Kind Nr. 2 - Schwieriger einen Job zu bekommen?

    • (1) 04.04.17 - 19:30
      Inaktiv

      Hallo,

      ich habe bereits ein Kind (19 Monate), habe vor ein paar Wochen meine Kündigung erhalten, da ich nicht mehr 40 Stunden die Woche arbeiten möchte, wie vor meiner Schwangerschaft, sondern nur noch 25 Stunden, um auch für mein Kind da zu sein.

      Mit den 25 Stunden kann ich meine Arbeit wie vorher natürlich nicht mehr auffangen, sodass er nun statt 2 Teilzeitkräften wieder eine Vollzeitkraft einstellen will.

      Nun ja, ist mir recht, hatte eh geplant zu gehen.

      Das Problem ist jetzt, wir planen Kind Nr. 2 und sind schon fleißig am üben.

      Nach der Elternzeit ( 1 Jahr) müsste ich mir dann logischerweise einen neuen Arbeitsplatz suchen.

      Habe jedoch Angst, dass es sich mit 2 kleinen Kindern als sehr schwierig gestalten wird einen neuen Job zu bekommen, halt aufgrund der Kinder ( da ich zb wegen Krankheit der Kinder ja auch mal ausfallen würde).

      Vorher ohne Kinder war es überhaupt kein Problem, mir wurden die Stellenangebote und Vorstellungsgespräche sozusagen hinterher geworfen, aber später mit 2 kleinen Kindern?

      Frage deshalb, weil eine ehemalige Arbeitskollegin ( ebenfalls mit 2 kleinen Kindern) momentan auf Jobsuche ist und nur Absagen bekommt und sie eben meinte mit 2 Kindern ist es nun mal sehr schwierig etwas zu bekommen.

      Mein Mann kann uns mit seinem Gehalt leider nicht alleine ernähren.

      Ist es tatsächlich so?

      Hat jemand solche Probleme oder ist es eigentlich überhaupt gar kein Problem?

      Habe echt Angst am Ende ohne Job und somit auch mit sehr viel weniger Geld für unsere Familie dazustehen.

      Habe übrigens einen Bürojob.

      Danke für eure Antworten.

      • An deinerStelle würde ich mir jetzt einen neuen Job suchen , denn was machst du wenn es mit dem schwanger werden nicht klappt, dann noch 9 Monate Schwangerschaft und die Elternzeit.
        Dann hast du eine große jahrelange Lücke im Lebenslauf, der m.M nach das größere Probleme ist bei der Jobsuche.
        Und du sagst ja selbst Ihr braucht das 2.Gehalt, dann leg los und such dir was Neues.

        Frauen mit Kindern haben bei AGs oft ein schlechtes Image weil sie es immee sind die fehlen sobald ein Kind krank wird, ost ja nur ein Teilzeitjob und daher weniger wichtig wie der Job vom Mann.
        Ich drnke dass diese AGs schlechte Erfahrungen gemacht haben.
        Wichtig ist dass man beim Vorstellungsgespräch glaubhaft darstellen kann dass die Kinder tagsüber ausreichend lange betreut werden und dass man als Mutter nicht ständig wegen Krankheit oder Ferien der Kinder fehlen wird.
        Stichwort : Soziales Netzwerk. In den heutigen Kleinfamilien oft ein Problem, wo die Kinder außerhalb von Kindergarten und Schule nur durch Mutter und theoretisch Vater betreut werden, wobei der Vatee meist kaum verfügbar ist um die Arbeitszeiten der Mutter zumindest im Notfall abzudecken. ..
        Erst Job suchen und dann Kind planen wäre also mein Rat...

        • (3) 04.04.17 - 19:59

          Das mit der Jobsuche war nicht meine Frage, denn auf Suche bin ich selbstverständlich schon.

          Aber was ist, wenn mein neuer AG mich nach der Elternzeit dann auch nicht mehr möchte, da ich in der kurzen Zeit wieder schwanger wurde und nun 2 Kinder habe?

          Dann bin ich in der gleichen Situation wie vorher :(

          • Du würdest ja jetzt schon mit Kind eingestellt werden und das in Teilzeit.
            Es käme ja nur noch ein Kind dazu.
            Jetzt hattest du ja das Problem dass dein alter AG eine Stelle in Vollzeit besetzen wollte, bei deiner neuen Arbeit ist ja von vorne herein klar dass du nur 25 Stunden machen wirst.

            Das ist auch mit 2 Kindern machbar und dahee denke ich nicht dass du unter den jetzigen Bedingungen als Mutter mit Kind den Job verlieren würdest nur weil ein 2.dazu kommt.
            Im Gegenteil : wenn dein AG sieht dass du trotz Kind gute Arbeit leistest und zuverlässig bist, wird dir das eher Pluspunkte bringen....klar, ein zweites Kind bedeutet nochmal mehr Betreuungsaufwand, aber das macht dich nicht unbedingt unattraktiv als Arbeitnehmer

            • (5) 04.04.17 - 20:16

              Okay, das hört sich schon mal gut an :)

              Da meine ehemalige Arbeitskollegin das eben gerade selbst durchmacht, macht es mir ganz große Angst, dass es bei mir genauso wird und wir wollen unbedingt noch ein 2. Kind.

