Beruflichen Neuanfang wagen oder nicht?

    • (1) 26.03.17 - 22:48

      Hallo zusammen,

      Mein kleiner Sohn ist nun 1,5 jahre alt. Seit über einem jahr bin ich auf Jobsuche. Langsam ist es mehr als frustrierend.

      Ich habe direkt nach dem Abi studiert - bachelor und master mit gutem Notenschnitt absolviert. Gleich im Anschluss an meinen Masterabschluss kam mein Kind auf die welt. Sodass ich direkt nach der Uni in die elternzeit gewechselt bin. (Während meines masters habe ich ein jahr lang 20h/Woche bereits in meinem Beruf gearbeitet. Und habe einige Praktika absolviert in Vollzeit - da komme ich insgesamt auf 11 Monate Vollzeit in meinem Beruf - man kann also sagen, dass ich als Absolventin bereits fast 2 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann.)

      Trotzdem ernte ich nur absagen mit teils wirklich fadenscheinigen Begründungen. (Ich glaube ziemlich fest, es liegt ganz oft daran, dass ich eine junge Mutter bin.)

      Meine schriftlichen Bewerbungen scheinen aber gut anzukommen. In 90% der Fälle werde ich zu Gesprächen eingeladen.

      Ich bewerbe mich auch in anderen Bundesländern. Hier kommt dann oft die frage nach der Organisation der Kinderbetreuung und des Umzugs. (Der Grund, warum ich auch denke, dass es oft daher nicht klappt mit einer Stelle, obwohl ich dies immer optimistisch beantworten kann.) Naja, nun bewerbe ich mich wie gesagt seit über einem jahr. Auf ausgeschriebene stellen aber auch initiativ. Meine Branche ist allerdings nicht so wahnsinnig groß, sodass mir nun langsam die stellen und somit die Möglichkeiten ausgehen. Ich bin ziemlich am ende und fühle mich auch etwas verarscht. Denn ich bewerbe mich sowohl auf bachelor- als auch auf masterstellen. Doch noch nicht einmal eine stelle als bachelor bekomme ich. (Hier ist oft die aussage, ich hätte zu wenig Berufserfahrung.)

      Nun denke ich über einen beruflichen Neuanfang nach.

      Ich überlege, eine handwerkliche Ausbildung zu machen. Nochmal ein Studium kann ich mir finanziell nicht leisten. (Mein Partner hat sich auch gerade selbständig gemacht, sodass ein festes Einkommen von meiner Seite auch schön wäre.)

      Wenn ich eine Ausbildung mache, dann will ich auch definitiv einen Meister später dazu machen. Das heißt also ich hätte noch einmal 5-6 Jahre Schulbank drücken vor mir.

      Die Familienplanung ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen. (Zu viel zeit soll auch nicht zwischen den Kindern liegen!)

      Jetzt bin ich Mitte 20. Nach einer weiteren Ausbildung bin ich Anfang 30.. von den Arbeitsjahren lohnt sich ein Neuanfang schon, denn ich habe ja immer noch über 30 Jahre Arbeit vor mir! Aber finanziell ist es natürlich alles ganz anders als ich es für mich geplant habe. Nach meinem Studium wollte ich ja eine gut bezahlte stelle finden und nicht nur ein geringes ausbildungsgehalt verdienen, mit dem ich meine Familie nicht besonders gut unterstützen kann.

      Andererseits sehe ich es so, dass je länger ich keine Stelle finde, desto schwerer wird es, denn ich bin ja nun doch schon recht lange aus dem Studium raus. Und es kommen auch jedes Jahr neue Absolventen auf den Markt. Wenn ich also noch länger warte, sinken meine Chancen. Fange ich aber sobald wie möglich eine Ausbildung an, habe ich wenigstens in dem Bereich eine Chance und sitze nicht sinnlos zu hause rum. Wenn ich keine neue Ausbildung anfange, bereue ich es vielleicht in einem jahr, weil ich da immer noch nichts gefunden habe. So würde ich dann aber wenigstens schon mitten in der Ausbildung stecken.

