aufhebung

    • (1) 01.04.17 - 14:47

      Hi. Ich hab mündlich nen Aufhebungsvertrag zugestimmt letzte Woche, da mein Arbeitgeber keine andere stelle für mich hat und ich mich nicht mehr wohl fühle. Soll in der kommenden Woche freigestellt werden und dann unterschreiben. Jetzt hab ich nen positiven SS test gemacht. Kann ich noch zurücktreten. Oder muss ich in den sauren Apfel beißen und mich arbeitslos melden?

      • (2) 01.04.17 - 15:16

        Ich hab mündlich nen Aufhebungsvertrag zugestimmt letzte Woche, .....
        ....Jetzt hab ich nen positiven SS test gemacht......

        Hm, ich könnte mich gar nicht daran erinnern so eine Zusage gemacht zu haben und würde einfach nicht den Aufhebungsvertrag unterschreiben.

        Es existiert einfach noch gar kein Aufhebungsvertrag, dann musst du auch gar nicht zurücktreten.
        Wobei du von einem unterschriebenen Aufhebungsvertrag gar nicht zurücktreten könntest.
        Deshalb unterschreibt man das als Schwangere einfach gar nicht ;-)

        Gruß
        Demy

      1. Du hast mündlich zugestimmt, weil du selber nicht mehr dort arbeiten willst? Dann ist das eine verbindliche Aussage. Dafür wird es wohl Zeugen geben.
      2. Du solltest dir einen neuen Job suchen, der dir besser liegt.

    (10) 01.04.17 - 17:37

    Natürlich kannst du es dir anders überlegen, denn ein Aufhebungsvertrag kann nur schriftlich erfolgen (genau wie ein befristeter Arbeitsvertrag). Das ist ja die Basis eines Aufhebungsvertrages, da man z. B. den Zeitpunkt und die Bedingungen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beiderseits frei festlegen kann. Wie sollte das im Nachhinein beweisbar sein, wenn nichts schriftlich fixiert wurde? Ein Aufhebungsvertrag hebt nämlich jeglichen Kündigungsschutz auf: den für Betriebsratsmitglieder, für Schwangere usw. Deshalb sollte man SEHR genau überlegen, welche Vorteile man daraus zieht. Nur weil "man sich im Betrieb nicht mehr wohlfühlt'", würde ich im Leben keinen solchen Vertrag unterschreiben. Allenfalls wenn man sich auf eine großzügige Abfindung einigt oder der nächste AG sehnsüchtig auf einen wartet und man ein besonders kurze Frist bis zum Ende des jetzigen Arbeitsverhältnisses vereinbart. Außerdem ist die Sperre des Arbeitslosengeldes zu beachten. Nur unter ganz bestimmten Bedingungen wird diese von der Arbeitsagentur aufgehoben (sicher aber nbicht, weil man sich nicht so wohl fühlt im jetzigen Job).

    .......Auf­he­bungs­verträge sind nur wirk­sam bzw. rechts­ver­bind­lich, wenn sie schrift­lich ver­ein­bart wer­den (§ 623 Bürger­li­ches Ge­setz­buch - BGB). Schrift­lich ist ein Ver­trag fest­ge­hal­ten, wenn der Ver­trags­in­halt auf Pa­pier fest­ge­hal­ten wird und bei­de Par­tei­en un­ter­schrei­ben (§ 126 Abs.2 BGB). Ein Fax­schrei­ben, auch wenn es bei­der­seits un­ter­zeich­net ist, oder ei­ne E-Mail oder SMS genügen nicht. Erst recht reicht es nicht aus, sich münd­lich auf ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag zu ei­ni­gen.

    BEISPIEL: Der Ar­beit­ge­ber schlägt dem Ar­beit­neh­mer per E-Mail vor, das Ar­beits­verhält­nis zum Jah­res­wech­sel zu be­en­di­gen und bie­tet ei­ne Ab­fin­dung an. Der Ar­beit­neh­mer mailt zurück, dass er ein­ver­stan­den ist.

    Hier ist kein wirk­sa­mer Auf­he­bungs­ver­trag zu­stan­de ge­kom­men, da kei­ne schrift­li­che Re­ge­lung vor­liegt. Da­zu nämlich müss­ten Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer die Ver­ein­ba­rung auf ei­ner Ur­kun­de fest­ge­hal­ten und die­se bei­der­seits un­ter­schrie­ben ha­ben.

(12) 04.04.17 - 11:05

Hallo,

wenn Dein AG keine Stelle für Dich hat, muss er Dich kündigen. Mit einem Aufhebungsvertrag macht er es Dir einfach und Du hast haufenweise Probleme, z.B. ALG 1.
Du gehst zum AG und sagst ihm, daß Du keinen Aufhebungsvertag unterschreibst und erwähnst, daß Du schwanger bist.

LG

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