Urlaubsanspruch Elternzeit nach Beendigung Arbeitsverhältnis

    • (1) 18.03.17 - 23:36

      Hallo zusammen,

      eine Freundin hat mich auf folgenden Sachverhalt aufmerksam gemacht, wenn es um Urlaubsanspruch aus Elternzeiten geht:

      Ist das Arbeitsverhältnis beendet, kann der Urlaubsanspruch nicht mehr gekürzt werden, der Arbeitnehmer hat dann Anspruch auf eine Urlaubsabgeltung (Ersatzzahlung) in Geld.

      Hat das jemand schon einmal eingefordert? Ich war von 6/2012 bis 2/2017 in einem Unternehmen tätig, hatte zwei 12 monatige Elternzeiten.

      Es steht noch ein Zeugnis aus..Das heißt, ich schreibe den AG an, fordere ein Zeugnis und wenn das vorliegt, schreibe ich noch mal:

      Mir ist aufgefallen, dass aus meinen zwei Elternzeiten ein Urlaubsanspruch besteht. Bitte zahlen Sie mit hierzu die entsprechende Ersatzzahlung aus?

      Oh meine Güte, das kommt mir irgendwie schäbig vor. Allerdings hatte ich auch meine Gründe zu kündigen und habe trotzdem bis zuletzt sehr motiviert gearbeitet und meine Nachfolgerin gut eingearbeitet. Es war also eine friedliche Trennung. Das rein schriftlich zu machen, ist das feige? Vielleicht zum Chef gehen (es war recht freundschaftlich dort) und es ansprechen? Bis wann muss ich mich kümmern? Das Arbeitsverhältnis wäre bis 31.3. Gegangen. Ich durfte zum 31.1 aus dem Vertrag raus. Eine gegengezeichnete Kündigung oder eine Bestätigung, Aufhebungsvertrag etc. liegt leider nicht vor.

      Hat jemand einen Rat für mich?

      Danke und viele Grüße!

      • "Mir ist aufgefallen, dass aus meinen zwei Elternzeiten ein Urlaubsanspruch besteht. Bitte zahlen Sie mit hierzu die entsprechende Ersatzzahlung aus?"
        Genau so wird es gemacht. Und da ist nichts schäbig bei, der Ag hätte ja vorher einfach sagen können, er kürzt. Hat er nicht, nun muss er das eben zahlen.

        Hm, wenn du gar keine Kündigung zum 31.1. hast, dann hättest du doch arbeiten müssen oder eben deinen Urlaub nehmen.

        Und ja, das musst du schriftlich machen.

        • Wow! Danke Dir! Das mit der Kürzung hätte mir glaub ich schriftlich bei Einreichen der Elternzeit mitgeteilt werden müssen? Da muss ich mir ein Herz nehmen. Gibt es eine Frist? Es wäre ja schlauer, das zu machen, wenn das Zeugnis vorliegt. Obwohl er mir ja auch deshalb nicht ein schlechtes Zeugnis ausstellen darf.

          Ich habe seit 1.2. Ein neues Arbeitsverhältnis, habe selbst eine Kündigung eingereicht (aber nicht auf dem Postweg, sondern persönlich überreicht), mündlich das frühere Ausscheiden aus dem Vertrag vereinbart. Leider nicht auf eine Bestätigung beharrt. Ist das ein Problem?

          • "Wow! Danke Dir! Das mit der Kürzung hätte mir glaub ich schriftlich bei Einreichen der Elternzeit mitgeteilt werden müssen? Da muss ich mir ein Herz nehmen. Gibt es eine Frist? Es wäre ja schlauer, das zu machen, wenn das Zeugnis vorliegt. Obwohl er mir ja auch deshalb nicht ein schlechtes Zeugnis ausstellen darf"
            Musst du mal gucken, ob bei euch was vertraglich oder tarifvertraglich geregelt ist, bei uns sind es nur 6 Monate.

            Und der AG kann dies noch bis Vertragsende mitteilen, also nun nicht mehr.

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