Wie finanzielle Zukunft planen?

    • (1) 03.05.17 - 18:25

      Hallo,

      Ich bin für dtei Kinder im Alter von 14, 12 und 7 Jahren finanziell allein verantwortlich.

      Einen Partner habe ich nicht, der Vater der Kinder hat laum Einkommen.

      Bisher kam ich gut zurecht, wohne im eigenen Haus was in 5 Jahren abbezahlt ist .
      Jetzt frage ich mich : was kostet es wenn ein Kind studieren will? Was will bzw.muss ich beisteuern?

      Ich habe etwas Geld für jedes Kind gespart, aber das wird nicht reichen um ein Studium zu finanzieren. Als die Kinder klein waren, waren die Kosten noch überschaubar, aber ältere Kinder und Jugendliche kosten doch schon einiges mehr.

      Besonders an diejenigen die ihre Kinder allein finanzieren : wie regelt ihr das , was für Kosten kommen auf mich zu, wieviel Geld sollte ich einkalkulieren?

      • (2) 03.05.17 - 18:56

        Hallo

        machst du dir nicht zu viele Sorgen?
        Bis deine Kinder studieren ( wenn überhaupt )wohnst du mietfrei.
        Vielleicht ist bis dahin auch der KV wieder in Lohn und Brot.
        Einen Betrag X kann man nicht benennen.Das hängt auch davon ab, wo deine Kinder einmal studieren.Ob sie an einer staatlichen oder privaten Hochschule studieren, bei dir wohnen oder zum Studienort ziehen müssen oder wollen.
        Außerdem kann BAFÖG beantragt werden, da erfahren dann beide Eltern ob und was sie zahlen müssen.
        Ich finanziere drei Studenten ohne Bafög Anspruch -allerdings nicht allein, der KV zahlt monatlich eine nicht unerhebliche Summe.Trotz Studentenjobs ( auch nicht in allen Phasen möglich ) entstehen Kosten je nach Lebensstil und Studiendauer.
        Deine Kinder können sich durch Jobs ( zumindest in den Semesterferien ) beteiligen.Das ist nicht nur alleine dein Ding.

        L.G.

        • (3) 03.05.17 - 19:57

          Hallo

          Das Bafög Amt kann nicht sagen, was man zahlen muss.!! Unterhalt wird nach BGB berechnet.
          Das Bafög Amt errechnet das anzurechnende Einkommen. Das ist aber nicht das, was die Eltern zu zahlen haben.

          • (4) 03.05.17 - 23:16

            BGB oder DT -oder wie auch immer.Meine Kinder hatten kein Bafög ,an den Sätzen kann man sich als Mindestbetrag orientieren oder nicht.Wenn alle Stricke reißen gibt es BAFÖG, falls wirklich alle studieren sollten.
            Vielleicht macht ein Kind auch ein Duales Studium oder eine Ausbildung.

      (5) 03.05.17 - 19:52

      Wenn das Kind studieren will, wird es Bafög beantragen können. Die Höhe des Bafögs ist abhängig vom Einkommen der Eltern. Bei gut bis sehr gut verdienenden Eltern gibt es dann kein Bafög mehr.

      Wichtig finde ich auch zu erwähnen, dass die Kinder ihre Vermögensverhältnisse beim Bafög Antrag angeben müssen. Die Freibeträge sind gering, so ab ein paar Tausend Euro wird dann verlangt, dass sie erst ihr Einkommen aufbrauchen. Daher halte ich es nicht für ratsam, den Kindern ein großes Konto anzusparen, wenn man möchte, dass sie studieren können.

      Bafög gibt's derzeit als zinslosen Kredit, und die Hälfte geschenkt. Es ist also schon günstig, wenn man diese Förderung erhält. Wenn der Studienort keine teure Großstadt ist, und wenn der Student bescheiden ist, reicht das Bafög. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, dazuzuverdienen mit einem Minijob.

      Dann gibt es noch das duale Studium, da bekommt man von einer Firma Gehalt.

      • (6) 03.05.17 - 20:11

        Mit dem Thema Bafög hab ich mich noch gar nicht beschäftigt.
        Die Kinder müssten zum Studieren schon ausziehen, also eine Studentenbude müsste her.

        Ich habe auch damals dazu verdient, aber halt unregelmäßig und war schon auf das Geld meiner Eltern angewiesen.
        Kommt halt auch auf das Studium an wie viel Zeit msn zum Arbeiten hat ...ich hatte damals nicht viel Luft.
        Auch kleinere Unistädte sind nicht billig wenn es um Wohnraum geht.

