Muss ich für einen Kita-Platz meine Arbeitszeiten ändern (lang)

Hallo alle zusammen,

Wir stehen zwecks Kita vor einer sehr komplizierten Situation...

Vermutlich wird es nicht ohne Anwalt ablaufen, als bin ich schon mal sehr dankbar über Ratschläge von Leuten, die geklagt haben.

Mein Sohn ist 7 Monate alt und ich arbeite seit 6 Wochen wieder, mein Mann ist in Elternzeit bis 14.12.

Wir brauchen also einen Kitaplatz ab ca 15.11., und da sieht es hier total schlecht aus.

Das zweite, viel größere Problem ist, dass ich unter der Woche drei Tage nicht da bin und mein Mann einen Arbeitsweg von 45min hat (sind schon letzten August umgezogen, um diesen zu halbieren) und für uns damit komplett rausfällt, einen Platz irgendwo in der Stadt zu haben.

So denke ich mir das: mein Mann gibt um 7Uhr den Kleinen in der Kita ab, ist dann um 8 im Büro; gehen kann er damit um 16.30, ist dann um 17.15 in Bamberg und mit Berufsverkehr etc. frühestens um 17.30 in der Kita - die hier alle um 17 Uhr zu machen. Mal davon abgesehen braucht da bloß ein kleines bisschen Stau sein und dann?
Wir haben hier keine Großeltern, die einspringen könnten.

Wir haben eine Kita direkt gegenüber, da gibt es aber schon sicher keinen Platz.

Was genau machen wir, wenn wir keinen Platz bekommen? Was machen wir, wenn wir einen bekommen, der für uns unmöglich ist? Wie kann man da vorgehen?

Mir geht es Vorallem um den Begriff der Zumutbarkeit (sind im Moment 5km/30min, was ja bei uns definitiv nicht geht) und darum, was von uns theoretisch vor Gericht gefordert werden kann, um die Situation zu verbessern (ein Umzug? Geänderte Arbeitszeiten? ...)
Und was kann von Arbeitgebern verlangt werden? Kann ja keiner seine Firma zwingen, auf 6h am Tag runterzugehen, oder?

Ich bin total gestresst durch diese Sache, und hoffe auf eure Erfahrungen.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen, das hört sich für ein so junges Kind einfach furchtbar an. Von 7-17:30 also 10,5 Stunden täglich in der Kita, mutter 3 Tage die Woche gar nicht da, Papa weckt ihn und bringt ihn ins Bett. Zeit für euer Kind hat keiner von euch. Das ist echt furchtbar! Warum kann einer von euch nicht beruflich kürzer treten und zumindest bis euer Kind 2 Jahre alt ist Teilzeit arbeiten? Euer Kind sieht euch kaum. Ist euch das so unwichtig? Ich bin ja durchaus freund von fremdbetreuung aber ein so kleines Kind 5 Tage die Woche 10,5 Stunden oder mehr fremd betreuen zu lassen, plus seine Mutter an 3 Tagen und Nächten gar nicht in der nähe zu haben ist schon verdammt viel und euer Kind tut mir wirklich richtig leid.

Ich muss dir voll und ganz zustimmen!!
Allerdings bin ich ohnehin kein Freund von Fremdbetreuung unter 3 Jahren!

Ich frage mich, weshalb Leute Kinder in die Welt setzen, wenn sie quasi überhaupt keine Zeit mit ihnen verbringen können/wollen... ):

Hi,
die fehlende Zeit mit einer Tagesmutter oder anderen Kindergarten Mutter abdecken?

Ich wäre vermutlich direkt in den Arbeitsort gezogen, oder hätte das Kind in einer Liga am Arbeitsplatz angemeldet. Blöd ist es dann bei Krankheit, extra das Kind 90 km hin- und her zuführen, oder daheim zulassen.

Irgendein Elternteil geht immer Teilzeit, auch wegen den Kindergartenzeiten. Kinder sind Einschränkungen, es geht immer nur um Zeit, Geld und wer kann sich drum kümmern.

