Wieviel Minus-Stunden sind erlaubt und was kann man da machen?

    • (1) 10.03.17 - 18:46

      Ich arbeite seit 9 Jahren im meiner Firma in Teilzeit (20 Stunden/Woche). Nun war es die letzten Jahre schon normal das wir Jan-März ein paar Minus-Stunden gemacht haben aber es hielt sich immer im Rahmen (max. 15-20) und meist zur Osterzeit hatten wir alle unsere Minus-Stunden schon wieder abgebaut.

      Dieses Jahr ist es erschreckend. Ich habe bereits 50 Minusstunden und es ist kein Ende in Sicht.
      Wir sind knapp 50 Angestellte und es geht allen gleich. Manche haben schon 70 Minus-Stunden. So langsam werden wir alle unruhig....

      In unseren Verträgen ist da garnichts weiter geregelt. Da steht nur das wir ein Arbeitszeitkonto haben aber zu Über-/Unterstunden steht da nichts weiter.

      Wir sind nicht im Tarif-Vertrag.

      So langsam frage ich mich ob wir das so hinnehmen müssen? Wie sollen wir die Stunden denn wieder aufholen. Ich kann z.B nur wärend der Kita-Zeiten weil mein Mann als Monteur keine festen Arbeitszeiten hat :-(

      Danke und LG

      • Wie kommen die Minusstunden zustande??

        Du hast einen Vertrag über 20 Std. / Woche, also bietest du diese auch an und wirst bezahlt für diese...

        • Wir sind ein Einzelhandel und der Laden ist z.Zt "tot"....Fast keine Kunden, wenig Ware...

          Der Umsatz ist mehr als schlecht und genau das ist der Punkt.

          Laut Konzern errechnern sich die verfügbaren Arbeits-Stunden der Mitarbeiter aus dem Umsatz. Ist der Umsatz schlecht bekommt meine Cheffin keine Arbeitsstunden zur Verfügung und kann uns nicht einplanen. Ich arbeite jetzt schon etliche Wochen mal 5 St. , mal 15 Std. mal garnicht.....u.s.w.

            • Da steht :

              Durchschnittliche Arbeittszeit von 20 Std. in der Woche. Verteilung der Arbeitszeit erfolgt nach Arbeitsanfall und kann über-/unterschritten werden. Und dann steht da noch das zum 31.1. des Jahres das Arbeitszeitkonto abgerechnet wird. Ein Guthaben wird ausgezahlt und ein Zeitsoll wird übernommen.
              Mehr steht da nicht.

              Für mich ließt sich das als wenn es in Ornung ist, was gerade passiert. Es war auch immer so das ich mal eine Woche 24 Std. gearbeitet habe und dann halt die nächste Woche mal nur 16. Oder wenn ich zuviele Überstunden hatte durfte ich mal eine Woche zu Hause bleiben. Ist ja auch alles ok.

              Aber z.Zt sieht es nicht so aus als wenn sich die Lage bei uns bald entspannt. In unserer Nähe hat gerade einen zweite Filiale aufgemacht. Dadurch haben wir natürlich auch weniger Umsätze. Und was ist wenn die Umsätze so mies bleiben.....

              • Ehrlich gesagt würde ich den Vertrag mal von der Gewerkschaft oder vom Anwalt prüfen lassen, ich denke nicht, dass der so zulässig ist, denn damit wird das ganze unternehmerische Risiko ja auf den AN abgewälzt.

    http://www.flexible-arbeitszeiten.de/Kompakt/Modelle/Arbeitszeitkonten1.htm

    Eigentlich muss das Arbeitszeitkonto und dessen Ausgleichsmodalitäten im Arbeitsvertrag/Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag genauer definiert werden. Ansonsten verfallen die Minusstunden wenn du deine Arbeitsleistung angeboten hast bei einem Jahresarbeitszeitkonto zB. Nach einem Jahr.

    Ich denke, dass dein AG Kurzarbeit anmelden sollte.

    Es ist ja auch keine Lösung, wenn die Mitarbeiter auf ihren Arbeitsverträgen beharren während gleichzeitig die nötigen Umsätze nicht vorhanden sind. Dann reitet ihr euren Betrieb in die Insolvenz. Um das zu verhindern, gibt es die Möglichkeit der Kurzarbeit.

    • Das denke ich eindeutig nicht, dass das hier so sein muss, denn es geht ja darum, dass jede Filiale nach ihrem Umsatz die Stunden zugeteilt bekommt.

      Mal abgesehen, dass das ein Spirale nach unten ist, muss der AG eben sehen, wie er das vernünftig verteilt. Da bedarf es sicher keiner Kurzarbeit, wenn er woanders dafür eine Filiale in der Nähe aufmacht!

      • Wenn in der Nähe eine Filiale vom selben Unternehmen aufgemacht wurde, dann ist das selbst herbeigeführt. Dann können einige Mitarbeiter ja in die neue Filiale wechseln.

        Ich habe das nur anfangs nicht so eindeutig auf dasselbe Unternehmen bezogen, sondern eher auf einen Konkurrenten.

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