      Was sagt ihr? Ich habe ein bisschen Angst vor einem Neustart und vor allem nervt mich das entstehende finanzielle Loch. (Ich hätte auch sehr gern in meinem jetzigen Beruf eine stelle gefunden, denn dieser Beruf macht mir auch Spaß. Ein bisschen Wehmut ist also auch dabei..) Ich kann mir aber auch einen anderen Beruf vorstellen.

      Gibt es unter euch Leute, die einen Neuanfang gewagt haben, auch wenn das Geld knapp wurde? Wie habt ihr euch finanziert?

      Bisher musste ich übrigens noch keine Unterstützung vom Staat beantragen und das soll auch so bleiben.

      • (2) 27.03.17 - 08:10

        Kann Dein Partner seine Selbständigkeit überall ausüben?

        In welcher Branche suchst Du?

        Wie lang haltet Ihr noch ohne zweites Einkommen durch?

        Ich würde im Zweifel eher den Spatz in der Hand nehmen, als darauf zu hoffen, dass doch mal ne Taube auf dem Dach landet. Ich hab mit 32 noch mal ganz neu angefangen, weil mein Studium leider keine Jobs nach sich zog, die mich bis zur Rente ernährt hätten.

        • (3) 27.03.17 - 10:07

          Mein Partner kann seine Selbständigkeit von überall ausüben. Wo sein Firmensitz ist, ist daher egal. Er nimmt Aufträge so gut wie überall an. Momentan haben wir das Glück, dass er viele lange Aufträge hier in Wohnortnähe hatte.

          Ich suche in der archivbranche. (Bin Informationswissenschaftlerin und archivarin) (Momentan suche ich in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, da wir hier Familie oder zuverlässige Freunde haben. Ein Netzwerk für Kinderbetreuung wäre hier also vorhanden und ist und auch wichtig.)

          Bis Ende des Jahres kommen wir sicherlich noch gut finanziell zurecht. Aber dann MUSS eine Lösung her. (Und ich will auch wieder arbeiten, denn nur Hausfrau und mutter zu sein erfüllt mich nicht)

          Eine Ausbildung würde wohl eh erst ab August starten. Das heißt ich habe jetzt noch genug zeit, mich hierfür zu bewerben. In dieser zeit würde ich mich aber dennoch auch weiter für archivjobs bewerben. Hier kann ich mich aber nur noch auf die ausgeschriebenen stellen beschränken, da ich initiativ alle Möglichkeiten durch habe die in frage gekommen wären.

          Sehr cool, dass du dich umorientiert hast.
          Was hast du studiert und was hast du dann gemacht? War es die richtige Entscheidung? Bist du jetzt so zufrieden damit?

          • (4) 27.03.17 - 10:48

            Ich bin Diplom-Sportwissenschaftlerin. Irgendwann ist mir klar geworden, dass befristete Stellen in Fitnessstudios keine Zukunftsperspektiven bieten. Und was anderes war nicht in Sicht.

            Ich hab ein zweites Studium drangehängt. Öffentliche Verwaltung. Bezahltes Studium (das wäre anders auch nicht gegangen, schließlich musste ich meinen Lebensunterhalt bestreiten). Jetzt habe ich die Sicherheit, die ich früher schmerzlich vermisst habe und einen abwechslungsreichen Betuf, der mir viel Spaß macht.

            Ich hab das damals so gesehen: Ich bin meinen Weg gegangen, der sich als Sackgasse entpuppt hat. Ich hätte weiter in die Sackgasse laufen können, aber dann wäre es irgendwann zu spät gewesen, um umzukehren oder einen Abzweig zu nehmen. Also hab ich mich entschieden, noch mal an den Ausgangspunkt zurück zu gehen und mir einen neuen Weg zu suchen. Für mich war es fie richtige Entscheidung.