Gruß Claudia

Wie kommst du darauf, dass du Anspruch auf Kitas hast, die eure Wünsche erfüllen?

Nimm dir einen Tagesmutter oder einen Babysitter zusätzlich oder ja, es muss einer von euch seine Arbeitszeiten anpassen.

So wie sich dein Text liest soll die Gemeinde gefälligst dafür sorgen, dass ihr eurer Arbeit nachgehen könnt und das Kind betreut ist. Dafür wollt ihr klagen.

Habt ihr mal daran gedacht, euer Leben an das Kind anzupassen und nicht nur anders herum?
Ein Kind bedeutet Einschränkungen - auch im Arbeitsleben.
Das sind Kompromisse notwendig - untereinander und auch dem Kind gegenüber.
Und ich spreche hier nicht von Verlängerung der Elternzeit, sondern von Teilzeit - zumindest von einem Elternteil.

Und du möchtest tatsächlich dein dann Einjähriges bis zu 10 oder 11 Stunden am Tag fremdbetreuen lassen? In dem Alter schläft es nachts etwa 10-12 Stunden, also verbringt ihr nicht mehr viel Zeit mit dem Kleinen.

Ja du hast einen Anspruch auf einen Kita-,Platz, aber das heißt nicht
- dass du einen Ganztagsplatz bekommst
- dass du zum gewünschten Termin überhaupt einen bekommst
- dass du in der gewünschten Einrichtung eine bekommst

Ihr solltetveuch dringend Alternativen überlegen
- Tagesmutter
- alternierende Arbeitszeiten, um mit weniger Betreuungszeit auszukommen
- gibt es Betreuungsmöglichkeiten AG
- Fahrweg reduzieren

" dass du zum gewünschten Termin überhaupt einen bekommst"
Doch, das muss sichergestellt werden, wenn das Kind ein Jahr ist, egal zu welchem Termin!

Das ist die Theorie. In der Praxis sieht das aber leider anders aus. Auch wenn du einen Rechtsanspruch hast, kannst du erst einmal nur klagen. Davon hast du aber auch noch keinen Platz.

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Huhu,

wir haben ein ähnliches Problem: Beide Eltern arbeiten VZ und brauchen einen Platz bis 17 Uhr. Die Kitas machen aber bis auf wenige Ausnahmen spätestens um 16:30 Uhr zu. Einen Platz in einer Kita mit verlängerten Öffnungszeiten haben wir nicht bekommen.

Wir haben uns deshalb eine Tagesmutter für die U3-Betreuung gesucht. Das hat sehr gut geklappt. Vielleicht ist das auch eine Alternative für euch?

Bei dem Wechsel in die Ü3-Betreuung haben wir das Problem jetzt aber wieder und da wäre uns tatsächlich nichts anderes übrig geblieben als dass einer nur noch TZ arbeitet oder wir die Randstunden mit einer Tagesmutter abdecken. Allerdings kommt jetzt Kind Nummer 2 und durch die Elternzeit ist das Problem nicht mehr akut.

Ich fürchte allerdings, dass ihr euch auch irgendwie arrangieren müsst, der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bedeutet nicht, dass ihr genau den Platz bekommt, der zu euren persönlichen Lebensumständen passt. Und ihr habt ja - wie wir bisher auch - schon einen speziellen Bedarf.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine private Einrichtung - die sind allerdings teuer - oder eine Elterninitiative. Die haben (hier zumindest) auch längere Öffnungszeiten. Habt ihr denn schon einmal Kontakt mit den Trägern oder dem Jugendamt aufgenommen?

Viele Grüße und viel Erfolg bei der Suche!

Hallo.

Auf was genau würdest Du denn klagen wollen?

