Schwester auszahlen?!?

    • (1) 23.04.17 - 20:40

      Nabend!

      Vielleicht weiß ja hier jemand Rat zu meiner Situation. Dazu einmal folgende Schilderung.

      Meine Schwester und ich besitzen Eigentum (2Familienhaus+Grundstück) jeweils zu 50%. Die uns von unseren Eltern geschenkt wurden. Derzeit wohnen wir auch beide in diesem Haus.

      Die noch zu zahlenden Kredite (2 Stück) laufen allerdings noch zu 100% auf unseren Vater und ist auch so im Grundbuch vermerkt.

      2015 wurde der Verkehrswert des Hauses auf 170 000 Euro geschätzt.

      Jetzt ist es allerdings so das, dass Vertrauensverhältnis zu meiner Schwester vollkommen kaputt ist.

      Nach mehreren Lügen und 2 mal "Mietverzug" (wir zahlen weiterhin auf ein gemeinsames Konto einen Betrag um die laufenden Kosten des Eigentums zu bezahlen. Am Ende eines Jahres wird wie bei einem Mietverhältnis eine Kostenabrechnung gemacht)

      Möchte ich dieses Haus nicht mehr mit ihr zusammen unterhalten.

      Wie sieht das jetzt aus, wenn ich ihre 50% bekommen könnte, sie sie mir also freiwillig übergibt oder sogar anbietet, weil sie merkt sie packt es nicht finanziell, wonach richtet sich dann der Betrag den ich ihr auszahlen muss? Vorallem in Bezug auf die noch laufenden Kredite, die auch insgesamt auf rund 100 000 Euro belaufen.

      Ich hoffe, das ist soweit verständlich, ansonsten einfach nochmal nachfragen.

      Über jede Antwort bin ich sehr dankbar.

      Schönen Abend!

      • ....wenn ich ihre 50% bekommen könnte, sie sie mir also freiwillig übergibt oder sogar anbietet, weil sie merkt sie packt es nicht finanziell, ...

        Sorry, ist das dein Wunschdenken, oder entspricht das den Tatsachen, indem sie diesen Wunsch dir gegenüber geäußert hat?

        Ginge es auch andersherum, dass sich ihre Einkommensverhältnisse bessern und sie dich auszahlt? Dann würdest du ausziehen.

        Und wenn sie auszieht, was willst du mit der zweiten Hälfte des Hauses machen? Selbst bewohnen? Dann wäre es vielleicht zu groß für dich. Vermieten? Dann hast du evtl wieder jemanden im Haus mit dem du dich potentiell zerstreiten könntest.

        Ich glaube, bei den Summen die da aufzubringen sind, sollte (moralisch gesehen) auch der weiterhin zahlende Vater noch ein Wörtchen mitreden dürfen. Immerhin hat er nicht seine Immobilie verschenkt, damit seine Kinder sich verkrachen und die Immobilie dann an Dritte vermietet wird.

        Ich würde zu einer Mediation raten, und euer Verhältnis wieder in Ordnung bringen. Es ist einfach, vor jeder Schwierigkeit davonzulaufen. Es ist reif, sich den Schwierigkeiten zu stellen, sie anzugehen, und zu lösen.

        • Ich habe bewusst nur genau nach dieser einen Situation gefragt. Nach keiner anderen und auch nach keiner Moral Predigt.

          Ich möchte nur wissen wie so ein Auszahlungbetrag ermittelt wird.

      Also: ihr beide habt das Haus von eurem Vater geschenkt bekommen, jedem gehört 50% und das steht auch so im Grundbuch. Immobilie ist ca 170k wert, wobei noch ca 100k Kredit offen ist, die aber der Vater bezahlt (warum zum Teufel übrigens? Und warum nicht ihr?)

      "Muss" ist da gar nix, deine Schwester kann dir ihren Teil schenken oder zu irgendeinem Preis verkaufen, ist alles Verhandlungssache. Eine Variante: 170 000 - 100 000 = 70 000, davon dir Hälfte ergibt 35 000 die du der Schwester bezahlst und (!) Zusätzlich übernimmst du den Kredit vom Vater.

      oder: du kaufst der Schwester ihre Hälfte einfach um 85 000 Euro ab.

      Was will eigentlich die Schwester? Und was will der Vater?

      • Die Kredite zahlen wir, nicht nein Vater. Das hatte ich nicht deutlich geschrieben, stimmt. Die laufen halt bei dem Kreditunternehmen alle noch auf seinen Namen. Dafür ist auch der monatliche "Mietbertrag" von dem ich oben sprach. Die Einzugsermächtigungen gelten für das Konto meiner Schwester und meins, Kreditnehmer ist aber unser Vater.

