Beruf vs Familie

    • (1) 19.05.17 - 11:13

      Hallo,

      vor fast einem Jahr habe ich hier schon mal gepostet "wie mehr Zeit für die Familie haben?" mit doch sehr gemischter Resonanz.

      Jetzt möchte ich mal Bilanz ziehen: Was habe ich geändert und wie geht es mir damit?

      Ich arbeite weiterhin Vollzeit, 37,5 Stunden die Woche (flexible Arbeitszeit), Arbeitsort/Firma ist unverändert (Fahrweg einfach ca. 1 Stunde). Ehemann arbeitet ebenfalls unverändert Vollzeit (feste Arbeitszeiten). Tochter wird bald 3 und geht noch zur Tagesmutter, nach den Sommerferien dann in den Kindergarten. Die Betreuungszeiten werden gleich bleiben (7:30 bis 15 Uhr).

      Seit August 16 arbeite ich einen Tag die Woche von zu Hause (flexibel wählbar). Das war total unkompliziert zu machen und klappt prima. Ich bin diszipliniert genug, dann auch tatsächlich effektiv zu arbeiten und kann trotzdem z.B. nebenbei die Waschmaschine laufen lassen. Dieser Tag hilft mir also tatsächlich, mehr Zeit für Mann und Kind zu haben, nicht nur an diesem einen Tag sondern im Endeffekt für die ganze Woche. Mit dieser Regelung bin ich sehr zufrieden.

      Parallel habe ich mit meinem Arbeitgeber gesprochen und um Versetzung gebeten. Einem Job mit Personalverantwortung und regelmäßigen Arbeitstagen von 10 Stunden konnte und wollte ich nicht mehr gerecht werden. Glücklicherweise hat das dann zum 01.01. auch funktioniert ;-). Ich bin sehr froh, gerade die Personalverantwortung los zu sein - da passieren doch Dinge, an die ich vorher nie einen Gedanken verschwendet hatte und ich hatte oft mit Konflikten zu tun, die an mir genagt haben.

      Natürlich ist in meinem Job jetzt auch nicht alles rosig, aber ich kann wesentlich besser selbst bestimmt arbeiten und tatsächlich regelmäßig nach 7,5 Stunden (weniger auch mal :-D) Feierabend machen. Sicher gibt es auch weiterhin Tage, an denen ich zu "familienunfreundlichen Zeiten" Besprechungen habe. Aber das kommt regelmäßig vielleicht zweimal im Monat vor, damit kann ich leben.

      Meine Einstellung zur Arbeit an sich hat sich ebenfalls geändert: ich nehme (emotional) nicht mehr so viel mit nach Hause. Feierabend ist tatsächlich Feierabend. Oft kommt es am Montag morgen vor, das ich zu meinem Mann sage, das ich nicht weiß, wann ich nach Hause komme, da ich meinen Terminplan nicht im Kopf habe. Das gab es früher nicht, da wusste ich immer alle Termine.

      Es ist aber natürlich nicht alles rosig.

      Dadurch das ich von den Arbeitszeiten her nicht so flexibel bin (der Arbeitsbeginn ist im Endeffekt nicht früher möglich), war ich schon mehrfach in der Situation, das ich Seminare / Workshops o.ä. nicht machen konnte. Auch Dienstreisen mit mehrtägigem Aufenthalt außerhalb sind nicht machbar. Da sind mir schon Chancen entgangen. Im Zusammenspiel mit Vorgesetzten ist das teilweise sehr deutlich: ach, nee, die Frau X kann ich dafür nicht vorschlagen / kann ich nicht hinschicken, die ist ja "Mutter". Und das nicht nur von männlichen Vorgesetzten!

      Mein Fazit: es klappt so für uns ganz gut. Wir sind deutlich glücklicher / zufriedener als noch vor einem Jahr. Sicher wäre mir weiterhin ein kürzerer Anfahrtsweg zu Arbeit lieber. Das ist aber (mittelfristig) nicht möglich.

      Auch die Teilzeitarbeit, die mir letztes Jahr von vielen geraten wurde, ist keine Option für uns. Wir haben das berechnet und nach reiflicher Überlegung verworfen. Die einzige sinnvolle Variante würde ein minus im vierstelligen Bereich (netto!) bedeuten. Das ist dann doch in einem Rahmen, der uns zu groß ist. Außerdem darf man nicht vergessen, das man sich für einen gewissen Zeitraum festlegt und kein Anrecht mehr auf eine Vollzeitstelle hat!

      So. Das ist jetzt länger geworden, als gedacht.

      Wollt ihr auch mal berichten:

      Gibt es Bereiche / Firmen, in denen man tatsächlich eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf lebt / hinbekommt?