        Da ich das alleine finanziell darstellen muss, mache ich mit halt so meine Gedanken.
        Wäre ich in einer Partnerschaft wo mein Partner auch seinem Teil beitragen könnte, wäre ich wahrscheinlich lockerer bei dem Thema.

        Leider gibt es in meinem Umfeld niemand, der in einer vergleichbaren Lage wäre.

        • (7) 03.05.17 - 20:23

          Du gehst von deinen eigenen Erfahrungen aus, die müssen aber gar nicht so zutreffen. Ich weiß von vielen Studenten wo es anders ist. Wo ein Wille, da ist ein Weg. Ich halte es nicht für schädlich, wenn junge Menschen für ihr Studium selber auf die Hinterbeine stehen, und zumindest einen Teil der Unkosten über einen Minijob reinholen. Die Semsterferien sind lang, auch da kann man jobben.

          Zwei Studenten die ich kenne zahlen einer 180 Euro Miete für ein DG-Zimmer in einer 4er-WG (Provinzstädtchen) und der andere 300 Euro in einer zweier-WG (Uni-Studium, größere Stadt im Westen).

          Die Eltern zahlen dann eben das was noch nötig ist, vom laufenden Einkommen. Da die Kinder dann auch zu Hause weniger Kosten verursachen und das Kindergeld weiter läuft, ist das schon zu machen.

          • (8) 04.05.17 - 06:20

            Schöne Idee die Semesterferien zu verplanen, aber je nach Studiengang braucht man die für Pflichtpraktika oder für Hausarbeiten. Gut, bei letzterem ließe sich nebenbei wohl noch jobben.

            @TE: du hast doch die zweite Hälfte seines Doppelhauses vermietet. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass du auch dank der Einnahmen deinen Kredit bald abgezahlt haben wirst. Fließt das Geld hieraus sonst noch normal in den monatlichen Topf? Denn sonst hätte ich spontan gesagt, dass genau dieses Geld doch wunderbar geeignet ist, um deine Kinder entsprechend finanziell zu unterstützen.

            Ich habe damals von meinen Eltern eine feste Summe bekommen. Dazu kamen dann allerdings einmal im Semester noch die Semestergebühren. Die sind nur heute auch nicht mehr so schön niedrig wie damals. Hätte mir das Geld nicht gereicht, hätte ich jobben können. Meine Eltern hatten es aber so bemessen, dass es reicht. Aber auch nur dann, wenn ich ordentlich haushalte.

            • (9) 04.05.17 - 07:21

              Das Problem ist dass ich nicht zwei oder sogar drei Kinder gleichzeitig finanziell mit mehreren Hundert Euro im Monat unterstützen könnte.
              Wenn alle drei zum Studium ausziehen und ich das entsprechend mit Miete und Lebensunterhalt finanzieren muss, dann geht das nicht.

              So gesehen , kann ich mir also drei Kinder nicht leisten.

              Klar sollen erwachsene Kinder auch arbeiten wenn sie studieren möchten. Aber regelmäßiges Einkommen bei Studenten ist ja oft nicht gegeben, gerade außerdem der Semesterferien

              • (10) 04.05.17 - 08:47

                Du brütest ungelegte Eier aus! Du kannst einen Bausparvertrag auf deinen Namen machen und aus dem Erlös später die Ausbildung deiner Kinder unterstützen.

                Außerdem gibt es die Möglichkeit, Studienkredite aufzunehmen, anstatt Bafög, wenn das Bafög nicht reichen sollte.

                Ich weiß nicht, ob es pädagogisch gesehen so gut ist, wenn die Kinder keinerlei Schwierigkeiten lösen müssen und Mama Jahrzehnte zuvor schon vorgesorgt hat für ein rundum-Sorglos-Paket. Ich überspitze das jetzt ein bißchen. Wenn die Kinder studieren, sind sie bereits volljährig. Das heißt, dass sie für sich Mitverantwortung übernehmen können. Sie können auch jetzt schon was ansparen für später. Außerdem weißt du heute, ob alle deine Kinder wirklich studieren wollen?

                Wenn es soweit ist, dann werdet ihr mit den vorhandenen Mitteln das beste machen: dein Einkommen, deine Rücklagen für Ausbildung, dem Bafög und dem Zusatzverdienst der Kinder, der bis 450 € monatlich keine eigene Krankenversicherung bedarf und ans Bafög nicht angerechnet wird, und zusätzlich wenn das nicht reicht, können die Kinder einen Studienkredit aufnehmen. Am Geld wird es sicher nicht scheitern.

