Vater bringt Konfirmationsgeld aufs Sparbuch bei der Oma

    • (1) 19.03.17 - 09:10
      Inaktiv

      Hallo,

      meine Tochter hatte letztes Jahr Konfirmation.
      Ihr Vater (wir sind geschieden) hat sich angeboten, das Geld auf das Sparbuch, was wir bei der Geburt für unsere Tochter eingerichtet haben, dort hin zu bringen.
      Dann stellte sich aber heraus, das es kein Sparbuch, sondern ein Sparbrief ist und er das Geld dort nicht einzahlen könne. Deshalb brachte er es auf das Sparbuch, was sie bei ihrer Oma (meine Exschwiegermutter) hat.
      Sie ist auch im Besitz dieses Sparbuchs.

      Nun muss meine Tochter immer bitte, bitte machen, wenn sie Geld für eine größere Anschaffung haben möchte.

      Sie hatte sich vor kurzem Geld für neue Möbel in ihrem Zimmer geholt. Nun braucht sie ein Laptop vorwiegend für die Schule, der 120 Euro kostet.

      Nun rief meine Tochter bei ihrer Oma an und und sagte, dass sie Geld bräuchte. Und jedesmal muss sie rechenschaft ablegen, wofür sie es bräuchte. Diesmal meinte die Oma, dass sie es nicht bekomme und die Oma müsste erst mit ihrem Vater sprechen.

      Es ist doch nicht das Geld meiner exschwiegermutter und sie kann doch nicht darüber entscheiden!
      Es geht hier wirklich nur um das Konfirmationsgeld und nicht um das Geld auf dem Sparbuch, dass die Großeltern für sie angespart haben.

      Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter seit einigen Monaten keinen Kontakt mehr zum Vater hat und ich auch ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihm habe.

      Ich bin mir sicher, dass der Vater schon aus Prinzip sagen wird, dass sie das Geld nicht bekommt.

      Meine Tochter und ich möchten Das Konfirmationsgeld dort weg holen und auf ein extra Konto legen. Können wir das einfach machen? Muss ich die Großeltern vorher um Erlaubnis fragen?

      Hat einer einen Rat?

      LG

      • "Meine Tochter und ich möchten Das Konfirmationsgeld dort weg holen und auf ein extra Konto legen. Können wir das einfach machen? Muss ich die Großeltern vorher um Erlaubnis fragen?"

        Deine Tochter kann selbstverständlich ihr Geld verlangen...aber wenn die Großeltern es nicht rausrücken, siehts erst mal schlecht aus - dann werdet ihr wohl auf Herausgabe klagen müssen.

        Ich würde der Großmutter einfach ganz klar sagen, dass ihr nicht die Vermögenssorge der Enkeltochter gegeben wurde vom Gericht.
        Entweder sie rückt das Sparbuch (bzw. das Konfirmationsgeld) freiwillig raus, oder die Sache wird unschön und geht zum Anwalt. Einzig und allein die Eltern dürfen als Vermögenssorgeberechtigte über dieses Geld entscheiden. Wenn der Vater sich hier reinhängt und bestimmt, dass sie dieses Geld nicht haben darf, ist es etwas anderes - aber die Oma hat nichts zu melden.

        Es kommt drauf an. Ihr habt das geteilte Sorgerecht? Dann kannst du ihn nicht übergehen.

        Lies mal hier, sehr interessant:

        http://www.haerlein.de/wenn-eltern-ein-sparbuch-auf-den-namen-eines-minderjaehrigen/

        Wenn der Vater das Sparbuch der Tochter erst bei Volljährigkeit übergeben möchte, kann er das tun. Wenn der Vater das Sparbuch bei der Oma verwahren läßt, damit die Oma drauf überweisen möchte, kann er das tun. Es geht dich nichts an. Dir gehört das Geld auf keinen Fall.

        120 Euro für einen Laptop sollte man schon noch als Eltern aufbringen können. Dann bittet die Tochter eben den Vater um 60 Euro anteiligen Zuschuß und du zahlst den Rest, oder die Tochter geht ein bißchen babysitten oder Zeitschriften austragen.