      Wie sind eure Erfahrungen als "arbeitende Mutter, die versucht, einen guten Mittelweg zwischen Arbeit und Familie zu finden"?

      Lieben Gruß
      Robbe

      • Es freut mich, dass ihr einen Weg zum glücklich sein gefunden habt, hört sich doch super an!

        Mein Mittelweg ist die Teilzeit (25Std). Diese sind verteilt auf 5 Tage.

        Lieber würde ich Diese 3 Tage arbeiten (rein egoistisch, um 2 frei zu haben), aber mein Sohn möchte von ganzem Herzen NICHT länger als die gewohnten 14 Uhr im Kiga bleiben, und dann ist das auch ok so ;-)

        Mir geht und ging es in etwa ähnlich wie Dir - allerdings mit dem Unterschied, dass ich allein erziehend bin und mein Kind über Wochen mehr bei meinen Eltern gelebt hat als bei mir und das für die Arbeit.

        Nach der Trennung von meinem Mann arbeitete ich 40 Stunden / Woche an 5 Tagen, inklusive Fahrtzeit kam ich damit auf min. 45 Stunden / Woche und Junior hatte einen Betreuungsplatz von 8-12Uhr. Dadurch hat er jede Nacht bei meinen Eltern geschlafen, meine Mutter ihn vor der Arbeit in den Kindergarten gebracht und in ihrer Mittagspause wieder abgeholt. Nach meinem Feierabend habe ich ihn dann bei meinen Eltern abgeholt, bisschen gespielt, zu Abend gegessen und wieder zu meinen Eltern gefahren. Es war ein Alptraum.

        Seit Juni letztes Jahr bleibe ich 2 Tage / Woche im Homeoffice, war und ist ohne Probleme möglich, auch flexibel wählbar (an welchen Tagen ich im Homeoffice bin). Wenn mein Sohn krank ist oder wir irgendwelche Termine haben, bleibe ich ebenso im Homeoffice. Durch diese Regelung konnte ich meinen Sohn an 2 Tagen / pro Woche dann selber in den Kiga bringen.

        Seit Juli letztes Jahr habe ich zum Glück einen Ganztagsplatz, wodurch meine Eltern auch etwas entlastet werden und mein Sohn nicht mehr ständig durch die Gegend gefahren werden muss.

        Und nun, seit Februar dieses Jahr, habe ich meine Stunden reduziert auf 36 h/ Woche (das habe ich vorher nicht gemacht, weil es wahnsinnige finanzielle Einbußen sind und mit nur einem Einkommen und ohne Vater, der sich in irgendeiner Art und Weise beteiligt, ist das eben ziemlich schwierig). Somit kann mein Sohn aber nun jeden Abend bei mir schlafen, ich bringe ihn morgens in den Kiga und hole ihn dort auch wieder ab nach der Arbeit.

        Dienstreisen mache ich nicht mehr seit ich allein erziehend bin (zumindest nicht über Nacht). Mein AG ist aber wahnsinnig kulant und es ist kein Problem (vor allem weiß er, dass dieser Zustand nur vorübergehend ist, bis mein Sohn etwas älter ist).

        Ich bin sehr dankbar, dass es bei meinem AG überhaupt kein Problem ist, Familie und Beruf zu vereinbaren. Mündlich haben wir uns darauf geeinigt, dass ich mit der Einschulung meines Sohnes meine Stunden auch wieder hoch fahre und ich auch wieder für Dienstreisen bereit bin.

        mein Mittelweg ist die Teilzeit.
        Dazu habe ich noch mal die Schulbank gedrückt.

        Für mich ideal.
        Mit dem Einkommen komme ich gut über die Runden. Luxus ist für mich Zeit mit Familie zu haben. Luxus ist für mich wieder gesund zu sein.

        Vollzeit würde sich für mich nicht lohnen.

        Mit Abzug der Fahrtkosten, zusätzlicher Kinderbetreuung, Gesundheitskosten (Fahrtweg, Überstunden, Kind kaum noch sehen), käme netto weniger bei raus.

        Ich brauche keine Karriere oder "große Jobs". Das, was ich mache, macht mir Spaß, tut mir gut, finanziell passt es auch. Daher habe ich keine Abstriche.

        Ohne noch mal die Schulbank zu drücken wäre es schwierig geworden. Einfach deswegen, weil in meinem alten Beruf sehr viele Mütter arbeiten wollen und fast alle Teilzeit vormittags.

        Vollzeitstellen muss man hier schon weit fahren. Oder Vollzeit flexibel sein, für Teilzeit arbeiten und Teilzeit Gehalt.