Hier z. B. bedeutet der Rechtsanspruch, dass man einen Platz für 4 Stunden in einer Betreuungseinrichtung innerhalb des Stadtgebiets (Großstadt mit 500.000 Einwohnern) bekommt ... und selbst ein Nachmittagsplatz von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr würde den Rechtsanspruch abdecken.

Bei Euren Arbeitszeiten (und entsprechendem Einkommen) müsst Ihr die Betreuung anders angehen und abdecken ... Platz in einer Einrichtung gemäß Rechtsanspruch + Nanny, Au-Pair oder Tagesmutter. So kenne ich das von solch beruflich engagierten und beanspruchten Eltern nur ... keiner käme auf die Idee, einen KiTa-Platz über 10 Stunden in der Wunscheinrichtung einklagen zu wollen.

Bisschen lebensfremd seid Ihr schon ... oder?!

LG

Sofern es keine MiniFirma ist hat jeder Anspruch einen Teilzeitantrag zu stellen.
Ich meine das kann vom AG nur abgelehnt werden wenn es nicht vereinbar ist mit der Arbeit.

Da dein Mann ja in Elternzeit ist, kann er diese auch verlängern und dann Teilzeit in Elternzeit machen..... das kann so gut wie gar nicht abgelehnt werden. Wenn dann die Elternzeit vorbei ist kann er noch leichter dauerhaft auf Teilzeit runter gehen, da es ja währrend der Elternzeit auch möglich war und somit kein Grund mehr besteht warum es danach nicht gehen sollte.

"Da dein Mann ja in Elternzeit ist, kann er diese auch verlängern und dann Teilzeit in Elternzeit machen..... das kann so gut wie gar nicht abgelehnt werden. "

Vollkommen falsch, da er ja scheinbar keine 24 Monate Elternzeit angemeldet hat, hat er nun keinen Anspruch darauf die Elternzeit zu verlängern, daher platzt dieses Konstrukt total einfach, denn es geht nur, wenn der AG dies möchte und sehr kulant ist!

Hallo,

da kann dein Anwalt auch nichts tun. Ich gehe davon aus, dass ihr doch über einen gewissen finanziellen Spielraum verfügt. Ein Kind kostet halt Geld.
Ihr habt viele Möglichkeiten:

- Umzug nach Bamberg
- Einer von euch (oder beide) reduziert seine Stunden.

- Ihr versucht beim AG eure Arbeitszeiten so zu verschieben, dass ihr versetzt arbeitet, vielleicht kann dein Mann an den 3 Tagen weniger und an den anderen beiden Tagen mehr arbeiten
- Ihr sucht euch eine Tagesmutter
- Ihr sucht euch ein Au-Pair
- Ihr sucht euch ein Kindermädchen
- Ich sucht euch eine Kita mit langen Öffnungszeiten, zB in Bamberg und dein Mann bringt euer Kind dann immer hin und holt es ab.

Wir haben auch beide immer direkt wieder gearbeitet. Für die ersten drei Lebensjahre eine Tagesmutter, was bei entsprechendem Einkommen zwar teurer ist aber ich finde das einfach behüteter. Weil wir unterschiedliche Arbeitszeiten haben/hatten, sind die Betreuungszeiten pro Tag aber immer überschauber. Über 7 Stunden kamen/kommen wir eigentlich nie hinaus. Geht zwar auf Kosten von Familienzeit, aber in meinen Augen immer noch besser als wenn das Kind sehr lange in Fremdbetreuung ist.

VG S.

Hallo

schon mal daran gedacht, dass ihr ein KIND habt.

10,5 Stunden am Tag weg ohne Fahrzeit zwischen durch keine Pause. da würde jeder Arbeitnehmer durch drehen. der ist erwachsen und kein Baby.

ihr mutet eurem kind schlicht und einfach zu viel zu.

ja ihr solltet eure Arbeitszeiten dem Kiga anpassen und auch da nicht alles ausnutzen. Das kind steht morgens auf wird fertiggemacht. selbst muss man sich auch fertig machen. kind läuft irgendwie nebenher. abend wird das muede Kind von müfen Eltern abgeholt. Abendessen und ab ins Bett.

