Kuriose Frage zum BV im Sozialen Bereich

    • (1) 04.05.17 - 17:53

      Ohne Umschweife die Frage.

      Wenn eine Schwangere in einer Familienwohngruppe mit Kindern und Jugendlichen von 2 - 17 Jahren arbeitet, gilt dann das gleiche wie in einer Kita, Krippe o.Ä. was das Berufsverbot angeht? Also z.B. wegen möglicher ansteckender Krankheiten etc.

      Es ist in dem Fall der mir diese Frage bescherte auch nur ein sehr kleines Kind, das nächst "kleinste" ist schon 10.

      Gilt das also auch nur für EIN kleines Kind? Oder müssen es mindestens 2,3,4,....,10 sein?
      Wenn keine anderen kleinen Kids da sind, ist dementsprechend die Wahrscheinlichkeit für irgendwelche Viren, Bakterien oder Pilze ja viel niedriger sich zu verbreiten.

      Kennt sich jemand da eventuell aus?

      Ich weiß, dass man den Arbeitgeber fragen muss bli bla blubb :-)

      Aber das ist jetzt eher theoretisch. Und mit soner theoretischen Frage mag man den Chef ja nicht unbedingt nerven ;-)

      LG und vielen Dank für eventuelle Antworten :-)

      • Seine Frage ist sehr speziell, die wird dein Chef wohl kaum beantworten können. Für Infektionsgefährdungen am Arbeitsplatz unterstützt der Betriebsarzt den AG, darum wäre der Betriebsarzt der Ansprechpartner für diese Fragestellungen und wenn er nicht Bescheid weiß, kann er sich an den zuständigen Gewerbearzt wenden.

        Einen Betriebsarzt müsst ihr haben, wenn ihr keinen habt wäre das ein Verstoß gegen das ArbSiG, das regelmäßige vorsorgeuntersuchungen bei einem BA vorschreibt in eurer Branche.

        Und nun zur Ausgangsfrage. EIN Kind von 2 Jahren ist statistisch kein erhöhtes Infektionsrisiko für Kinderkrankheiten von unter 6 Jahren, dazu zählt Cytomegalie. Zudem kann man per Urinuntersuchung doch leicht feststellen ob das Kind Cytomegalie ausscheidet. Falls ja, muss diese Infektionsgefährdung berücksichtigt werden. Wenn nein, ist da keinerlei Risiko.

        Also ab 2 Kindern wird das Risiko berücksichtigt.
        Und ansonsten dieselbe Prozedur wie in der Kita, im Kiga: Betriebsarzt, Impfpaß, Serologie, dann Gefährdungsbeurteilung.

        Wenn alle anderen Kinder schon 10 und älter sind, braucht die Schwangere nur eine zweifach dokumentierte MMR-Impfung, sonst eigentlich nichts, solange in der Wohngruppe keine Kinderkrankheit ausbricht.

        (4) 06.05.17 - 22:32

        Hallo,

        bei unserem Träger ja. Wir hatten eine Schwangere im Betreuten Einzelwohnen, die hat ein Berufsverbot bekommen, wollte das allerdings auch. Dann hatten wir eine Schwangere im Mutter-Kind-Wohnen, die unbedingt hätte weiterarbeiten wollen - durfte sie nicht, hatte keinen Schutz gegen, ich glaube es waren Ringelröteln...also auch Berufsverbot.

        Ich glaube, gerade im Sozialen Bereich landet man da schnell, ich höre auf jeden Fall selten, dass da jemand weiterarbeitet bis zum regulären Mutterschutz, was ja, gerade bei Wohngruppen etc. mit Schichtdienst auch nicht so einfach ist wegen des Mutterschutzgesetzes (nur 8 Stunden arbeiten am Tag, Pauseneinhaltung, nicht nach 20 Uhr, keine Sonn- und Feiertage...).

        LG

        a79

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