      Hallo

      Ja hier. Ich arbeite jetzt knapp 2 Monate wieder in meinen alten job. Ich bin hotelfachfrau und war meistens abends oder am Wochenende arbeiten. Jetzt habe ich nur tag schichten. Das späteste war zwei mal um 21 Uhr. Lag aber daran das wir uns nach Feierabend noch unterhalten haben. Ich kann mir die tage aussuchen und gut ist. Ich bin froh diese Stelle bekommen zu haben. Ich fange morgens zwischen 10 und 12 uhr an. Da kann ich mich morgens noch ausruhen und nachdem die kleine im Kindergarten ist noch einkaufen oder mich mit freunden treffen.

      Am Haushalt müssen sich alle beteidigen.

      Für mich passt das gut. Das Team ist toll.

      Euch alles Gute.

      Lg

    • Hallo, ich habe drei Kinder und arbeite 36 Std./Woche, mein Mann 10 Std./Woche, aber davon 5 Stunden vor Ort und 5 Stunden im Homeoffice.

      Ich bin drei Tage knapp 11 Stunden außer Haus, an zwei Tagen 7 Stunden inkl. Fahrweg.

      Wir haben so das für uns gerade optimale Konzept gefunden, auch wenn ich an den langen Tagen echt kaputt bin.
      Mir war ganz war ganz wichtig, dass unser Sohn, 15 Monate, erst mit 3 fremdbetreut wird, das schaffen wir so, denn wenn mein Mann 5 Stunden arbeitet, passt meine Schwiegermutter auf, bis ich nachmittags komme. So sind es nur drei Stunden, die wir überbrücken müssen.
      Der Spagat ist nicht leicht, aber alles in allem passt es gerade gut so. LG

      Hallo,
      Ich denke so unterschiedlich die Familien und ihre Einstellungen zu Beruf und Familie, so unterschiedlich können auch die Lösungen sein.

      Pauschal zu sagen: Teilzeit oder Krippe ist die Lösung, funktioniert nicht

      Ich habe drei Kinder und drei unterschiedliche Lösungen ausprobiert.

      Vor 14 Jahren bin ich nach 8 Wochen wieder Vollzeit arbeiten gegangen, mein Mann war untee der Woche ncht zu Hause und meine Tochter war von Montag bis Freitag bei meinen Eltern, da auch ich lange Zage hatte.

      17 Monate später wurde mein Sohn geboren, ich war dann 2 Jahre hauptsächlich zu Hause, habe nur einige Wochen im Jahr gearbeitet, dann aber am Stück.

      Meine beiden Großen kamen mit 3 bzw.2 Jahren in den Kindergarten, vorher haben meine Eltern die komplette Betreuung übernommen.

      Als mein Sohn 2,5 war hab ich wieder eine regelmäßige Arbeit angenommen, 30 Stunden in der Woche aber mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und auch einiger Reisetätigkeit.
      Zu der Zeit war dann aber mein Mann zumindest ab abends zu Hause.
      Als das dritte Kind geboren wurde, hatte ich gerade beruflich einen" Run".
      Das habe ich dann auch durch gezogen, die Kleine kam mit 10 Wochen in die Krippe, ich hab sie um 7.00 hin gebracht und mein Mann oder meine Eltern um 17.00 abgeholt.

      Als sie drei war, wurde es ruhiger und seit dem arbeite ich 35 Stunden die Woche, muss allerdings auch abends oder am Wochenende schon mal ran.
      Alle drei Varianten waren ok. Ich könnte nicht sagen was besser oder schlechter funktioniert hat.

      • Hast du das nicht bereut oder denkst du, dass du es bereuen wirst? Ich frage das geradewegs heraus!
        Meine Kinder gingen mit 12 bzw.14 Monaten morgens in die Krippe im Dorf. Maximal 10 Kinder, drei Erzieherinnen.
        Sie blieben anfangs maximal von 8.00 - 13.00 Uhr.

        Ich bereue das bitter. Niemals wieder würde ich das tun. Ein weinendes Kind eingewöhnen. Nie mehr!
        Mein drittes Kind wird so früh nicht gehen. Erst, wenn ich mit ihm darüber sprechen kann was Kindergarten ist und dass Mama zurück kommt.

        • Nein. Ich habe das nie bereut.
          Meine Kinder haben allerdings auch nicht geweint , die Eingewöhnung ging problemlos.

          Auch später sind alle drei immer gerne hin gegangen.

