Steuer - gemeinsame Veranlagung?!

    • (1) 16.05.17 - 14:03

      Servus zusammen,
      Die nächsten Tage möchte ich gern die ganzen zettel für die lohnsteuer Erklärung zusammen suchen und diese dann machen. Seit 2016 sind wir nun verheiratet, das Kind kam 2015. Aktuell bin ich noch bis September in elternzeit. Nun zur Frage....Macht es Sinn sich gemeinsam zuveranlagen? Wir haben die Steuerklassen 3 und 5. Mein Mann hat sein normales Einkommen und mieteinnahmen durch eine Eigentumswohnung.... Kann mir jemand bitte hier kurz helfen....Wenn ich Mister Google frag bekomm ich einfach zu viele Antworten die ich zum Teil nicht versteh.... (bin kein doofi, aber steuertechnisch echt ne vollkatastrophe) ????????????????????. Danke an alle. Lg

      • Das ist ganz einfach:
        Wenn ihr getrennte Veranlagung wählt, dann wird so getan als währt ihr nicht verheiratet, es gibt also KEIN Ehegattensplitting.
        Es gibt einige wenige Konstellationen in denen das trotzdem günstiger ist.
        In diesem Fall wählt man aber eigentlich auch nicht 3/5 - da diese Kombination dann keinen Sinn macht und zu einer höheren Steuervorauszahlung führen würde.

        Gib es in ein Steuerprogramm ein, du musst dich ja eh beeilen, weil ihr bis 31.5. abgeben müsst, dann kannst du das gleich gucken.

            • Okay, hab ich nicht gewusst... Wir kriegen allerdings immer was zurück - kann ich da auch Zinsen verlangen #rofl

              • Zinsen sind noch was anderes und die stehen dir erst ab Jahresende dann zu, aber ja, die stehen dir dann auch zu.

                Aber es geht nicht um 10% der Steuererstattung, sondern um 10% der Steuern, das sind bei uns zumindest dann vierstellige Summen (auch wenn wir vierstellig zurückbekommen, wenn das dann aber 0 ist, weil wir das an Strafe zahlen müssen, ist mir das zu riskant), das ist mir zu teuer.

                Je nach dem wie spät der Bescheid ergeht, läuft das von Amts wegen. Aber die Verzinsung läuft in beide Richtungen. Also im Zweifel auf zu deinen Lasten.

            Verspätungszuschlag. Säumniszuschläge entstehen mit 0,5% pro Monat kraft Gesetzes, wenn man eine festgesetzte Steuerforderung nicht fristgemäß entrichtet.

            LG

            • 2. Versuch, nachdem mit dem Handy die Antworten selten da landen, wo sie hingehören:

              Danke für den Hinweis, hatte heute nur kurz gesucht und da wurde es in dem Artikel (glaube von Spiegel)so genannt, aber ich hatte keine Zeit im EStG zu suchen. Gut zu wissen, zeigt mal wieder wieviel Unsinn in Zeitungen steht!

          Danke für den Hinweis, hatte heute nur kurz gesucht und da wurde es in dem Artikel (glaube von Spiegel)so genannt, aber ich hatte keine Zeit im EStG zu suchen.
          Gut zu wissen, zeigt mal wieder wieviel Unsinn in Zeitungen steht!

Vielen Dank. :-)

Das lässt sich so nicht sagen.

Du hattest 2016 Progressionseinkünfte, die euren Steuersatz erhöhen.

Ehegattensplitting bedeutet (egal welche Lohnsteuerklasse), dass eure Einkünfte zusammengeworfen, dann halbiert und dann die Hälften normal nach Grundtabelle versteuert werden (was in der Splittingtabelle eingearbeitet ist). Das ist für viele Einkommen von Vorteil, besonders wenn einer viel und der andere wenig verdient.

Meist ist Splitting vorteilhaft. Es ist das, was bei gemeinsamer Veranlagung passiert. Getrennt ist eben eine Veranlagung wie bei Singles.

Es gibt im Netz einen Rechner mit dem du den Vorteil berechen kannst: https://www.nettolohn.de/rechner/splitting-veranlagung-steuer.html

Progressionseinkünfte sind Mutterschaftsgeld und Elterngeld, die in 2016 bezogen wurden.

Top Diskussionen anzeigen