Theresa

Ich glaube du meinst nicht mich, sondern die TE....

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Du könntest versuchen, einen Kindergarten in der Nähe des Arbeitsplatzes Deines Mannes zu finden.
Dann kann er ihn dann vielleicht um 7.50 Uhr abgeben und um 16.40 Uhr abholen.

Vielleicht gibt es private Kindergärten bie Euch irgendwo, mit längeren Öffnungszeiten......kostet dann halt entsprechend.

Du kannst ihn bei Euch zuhause in den Kindergarten geben und Dir dann jemand suchen, der ihn abholt und bei Euch zuhause betreut, bis Ihr zurück seid.

Du kannst Dir eine Tagesmutter suchen, mit entsprechenden Öffnungszeiten.

Hallo!

Ihr könnt eine Tagesmutter für die Randzeitenbetreuung suchen oder eure Arbeitszeiten anpassen.

Das war es aber. Ihr habt keinen Rechtsanspruch auf eine Maßgeschneiderte Betreuung, und 10 Stunden sind für eine 1jähriges Kind auch schon sehr sehr lange. Da würden 7-8 Stunden auch schon reichen, einfach weil Kita auch für das Kind sehr anstrengend ist.

Die Gemeinde ist nicht dafür zuständig, dass ihr so weite Wege zur Arbeit habt, das habt ihr euch selbst ausgesucht, wenn ihr nur 15 Minuten hättet, dann würden die Kitazeiten ja lässig reichen. Übrigens ist es auch für eine Kita finanziell schwierig, wegen einem Kind länger aufzulassen, man muss ja solange auch eine Erzieherin bezahlen und die Förderung in Bayern geht im "Stundentakt" bis "über 9 Stunden", aber ab da gibt es dann nicht mehr mehr Geld, also ein Kind das 10,5 Stunden betreut wird, bekommt genauso viel Förderung wie eines, das 9,1 Stunden betreut wird. Das ist also von der Finanzierung her echt ein Problem.

Und damit bleibt euch eher die Suche nach einer Tagesmutter.

Hallo

Kurz und knapp:

Du musst nicht nur Deine Arbeitszeiten dem Kitaplatz anpassen.

So wie Du Dir das so vorstellst geht es eben nicht. Wo nimmst Du die Einrichtung her, die sich euch beugt und bis 17.30 Uhr aufmacht?

Bisschen viel Anspruch, den ihr da habt.

Auf welchem Planeten lebt ihr denn?

Denkt ihr allen Ernstes, eine Einrichtung wird sich euren individuellen Ansprüchen beugt?
Wer seid ihr?

Wenn das so einfach ginge, dann hätte es meine Nichte auch einfacher, die morgens um 6.00 h zum Frühdienst in einer Behinderteneinrichtung anfangen muss und für die Zeit bis zur Kita-Öffnung ihre Mutter einwinkt, die dann den Kleinen zur Kita bringt.

Und dann kommen natürlich die ganzen Einzelhändler dazu, die eine Betreuung bis nach 22 Uhr brauchen, wenn sie Spätschicht haben.

Sag Bescheid, wenn du irgendwo eine Einrichtung entdeckt hast, die von 5.30 - 22.30 h geöffnet hat, um alle individuellen Bedürfnisse der gängigsten Berufsgruppen abdeckt.
(Bei uns in der Großstadt gibt es EINE dieser Kitas. Eine Elterninitiative, die sogar Übernachtungen erlaubt und Betreuung am Samstag, wenn es nötig ist. Kostet aber exorbitant viel Geld.)

Nehmt euch eine Tagesmütter, die irgendwo auf dem Weg zur Arbeit liegt und das Kind 10 - 12 Std. betreuen kann. An eurer Stelle hätte ich mir nicht einmal einen Hund gekauft, geschweige denn ein Kind angeschafft, wenn ihr das Kind nur zwischen morgens aufstehen und abends ins Bett bringen seht.

