Muss ich für einen Kita-Platz meine Arbeitszeiten ändern (lang) Seite: 2

  • (28) 14.05.17 - 10:11

    Du könntest versuchen, einen Kindergarten in der Nähe des Arbeitsplatzes Deines Mannes zu finden.
    Dann kann er ihn dann vielleicht um 7.50 Uhr abgeben und um 16.40 Uhr abholen.

    Vielleicht gibt es private Kindergärten bie Euch irgendwo, mit längeren Öffnungszeiten......kostet dann halt entsprechend.

    Du kannst ihn bei Euch zuhause in den Kindergarten geben und Dir dann jemand suchen, der ihn abholt und bei Euch zuhause betreut, bis Ihr zurück seid.

    Du kannst Dir eine Tagesmutter suchen, mit entsprechenden Öffnungszeiten.

    Hallo!

    Ihr könnt eine Tagesmutter für die Randzeitenbetreuung suchen oder eure Arbeitszeiten anpassen.

    Das war es aber. Ihr habt keinen Rechtsanspruch auf eine Maßgeschneiderte Betreuung, und 10 Stunden sind für eine 1jähriges Kind auch schon sehr sehr lange. Da würden 7-8 Stunden auch schon reichen, einfach weil Kita auch für das Kind sehr anstrengend ist.

    Die Gemeinde ist nicht dafür zuständig, dass ihr so weite Wege zur Arbeit habt, das habt ihr euch selbst ausgesucht, wenn ihr nur 15 Minuten hättet, dann würden die Kitazeiten ja lässig reichen. Übrigens ist es auch für eine Kita finanziell schwierig, wegen einem Kind länger aufzulassen, man muss ja solange auch eine Erzieherin bezahlen und die Förderung in Bayern geht im "Stundentakt" bis "über 9 Stunden", aber ab da gibt es dann nicht mehr mehr Geld, also ein Kind das 10,5 Stunden betreut wird, bekommt genauso viel Förderung wie eines, das 9,1 Stunden betreut wird. Das ist also von der Finanzierung her echt ein Problem.

    Und damit bleibt euch eher die Suche nach einer Tagesmutter.

  • Hallo

    Kurz und knapp:

    Du musst nicht nur Deine Arbeitszeiten dem Kitaplatz anpassen.

    So wie Du Dir das so vorstellst geht es eben nicht. Wo nimmst Du die Einrichtung her, die sich euch beugt und bis 17.30 Uhr aufmacht?

    Bisschen viel Anspruch, den ihr da habt.

    Auf welchem Planeten lebt ihr denn?

    Denkt ihr allen Ernstes, eine Einrichtung wird sich euren individuellen Ansprüchen beugt?
    Wer seid ihr?

    Wenn das so einfach ginge, dann hätte es meine Nichte auch einfacher, die morgens um 6.00 h zum Frühdienst in einer Behinderteneinrichtung anfangen muss und für die Zeit bis zur Kita-Öffnung ihre Mutter einwinkt, die dann den Kleinen zur Kita bringt.

    Und dann kommen natürlich die ganzen Einzelhändler dazu, die eine Betreuung bis nach 22 Uhr brauchen, wenn sie Spätschicht haben.

    Sag Bescheid, wenn du irgendwo eine Einrichtung entdeckt hast, die von 5.30 - 22.30 h geöffnet hat, um alle individuellen Bedürfnisse der gängigsten Berufsgruppen abdeckt.
    (Bei uns in der Großstadt gibt es EINE dieser Kitas. Eine Elterninitiative, die sogar Übernachtungen erlaubt und Betreuung am Samstag, wenn es nötig ist. Kostet aber exorbitant viel Geld.)

    Nehmt euch eine Tagesmütter, die irgendwo auf dem Weg zur Arbeit liegt und das Kind 10 - 12 Std. betreuen kann. An eurer Stelle hätte ich mir nicht einmal einen Hund gekauft, geschweige denn ein Kind angeschafft, wenn ihr das Kind nur zwischen morgens aufstehen und abends ins Bett bringen seht.