                • Da stimme ich Dir voll und ganz zu!

                  Natürlich spare ich auch was für meinen Sohn (bin allein erziehend und der KV kümmert sich um nichts, Arbeit ist ein Fremdwort für ihn). Allerdings würde das gesparte Geld nie für die Finanzierung eines Studiums reichen, sondern "nur" für Führerschein, erstes Auto und evtl. ein paar Möbel für die erste eigene Wohnung.

                  Verrückt mache ich mich deshalb aber nicht. Was weiß ich, ob er später mal studieren möchte. Wenn dem so sein sollte, gibt es genug Möglichkeiten ein solches Studium zu finanzieren (Bafög, jobben, Studienkredit, duales Studium usw.), was nicht heißen soll, dass er Null Unterstützung von mir bekommen würde.

                  Außerdem denke ich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen es sich die Eltern leisten können mussten, dass ihre Kinder mal studieren. Heutzutage steht doch jedem quasi alles offen. Ich studiere auch noch neben meiner Vollzeitstelle, die finanziellen Mittel dazu laufen über einen Studienkredit bei der KFW, die in der Regel immer top Konditionen bieten.

                  • "Allerdings würde das gesparte Geld nie für die Finanzierung eines Studiums reichen, sondern "nur" für Führerschein, erstes Auto und evtl. ein paar Möbel für die erste eigene Wohnung."

                    Das halte ich für sehr unklug, als Eltern den Führerschein, das Auto und Möbel den Kindern anzusparen!! Wir haben unseren Kindern immer gesagt, dass sie für Führerschein und Auto selber sorgen müssen. Erstens ist es eine gute Motivation, sich beim Führerschein zu beeilen und Mühe zu geben, zweitens ist es eine große Summe Geld, drittens gehört das zur Verantwortung eines Erwachsenen.

                    Das Auto brauchen sie nicht unbedingt, gerade wenn sie in einer Stadt studieren. Da reicht es wenn sie ab und zu das der Eltern ausleihen wenn es nötig ist, und die Fahrten zu der Stadt wo sie studieren mit Bus, Bahn, Fernbus oder einer MFG erledigen. Ein Auto kostet mehrere Tausend Euro, und die laufenden Kosten ohne Benzin für einen Fahranfänger machen rund 1000 Euro pro Jahr aus. Das kann ein junger Mensch machen, wenn er selber ein regelmäßiges Einkommen hat.

                    Möbel kann man doch auch gebraucht bekommen (ebay), die muss man nicht unbedingt neu kaufen!

                    Wann willst du deine Kinder in die Eigenverantwortung entlassen?? Du sagst, dass der KV nichts mit Arbeit am Hut hat, und du sorgst selber so umfassend für deinen Kinder, dass du ihnen keinerlei Anreize gibst, für sich zu sorgen, indem sie auch schon früh für ihren Lebenweg, ihre Wünsche die finanzielle Mitverantwortung übernehmen. Ich sags mal hart, aber ich meine es gut mit dir! Wenn du das alles tust, erziehst du deine Kinder genau zu den Typen wie dein Ex einer ist!!! Mama bezahlt ja alles, wozu soll man sich anstrengen? Du verwehrst ihnen die Erfahrung zu machen, dass Geld knapp sein kann und dass es sich lohnt, für Wünsche zu arbeiten. Das können sie nicht erst mit 25 oder 27 lernen! Das muss von klein auf gelernt werden, aber besonders bei den großen Ausgaben Führerchein und Auto und erste eigene Wohnung.

                    Sorry, ich hab dich mit resi verwechselt. (In Bezug auf den EX.)

                    • :-)

                      Ich sehe mich als Elternteil schon in der Verantwortung mein Kind finanziell zu unterstützen. Meine Eltern haben es mit meiner Schwester und mir übrigens nicht anders gehalten und etwas Geld angespart, was dann eben für Führerschein und Auto gereicht hat und wir waren unglaublich froh darüber. Wir sind aber dennoch beide sehr selbstständig, tragen Verantwortung und liegen nicht auf der faulen Haut (was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?).

                      Ich denke nicht, dass man Kinder zu sehr verwöhnt, nur weil man für sie Geld anspart. Das ist doch reine Erziehungssache und kommt zudem eben darauf an, was man ihnen selbst vorlebt.

