Kündigung in der Elternzeit

    • (1) 22.04.17 - 12:04

      Hallo

      Ich bin derzeit in Elternzeit - bis 30.04.17
      Mein AG hat mich ( rechtsunwirksam per SMS ) gekündigt zum 30.05. Schreiben kommt sicher noch....
      Darf der AG die Kündigung während der Elternzeit aussprechen oder gilt ein grundsätzliches Kündigungsverbot?
      Muss er mit der Kündigung auf meine Rückkehr warten?
      Laut Arbeitsvertrag bin ich zum 15. bzw. zum Ende des Monats mit einer Frist von 4 Wochen kündbar....
      Ich frage mich somit, ob er die Kündigung bereits für die Zeit nach der Elternzeit aussprechen darf oder nicht?

      Ich hoffe das war einigermaßen verständlich.
      Danke für Eure Hilfe
      LG Janet

      Grundsätzlich gilt ein Kündigungsschutz nach BEEG.
      In Ausnahmefällen darf der AG per Antrag bei der Aufsichtsbehörde kündigen, und solche Kündigungen werden auch zugelassen, wenn ausreichende Gründe dafür vorliegen: Insolvenz, Betriebsschließung oder Vertrauensbruch.

      Nach der Elternzeit darf der AG legal kündigen.

          • ElternZeit endet am 30.04.
            Gekündigt zum 30.05.
            Grund gibt es keinen
            Sind zudem ein Kleinbetrieb mit weniger als 10 Angestellten.

            Ich wurde einfach durch meine Elternzeitvertretung ersetzt.:-(

            • Da sehe ich jetzt keinen Grund warum die Kündigung nicht zulässig sein sollte. Die Frist wurde gewahrt, und einen Monat lang erhältst du Gehalt und wirst in der Zeit wieder arbeiten oder alten Urlaub abfeiern.

              • Er hat mich frei gestellt....
                Ich war mir nur nicht sicher, ob er mir in der Elternzeit die Kündigung aussprechen darf...
                Die Meinungen gehen auch hier anscheinend auseinander ;-)

                • eigentlich ist es doch sogar gut, wenn er nicht bis zum 02.05. wartet
                  so weißt du, woran du bist und kannst dich nach einem neuen Job umschauen...

                  Nein, darf er aber nicht. Er muss damit bis nach der Elternzeit warten, wenn er damit dann die Frist nicht einhalten kann (weil z.B. Wochenende), ist es sein Problem.

                  • Kann er aber in diesem Fall. Er hat bis zum 3. Mai Zeit zu kündigen.

                    Mo 1.5.
                    Di 2.5.
                    Mi 3.5.

                    Bisher wurde sie nur über die Absicht zur Kündigung informiert.

                    Wenn Sie die schriftliche Kündigung bis 3.5. in den Händen hält, sollte das erstmal wirksam sein. Begründung müste man sehen.

                    Ich wage es zu bezweifeln, dass es schädlich ist, wenn die Kündigung in der Konstellation vor dem 1.5. zugeht.

                    Ich würde nicht darauf wetten, dass man dort weiterarbeiten wird. Die Frage ist eher, wieviel Geld man noch mitnimmt. Ein Anwalt für Arbeitsrecht oder die Gewerkschaft oder der Betriebsrat wären sicher gute Ansprechpartner.

                    • (13) 23.04.17 - 12:09

                      Ah, 1. MAI ist Feiertag. Vergessen. Dann eben nur Di. und Mi.

                      • Doch, in diesem Falle ist es eben schädlich, weil der AG nur die zwei Tage Zeit hat zu kündigen, wenn er es also da z.B. vergisst oder sie nicht antrifft und deshalb verschiebt oder ähnliches, dann ist das sein Problem.

                        In der Elternzeit darf nicht gekündigt werden, wirst du überall finden, dass die Kündigung frühestens am 1. Arbeitstag zugehen darf.

                    "Wenn Sie die schriftliche Kündigung bis 3.5. in den Händen hält, sollte das erstmal wirksam sein. Begründung müste man sehen."
                    Wenn sie die in der Zeit zwischen 1. und 3.5. in den Händen hält ist sie wirksam und braucht keine Begründung.

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