      Guten Morgen,

      Was hast du denn studiert?

      Ich persönlich würde keine Ausbildung anfangen, dann war dein Studium umsonst!

      Bleib dran und bewirb dich weiter!

      Welche Ausbildung hast du ins Auge gefasst?

      Wenn dein Mann selbstständig ist, wirst du mit 1-2kindern nicht so einfach nebenbei deinen Meister machen....

      Lg costa

      • Hallo,

        Ich habe Informationswissenschaften studiert.

        Ich bin auch etwas wehmütig, wenn ich es an den Nagel hängen müsste, weil ich das Studium auch unbedingt machen wollte damals.

        Aber dran bleiben ist einfacher gesagt als getan. Initiativ habe ich mich so gut wie überall beworben, was in frage kommt und nun kann ich wirklich nur noch auf ausgeschriebene stellen warten. Das sind eben leider auch nicht besonders viele.

        Ich habe einfach bedenken, dass ich nachher ganz ohne etwas da stehe und es dann bereue mir nicht doch wo anders noch etwas gesucht zu haben.

        Ich habe überlegt eine Ausbildung zum Optiker zu machen.

        Einfach stelle ich mir das auch nicht vor. Es wird definitiv sehr schwer, nochmal die Schulbank zu drücken. Vor allem, weil ich ja eigentlich schon einmal fertig war und mich nun auf das Berufsleben gefreut hatte.

    (7) 27.03.17 - 10:15

    Hallo,

    sprichst du in der Bewerbung über dein Kind, hast du es in den Bewerbungsunterlagen angegeben? Wenn du glaubst, dass das der Grund ist - daran kannst du etwas ändern.

    Hast du dich in dem Jahr Leerlauf weitergebildet oder etwas gemacht?

    Ich würde keinen Lehrberuf wählen, du müsstest auch hier erstmal einen Lehrbetrieb finden ... das ist auch nicht einfacher als eine Stelle.

    VG
    B

    • (8) 27.03.17 - 10:25

      Hallo,

      Ja bisher hatte ich im Lebenslauf stehen "elternzeit seit", weil ich ja sonst eine Lücke hätte und "Arbeitssuchend seit" mir schlimmer vorkam. Aber ich habe mich schon entschieden, dass ich mein Kind bei zukünftigen Bewerbungen nun verschweigen werde. Stattdessen werde ich angeben, die Firma meines Partners mit aufgebaut zu haben.

      Außer einige Tagungen besucht, habe ich keine expliziten weiterbildungen gemacht. (Wirklich gute weiterbildungen gibt es aber in meiner branche auch nicht.)

      Ich gebe dir recht, dass es sicher auch nicht einfach wird, eine Lehrstelle zu finden. Aber es wären immerhin zwei Optionen und nicht nur eine, die sich momentan nur noch auf ausgeschriebene stellen beschränkt.

      • (9) 27.03.17 - 10:33

        Hallo,

        der Ansatz "Firma mit Lebensgefährten aufgebaut" ist in der Tat ein sehr guter Ansatz! Für die Gespräche solltest du dann nur gewappnet sein, dass durchaus auch Fragen auftauchen, warum du denn jetzt nicht mehr mitarbeitest - hellhörig sein (könnte in Richtung "kann sie sich überhaupt auf den Job konzentrieren, wenn sie in der Freizeit weiterhin aushilft etc. ...." - da musst du einfach eine feine Antenne entwickeln :-))

        Hast du denn so ein exotisches Studium, dass du nicht irgendwo anders auf höherwertige Stellen quereinsteigen könntest?

        VG
        B

        • (10) 27.03.17 - 22:01

          Ja das stimmt, da muss ich gut aufpassen, dass mir das nicht auf die Füße fällt.