"(Bei uns in der Großstadt gibt es EINE dieser Kitas. Eine Elterninitiative, die sogar Übernachtungen erlaubt und Betreuung am Samstag, wenn es nötig ist. Kostet aber exorbitant viel Geld.)"
Bei uns in einer Kreisstadt gibt es zumindest eine mit Samstagsbetreuung zu den "normalen" Gebühren, auch Öffnung ab 6 Uhr ist problemlos möglich, Betreuung dann bis 20 Uhr wochentags. Und mit etwas über 300 Plätzen auch nicht so klein. Also es gibt es auch städtisch zu fairen Preisen.

Gibt es in Großstädten. Da gibt es sogar 24-Stunden-Kitas und Kinderhotels!

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Die Mutter drei Tage nicht da und der Vater auch den ganzen Tag nicht. Noch nicht mal Omas. Schrecklich! Wechselt einfach den Job und reduziert eure Arbeitszeit. Wie kann einem das alles nur wichtiger sein als ein kleines Kind? Es ist nur einmal klein. Buckeln gehen könnt ihr ja dann immer noch bis der Sargdeckel zufällt!
Hoffentlich bekommt ihr nicht noch eins.

Also soll euer Kind dann nurnoch zum schlafen nachhause kommen !?
Jetzt mal im ernst wie stellt ihr euch das vor ? 10,5 Stunden Fremdbetreuung am Tag und die Eltern dann wenn überhaupt nur zum ins bett legen und wecken, das hört sich für mich schrecklich an !!

Und ich finde es mittlerweile nurnoch ätzend das viele eltern tatsächlich der Meinung sind eine Kita müsste 24 STunden am Tag geöffnet sein damit sie ihrem Job nachgehen können!
Wenn ein Kind da ist dann MUSS man sein Leben nunmal dem Kind anpassen und nicht andersrum, ich bin echt schockiert ...

Heutzutage muss man das Leben nach den Nachbarn ausrichten. Dicke Hütte, fette Autos, jedes Jahr im den Urlaub fliegen usw. Und im Schlepptau das Kind als Statussymbol.
Da gibt es sogar so eine Müttertruppe. Irgendwelche Managerinnen, die so einen Club haben. Komme jetzt nicht auf den Namen. Da gab es mal einen Zeitungsartikel. Da hätte man heulen können.

Aus jedem Deiner Zeilen trieft Sozialneid ...

... Du kannst ja in der Sache selbst Deine Meinung haben, aber sie dermaßen trutschig-kleingeistig rüberzubringen, ist einfach nur peinlich.

>>> Heutzutage muss man das Leben nach den Nachbarn ausrichten. <<<

Das ist vielleicht in Deinem Spießer-Neureichproleten-Umfeld so ...

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Guten Morgen,

mal abgesehen davon, dass ich es schrecklich finde, was ihr mit so einem kleinen Kind vorhabt, wie sieht es bei euch mit Privat-Kitas aus? Bei uns in München gibt es welche, die haben bis 19 Uhr geöffnet und bieten einen Hol- und Bringservice an (muss natürlich extra bezahlt werden). Soweit ich weiß, haben auch Eltern-Initiativen meist etwas länger auf.

Ich an euerer Stelle würde euer kleines Baby nur halbtags in einer Einrichtung betreuen lassen und dann von einem Aupair (diese dürfen nur maximal 30 Std/Woche beschäftigt werden). Oder eben dann von einer Nanny (kostet halt dann auch mehr)? Ich schätze einen Halbtagesplatz bekommt man eher in Kitas.

Gibt es bei euch wirklich nur die Möglichkeit, dass beide Elternteile VZ arbeiten müssen/wollen? Kann man denn nicht aus Rücksicht auf das eigene Kind den eigenen Egoismus hintenanstellen und TZ arbeiten, bis das Kind größer ist? Auch die Wahl eueres neuen Wohnortes erscheint mir sehr ungeschickt gewählt, dein Mann hat immer noch 45 Minuten Fahrzeit und du 3 Tage/Woche nicht da.

