Wie kommt ihr in der Elternzeit über die Runden ?

    • (1) 22.03.17 - 09:54

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin gerade mit meinem ersten Kind schwanger und habe mir gestern im Internet mal mein Elterngeld ausgerechnet.

      Das wären so ca. 1300€. Dann kommt ja Kindergeld dazu, also ca. 1500€.
      Kommt dann noch mal Geld dazu??

      Mein Mann verdient in der Regel ca. 250€ weniger wie ich. Das heißt und fehlt ein ziemlich großer Betrag.

      Da wir in München wohnen haben wir auch eine dementsprechend hohe Miete.

      Jetzt hab ich einfach Angst das uns das Geld vorne und hinten nicht reichen wird.

      Ich hab von Freunden gehört das ich nach der Geburt die Steuerklasse wechseln soll, damit wenigstens ein bisschen mehr Geld auf dem Konto landet.

      Gibt es da noch etwas was man machen kann?

      LG

      • Hallo

        Nein, da kommt nichts mehr zu. Was soll dazu kommen? Ihr habt dann ca 2800?

        Ihr müsst euch dann einschränken, damit das Geld reicht oder du musst nebenbei arbeiten gehen.

        • Danke für deine Antwort. Wenn ich wüsste was eventuell noch dazu kommt oder nicht, hätte ich sicherlich nicht gefragt.

          Das man sich einschränken muss war mir ebenfalls bewusst. Deshalb auch die Frage wie andere über die Runden kommen mit dem geringeren Einkommen.

          • Das kommt doch auf die Umstände an. Die Meisten werden sich für die Zeit dann einschränken müssen.
            Das da doch kein Geld mehr zu kommt, sollte dir doch bewußt sein.
            Es gibt doch schon das Elterngeld.

          Wir haben uns in der Elternzeit gewaltig eingeschränkt. Einfach nur die Dinge gekauft, die man unbedingt brauchte, Kleidung für Kinder geschenkt bekommen, selber gebacken usw. Man braucht gar nicht so wirklich viel zum Leben, man hat immer nur viel zu hohe Ansprüche.

          Wichtig finde ich, dass ich immer weiß warum ich das mache. Ich genieße die Zeit mit den kleinen Kindern, ich darf meine Kinder selber erziehen, prägen, kümmern .. ich muss mir in der Zeit keine Sorgen um den Beruf machen, bin nicht innerlich zerrissen. Ich kann meine Zeit selber planen und bin von keiner Fremdbetreuung abhängig. Ich stille, ich tue viele Dinge die ich sonst nicht tun könnte. Und letztlich zahlt man auch weniger Steuern, es bleibt mehr Netto vom Brutto als sonst.

          Schau nicht auf das halb leere Glas, sondern schau auf das halb volle Glas. Du brauchst nicht im Beruf zu arbeiten und bekommst trotzdem 67% vom Netto. Das ist doch sehr sehr viel, eigentlich. Wenn dir weniger als 1/3 fehlt von vorher - du musst dich nicht mit Mittagessen versorgen, brauchst weniger gute Kleidung für den Job, hast keine Fahrtkosten zur Arbeit, verlierst keine Zeit mit den Anfahrten .... Ich find's genial.

          • Ich hatte eigentlich vor länger als ein Jahr daheim zubleiben, genau aus diesen Gründen. Allerdings hat mich gestern einfach die Panik gepackt es überhaupt ein Jahr zu schaffen.

            Natürlich möchte ich diese Zeit genießen und meinen Kopf nicht in Geldsorgen verlieren. Das ich im saus und braus leben werde habe ich mir nicht vorgestellt. Allerdings will ich mein Leben schon so gestalten das ich an gesellschaftlichen Aktivitäten, mit Freunden oder auch Babykursen, teilnehmen kann.

            Puh wenn der Mann kein Großverdiener ist, so wie in München oft, ist es einfach happig und ich denke das wird mir gerade erst bewusst.

            Danke für deine Antwort.

