Eltergeld, Teilzeit, Arbeitslos

    • (1) 02.05.17 - 15:37

      Hallo,
      Ich hab da mal ein paar Fragen.

      Ich bin zur Zeit in Elternzeit, hab ein Jahr genommen. Vorher habe ich Vollzeit gearbeitet.

      Im Moment bekomme ich 606€ Eltergeld.

      Ab 16. Oktober gehe ich wieder arbeiten. Vollzeit möchte ich nicht mehr, weil es mir dann einfach zu wenig Zeit mit meinem Kind ist.
      Also würde ich Teilzeit arbeiten. Vom AG geht das auch in Ordnung. Die Arbeitszeiten muss ich allerdings mit meinen Kollegen absprechen, die während ich weg war einmal komplett getauscht haben und sie noch gar nicht kenne. Kann also gut sein, dass sie mit meiner Dauer Frühschicht nicht einverstanden stand....
      Ich überlege ob ich überhaupt zurück möchte und ob ich nicht frage, ob ich gekündigt werden kann um dann ein Jahr Arbeitslosengeld zu bekommen.
      Ab nächsten Januar wollen wir gerne das zweite Kind in Angriff nehmen.
      Wenn ich in Teilzeit bin, werd ich dann in der nächsten Elternzeit ja viel weniger bekommen... Wie sieht es dann mit Arbeitslosengeld aus?
      Hat das schon mal jemand gemacht?
      Ich muss 600€ beisteuern, damit unser Haushalt funktioniert.

      Sorry für den langen Text.

      Würde mich über eure Erfahrungen dazu freuen.

      Lg

      • "Wenn ich in Teilzeit bin, werd ich dann in der nächsten Elternzeit ja viel weniger bekommen... Wie sieht es dann mit Arbeitslosengeld aus?"
        Wenn du keine Einkommen aus Erwerbstätigkeit hast (und das hast du ja mit ALGI nicht), dann gibt es nur den Sockelbetrag von 300 bzw. 150 Euro.

        "Ich überlege ob ich überhaupt zurück möchte und ob ich nicht frage, ob ich gekündigt werden kann um dann ein Jahr Arbeitslosengeld zu bekommen."
        Du kannst nicht gekündigt werden vor Ablauf der Elternzeit, nur du kannst kündigen und je nach Begründung gibt es dann auch noch eine Sperre.

        • "Ich überlege ob ich überhaupt zurück möchte und ob ich nicht frage, ob ich gekündigt werden kann um dann ein Jahr Arbeitslosengeld zu bekommen." Du kannst nicht gekündigt werden vor Ablauf der Elternzeit, nur du kannst kündigen und je nach Begründung gibt es dann auch noch eine Sperre.

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          Hoffentlich wird es diese Sperre geben! Ich glaub, ich bin im falschen Film #aerger

      "Ich überlege ob ich überhaupt zurück möchte und ob ich nicht frage, ob ich gekündigt werden kann um dann ein Jahr Arbeitslosengeld zu bekommen."

      Während der Elternzeit kannst nur du kündigen. Je nach Begründung kann es eine Sperre geben. Und um überhaupt ALG zu bekommen musst du dich schon dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, d.h. Kinderbetreuung organisieren. Einfach ein Jahr zu Hause bleiben und Geld einstreichen, weil man eigentlich gar nicht so richtig arbeiten mag, funktioniert zum Glück nicht so einfach.

    • Aus Deinem Plan wird nix.

      Erstmal kann Dein AG Dir nicht willkürlich kündigen und wenn Du kündigst, kann das durchaus eine Sperre beim ALG geben.

      Dazu kommt noch, dass das Jobcenter Dich möglicherweise in Deinem Jahr Auszeit mittels ALGI mit Terminen/Kursen und schlimmstenfalls Jobvorschlägen behelligen wird. Du musst auch eine gesicherte Kinderbetreuung nachweisen können, um überhaupt ALGI beziehen zu können UND zu guter Letzt wirkt sich der ALG-Bezug auf das Elterngeld aus. Jeder Monat mit Bezug von Lohnersatzleistungen zählt in die Elterngeldberechnung mit 0 Euro.

      Gruß,

      W

      Hm, egal wie du es drehst und wendest. Du wirst wohl wieder arbeiten gehen müssen, um die 600 Euro Elterngeld beim 2. Kind zu bekommen. ALG nutzt dir da gar nichts. Und solltest du woanders eine Teilzeitstelle bekommen, dann müsstest du so viel verdienen, wie du jetzt in Vollzeit hast, um wieder auf 600 Euro EG zu kommen.

    • Kurz und knapp...entweder hast Du so viel Geld auf der hohen Kante, daß Du zu Hause bleiben kannst, oder Du gehst wieder arbeiten. Was Du vor hast, mit der Kündigung funktioniert nicht und allein die Idee ist einen #klatsch wert...

      ALG I gibt es nur, wenn man auch arbeitsfähig ist
      - körperlich / gesundheitlich
      - betreuungstechnisch

      bist du durch eines der beiden Faktoren eingeschränkt, gibt es entsprechend weniger.
      oder präziser gesagt: ALG I gibt es für die Arbeitszeiten, für die du tatsächlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst. Entsprechend mit Pflichten - Bewerbungen schreiben, Termine einhalten usw.
      bist du dazu nicht bereit, gibt es entsprechend weitere Abzüge.

      Krankenversicherung wird zwar vom Amt übernommen
      aber nur, wenn der Antrag auf Arbeitslosengeld genehmigt wird. Ist dies nicht der Fall, bist du selbst verantworlich dich zu krankenversichern.

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