Arbeitgeber lässt mir die Option ob Ja oder Nein

    • (1) 24.04.17 - 16:22

      Hallo ihr Lieben :)

      Ich stehe etwas auf dem Schlauch. Ich habe heute meinen AG über die SS informiert, arbeite mit psychisch Erkrankten und habe nun die Möglichkeit direkt Zuhause zu bleiben oder eigenverantwortlich weiter zu arbeiten.

      Ich weiß, das muss ich letztendlich selber entscheiden aber das fällt mir gerade echt schwierig, mein Mann hat Sorge, dass ggf. etwas passieren könnte und möchte, dass ich am besten direkt aufhöre oder nur im Rahmen mit Menschen arbeite, die keine starken Beeinträchtigungen haben, also eher der niederschwellige Bereich, da könnte ich aber höchstens 5 Std die Woche füllen.

      Jemand der aus einem ähnlichen Bereich kommt?

      Liebe Grüße :)

      • naja.. dein AG stellt dir entweder ein BV aus.oder versetzt dich . für die 5/Woche wirst du dann aber trotzdem deinen vollen Gehalt erhalten..die Entscheidung trägt ganz allein der AG (auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung).

        • Ein anderer Bereich ist nicht möglich, es ist sogesehen ein Bereich mit vielen kleinen eigenen Bereichen, die zum Teil natürlich auch gefährlich sein können. Er sagte, dass es Kolleginnen gibt die direkt nach dem Termin beim FA nicht mehr kommen und andere sich dazu entscheiden noch weiter zu arbeiten, es obliegt also nicht nur die Entscheidung des Arbeitgebers.

      Hi!

      Ich arbeite mit schwerst geistig behinderten Menschen, wo es durchaus schon mal zu kämpfen kommen kann, wo nach dir getreten werden kann oder man einfach alle seine Kräfte einsetzen muss um sich durchzusetzen. Hört sich für Außenstehende ganz furchtbar an, dennoch macht mir der Job wirklich sehr viel Spaß. Als ich den positiven Test in der Hand hatte hab ich mich noch zu 2 Diensten durch Ringen können, danach hab ich mich krank gemeldet bis zu Bestätigung der FÄ.

      Bei mir kam nichts anderes als BV in frage, es gab keine Option.

      Es ist mir natürlich ziemlich langweilig, von Vollzeit arbeiten auf null, null von heute auf morgen, dennoch bin ich froh darüber. Das Risiko wäre mir zu hoch, hab zB schon mal einen Tritt ins Gesicht abbekommen.

      Wünsch dir alles gute ????

      Alex

      Das klingt unprofessionell. Der AG muss mit dir die Gefährdungen einschätzen und geeignete Maßnahmen treffen. Warst du beim Betriebsarzt?

      Man kann diese Verantwortung nicht einer Schwangeren überlassen, das MuSchG sieht eine solche Option nicht vor. Wenn der AG sich das nicht zutraut bzw. überfordert ist, dann bitte die Gewerbeaufsicht um Hilfe bitten.

      Und natürlich wirst du in dem Bereich, der die wenigsten Gefährdungen aufweist, weiter eingesetzt, wenn das möglich ist.

      • Ja, so in etwa dachte ich es mir nämlich auch. Ich bin davon ausgegangen, dass nicht ich diese Entscheidung treffen muss, was ich ehrlich gesagt auch nicht möchte.

        • Ich habe mir gedacht, dass wenn es nicht möglich ist, dass ich nur noch bei bestimmten Klienten bin, dass ich hauptsächlich Büroarbeit übernehme, wäre das eine Option? Ich möchte ungern ab sofort nichts zu tun haben :(

          • Was die Gefährdungen betrifft, z.B. die fremdaggressiven Patienten: Ob eine Maßnahme erforderlich ist, kommt auf die Schadeneintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenausmaß an. Wenn ein Übergriff die Schwangerschaft wenig gefährden würde, und so ein Übergriff eher selten ist, dann genügt es Deeskalationsmethoden, Notfallpläne usw. zu haben.

            Büroarbeiten gehen natürlich auch! Klar. Der AG muss solche Möglichkeiten ausschöpfen, wenn es sie gibt. Nicht deinetwegen, sondern der Kosten wegen.

    Hier ich! Bleib Zuhause, wenn mal was mit dem Baby ist machst du dir Vorwürfe! Es steht dir ja das BV und es gibt es nicht umsonst und das der AG es dir überlässt finde ich ehrlichgesagt nicht fair und wirkt m.e. nach unseriös.

    Alles liebe und gute

    Ps bin auch zuhause :) hab kein schlechtes gewisse

    Huhu ich arbeite als Therapeutin in einer Akut Psychiatrie und darf außer auf der geschlossenen ganz normal weiter arbeiten. Arbeite auch mit allen Psychischen Krankheitsbildern also kein Problem :)) LG

    • Es kommt ja wirklich auf das Krankheitsbild an, es gibt Klienten da habe ich auf gar keinen Fall irgendwelche Bedenken :) Bei anderen, die getriggert auf Schwangerschaften und Kinder reagieren und regelmäßig akut psychotisch sind, ist das auf gar keinen Fall unbedenklich oder ungefährlich,das würde ich auf keinen Fall machen. Wobei das natürlich erst mit wachsen des Bauches ein Problem wäre.

      Lg :)

Hallo Pusteblume

Ich denke, es kommt drauf an, was für Klientel ihr habt. Ich hab ganz normal weiter gearbeitet, bei uns war es weder gefährlich noch körperlich anstrengend. Wir sind auf psychosomatische Störungen spezialisiert. Die Patienten sind alle ohne Ausnahme mobil und absprachefähig, das einzige "Harte" war die psychische Belastungen, aber damit kam ich klar.

Wie schätzt du denn dein Bereich ein?

LG, Mila, 38. SSW

  • Hallo :)

    Bei uns ist alles dabei, von Depressionen und daraus resultierenden Schwierigkeiten den Alltag zu meistern bis zu starken Persönlichkeitsstörungen aller Art, wo es leider nicht immer vorhersehbar ist, wann beispielsweise die nächste Psychose beginnt, wobei wir da natürlich sehr auf Frühwarnsignale achten und die Betroffenen dann in der Regel recht schnell stationär gehen. Wie gesagt, es ist ein bunter Mix. LG :)

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