LG und alles Gute,
incredible mit ihren Prinzen (3/2009 und 8/2015) und Babyboy 30. SSW (29+2)

Hallo,

Du kannst doch nicht, nur weil es bei Dir nicht passt, gesetzlich die Kiga-Schließzeiten ändern lassen #schock
Wie Du die Betreuung nach den Öffnungzeiten abdeckst, ist Dein Problem! Hier gibt es möglicherweise die Möglichkeit der Tagesmutter.
Das kleine Wesen tut mir jetzt schon wahnsinnig leid, so ein langer Tag im Kiga und die Eltern absolut nicht kompromissbereit. Natürlich muss man auch Opfer bringen für sein Kind, ja, das kann schon mal bedeuten, daß man seine Arbeitszeit rezudieren muss. Hast Du mal darüber nach gedacht, was ihr macht, wenn das Kind krank ist? Und glaube mir, daß passiert öfter, als Euch lieb ist.
Je nach Betriebsgröße kannst Du Stunden reduzieren. Du könntest aber auch noch 2 Jahre Elternzeit nehmen und teilzeit wieder einsteigen.

LG

Hallo,

ich würde auf eine Tagesmutter ausweichen - weil das Kind noch so jung ist und ihr wirklich flexibler seid in punkto Betreuungszeiten. Bei uns ist zum Beispiel die maximale Betreuungszeit 45 Stunden pro Woche und das würde bei euch ja schon mal von Haus nicht reichen. Die einzige Ausnahme sind private Kitas und da könnte man sich auch keinen Platz erklagen.

Die Tagesmutter würde ich mir dann gut warmhalten, denn sie kann zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich auch mal euer Kind vom Kindergarten oder aus der Schulbetreuung abholen. Der offene Ganztag endet in unserer Stadt für alle Schulen um 16:30, am Freitag schon um 15:30. Ist sicherlich in anderen Städten anders geregelt, aber auch in Hinblick auf später solltet ihr euch rechtzeitig überlegen, wie ihr euch organisieren wollt.

Ganz ehrlich? Ich würde an eurer Stelle zusehen, dass einer von euch die Arbeitsstunden reduziert oder zumindest im Laufe der nächsten Jahre einen Job findet, der näher an eurem Lebensmittelpunkt ist. Stell dir nur mal vor, dein Kind hat was im Kindergarten und braucht euch und ihr fahrt dann im besten Fall 45 Minuten, um da zu sein. Das geht nicht und das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung.

Alternativ könntet ihr auch eine Kinderfrau einstellen oder ein Aupair suchen. Aber auch da gibt es maximale Arbeitszeiten.

Viele Grüße,
lilavogel

45min Fahrtzeit ist bei uns übrigens üblich. Das wissen die Kitas auch.

Unabhängig von den anderen Antworten und dem Rumgehacke auf euren Arbeitszeiten möchte ich noch was zu bedenken geben.

Was passiert ab 3? Bei uns gibt es z.B. mittlerweile zwar viele Vollzeitplätze U3 (max. 7.00-17.30/Fr.16.30), aber die Elementargruppen gehen meist nur bis 15 Uhr. Was ist dann?

Und was macht ihr in der Grundschule? Da ist vermutlich 12 Uhr Schulschluss. Gibt es eine Nachmittagsbetreuung?

Ich habe meine Arbeitszeit übrigens reduziert. Mein Sohn geht von ca. 7.00/7.15 bis max. 16.00 Uhr. Wenn meine Tochter in die Krippe kommt, muss ich meine Zeiten noch mal anpassen, weil ich 2 Einrichtungen anfahren muss.

Aber mittelfristig (im Hinblick auf die Grundschule) werde ich wohl dann eh nicht mehr bis 15 Uhr arbeiten können.