          Exotisch ist es eigentlich nicht besonders. Ein Quereinstieg wäre sicherlich in Verwaltungen oder der Öffentlichkeitsarbeit möglich. Vllt auch noch Redaktion. Aber hier wollen sie doch eher trainees oder sowas..

      (11) 27.03.17 - 11:49

      Da du bisher das Kind im Lebenslauf hattest und trotzdem sehr oft eingeladen wurdest, könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass es im Gespräch nicht optimal gelaufen ist. Dann hilft dir das umschreiben auch nicht. Denn im Gespräch gibt man Kinder normalerweise schon an.

      Wir hast du sie Kinderbetreuung kommuniziert?

      "Wir werden schon sehen"

      Oder eher

      "Bei xy gibt es Plätze von x bis y Uhr, für die Abholung haben wir Frau Meier engagiert und mein Mann betreut auch jetzt schon im Krankheitsfall unser Kind"
      ?

      LG

      • (12) 27.03.17 - 22:12

        Ganz so lapidar habe ich die Kinderbetreuung nicht kommuniziert, aber ich sehe gerade, dass dies wohl doch noch ausbaufähig sein könnte.

        Ich habe immer von einem großen Netzwerk sprechen können - Oma Opa Onkel Freunde alles vor Ort. Mit flexiblen Arbeitszeiten und teilweise selbständigen, die sich ihre Zeit frei einteilen können.

        Über einen Kindergartenplatz habe ich allerdings nicht konkret sprechen können, sondern konnte nur sagen, dass ich natürlich bisher noch keinen habe aber schon Vorstellungen habe, wo mein Kind unterkommen könnte, da ich Kontakte habe. Ansonsten musste ich bei der Frage nach einem Umzug natürlich auch sagen, dass dieser bisher nicht in Sack und Tüten ist, aber natürlich sofort erfolgen soll, wenn ich die stelle bekomme.

        Das klingt natürlich nicht besonders konkret. Aber ich kann ja auch keinen Umzug schon gestartet haben, ohne einen Job zu haben?

        • Aber Du kannst auch keinen Arbeitsvertrag unterschreiben, bevor Wohnung und Kitaplatz vorhanden sind.

          Das sind ja ebenso grundvoraussetzungen für eine neue Arbeit.

          Was hilft es der Firma, wenn sie 10 anderen durchaus geeigneten Bewerbern absagen und Dir die Stelle anbieten, wenn Du dann merkst, dass Du eben keine passende Wohnung findest und auch keinen Kitaplatz? Ist ja gut und schön, wenn die Oma "mal einspringen" würde, aber doch nicht mehrere Monate jeden Tag, weil die Kita dein Kind erst zum September aufnehmen kann.

          Am Ende müsstest Du dann ja auch die neue Stelle absagen, und die Firma hat extra auf Dich gewartet und andere Kandidaten abgewiesen, von denen einer bereits eingearbeitet sein könnte, weil Du Dir 8 Wochen für Umzug und Kitaeingewöhnung erbeten hast.

          (14) 28.03.17 - 11:21

          Dann telefoniere zumindest vorher herum, damit du mit konkreten(!) Informationen aufwarten kannst.

          "Einrichtung xy könnte mir ab z einen Platz zur Verfügung stellen. Die Oma geht mit Kind auch jetzt schon jeden Mittwoch Nachmittag spazieren (und zwar jeden! Das klingt schon nach einem funktionierenden System), sie würde ihn dann von dort abholen. Dienstag nachmittag hat sie mir auch zugesichert"

          Klingt besser als "wir sind eh flexibel".
          Das könnte man nämlich auch mit "noch keine Ahnung genau, nix ist geregelt, falls mein Mann keine Zeit und die Oma keinen Bock hat, dann - naja, hm, dann ist das halt Pech!"
          übersetzen.

          Ich habe beim Gespräch ganz konkret sagen können was wo wie. Und zwar nicht mit "wir werden" sondern mit "bereits jetzt läuft es so und so". Und den Job bekommen!