    • (32) 14.05.17 - 17:23

      "(Bei uns in der Großstadt gibt es EINE dieser Kitas. Eine Elterninitiative, die sogar Übernachtungen erlaubt und Betreuung am Samstag, wenn es nötig ist. Kostet aber exorbitant viel Geld.)"
      Bei uns in einer Kreisstadt gibt es zumindest eine mit Samstagsbetreuung zu den "normalen" Gebühren, auch Öffnung ab 6 Uhr ist problemlos möglich, Betreuung dann bis 20 Uhr wochentags. Und mit etwas über 300 Plätzen auch nicht so klein. Also es gibt es auch städtisch zu fairen Preisen.

      • (33) 14.05.17 - 19:57

        Bei uns in einer Kreisstadt gibt es zumindest eine mit Samstagsbetreuung zu den "normalen" Gebühren, auch Öffnung ab 6 Uhr ist problemlos möglich, Betreuung dann bis 20 Uhr wochentags. Und mit etwas über 300 Plätzen auch nicht so klein. Also es gibt es auch städtisch zu fairen Preisen.

        Und diese 300 Kinder bleiben alle die ganze Woche jeweils von 6 h bis 20 h zum selben Preis, wie andere ihre Kinder für 32 oder 40 Std. die Woche unterbringen? Oder wie viele Stunden kauft man sich für den fairen Preis ein?
        Im Falle der TE gehen die Betreuungszeiten in Summe mit über 10 Std. täglich über das hinaus, was einem sonst für die üblichen Kita-Gebühren zusteht.

        • (34) 14.05.17 - 20:13

          30h sind also einfacher Preis (wöchtentlich flexibel nutzbar, also keine festen Bring- und Abholzeiten an allen Tagen gleich!), 35 Stunden 10%, 40h 110 %, 45h 115%, 50h sind 125% und über 50h die Woche sind 135% des Preises. Der Preis ist einkommensabhängig und geht für 135% bei den U3 Kindern bis maximal 321 Euro inklusive Frühstück und Vesper, Mittag kommt mit 30 Euro noch einmal dazu. Dieser Beitrag wird nur für 11 Monate jeweils gezahlt, der 12. ist beitragsfrei.

          Also durchaus ein fairer Preis. Tagesmutter kostet übrigens das selbe hier!

          • (35) 14.05.17 - 23:12

            Das ist ein fairer Preis. Bei uns gibt es einen Vertrag über 12 Monate und man zahlt die gehaltsabhängigen Beiträge wie bisher an die Stadt und eine Pauschale von 330,- € monatlich für die erweiterte Betreuung zu den Randzeiten direkt an den Träger. Außerdem ist niemals in den Ferienzeiten die Einrichtung geschlossen und in besonderen Situationen gibt es sogar einen Hol- und Bringdienst für die Kinder. Samstags ist dann von 9 h bis 17.00 h geöffnet. Für die kleine Krankenschwester ist der Preis schon ein Wort zum Sonntag, auch wenn er gerechtfertigt ist.

            • (36) 14.05.17 - 23:16

              Der Preis ist heftig, das stimmt. Schließzeiten gibt es bei uns auch nur an den Brückentagen nach Himmelfahrt und vorm 31.10. und zwischen Weihnachten uns Silvester und selbst da kannst du eine Notbetreuung bekommen.

              Aber man darf eben nicht vergessen, Träger ist bei uns für die Kita die Stadt, daher keine zwei Töpfe ;)

              Die restlichen städtischen Kitas müssen den Samstagsdienst abwechselnd mit abdecken.

          (37) 17.05.17 - 13:33

          Das finde ich einen sehr fairen Preis. Wir zahlen über 500 Eur für U3. (10h-Platz)

Gibt es in Großstädten. Da gibt es sogar 24-Stunden-Kitas und Kinderhotels!

