Auflösungsvertrag - urlaubstage von 6 Jahren?

    • (1) 03.05.17 - 19:09

      Hallo Mädels,

      nun muss ich hier mal interessehalber nachfragen.

      Ich habe vor, bei meinem alten AG einen Auflösungsvertrag zu machen, da meine Elternzeit bald endet und ich im Anschluss gleich eine neue Stelle hätte. Laut Betriebsrat ist das problemlos möglich (öffentlicher Dienst ).

      Ich bin 2011 ins BV gegangen, habe da Kind Nummer 2 bekommen und in der Elternzeit Kind Nr 3, wo der Erziehungsurlaub demnächst endet.

      Könnt Ihr mir sagen, ob ich noch Rückzahlungen von den Urlaubstagen geltend machen kann?
      Vielen Dank,

      Andrea #winke

          • Während der Elternzeit erwirbst Du dann Urlaubsanspruch, wenn der AG vergisst, ihn zu kürzen bzw. das auch vorher mitzuteilen.

            Das wird aber sicherlich in Eurem Tarifvertrag so geregelt sein.

            Gruß,

            W

            Ein Aufhebungsvertrag ist übrigens Verhandlungssache - Dein AG muss sich nicht auf Deine Forderungen einlassen und kann auf Einhaltung der regulären Kündigungsfrist bestehen.

            Ich würde deshalb nicht zu hoch pokern und eher nicht mit der Forderung nach Vergütung der Urlaubstage der letzten 6 Jahre, in denen Du nicht gearbeitet hast, da auflaufen.

            • die Forderung würde ich eh erst danach stellen, weil sie dann nicht mehr kürzbar ist.

              • Stimmt - wenn man das Entgegenkommen des AG nicht mehr benötigt, kann man ruhig noch noch abzocken, was nur geht.

                • Warum abzocken, das ist Geld, was einem dann zusteht. Die AG bestehen ja in der Regel auch auf ihre Fristen und wenn das Verhältnis beendet ist, dann steht einem das nunmal zu.

                  Ist ja schön, wenn du dir dann deinen Resturlaub usw. nicht auszahlen lässt, ich tue das und das auch bei einem AG, den ich später wieder habe und der hat damit keine Probleme, weil es mir eben zusteht!

                  • Bei uns ist das eindeutig geregelt und ich komme nicht in die Verlegung, nach 6(!) Jahren Zuhause irgendwelche evtl. Ansprüche aus dieser Zeit rauskramen und erstatten zu lassen.
                    Wenn die TE im ÖD arbeitet, wird es bei ihr auch eine Regelung geben bzw. sie wird sicher auch in dieser Zeit mal eine Abrechnung mit ggf. entsprechend gekürztem Urlaub bekommen haben. Damit hätte der AG ja die Kürzung legitimiert.

                    • "bzw. sie wird sicher auch in dieser Zeit mal eine Abrechnung mit ggf. entsprechend gekürztem Urlaub bekommen haben. Damit hätte der AG ja die Kürzung legitimiert. "
                      Nein, genau dies ist eben nicht ausreichend.

                      Somit wäre sie damit keinesfalls legitimiert. Dazu war das Urteil eindeutig, dass das nicht ausreicht!

                      • Kann man wirklich Urlaubstage geltend machen für die Elternzeit?

                        Beispiel:

                        Elternzeit 2014 - 2015.

                        2015 Rückkehr in den Job und der AG hat nicht gekürzt.

                        Urlaubsanspruch für die gesamte Elternzeit?

                        Was ist, wenn man das nicht wusste und (zB) 2018 kündigt und es einem vor der Kündigung noch auffällt, kann man das dann immer noch einfordern?

                        Sorry, falls ich mich schlecht ausgedrückt habe. Hoffentlich, verstehst du, was ich meine:)

                        • Ja, der Anspruch war da, aber da der Resturlaub nach Beendigung der Elternzeit dann spätestens bis Ende des darauffolgenden Urlaubsjahres genommen werden muss, wäre er verfallen, wenn man 2015 zurückgekommen ist. Dann hätte er bis 31.12.2016 genommen werden müssen.

                          Hier geht es nur durch die erneute Elternzeit und den Hinweis im BEEG, dass der Resturlaub dann wieder bis nach der Elternzeit bestehen bleibt.

                          Sprich 2015 zurückgekommen, Mitte 2016 wieder in Elternzeit, der Resturlaub wurde nicht genommen (weil z.B. krank oder BV o.ä.) und Rückkehr erst 2018, dann hätte der Urlaub bis zum 31.12.2018 genommen werden können, der Vertrag endet vorher, also wird es in einen Entgeltanspruch umgewandelt und ist somit nicht mehr kürzbar.

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