            Sicher kannst du nicht erwarten, dass du dein sorgloses Leben als Single/kinderloses Pärchen so mit Kind weiterleben kannst. Weder vom Geld her noch von der Zeit her. Man kann einfach nicht immer alles haben. Jeder Zeitabschnitt hat eine Berechtigung, jeder hat seine schönen und weniger schönen Seiten.

            Ich hätte ehrlich gesagt, im ersten Jahr mit Baby keine Zeit gehabt für gesellschaftliche Aktivitäten. Oder nur sehr wenig. So ging es den Freunden mit Kindern auch.

            Geldsorgen: führt ihr Haushaltsbuch? Kauft ihr mit Einkaufszettel ein oder so spontan? Esst ihr Fertiggerichte? Kauft ihr Getränke? Man kann so vieles erübrigen. Wenn man selber frisch kocht, kann man mit saisonalem und regionalem Obst und Gemüse mit wenig Geld ein gutes Essen zubereiten. Wenn man eine Vorratshaltung hat, braucht man nur ein oder zwei mal die Woche einzukaufen.

            Was teuer bleibt ist doch letztlich nur die Miete. Was sonst noch?

            (12) 22.03.17 - 15:12

            Du musst Bedenken, wenn du 2 Jahre zu hause bleiben möchtest dass das ElternGeld in ElternGeld plus umgewandelt werden kann. Das heisst du hast dann für die Zeit auch nur die Hälfte zur Verfügung als wenn du es auf 1 jahr bekommst. Du musst dann nach einem Jahr ElternGeld arbeiten gehn um überhaupt ein Einkommen zu haben oder wenn du auf 2 verteilst dann noch was dazu verdienen um über die Runden zu kommen. Hoffe das ist verständlich geschrieben

            Also ich finde ja ehrlich gesagt wenn dir das jetzt erst bewusst wird ist es etwas traurig.. über sowas macht man sich doch vorher Gedanken und schaut was man an Elterngeld bekommt Vorallem in München( außer es wäre ungeplant gewesen) .

            Mit 1300 Euro bist du gut fürs Elterngeld, das haben viele nicht... egal wo sie wohnen. Stuttgart ist auch nicht gerade günstig Vorallem mit Eigentum.

            Was dir sonst noch zusteht in Bayern ist meines Wissen aber erst nach dem 1. Jahr das Landeserziehungsgeld ( früher 130. € und vom Bund gekippt, Bayern hat es aber weiter selbst finanziert )

            Kann mir von uns sagen das wir mit dem Elterngeld gut klar kamen und das obwohl ich viele Kurse gemacht habe.

            Wenn das Elterngeld ganz weg fällt ist das etwas anders.. jetzt müssen wir hier und da etwas schauen und gucken ob wir es kaufen wenns nicht sein muss.

            Zum Steuerklassenwechsel:

            Das Elterngeld wird nicht direkt versteuert zählt aber insgesamt zum zu versteuernden Einkommen von euch beiden ebenso wie das mutterschaftsgeld, dh es wird ziemlich sicher eine Nachzahlung kommen!!

            ZB: Mann 50000€ Jahreseinkommen aus dem er steuern Zahlt , Frau Elterngeld 15.000€, zu versteuern sind dann 65.000€!!!!

(14) 22.03.17 - 10:28

HI

Wegen Steuerklasse #schwitz keine Ahnung - wir sind nicht verheiratet.

Wegen "über die Runden kommen" ... unser erstes kam auch in München auf die Welt (und wir haben dort gewohnt) ... ich hatte EZ für 2 Jahre eingereicht,
bin nach einem Jahr wieder auf 450€ arbeiten gegangen ... und das wäre auch ein drittes Jahr gegangen - nachdem ich all die Jahre zuvor "gespart" hatte. (Es blieb halt einfach am Monatsende meist was übrig ... )

Wenn Du mehr Verdienst als Dein Mann,
kannst Du ja z.B. auch nach 6 Monaten oder so wieder arbeiten gehen (oder TZ in EZ) und der Papa macht Elternzeit (oder auch TZ in EZ) ...

VG

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