      • Oje!! Eine ganz bescheidene Situation ):

        Auf welchen Namen läuft das Sparbuch?

        Wenn es auf den Namen der Oma läuft könnt ihr das Geld nicht so einfach einfordern.

        Wie wollt ihr denn beweisen, dass es das Geld deiner Tochter ist?

        Habt ihr irgendetwas schriftlich festgehalten??

        Oh man!! Es tut mir echt leid für euch, aber wenn ihr jetzt so schlechten Kontakt habt besteht die Gefahr, dass die Oma es einfach behalten will. (Ich weiß ja nicht wie die Dame so drauf ist...)

        Wieso habt ihr denn nicht nach der Konfirmation direkt ein Konto eingerichtet? Warst du zu dem Zeitpunkt noch mit dem Vater zusammen??

        Ich hoffe ihr bekommt das Geld wieder!! ):

          • Wieso fragst du mich??? Wende dich an die TE!!!!!!

            Ich gehe davon aus, dass das Geld von Verwandten geschenkt wurde und der Vater das Geld genommen hat um es einzuzahlen, was wohl nicht funktionierte.

            Du machst es unnötig kompliziert.

            Tochter bekommt 500 Euro. Vater nimmt Geld an sich, das landet bei der Oma auf irgend einem Konto. Dieses Geld hätte die Tochter gerne WIEDER, denn es war ja ihr Geld.

            Problem: Tochter hat keine Beweise außer Mama als Zeugen, dass Papa 500 Euro mitgenommen hat.

            Tochter kann also nur sagen: Papa, ich möchte die 400 Euro wieder haben, die von den 500 noch übrig sind.

            Variante 1: Vater ist ein vernünftiger Mensch und händigt seiner Tochter das Restgeld aus.

            Variante 2: Vater ist ein blödes Arschloch und weigert sich und bereichert sich damit an seiner Tochter.

            Variante 1 = alles gut
            Variante 2 = Vater wäre für mich gestorben.

            Herausgabeklagen aller Art sehe ich als chancenlos an, weil es keinen Beweis dafür gibt, dass die Summe x vom Vater verwaltet wird. Die Oma würde ich ganz aus dem Spiel lassen, da es ebenfalls keinen Nachweis gibt, dass sie genau dieses Konfirmationsgeld auf ihrem Konto hat.

            Im Rahmen der Vermögenssorge wäre der Vater übrigens verpflichtet, das Vermögen seiner Tochter zu schützen und entsprechend zu verwalten. Spätestens wenn Tochter volljährig wird, müsste er darüber einen Nachweis erbringen und es ihr aushändigen. Das Geld einfach einzukassieren und verschwinden zu lassen hat mit "Vermögenssorge ausüben" nichts zu tun.

            Gruß Küstenkönigin

            • Du machst lauter Annahmen die deine Sicht der Dinge stützen, aber aus der Luft gegriffen sind.

              Ich behaupte mal, das Geld das Papa aufs Sparbuch des Kindes getan hat, das die Oma in Verwahrung hat, war von Oma, Opa und Papa und Tante und wurden Papa für das Kind übergeben zur Einzahlung auf das Sparbuch des Kindes. Was dann? Dann ist doch alles korrekt gelaufen.

              Ich würde meiner Nichte auch eher Konfirmationsgeld fürs Konto geben, nicht zum sofortigen Konsum. Wenn es meine Enkeltochter wäre, würde ich es persönlich einzahlen, auf's Sparbuch. Omas kennen ja noch die Zeiten als gespart wurde für größere spätere Anschaffungen.

              Zumal die Eltern des Mädchens kein gutes Verhältnis haben, dann ist nicht davon auszugehen, dass sie ihrem verhaßten Ex-Mann auch noch das Konfirmationsgeld anvertraut.

              • Du vermutest doch lediglich, dass es das Geld vom väterlichen Teil der Familie war. Das steht nirgends.

