Scheidung und Verzicht

    • (1) 18.04.17 - 17:38

      Hallo

      Mein Freund und ich wollen evtl bald Heiraten.

      Wir haben ein Sohn gemeinsam

      Nun stellt ich mir die Frage was alles in so einen Ehevertrag rein kann!?
      zb geht auch das ich auf meine Unterhaltszahlung verzichten kann?
      Der Kindesunterhalt muss er zahlen falls es zu einer Scheidung kommt das weiß ich.

      Man liest halt viel im Netz

      Ich bin nicht Berufstätig

      mir geht es darum falls es iwann zur einer Scheidung kommt das er für mich nicht zahlen muss

      möchte ich einfach nicht

      • Hi,

        So wirklich kann ich dir nicht helfen, is bei mir auch alles nur Halbwissen, da wir damals keinen extra Vertrag gemacht haben...

        glaube in der Regel ist es heutzutage eh nicht mehr so, dass der Mann der Frau was zahlen muss... außnahme is, das Kind ist unter 3 Jahre und du kannst wegen der Betreuung von kleinen momentan nicht selber arbeiten gehen, sobald Zwerg 3 is und regulär in den kiga kann muss dein Mann dich nicht mehr unterstützen.. ( evtl. Wenn besondere Ausnahmen verhindern, dass du arbeiten kannst) so is mein Wissensstand... ob der so wirklich richtig ist weiß ich nicht..
        Liebe Grüße

      Du bist ja lustig. Du bist nicht berufstätig, wovon willst nach einer evtl. Trennung leben?
      Oder hast du vor, bald wieder arbeiten zu gehen?

          • es gibt doch 2 Unterhalte Trennung und Nachehelicher Unterhalt gilt das für beide was muss man verdienen

            • Soweit ich es verstanden habe, kann man per Vertrag nicht auf den Trennungsunterhalt verzichten. Zumal ihr auch gemeinsame Kinder habt und du nicht erwerbstätig bist. Wovon würdest du denn leben, wenn du nicht oder nur wenig arbeitest aufgrund der Kundenbetreuung?

              ......Ausschluss von Unterhaltsansprüchen - An einen Unterhaltsausschluss nach einer Scheidung können Sie denken, wenn beide Ehegatten ausreichend eigenes Einkommen haben oder ausreichend anderweitig versorgt sind. Sie dürfen im Ehevertrag allerdings nicht auf einen Trennungsunterhalt für die Zeit zwischen Trennung und Scheidung verzichten. Das wäre unzulässig. Auch wenn der wirtschaftlich nicht so gut gestellte Ehegatte auf seinen nachehelichen Betreuungsunterhalt komplett verzichtet, obwohl er sich um die gemeinsamen Kinder kümmert, könnte der Vertrag unwirksam werden. ..............

              Nachehelicher Unterhalt zu bekommen, ist heutzutage nicht mehr so einfach. Die Regelung wie vor 25 Jahren "einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin" gilt heute nicht mehr, weil jeder erst einmal selbst seinen Lebensunterhalt in zumutbaren Umfang sorgen muss. Der Grund für Nachehelichen Unterhalt muss m. W. auch schon zum Zeitpunkt der Scheidung vorgelegen haben.

              Grundsätzlich ist es auch richtig, dass erst einmal der Ex-Ehepartner in der Pflicht ist. Angenommen du würdest nicht genug selbst erwirtschaften können, weil du z. B. die Kinder betreut und zusätzlich aufstockende Leistungen benötigen, um über die runden zu kommen. Warum sollte die Allgemeinheit aus dem Grund für dich aufkommen müssen, wenn dein Ehmann über genügend Vermögen verfügt? Das wäre ja noch schöner. Er lebt mit 6000 € netto bequem sein Leben und der Steuerzahler arbeitet für dich mit, um dich und auch SEINE Kinder über Wasser zu halten.

              Lass dich notariell beraten, weil viele Gegebenheiten sowieso gesetzlich ausreichend geregelt sind. Sollte eine Partei über Gebühr benachteiligt werden per Vertrag, ist dieser ohnehin nichtig.

              http://www.finanztip.de/ehevertrag/

            >>>was muss man verdienen<<<

            Wie ich schon schrieb: Soviel, dass du selbst für dich sorgen kannst und keine staatlichen Mittel beantragen musst.

In einem Ehevertrag kann man den Verzicht auf Ehegattenunterhalt regeln, das ist kein Problem. Allerdings würde ich mir das an deiner Stelle sehr gut überlegen. Du bleibst zu Hause, weil du dich um das gemeinsame Kind kümmerst? Dann steht dir Unterhalt doch zu, falls es zu einer Scheidung kommt. Immerhin verzichtest du für die Familie auf berufliches Fortkommen.

Wovon möchtest du denn leben, sollte es zu einer Scheidung kommen?

Ein Familienrichter wird heutzutage immer ab einem gewissen Kindesalter von der Kindesmutter verlangen, dass diese - zumidnest anteilig - arbeiten geht. Insofern kann man den Mann nicht mehr so "ausnehmen" wie das früher einmal der Fall war.

  • Ich habe vor 12 Jahren auch auf den mir zustehenden Unterhalt freiwillig verzichtet.

    Mein Ex wollte dies damals gerne schriftlich von mir haben, allerdings haben uns sein Anwalt und auch auch meine Anwältin erklärt, dass, sollte es hart auf hart kommen, dieser schriftliche Verzicht nichts bringt und er trotzdem würde zahlen müssen.

Kind, heiraten und so naiv??

Glückwunsch. .

Wenn du freiwillig darauf verzichtest, dann muss er auch nicht für dich zahlen!?

Allerdings nur, wenn du selber für deinen Lebensunterhalt aufkommen kannst. Auf Unterhalt verzichten, dafür aber zum Amt rennen, das funktioniert nicht.

Warum willst du das unbedingt schriftlich festhalten, wenn du dir doch eh sicher bist, dass du nichts verlangen wirst?
Zudem zählt dieser schriftlich Verzicht eh nicht, sollte es hart auf hart kommen, haben uns unsere Anwälte erklärt.
Denn verzichten kann/darf man nur, wenn man es sich leisten kann!

Und wenn Du nach der Scheidung einfach keinen Unterhalt verlangst?

Dann muss er auch keinen zahlen.

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