  • Sicher gibt es die, aber wirklich nur vereinzelt bezogen auf den deutschlandweiten Bedarf. Anfang 2016 wurden beim zuständigen Kita-Zweckverband die Vorbereitungen getroffen, seit die Förder-Zusage des Bundesfamilienministeriums in Höhe von 600.000 Euro eingegangen ist für die 24-std.-Kitas. 30 Standorte werden deutschlandweit seit Beginn des Jahres mit dem Bundesprogramm Kita-Plus unterstützt.

    Und in Essen wurde m. W. begonnen vor einem Jahr mit 5 - 10 Platzen für ÜBER dreijährige Kinder.

    Die Finanzierung ist leider das größte Problem. Eine Altenpflegerin muss sich das Ganze auch noch leisten können, wenn Mitarbeiter in den >Kitas mit Nachzuschlagen und Wochenendzuschlägen beschäftigt werden müssen.

    (40) 15.05.17 - 12:21

    Und das finde ich ne prima Sache, würdest Du Dich damit beschäftigen, würdest Du feststellen, daß ein Kind nicht unbedingt 24h da betreut wird, sondern Eltern, die keine Standart-Arbeitszeiten haben, die Möglichkeit haben, ihr Kind da optimal betreuen zu lassen. Es gibt da etliche Varianten und das ist für viele Eltern die Lösung und hat mit dem Anliegen der TE überhaupt nichts zu tun.

Die Mutter drei Tage nicht da und der Vater auch den ganzen Tag nicht. Noch nicht mal Omas. Schrecklich! Wechselt einfach den Job und reduziert eure Arbeitszeit. Wie kann einem das alles nur wichtiger sein als ein kleines Kind? Es ist nur einmal klein. Buckeln gehen könnt ihr ja dann immer noch bis der Sargdeckel zufällt!
Hoffentlich bekommt ihr nicht noch eins.

Also soll euer Kind dann nurnoch zum schlafen nachhause kommen !?
Jetzt mal im ernst wie stellt ihr euch das vor ? 10,5 Stunden Fremdbetreuung am Tag und die Eltern dann wenn überhaupt nur zum ins bett legen und wecken, das hört sich für mich schrecklich an !!

Und ich finde es mittlerweile nurnoch ätzend das viele eltern tatsächlich der Meinung sind eine Kita müsste 24 STunden am Tag geöffnet sein damit sie ihrem Job nachgehen können!
Wenn ein Kind da ist dann MUSS man sein Leben nunmal dem Kind anpassen und nicht andersrum, ich bin echt schockiert ...

  • Heutzutage muss man das Leben nach den Nachbarn ausrichten. Dicke Hütte, fette Autos, jedes Jahr im den Urlaub fliegen usw. Und im Schlepptau das Kind als Statussymbol.
    Da gibt es sogar so eine Müttertruppe. Irgendwelche Managerinnen, die so einen Club haben. Komme jetzt nicht auf den Namen. Da gab es mal einen Zeitungsartikel. Da hätte man heulen können.

    • (44) 15.05.17 - 11:07

      Aus jedem Deiner Zeilen trieft Sozialneid ...

      ... Du kannst ja in der Sache selbst Deine Meinung haben, aber sie dermaßen trutschig-kleingeistig rüberzubringen, ist einfach nur peinlich.

      >>> Heutzutage muss man das Leben nach den Nachbarn ausrichten. <<<

      Das ist vielleicht in Deinem Spießer-Neureichproleten-Umfeld so ...

      (45) 15.05.17 - 12:18

      Meine Güte, wieviel Neid Du doch in Dir trägst #schwitz

(46) 15.05.17 - 11:39

Hm, nur schade für die Eltern, die nicht den 08/15 Job von 8-17 Uhr haben....

  • (47) 15.05.17 - 19:36

    Ja das mag ja sein, aber dann muss man sich für die zeit nach den regulären betreuungszeiten in der kita was anderes überlegen. Man kann doch nicht davon ausgehen das alle anderen sich nach einem Richten!
    Da muss man, wenn man sein Kind den ganzen Tag abgeben möchte nunmal was organisieren aber das ist die Aufgabe einer Kita.