                Und es steht nirgends, dass es sich um Schenkungen mit Auflagen handelt.

                Ob das Konto, das die Oma verwahrt, ein Konto auf den Namen der Tochter ist oder das die Oma in ihrem Namen eröffnet hat, mit dem Ziel für die Enkelin zu sparen (was siesich straffrei jederzeit anders überlegen könnte), wissen wir ebenfalls nicht. Auch nicht, ob die Eltern, die die Vermögenssorge im übrigen GEMEINSAM ausüben, Zugriff darauf haben.

                Wir wissen: die Tochter will das Geld zurück und die mit dem Vater gemeinsam zur Vermögenssorge berechtigte und verpflichtete Mutter ist mit dieser Art der Verwaltung des Geldes NICHT einverstanden. Dann kann der Vater das nicht einfach ignorieren. Das ist ja der Sinn des GEMEINSAMEN (und eben nicht geteilten) Sorgerechts.

                Dummerweise haben TE und Kind keine gute Chance die Übergabe des Geldes zu beweisen.

                Gruß Küstenkönigin

                • " Deshalb brachte er (der Vater) es (das Geld) auf das Sparbuch, was sie (die Tochter) bei ihrer Oma (meine Exschwiegermutter) hat.
                  Sie (Oma) ist auch im Besitz dieses Sparbuchs (d.h. sie bewahrt es auf)." (Zitat TE)

                  Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
                  Das Geld - es steht nicht woher und ob die Tochter das Geld je bei sich hatte - wurde nach gemeinsamer Absprache zur Bank gebracht und auf ein Konto der Tochter eingezahlt, das die Oma in Verwahrung hat. Auf einen Sparbrief kann man nicht einzahlen.

                  • Dann lies DU mal richtig und zitiere nicht nur den Teil, der für deine Argumente praktisch ist. Der Vater sollte das Geld auf ein Konto bringen, das die Eltern für die Tochter eröffnet haben. Da das nicht ging (Sparbrief) hat ER sich umentschieden. DAS hätte er schon mit der Mutter absprechen müssen.

                    Um der Wortklauberei ein Ende zu bereiten: der Vater rückt ohne sich mit der Mutter abzusprechen das Geld nicht raus, die Mutter ist damit nicht einverstanden und er hat kein Recht, alleine über das Vermögen der gemeinsamen Tochter zu entscheiden.

      Hallo,
      wenn das Sparbuch auf die Tochter läuft und nur bei der Oma liegt könnte es möglich sein trotzdem an das Geld zu kommen. Ich würde zur Bank gehen und nachfragen. Mit offenen Karten natürlich.

      Ansonsten seid ihr auf die Herausgabe angewiesen. Eine Klage könnte kompliziert werden, aber vielleicht würde sich die Oma davon beeindrucken lassen. Das Verhältnis wäre dann vermutlich komplett hin.

      Was mich aber wundert: Ist es üblich, dass man Kinderzimmermöbel und notwendige Utensilien für die Schule vom Konfirmationsgeld zahlt? Ich würde als Oma da auch kritisch werden und sagen, das soll aus dem Haushaltsbudget bezahlt werden und nicht vom Ersparten des Kindes...

      Viel Erfolg!
      S.

      Ich frage mich warum du als Mutter deinem Kind kein eigenes Sparbuch eingerichtet hast?

      Spätestens dann damit sie ihr Geld selbst verwalten kann.

      Mona

      • Hallo!
        Bei gemeinsamen Sorgerecht kann sie gar kein Konto im Alleingang auf den Namen ihrer Tochter eröffnen.

        Wohl aber eins auf sich, auf das ihre Tochter Zugriff hat.
        Das würde ich mir aber auch gut überlegen.
        Evtl. Könnte das -meiner laienhaften Meinung nach- auf die Zahlungen oder Bewilligungen von Sozialleistungen oder anderem, einen Einfluss haben, je nach Höhe der angesparten Summe.

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