Orientiert sich das Finanzamt bei der Einkommensteuererklärung am Vorjahr ?

    • (1) 02.03.17 - 11:18

      Die Frage hört sich jetzt bestimmt komisch an und ich muss erklären wie ich das meine.

      Ich war heute beim Finanzamt und habe unsere Einkommensteuererklärung abgegeben. Ich habe es die letzten 3 Jahr schon persönlich abgegeben weil ich immer nicht sicher war ob ich alles richtig eingetragen habe.
      Nun war es heute komisch.

      Normalerweise gehen die Damen mit mir den Antrag durch und schauene sich auch die Belege die ich habe an und vergleichen das mit meinen Eintragungen. Heute hatte ich einen jungen Mann der sich die einzelnen Zettel zwar angesehen hat aber meine Belege hat er garnicht beachtet und er wollte auch nichts behalten.

      Ich meine damit z.B. Kaufbelege für Arbeitskleidung, Kosten für Wäsche, Arbeitsmaterial, Handwerkerrechnungen, Versicherungen...

      Klar es sind alles keine Unsummen aber ich bin irritiert. Ich hatte ihn auch gefragt ob er die Belege nicht braucht. Er meinte denn nur das sich ja zum Vorjahr nicht viel verändert hat und alles ok ist.

      Kommt mir ja komisch vor, oder nicht ???

      Normalerweise musst du dem Finanzamt die Belege erst nach Aufforderung zuschicken.

      Das ist ja schräg.

      Ich meine, dass die überhaupt deine Belege und die Erklärung durchgegangen sind. Dafür sind Steuerberater da.

      Aber ja, wenn alles im Rahmen bleibt, wird das Finanzamt keine Belege sehen wollen. Belege sollen nur noch nach Aufforderung eingereicht werden. Und gerade einfache, alltägliche Steuererklärungen werden nur noch auf Abweichungen abgeklopft und sonst durchgewunken.

      • (7) 03.03.17 - 04:30

        >> Dafür sind Steuerberater da. <<
        Steuerberater sind dafür da, die höchstmögliche Steuererstattung 'rauszuholen, bzw die Steuerbelastung so niedrig wie möglich zu halten. DAS tut das Finanzamt bestimmt nicht.

        Und auch einfache Steuererklärungen werden von Zeit zu Zeit genauer überprüft. Es kann also durchaus sein, das das Finanzamt den grosszügig aufgerundeten Arbeitsweg nach Jahren plötzlich hinterfragt.

        Grüsse
        BiDi

        • (8) 03.03.17 - 19:17

          Wozu macht man denn bitte eine Steuererklärung, wenn nicht die geringstmögliche Nachzahlung oder die höchstmögliche Erstattung haben will?

          Sicher nicht nur, um der Strafe zu entgehen. Oder um dem Finanzant eine Freude zu machen.

          Man muss keine Angaben machen, die die Steuerlast senken, aber dann braucht man auch keine Hilfe mit Belegen, weil den Rentenbescheid abtippen oder die Lohnsteuerbescheinigung sind keine Kunst. Und auch die Krankenkasse übergibt einem einen Zettel zum abtippen. Darüber hinaus, sind das genau die Daten, die das FA eh schon hat.

          Ich frage mich, wie die die FA-Leute gucken, wenn jemand sie bittet zu schauen, ob man die Anlage EÜR richtig ausgefüllt hat und ihnen dazu ein Jahr Belege auf den Tisch legt. :-)

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