              Sie hatte jedoch damals noch in der Elternzeit mit Kind Nr. 2 selbst gekündigt und sucht nun, aber bisher erfolglos.

              :(((

          >>Aber was ist, wenn mein neuer AG mich nach der Elternzeit dann auch nicht mehr möchte<<

          Naja, wenn du einen unbefristeten Vertrag hast, dann steht das ja außer Diskussion, ob der AG möchte, oder nicht, oder?

          Zudem kannst du 3 Jahre Elternzeit nehmen und in dieser Zeit deine Arbeitszeit reduzieren (dies steht dir gesetzlich zu, auf max. 30 Stunden).

          Und danach gibt es auch das TzBfG das ggf. greifen könnte.

    Hallo,
    nein, muß nicht sein. Viele Arbeitgeber stellen lieber Mütter mit mehreren Kindern ein, weil die gelernt haben zu organisieren zu strukturieren und zielorientierter arbeiten. Auch der soziale Faktor ist bei Müttern mit mehreren Kindern angenehmer.
    Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

    • (9) 04.04.17 - 20:19

      Das hört sich sehr beruhigend an :)

      Habe dadurch nun echt Angst vor der Zukunft, obwohl das alles noch sehr lange hin ist, bis ich erst schwanger werde und das Kind da ist, aber ich plane und organisiere lieber im Voraus, bevor ich ohne Geld dastehe.

      Und Du sprichst aus eigener Erfahrung?
      Das glaube ich kaum!
      Ich habe schon in mehreren Unternehmen gearbeitet: mittelständische und große Konzerne.
      Dass die Fachabteilung "Juhu, endlich eine junge Mutter mit 2 Kindern!" schreit, habe ich noch nie erlebt. Das Gegenteil trifft da sehr viel häufiger zu: Mütter mit kleinen Kindern, erst Recht mit mehreren, werden nicht gern eingestellt, weil man sofort den Arbeitsausfall bei Krankheit der Kinder befürchtet. Außerdem sind Mütter mit kleinen/mehreren Kindern oft sehr unflexibel, können Termine am Nachmittag oder Abend nicht wahrnehmen, können bei Bedarf oftmals keine Überstunden leisten etc.
      (Die junge Mutter, die gleich in Vollzeit wieder einsteigt und zeitlich ohne Ende flexibel ist, ist doch eher die Ausnahme, oder? )

(11) 04.04.17 - 20:48

Ich habe alleinerziehend mit 4 kindern einen Job gefunden (ohne Großeltern zur Unterstützung)

Das ist alles eine Frage der Kommunikation. Ich war bei dem test damals die beste und wurde gefragt was ich mache wenn meine Kinder krank sind...Ich meinte daraufhin: was machen denn Sie wenn sie krank sind?
Nein also ich glaube nicht dass es schwieriger ist einen Job zu finden...Denn Frauen ohne Kinder bekommen ev. Noch welche und bei dir weiß der Arbeitgeber gleich woran er ist.

Ich bin heilfroh, dass in Österreich eine Mutter 2 Jahre kündigungsgeschützt ist und ich, da ich in einer Firma arbeite mit mehr als 20 Mitarbeitern, bis zum 7. Lj die Möglichkeit habe teilweise zu arbeiten. (Gesetzeslage in Österreich)
Wenn du arbeiten willst, dann schaffst du das auch und wenn du nichts findest würde ev. Eine Umorientierung helfen.

Alles gute!

  • "Das ist alles eine Frage der Kommunikation. Ich war bei dem test damals die beste und wurde gefragt was ich mache wenn meine Kinder krank sind...Ich meinte daraufhin: was machen denn Sie wenn sie krank sind?"

    Und mit dieser (zumindest in der Schriftform) schnippischen Antwort, die so gar nichts beantwortet, waren die zufrieden?

    Hut ab! Ich würde das jetzt aber nicht als beispielhafte Kommunikation empfehlen...

    • Diese Antwort war überhaupt nicht schnippisch zu bewerten. Sie war ruhig und lächelnd aber ehrlich. In meiner Arbeit ist wortgewandt zu sein sehr wichtig und das hat ihnen gefallen. Wie gesagt ich hab den Job genau aufgrund dieser Ehrlichkeit. Diese Frage kam am Ende eines mündlichen Tests. Sie wollten auch wissen wie mein Krisenmanagement aussieht und welche Prioritäten man setzt. Es war also eigentlich die Antwort die sie hören wollten.

(14) 04.04.17 - 22:47

Hallo...

Es ist mit Kind allgemein schwieriger ( egal ob 1,2 oder 3) Also ein zweites macht es nicht schwieriger als mit einem Kind.

D.h. du bist jetzt arbeitslos? Und ihr plant ein weiteres Kind. Das kann ja schnell oder ganz lange dauern, bis du schwanger wirst. Dann wird das Kind ja noch 40 Wochen lang "gebacken".

Was machst du in dieser ganzen Zeit? Bleibst du daheim und bist arbeitslos? Warum versuchst du nicht bereits jetzt schon einen neuen Job zu finden?

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