Einen neuen Vertrag in der SS unterschreiben?

    • (1) 18.04.17 - 10:28

      Hallo ihr Lieben,
      ich hoffe ihr hattet schöne Ostertage!

      Ich steh vor einem Problem. Ich arbeite momentan nur ca 10 Stunden die Woche. Heute bekam ich einen Anruf von meiner Traumstelle (ich warte schon ca 1 Jahr auf diesen Job). Ich könnte ab Sep. dort anfangen. Dann Vollzeit. Ich hab Donnerstag ein Date, um weiteres zu besprechen. Nun meine "Sorge": ich bin schwanger. Zwar sieht man noch nichts, aber der ET ist Ende Oktober. Einerseits möchte ich keinen blöden Start und da schwanger auftauche, andererseits WILL ich diesen Job. Könnte der neue Arbeitgeber den Vertrag rückwirkend machen bzw. mich am 1. Arbeitstag kündigen, da ich in der Probezeit bin? Ich muss ehrlich sagen: Ich hab nicht so viel Ahnung von den genauen §. Hoffe ihr habt Tipps für mich! Vielen lieben Dank

      • "Könnte der neue Arbeitgeber den Vertrag rückwirkend machen bzw. mich am 1. Arbeitstag kündigen, da ich in der Probezeit bin? "
        Nein und nein.
        Du hast auch trotz Probezeit Kündigungsschutz.

        Ehrlich gesagt würde ich den Vertrag unterschreiben und dann zu Hause mal gemeinsam überlegen, ob evtl. die Mann Elternzeit nehmen könnte o.ä. damit du nicht lange ausfällst, wenn du den Job unbedingt willst.

        Wenn nicht, mache alles so wie geplant und gucke, ob du hinterher zurück kannst oder besser nicht.

      Ehrlich, wenn du am 1. September dort anfangen willst, bist du hochschwanger, ungefähr 1-2 Wochen vor Mutterschutz.

      Dein AG wird sich ver**** fühlen und das Verhältnis kann von vornherin schwer gestört sein.

      Und dann hast du einen Säugling, vielleicht willst du stillen, vielleicht überwältigen dich die schlaflosen Nächte wo du alle paar Stunden von Babygeschrei wach wirst und füttern/wickeln musst. Dein Mann kann nicht stillen, nur die Flasche geben.

      Das sind nicht gerade die optimalen Voraussetzungen, um sich in einen neuen Traumjob einzuarbeiten. Für dich nicht, und auch für den Betrieb nicht. Keine Ahnung was dein Job von dir verlangt: Fortbildungen, Seminare? Überstunden? Flexibilität? Belastbarkeit? Präsenz?

      Du kannst auch behaupten, du hättest zum jetzigen Zeitpunkt nichts von der SS gewußt - wenn auch gelogen. Du bist bereits seit 1 Monat bekannt schwanger. Man darf in dem Thema ja legal lügen. Obwohl Lügen immer Vertrauen und Charakter beschädigen.

      Ich weiß nicht, ob dich solche Erwägungen interessieren oder ob du eiskalt finanziell/beruflich den Vorteil suchst, egal was es kostet.

      Ich an deiner Stelle würde klar die Karten auf den Tisch legen und sagen, es ist meine Traumstelle, ich würde aber auch sagen, dass ich schwanger bin und wann ich dann zu wieviel % einsteigen möchte. Nach dem Motto: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

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