kann ich gezwungen werden umsonst zu arbeiten?

    • (1) 15.05.17 - 12:51

      hi,

      ich habe einen 450 Euro Job im Einzelhandel. Momentan ist es so das ziemlich viel falsch eingeräumt wird. Jetzt wurde den Mitarbeitern gesagt das sie "Ehrenamtlich" den Laden umräumen sollen. Die Anweisung kam wohl von weiter oben. Dürfen die das so einfach? Wäre es ein Kündigungsgrund wenn ich mich weigere? Das Problem ist das meine Arbeitskollegen das alle machen werden und ich ein schlechtes Gewissen habe wenn ich mich als einzige ausklinke. Anderseits sehe ich es aber nicht ein. Hat wer einen Rat für mich? lg

      • Geht es darum innerhalb deiner Arbeitszeit umzuräumen oder danach? Danach würde ich dir abraten bzw. ist nicht deine Pflicht das zu tun. Innerhalb der Arbeitszeit kann dein AG dies natürlich schon, unter Einhaltung des Mindeslohnes, von dir verlangen.

        • hi,

          ich müsste heute gar nicht arbeiten. Sollte aber ehrenamtlich hinkommen um mit aufzuräumen. Das mit den ehrenamtlich soll so lange gelten bis der Laden wieder in Ordnung ist. lg

          • Ehrenamt ist doch eine völlig andere Sache und hat mit der Ausbeutung, die Dein AG betreibt, rein gar nichts zu tun. Was ich machen würde? Das dem AG so mitteilen und anfangen, mir eine neue Stelle zu suchen. Oder Du schreibst diese Stunden als Überstunden auf und bummelst sie dann ab. Aber um eine neue Stelle wirst Du nicht drum herum kommen. Ich frage mich immer wieder, warum man nicht geschlossen, also ihr AN, sagen kann NEIN, das ist nicht rechtens.

      Nein, dazu kann Dich niemand zwingen. Du wirst aber keinen guten Stand mehr

      in dem Laden haben, wenn Du Dich als einzige weigerst.

      Sollte Ihr den kompletten Laden umräumen oder in Ordnung bringen, was Ihr

      falsch eingeräumt habt?

      Gruß,

      W

      • hi,

        den kompletten Laden umräumen. Eine weitere Kollegin macht jetzt Paletten obwohl sie heute auch nicht arbeiten müsste. Das Zeug das man falsch eingeräumt hat richtig einräumen auch. Das ist auch nicht das Problem.

    Kannst du mal erklären, was "ehrenamtlich" heißen soll?

    Ohne Bezahlung und ohne Ausgleich der Mehrstunden??? Vermute ich mal............

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele naive und dumme Mitarbeiter es noch so gibt. Gerade im Einzelhandel gibt es unendlich viele Stellen. Für geringfügig beschäftigte erst recht. Wenn sich alle einige währen, dann würde niemand mehr unter dem Mindestlohn arbeiten und auch sonst nicht weiter übervorteilt.

    Wenn die Anweisung "von ganz oben" kam, seid ihr wahrscheinlich eine Einzelhandelskette, richtig? Dann habt ihr vermutlich einen Betriebsrat? Der ist erst einmal zuständig und euer Ansprechpartner. Dafür habt ihr ihn schließlich gewählt.

    Klärt erst einmal ab, was genau gemeint ist und zu welchen Bedingungen ihr erscheinen sollt. Als 450-Euro Kraft bist du genauso beschäftigt mit allen Rechten und Pflichten, wie alle anderen Mitarbeiter. Ich glaube nicht, dass irgend jemand für lau arbeiten geht - auch eure Chefs nicht. Und wenn alle Mitarbeiter so nicht mitmachen, können sie wohl kaum der gesamten Belegschaft kündigen. Das gäbe ein Fest beim Arbeitsgericht.

    Such dir eine andere Stelle. Im Discounter gibt es da ja nun wahrlich genug Auswahl zu den Bedingungen. Wer weiß, wo ihr euch noch über den Tisch ziehen lässt. Beim Mindestlohn vielleicht? Bekommt ihr nur Geld, wenn ihr auch arbeitet, aber für Feiertage und Urlaube nicht? Auch sehr beliebt und viele AN haben keine Ahnung, welche Rechte sie haben.

    Sagt dem AG bitte geschlossen NEIN, das machen wir nicht.

    Die Stunden werden bezahlt oder bezahlt abgebummelt oder wir sind alle weg und der AG darf selbst aufräumen.

    Zustände gibt es, lasst euch das nicht gefallen.

Guten Morgen,

was hast Du nun gestern gemacht? Warst Du arbeiten oder nicht?

LG

Dass das nicht "rechtens" ist, wurde ja schon geklärt, ebenso, dass Du, solltest Du Dich weigern mitzumachen, keinen besonders guten Stand mehr bei Deinem Arbeitgeber hast.
Eine Weigerung der Angestellten sollte möglichst von allen/vom Großteil der Belegschaft kommen, nicht von einer Einzelperson.
Nur so als Tipp, um das Problem eventuell zu "umschiffen":
Ich persönlich hätte an den Tagen, an den ich eigentlich frei hätte und dann zu diesem Arbeitsdienst eingeteilt wäre, schon dringende persönliche und nicht aufschiebbare Termine (Arztbesuche, Behördentermine, dringende Familienangelegenheiten, Familienfeste, bereits gebuchter Kurzurlaub,...) ;-)

Und außerdem würde ich mich an Deiner Stelle DRINGEND nach einem anderen AG umsehen. Einen Minijob im Einzelhandel zu finden ist ja nun nicht so wahnsinnig schwer... ;-)

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