Arbeitgeber im Recht ?

    • (1) 06.05.17 - 19:38

      Guten Abend,

      Ich bin echt wütend und würde gerne eure Meinung hören.
      Ich habe meinem Arbeitgeber vor 2 Wochen gesagt das ich schwanger bin, mit den Worten schön für dich verabschiedet er sich gleich aus dem Gespräch. Gut hab ich mir gedacht dann halt nicht. 10 Minuten später eröffnete er mir gleich das mein freier Tag am nächsten Tag Geschichte wäre, auch das habe ich so hingenommen. Gestern sagte er auf einmal er bräuchte eine Bestätigung vom Arzt das ich schwanger sei. Darauf hin fragte ich ob er mich den noch nicht angemeldet hat dies verneinte er. Ich arbeite immer Montag bis Freitag komischer weiße seit ich schwanger bin will er das ich ständig Samstag arbeite. Damit habe ich natürlich nicht gerechnet und musste ihm schon zwei mal absagen, weil ich Karten für Veranstaltungen hatte. Er ist natürlich nun nicht mehr gut auf mich zu sprechen. Zur Zeit teilt er mich nicht mehr meine 35 Stunden in der Woche ein sondern viel weniger. Wie sieht das aus muss ich dies nacharbeiten obwohl ich ihn darauf hingewiesen habe ? Er hat es auch schon mal fertig gebracht wollte mir angebliche Minusstunden ( die es aber nicht gab ) vom Festgehalt abziehen. Darf er das ? Ich arbeite ganz alleine im Service und habe teilweise echt zu kämpfen auf der arbeit mit Krämpfen, Kopfweh, müden Beinen sogar vor 2 Wochen mit brauner SB. Zuhause wartet ja auch noch mein kleiner der meine Aufmerksamkeit möchte. Momentan bin ich einfach komplett überfordert und kaputt. Ich glaube mein Arbeitgeber möchte mich einfach los werden und wartet nur auf eine Gelegenheit.

      Puh das ist aber lang geworden....
      Ich würde mich freuen wenn jemand mir die Fragen vielleicht beantworten könnte.

      Liebe Grüße

      • Was steht in deinem Arbeitsvertrag, welche Tage sind für dich Arbeitstage und welche sind frei? Wenn nichts drin steht, dann darf dich dein AG bis zu 6 Tagen in der Woche beschäftigen. Ich nehme an, es handelt sich um Gastronomie?! Dann auch sonntags.

        Die Mitteilung deiner Schwangerschaft hat deinen Chef ganz offensichtlich gestresst/unter Druck gebracht. Und jetzt braucht ihr eine sachliche Klärung der ganzen Arbeitsbedingungen, eine Gefährdungsbeurteilung und die Klärung eines sich anbahnenden Konflikts.

        Du schreibst: " Ich glaube mein Arbeitgeber möchte mich einfach los werden und wartet nur auf eine Gelegenheit."

        Das genau ist das Dynamit im Konflikt, du unterstellst deinen Chef eine böse Absicht und deutest die Vorfälle in dieser Richtung. Wenn du das nicht klärst, dann eskaliert der Konflikt.

        So lange deine gesundheitlichen Probleme nicht aufgrund von Arbeitsbedingungen entstehen, die gegen das MuSchG verstoßen, ist es die Angelegenheit des Arztes.

        Dein AG muss sich nur im Rahmen dessen, was der Arbeitsvertrag und das MuSchG vorgeben, bewegen.

        • Meine Arbeitszeiten sind zugleich die Öffnungszeiten sprich von 7.30 bis 14.30 mo- fr abgemacht war beim Vorstellungsgespräch Gespräch wenn Veranstaltungen Samstags anstehen das er mir mindestens 3 Wochen vorher Bescheid gibt damit ich planen kann.

          Natürlich gebe ich dir recht das, das Dynamit ist für den Konflikt und eine Klärung bedarf nur will man sich vorher andere Meinungen einholen und nicht so unvorbereitet in ein Gespräch gehen. Im Beitrag noch vergessen zu erwähnen das es sich um eine Nacht Veranstaltung bis 3.00 Uhr Nachts handelt.

          Und sowas war definitiv nicht vereinbart sonst hätte ich diesen Job nicht angenommen, ich habe immerhin schon einen Sohn und es kommt für mich nicht in frage Nachts zu arbeiten.

          Vielen Dank für deine Antwort.

          • Eine Schwangere darf man nachts nur bis 22 Uhr beschäftigen.

            Dann kläre doch bitte den Konflikt mit dem Chef Punkt für Punkt und unterstelle keine solche üblen Absichten, solange er dir das nicht bestätigt hat.

      Die Bescheinigung vom Arzt kann er verlangen, weise ihn nur darauf hin, dass er die dann auch zahlen muss.
      Melden muss er dich aber bereits vorher, auch darauf würde ich ihn hinweisen oder das selber melden.

      Genauso wie du ihn doch einfach mitteilen kannst, dass du ja spätestens um 22 Uhr gehen muss und gerne jetzt die Gefährdungsbeurteilung machen möchtest.

      Lass dir doch nicht alles gefallen.

      Hallo,

      nimm es mir nicht übel, Du lässt es ja auch schön mit Dir machen.
      Du hast einen Arbeitsvertrag, in dem die Arbeitszeiten gergelt sind, richtig? Daran hälst Du Dich und das teilst Du dem AG so auch mit. Freie, genemigte Tage kann der AG auch nicht ohne Weiteres einfach so zurück ziehen.
      Wenn Dein AG Dich keine 35h die Woche beschäftigen kann, dies aber so in Deinem Vertrag steht, dann darf er Dich nicht nacharbeiten lassen und muss für Deine "Minusstunden" aufkommen.
      Ich würde um ein klärendes Gespräch bitten. Auch würde ich auf Mobbing und das Mutterschutzgesetz verweisen. Ich würde mich jetzt einfach stur stellen und so arbeiten, wie es im Arbeitsvertrag geregelt ist. In der Elternzeit würde ich dann auch beginnen, eine neue Stelle zu suchen, bringt ja nichs, sich da weiter mobben zu lassen.

      LG und alles Gute!

      "Gestern sagte er auf einmal er bräuchte eine Bestätigung vom Arzt das ich schwanger sei. Darauf hin fragte ich ob er mich den noch nicht angemeldet hat "

      Natürlich braucht er die Bestätigung. Behaupten kann das ja zunächst mal jede weibliche angestellte. Wo soll er dich denn "angemeldet" haben - und was hat das mit der Notwendigkeit einer Bescheinigung zu tun?

      "Natürlich braucht er die Bestätigung. Behaupten kann das ja zunächst mal jede weibliche angestellte. Wo soll er dich denn "angemeldet" haben - und was hat das mit der Notwendigkeit einer Bescheinigung zu tun? "
      Nein, die braucht er nicht und darf sie zwar verlangen, muss sie aber trotzdem unverzüglich als Schwangere bei der Aufsichtsbehörde anmelden, denn das MuSchG gilt ab der Ansage auch ohne Bescheinigung!

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