weiß muss den der AG auch gewähren.

              Andere Situation hast du, wenn das Kind im KKH ist oder wenn es unheilbar krank ist, dann hast du eine andere Anzahl an Tagen.

              • Nein, steht es eben nicht!

                Da steht:

                "Grundsätzlich gilt die Regelung mit den (bezahlten) zehn Krankheitstagen pro Kind, Elternteil und Jahr nur für Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn keine anderen Regelungen im Arbeitsvertrag festgelegt sind, müssen privatversicherte Eltern Urlaub nehmen – bezahlt oder unbezahlt"

                Ich finde das schwammig formuliert! Denn ich bin weder privat versichert, noch habe ich laut dem Artikel Anspruch auf die Krankheitstage. #kratz

                Aber gut zu wissen, dass der AG den unbezahlten Urlaub gewähren muss. Das wäre eben auch so eine Info die in den Artikel rein gehört.

                • Aber es steht deutlich darin und das an mehren Stellen, dass das Kind in der GKV sein muss:

                  z.B. hier:
                  "Weder Krankengeld noch Fehltage für Privatversicherte

                  Vater und/oder Mutter sind nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern privatversichert? Dann wird es ein bisschen komplizierter: Ist keiner von beiden gesetzlich krankenversichert, gibt es auch kein Kinderkrankengeld. Wenn ein Elternteil gesetzlich und der andere privat versichert ist, muss das Kind bei dem gesetzlich Krankenversicherten mitversichert sein, damit das Krankengeld beantragt werden kann."

      Der Artikel ist ein wenig unscharf verfasst. Schaut man sich das hier mal an:
      http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__45.html
      so ergibt sich daraus folgendes:
      - Freistellung von der Arbeit können auch nicht-Versicherte (Elternteil oder Kind privat versichert) erlangen. Das ist kein Urlaub oder eine Krankscheibung, sondern eine Freistellung.
      Die gleiche Freistellung erhalten auch die Versicherten.
      - zusätzlich erhalten versicherte (Elternteil und Kind gesetzlich versichert) während dieser Freistellung Krankengeld
      Entscheidend für die Zahlung von Krankengeld scheint die Versicherung des Kindes.

      • Genau, für die Zahlung vom Krankengeld ist entscheidend, wo das Kind versichert ist.

        Scheinbar gilt die Freistellung für 10 Tage aber trotzdem. Danke für den link, das hat mir sehr geholfen!

        • ***Scheinbar gilt die Freistellung für 10 Tage aber trotzdem. Danke für den link, das hat mir sehr geholfen! ***

          @ Leute die sich auskennen:
          Ist es nicht auch so, dass die Begrenzung auf 10 Tage nur für die Bezahlung gilt, eine Freistellung für ein krankes Kind aber, völlig unabhängig von der Versicherung, auch über die 10 Tage hinaus möglich sein muss?

          • Ja, genau so ist es. Die Begrenzung gilt sogar nur für den Anspruch auf Kinder-Kranken-Geld, Betreuung ohne dieses (z.B. durch Mitaufnahme im KKH) ist eh davon unabhängig.

            • Danke!

              Ich denke das ist auch ganz wichtig zu wissen, dass man über die 10 Tage hinaus eben nicht sein Kind alleine mit 40 Fieber zuhause lassen muss, sondern immer das Recht hat bei ihm zu bleiben. Allerdings dann halt unbezahlt. (oder auf Urlaub).

              Falls ich was missverstanden habe, dann bitte berichtigen.

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