                      Ein Sparvertrag für den Führerschein und das erste Auto wird mir mein Kind wohl kaum so verwöhnen, dass es keine Lust mehr hat arbeiten zu gehen oder nichts auf die Reihe bekommt #kratz

                      • Sehe ich genau so, wir sparen für das Kind, die Großeltern und Führerschein und Studium bekommt es von uns, selbstverständlich, auch finanziert. Für alle Extras muss das Kind aufkommen, später mal, ich denke, das ist ein guter Mittelweg.

        (16) 03.05.17 - 21:06

        Wenn deine Kinder studieren sind sie auch alt genug alleine für ihre Entscheidungen gerade zu stehen.

        Ich habe während meines Studiums kein Bafög erhalten und habe mich daher entschieden meinen Eltern nicht mehr als nötig auf der Tasche zu liegen. Das bedeutete ich habe zu Hause gewohnt und bin jeden Tag 1,5h zur Uni gependelt und abends halt wieder zurück. Zudem hat mich das sehr motiviert schnell mein Studium zu absolvieren. Erst in den letzten 2 Semestern als ich Praktika machte und damit Geld verdiente habe ich mir dann eine Wohnung (dann zusammen mit meinem Partner) in der Studienstadt genommen.

        Somit beliefen sich die fixen Kosten für meine Eltern auf ca. 150 Euro pro Semester (Studiengebühr inkl Zugticket). Das konnte ich ihnen ohne schlechtes Gewissen zumuten.

(17) 04.05.17 - 11:52

Also unser Großer, aus der 1. Ehe meines Mannes hat Studiert an einer Uni in einer Hochschulstadt. Er erhielt damals von uns monatlich 750 EUR + Kindergeld für Wohnung etc. Wenn er mehr brauchte, musste er das zuverdienen, was er auch tat.

Ich halte das auch für zumutbar.

Das Studium dauerte 11 Semester also 11x6x750 = 49.500 EUR

da kamen sicher noch andere Dinge dazu, junge Leute haben ja nix auf der hohen Kante, also wenn Auto kaputt oder dies oder das.

Wenn man 1 Kind sorgenfrei studieren lassen will ohne dass es sich mit allzuviel Jobs belasten muss, sollte man also schon 50.000 EUR auf der hohen Kante haben bzw. eben jeden Monat auf 800 EUR verzichten können.

Und das war aber schon vor 14 Jahren - sprich heutzutage wirds wohl noch bisschen mehr sein.

Aber das ist wirklich zukunftsmusik. Weisst Du ob deine Kinder studieren wollen? Und wenn dann was? Es gibt duale Studiengänge da verdienen die Studenten schon Geld während der Semester.
Die Kinder können im Laufe der Jahre auch durch Ferienjobs selbst ein Polster anlegen.

Ich denke nicht dass ein Studium alleine an den Eltern hängen sollte.

  • (18) 04.05.17 - 13:00

    750 + damaliges Kindergeld ist aber schon ganz schön viel. Gerade wenn ich 14 Jahre zurück rechne. Ich hatte deutlich weniger und kam auch klar. Und in der Provinz habe ich auch nicht studiert. Aber aufgrund der Studiendauer dürfte ich meine Eltern wohl ähnliches gekostet haben.

(19) 15.05.17 - 11:27

Hallo,
ich habe auch drei Kinder, zwei davon sind Zwillinge. Außerdem habe ich die Kinder relativ spät bekommen, so dass später einmal die Chancen ganz gut stehen, dass mein Renteneintritt und Studiumsbeginn gar nicht allzu lang auseinanderliegen.

Wir sorgen so vor: Ich habe drei Sparbücher, sie laufen auf meinen Namen. Auf das Sparbuch zahlen wir das Kindergeld, ein kleines Taschengeld der Großeltern sowie alles, was sich sonst noch "ansammelt". Zum Abitur wird damit jedes Kind etwa 30 Tsd. EUR haben. Dieses Geld wird dann für das Studium / Ausbildung verwendet. Sollten die Kinder das Geld nicht benötigen? Keine Ahnung, dann wird mir was einfallen und es für mich und meinen Mann ausgeben :-)

Ich mache das nicht, weil ich die Kinder verwöhnen will oder sie nicht zum Jobben während des Studiums "zwingen" möchte - bei diesen Sparmaßnahmen handelt es sich eigentlich eher um einen Schutz für mich. Allein die Vorstellung, ich könnte mit etwa 58 /59 Jahren nicht eines der attraktiven Altersteilzeitprogramme nutzen, weil alle drei Kinder in München gleichzeitig Medizin studieren (überspitzt ausgedrückt), lässt mich heute sparen. Denn heute tut es nicht so weh.

LG, Cherish

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