Beschäftigungsverbot Cervixinsuffizienz

    • (1) 28.03.17 - 17:58

      Hallo ihr lieben,
      Ich bin in der 29.ssw und leider krankgeschrieben bei Cervixinsuffizienz. Habe das volle klinikprogramm hinter mir. Arbeiten ist sicherlich bis zum muschu nicht mehr möglich. Die Gynäkologin meinte, sie könne mich nicht aus der Krankheit heraus ins bv schicken. Nur aus Gesundheit. Heißt das, ich muss die au auslaufen lassen und dann ins bv? Oder wie stellen die sich das vor. Alternativ muss ich wohl zur Betriebsärztin?
      Hat jemand von euch diesbezüglich Erfahrung? Danke!!

      • Also eine Freundin von mir hat wegen anhaltender Übelkeit von ihrer FÄ ein BV bekommen. Als sie es bekam, war sie auch gerade krankgeschrieben und die FÄ hat das BV halt so geschrieben, dass es ab dem ersten Tag nach ihrer Krankschreibung galt.
        Deswegen wundert mich das gerade, dass es bei dir nicht geht?

        Also das wäre mir neu..

        Ich wurde wegen meiner Schwangerschaftsdiabetes von der Diabetologin eine Woche krank geschrieben, um zu gucken, ob sich die Werte bei weniger Stress von selbst regulieren.
        Meine Frauenärztin, bei der ich einen Tag nach der Krankschreibung einen Termin hatte, hat mich dann direkt ins BV geschickt.

        Der erste Tag des BV war demnach also auch während meiner Krankschreibung..

      Die Ärztin hat Recht. BV gibts nur wenn die Schwangere keine AU mehr hat (AU ist vorrangig) und prinzipiell wieder arbeitsfähig ist. Solange du noch liegen musst, gibts für dich auch weiterhin nur AU.

      Betriebsarzt hat damit nichts zu tun, und der AG auch nicht.

      • Dann würde es ja aber der Form halber so gehen, dass ich einen Tag nach dem letzten Tag AU das BV bekommen kann... Ich werde berichten wie es läuft.

        • Das geht nur dann, wenn du wieder arbeitsfähig wärest. Sonst bleibt es bei der AU, auch wenn das u.U. dann bedeuten kann, dass du Krankengeld erhältst. Anderen geht es auch so, nicht nur dir.

          Es gibt Frauen, die krebskrank sind und gleichzeitig schwanger, die bekommen dann auch nur Krankengeld - es läßt sich drüber streiten ob das fair ist oder nicht. Aber so ist nun mal die Rechtslage.

    Da du mit Cervixproblemen nicht arbeitsfähig, sondern bettlägerig bist, gibt es normalerweise gar kein BV. Zwar gibt es eine Gefährdung des Ungeborenen, aber du kannst nicht arbeiten, deshalb nur eine AU.

    Die Zeit bis zum Mutterschutz bekommst du auch mit AU rum, einmal Diagnose wechseln, dann fällst du nicht ins Krankengeld.
    Bei mir ging's in der 17.ssw los. Hab's zum Glück mit „nur“ 3 Wochen Krankengeld bis in den MuSch geschafft, obwohl ich vorher schon wegen Übelkeit AUs hatte.

    Alles Gute euch!

    • Die Patientin kann aber nicht von sich aus "die Diagnose wechseln".

      • Hab ich auch nicht geschrieben, ist ja auch logisch...

        Sie kann aber nachdem sie 6 Wochen vom FA krank geschrieben wurde zum Beispiel zum Orthopäde wegen Rückenschmerzen, oder zum Hausarzt wegen Schlafstörungen. Ich denke gegen Ende der SS findet sich die ein oder andere Beschwerde und man „lügt“ nicht.

        • So blöd sind die Krankenkassen aber auch nicht, dass das nicht auffällt. Sie war wegen Cervixinsuffizienz im KKH!! Und die letzten 6 Wochen sind ohnehin Mutterschutzfrist.

          Was will die KK machen? Hab doch genau das selbe Thema durch, nur dass es bei mir noch viel früher los ging und ich viel länger AU war! Mir musst du da nix erzählen... Ausserdem ist die KK doch froh, wenn sie nicht zahlen müssen. Was du anmerkst ist total unlogisch. Oder glaubst du die KK sagt „äh Moment mal, wir wollen lieber zahlen“? Und den AG geht die Diagnose nix an. Könnte ja auch sein, die TE erkältet sich, dann gibt's auch ne andere Diagnose, ohne, dass irgendjemand was daran ändern kann. Eine Diagnose hat doch nix mit der anderen zu tun...

          Echt? Mutterschutz? Was ist das? Klar, dass sie nicht bis ET krankgeschrieben werden muss, aber reicht trotzdem nicht, wenn sie bei der gleichen Diagnose bleibt...

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