          LG

(15) 27.03.17 - 11:18

Folgende Punkte um die Arbeitgebersicht zu zeigen:

- du hast im eigentlichen Sinne keine Berufserfahrung sondern hast für einen AG direkt nach dem Studium ein Kind bekommen.

- die Frage nach der Kinderbetreuung ist berechtigt und in Anbetracht der Tatsache, dass vielerorts kaum bis keine Betreuungsplätze vorhanden sind oder die Zeiten nicht zur Arbeitszeit passen ist nicht von der Hand zu weisen. Besser vorbereitet wärest du dann wenn du dich schon kundig gemacht hast als zu sagen, dass wird schon klappen wir sind flexibel. (Wobei ich natürlich nicht weiß wie du es kommuniziert hast.)
- Fadenscheinige Gründe wirst du immer nur bekommen weil sich ein AG angreifbar macht indem er seine wirklichen Beweggründe angibt.

- Ausbildung suchen dürfte zum jetzigen Zeitpunkt auch recht schwierig sein, die guten Stellen sind in der Regel schon lange weg
Was also machen? Ganz klar weiter bewerben und beispielsweise von dir aus Probearbeiten anbieten.

  • (16) 27.03.17 - 22:32

    Es ist sehr schade, dass meine bisherige Berufserfahrung während meines Studiums scheinbar nicht viel zählt und ich nur als die junge Frau, die nach dem Studium ein Kind bekommen hat gesehen werde. Dabei habe ich dadurch ja auch neue Qualifikationen und Fähigkeiten erhalten..

    Die Kinderbetreuung könnte wohl tatsächlich noch etwas besser kommuniziert werden.

    Vielen Dank für deine Antwort.

(17) 27.03.17 - 12:51

Hallo!

Möglicherweise hängt es wirklich an der Kinderbetreuung, aber das ist bei einer Ausbildung nicht besser. Gerade als Optikerin musst Du ja oft Abends bis 18 oder gar 20 Uhr arbeiten, inkl. Samstags, das ist schwer mit Kitaöffnungszeiten zu bewältigen.

Kannst Du nicht VOR einem Vorstellungsgespräch kontakt mit dem örtlichen Jugendamt aufnehmen und fragen, wie es konkret aussieht, Kontakt mit der einen oder anderen Tagesmutter aufnehmen? Krippenplätze sind je nach Bundesland immer noch schwer zu finden, wenn Du in Bayern ein Vorstellungsgespräch hast und sagst, klar Krippe, kein Problem - da hätte ich auch Zweifel.

Bei einer Ausbildung konkurrierst Du dann übrigens mit 17 jährigen frisch von der Schule. Ohne so bald Kinder geplant zu haben, flexibel ohne Ende. Das ist nicht immer einfacher.

Kannst Du Dein bisheriges Studium nicht vielleicht anderweitig verwenden? An der Fernuni Hagen noch einen Master dran hängen ginge etwa auch nebenberuflich.

  • Vor dem nächsten Gespräch werde ich mich konkret über Betreuungsmöglichkeiten informieren! Vielen Dank für diesen Tipp.

    Ein weiterer master wird eher schwierig, denke ich.

(19) 27.03.17 - 13:04

Na ja, wenn die Absagen daran liegen, dass Du junge Mutter bist, d.h. ein kleines Kind hast und Ihr ein weiteres Kind plant, dann hat das ja nichts mit der Art des Berufes zu tun.
Du würdest dann auch in einem anderen Beruf keine Stelle finden.

  • (20) 27.03.17 - 22:39

    Von einem weiteren irgendwann geplanten Kind sage ich ja bei den Gesprächen nichts.

    Wie meinst du das, dass meine absagen dann nicht an meinem Kind liegen?

    Wieso sollte es bei einem anderem Job genauso werden?