Guten Morgen,

mal abgesehen davon, dass ich es schrecklich finde, was ihr mit so einem kleinen Kind vorhabt, wie sieht es bei euch mit Privat-Kitas aus? Bei uns in München gibt es welche, die haben bis 19 Uhr geöffnet und bieten einen Hol- und Bringservice an (muss natürlich extra bezahlt werden). Soweit ich weiß, haben auch Eltern-Initiativen meist etwas länger auf.

Ich an euerer Stelle würde euer kleines Baby nur halbtags in einer Einrichtung betreuen lassen und dann von einem Aupair (diese dürfen nur maximal 30 Std/Woche beschäftigt werden). Oder eben dann von einer Nanny (kostet halt dann auch mehr)? Ich schätze einen Halbtagesplatz bekommt man eher in Kitas.

Gibt es bei euch wirklich nur die Möglichkeit, dass beide Elternteile VZ arbeiten müssen/wollen? Kann man denn nicht aus Rücksicht auf das eigene Kind den eigenen Egoismus hintenanstellen und TZ arbeiten, bis das Kind größer ist? Auch die Wahl eueres neuen Wohnortes erscheint mir sehr ungeschickt gewählt, dein Mann hat immer noch 45 Minuten Fahrzeit und du 3 Tage/Woche nicht da.

LG und alles Gute,
incredible mit ihren Prinzen (3/2009 und 8/2015) und Babyboy 30. SSW (29+2)

Hallo,

Du kannst doch nicht, nur weil es bei Dir nicht passt, gesetzlich die Kiga-Schließzeiten ändern lassen #schock
Wie Du die Betreuung nach den Öffnungzeiten abdeckst, ist Dein Problem! Hier gibt es möglicherweise die Möglichkeit der Tagesmutter.
Das kleine Wesen tut mir jetzt schon wahnsinnig leid, so ein langer Tag im Kiga und die Eltern absolut nicht kompromissbereit. Natürlich muss man auch Opfer bringen für sein Kind, ja, das kann schon mal bedeuten, daß man seine Arbeitszeit rezudieren muss. Hast Du mal darüber nach gedacht, was ihr macht, wenn das Kind krank ist? Und glaube mir, daß passiert öfter, als Euch lieb ist.
Je nach Betriebsgröße kannst Du Stunden reduzieren. Du könntest aber auch noch 2 Jahre Elternzeit nehmen und teilzeit wieder einsteigen.

LG

Hallo,

ich würde auf eine Tagesmutter ausweichen - weil das Kind noch so jung ist und ihr wirklich flexibler seid in punkto Betreuungszeiten. Bei uns ist zum Beispiel die maximale Betreuungszeit 45 Stunden pro Woche und das würde bei euch ja schon mal von Haus nicht reichen. Die einzige Ausnahme sind private Kitas und da könnte man sich auch keinen Platz erklagen.

Die Tagesmutter würde ich mir dann gut warmhalten, denn sie kann zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich auch mal euer Kind vom Kindergarten oder aus der Schulbetreuung abholen. Der offene Ganztag endet in unserer Stadt für alle Schulen um 16:30, am Freitag schon um 15:30. Ist sicherlich in anderen Städten anders geregelt, aber auch in Hinblick auf später solltet ihr euch rechtzeitig überlegen, wie ihr euch organisieren wollt.

Ganz ehrlich? Ich würde an eurer Stelle zusehen, dass einer von euch die Arbeitsstunden reduziert oder zumindest im Laufe der nächsten Jahre einen Job findet, der näher an eurem Lebensmittelpunkt ist. Stell dir nur mal vor, dein Kind hat was im Kindergarten und braucht euch und ihr fahrt dann im besten Fall 45 Minuten, um da zu sein. Das geht nicht und das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung.

Alternativ könntet ihr auch eine Kinderfrau einstellen oder ein Aupair suchen. Aber auch da gibt es maximale Arbeitszeiten.

Viele Grüße,
lilavogel

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