        Es gab schon Gespräche mit allen Beteiligten, ich wollte hier einfach nur mein Anliegen klären.

        Dass ich nichts allein entscheiden und jeder seine Sicht schildern muss kann ist mir vollkommen bewusst. Nur tut das bei meiner Frage nichts zur Sache.

        Also vielen Dank für informierende deine Antwort :)

          • Kein Problem ;-)

            In eurem Fall würde ich dann als Verhandlungsbasis die 35 000 nehmen. Und dann weiterschauen.

            Wenn jemand gar nicht verkaufen will dann wird es natürlich schwierig. Ich komme aus Österreich, da gibt es als letztes Instrument eine sogenannte Teilungsversteigerung, ist mit Risiken und Kosten verbunden. Ich schätze dass es was ähnliches auch in Deutschland gibt, dazu ist aber dringend fachlicher Rat (Anwalt) notwendig.

            Auf jeden Fall alles Gute für eine Lösung die für euch alle passt!

            LG

            • Ja sowas gibt es hier auch.

              Ist aber erstmal mit mit Eigenkapital verbunden und ob man dann das bekommt was man sich vorstellt....

              Wurde uns eher von abgeraten.

              Nächste Woche gehen die Gespräche weiter dann mal sehen.

              Vielen Dank nochmal!

        (9) 24.04.17 - 10:09

        Das Haus gehört euch und die Kredite laufen weiter auf euren Vater...wie geht das?

        • (10) 24.04.17 - 10:21

          In dem der Notar das in der beglaubigte Abschrift, um die Grundbuchumtragung zu beantragen, so vermerkt.

          Meine Schwester und ich haben mit der Schenkung den Grundbesitz mit allen Rechten erhalten. Die im Grundbuch eingetragene Grundschuld haben wir nur dinglich übernommen. Die schuldrechtliche Verbindlichkeit bleibt bei meinem Vater.

          Das sollte natürlich alles noch geändert werden, steht jetzt allerdings hinten an.

          Die Problematik hier zwischen den einzelnen Personen ist schon sehr komplex. Nur möchte ich die hier nicht äußern, da sie für mein Anliegen nicht nötig ist. Wahrscheinlich würde ich gar nicht so viel Platz haben :D

          Das ist doch gar kein Problem.
          Die Darlehnssicherung erfolgt ja weiterhin über das Grundstück und ist entsprechend eingetragen. Wem das Grundstück letztlich gehört ist dabei nebensächlich.

          Die Frage ist eher ob die Bank einer Übernahme des Kredits durch die Kinder zustimmen würde.

(12) 24.04.17 - 08:18

Dann bräuchtet ihr erst einmal einen momentanen Wert.AWAa wurde seit 2015 gemacht? Wie war die Immobilienmarktentwckling bei euch seit dem?

Ein Haus, dass 2015 mit 170.000 geschätzt wurde wäre bei uns heute locker über 200.000 wert, ohne dass was gemacht wurde. Wahrscheinlich würde man bei einem Verkauf sogar wesentlich mehr bekommen.

Ansonsten als Richtwert: Wert des Hauses - Vwrbindlichkeiten geteilt durch zwei und dann kann man anfangen zu veln.rhande

  • Ja das muss wirklich gemacht werden.

    Die Lage ist hier ziemlich beliebt und Häuser, die zum Verkauf stehen, schnell vergriffen. Würden auf jeden Fall mehr als 170 000 rum kommen bei einem Verkauf.

    Aber noch ist hier nichts entschieden, weitere Gespräche stehen an.

    Wichtig war für mich "Gibt es eine Regelung wie eine Auszahlung ermittelt wird" da ich dort keine Erfahrung habe.
    Vielen Dank also für deine Antwort :)

    • (14) 24.04.17 - 10:13

      Ist deine Schwester denn überhaupt damit einverstanden, dass du sie auszahlst?

      • (15) 24.04.17 - 10:25

        Darum geht es hier nicht.

        Dass ich das nicht allein entscheiden kann und weitere Gespräche stattfinden müssen, die auch geplant sind, ist mir vollkommen bewusst
        Schließlich gehören ihr 50%.

        Ich wollte nur informiert sein um alle Möglichkeiten für mich einmal durch zu gehen. Um informiert und mit einer groben Richtung diese Gespräche zu absolvieren.

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