(21) 27.03.17 - 13:05

Kann man dein abgeschlossenes Studium in Richtung, kaufmännische Bereiche, Sofa, Verwaltung Stadt/Gemeinde, ggfs. Versicherungen (sinkende Renditen, die Versicherungsbranche wird eher raus schmeißen als neu einstellen) oder Statistik ausbauen?

Den Weg der Ausbildung mit weiteren 5-6 Jahren würde ich als 2. Sackgasse ansehen.

Du brauchst was berufsbegleitendes als Lösung mit auskömmlichem Gehalt, wenn auch auf anfangs niedrigem Niveau.

  • (22) 27.03.17 - 22:46

    Eher im Bereich Öffentlichkeitsarbeit oder vllt Redaktion.

    In Richtung Verwaltung ausbauen macht wenig Sinn, weil mein Studium ja schon eher der Ausbau von Verwaltung ist. ;)

    Berufsbegleitend klingt gut, ist aber leider er kostspielig. Das geht gerade nicht..

    • (23) 28.03.17 - 08:29

      Normales Studium kostet Geld, Schule ggfs. auch.
      Einkommen in beiden Fällen Null.

      Mit Berufsbegleitend meinte ich, Job finden in dem man parallel dazu Studium/Schule macht. Wird nicht der Traumjob sein, aber Einkommen ist da. Wird aber stressig werden!

(24) 27.03.17 - 14:39

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Absagen an deinem Kind bzw. der mangelnden Beruferfahrung liegen, wenn du immer zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wirst.

Das sehen die AG ja schon in deinen Unterlagen und würden dich, wenn sie darin ein Problem sähen, ja garnicht erst einladen.

Ich würde eher beim Vorstellungsgespräch selbst anpacken. Eventuell lief etwas dort doch nicht so rund? Das würde ich erst einmal reflektieren. Hast du vielleicht Probleme mit der Selbstdarstellung, kannst du deine Erwartungen/Fähigkeiten/Motivation angemessen verkaufen, stimmt dein Auftreten?

Ich habe eine Weile in der Personalgewinnung gearbeiten. Da spricht man mit Leuten mit tollem Lebenslauf, die man aber nie einstellen würde, weil es halt überhaupt nicht passt (phlegmatisch, unaufrichtig, besserwisserisch etc.). Und andersrum haben wir schon oft Leute mit eher nicht so optimalen Startbedingungen eingestellt, die aber super informiert und motiviert waren.

Wie gesagt, würde ich an deiner Stelle erst einmal an dem Bereich ansetzen, das Arbeitsamt bietet z.B. auch gute Bewerbungstrainings an, bei denen man sich und das eigene Auftreten gut spiegeln lassen kann, evtl. eine Option.

Vielleicht liege ich auch total falsch, dann vergiss einfach was ich geschrieben habe ;-).

  • (25) 27.03.17 - 21:51

    Ich glaube oft müssen sie auch v.a. im öffentlichen Dienst so und soviele Leute einladen?

    Ich denke mein Auftreten ist recht gut. -Bei Praktikumsplätzen während des Studiums (auch bezahlte) oder Nebenjobs habe ich ja auch überzeugen können.

    Es könnte natürlich aber sein, dass ihnen meine Antworten zur Kinderbetreuung nicht ganz gefallen haben.

    Ich kann zwar immer ein Netzwerk vorweisen, mit vielen Leuten, die immer einspringen können, aber natürlich habe ich während des Gesprächs noch nicht den Umzug geplant oder einen kitaplatz sicher. Vllt ist ihnen das zu unsicher.

    (Wobei auch schon Leute eingestellt wurden auf die stellen, die ebenfalls erst umziehen mussten..ehemalige Kommilitonen) ich werde darüber in Zukunft mehr nachdenken und mit bessere Antworten einfallen lassen. Vielen Dank für deinen Tipp.

    Ist so ein Bewerbungstraining kostenlos, auch wenn man keine holen vom Amt bekommt?

Top Diskussionen anzeigen