          Ich habe im Gegenteil das Gefühl, es genau richtig gemacht zu haben.
          Hätte ich beruflich zurück gesteckt, hätte ich das wohl eher bereut.
          Ich verstehe auch nicht ganz, was bei dir nicht gut gelaufen ist, dass du das heutevso siehst.
          Nur weil die Kinder weinen. ...das kann ja nicht der alleine ausschlaggebende Punkt sein.
          Ich denke, es kommt auch darauf an, was man beruflich macht.
          Wenn man nur arbeitet um Geld zu verdienen, ist das was anderes als wenn man wie ich promoviert hat und einen Beruf hat, der einfach sinnstiftend ist und mich erfüllt.

          Ich mache das was ich liebe, ich bin darin mehr als gut und verdienemittlerweile das Doppelte wie mein Mann.
          Meine Jobs kann ich mir aussuchen und ich mache nur das was mir Freude macht.

          Andere Projekte lehne ich konsequent ab.
          Es muss mir innerlich Befriedigung bringen, was ich tue.
          Meine Kinder sind toll. Jedes geplant und herzlich willkommen.

          Ich liebe meine Familie und würde mich jederzeit wieder für das Modell Kinder und Karriere entscheiden.

          Meine Kinder haben eine belastbare Bindung zu mir und meinem Mann, daneben auch ein inniges Verhältnis zu meinen Eltern und meiner Schwester.

          Das ist schön zu wissen. Sie können sich diesen Menschen anvertrauen , was ich als sehr bereichernd empfinde.
          Ich bin zwar viel weg, und dadurch auch dann nicht greifbar, aber ich bin ich. Meine Kinder bekommen das was sie sehen.
          Hätte ich der Kinder wegen auf meine berufliche Laufbahn verzichtet und mich mit 2. Wahl Jobs in Teilzeit abgefunden, ich glaube meine Kinder würden meine Unzufriedenheit spüren.

          Mein berufliches Leben gehört einfach essentiell zu mir.

    Mein Weg ist die Teilzeit. Eingestiegen bin ich nach insgesamt 6 Jahren Elternzeit wieder mit gut 30%, in den vergangenen 4 Jahren habe ich nun erhöht auf knapp 50%.
    Mehr will ich nicht, mehr geht nicht - derzeit.
    Mein Mann arbeitet nicht nur 100%, meine Eltern werden nicht jünger.
    Da es uns finanziell allerdings gut geht, belassen wir es derzeit dabei.
    Ich habe vor wieder zu erhöhen, denn ich mag meinen Job - aber erst wenn der Kleine in der weiterführenden Schule ist. Dann gehe ich auf knapp 70%.

    Hallo,

    Ich bin ab dem 1.geburtstag von meinem Sohn wieder 30h gegangen, nach 3 Monaten wieder 34h mit 45minuten fahrtweg am Tag.
    Das geht nur weil mein Mann Schichtarbeiter ist und wir uns reinteilen. Mein Sohn geht von 7.30-15.30 Uhr in die Kita.

    In einem Jahr werde ich auch wieder mind. 30h vielleicht auch wieder 34h arbeiten gehen. An Fortbildungen über Nacht kann ich such mal teilnehmen, das muss nur organisiert werden.

    Bevor wir Kinder bekommen haben, haben wir uns Gedanken gemacht wie alles realisierbar ist.
    Ich würde nie mehr Stunden arbeiten gehen, meine Familie ist mir viel wichtiger!

    Da verzichte ich auch auf eine Menge Geld, aber das ist es mir wert!

    Lg

    • Naja. 30-34 Stunden ist ja schon nicht gerade wenig mit zwei Kindern! Mein Mann ist auch im Schichtdienst und ich hab letztes Jahr teilweise drei Vormittage gearbeitet und an den anderen Tagen einzelne Stunden. Ich war am Ende! Vor allem möchte ich nie wieder auf heißen Kohlen morgens sitzen, dass ein Kind krank sein könnte. Und ich nicht arbeiten kann, weil mein Mann Früh oder Nacht hat. Ich werde nur noch arbeiten gehen zu Zeiten, in denen mein Mann zu Hause ist.

      • Ja das stimmt. Wenig ist es nicht, aber für uns ok.ich liebe meinen Job!

        Ich kann erstmal nur 4 Monate 16h arbeiten, weil wir keinen Kita Platz bekommen.

        Das nervt mich schon.

        Wenn ich nicht auf Arbeit kann weil eines meiner Kinder krank sind, dann ist das so.

        Ich mache mir da wenig Gedanken. Dann bleibt die Arbeit liegen oder einer meiner kollieginnen muss es machen. Da bin ich entspannt.

        Lg

(15) 22.05.17 - 08:33

Hallo,

ich glaube, DIE richtige Variante zur Vereinbarkeit Familie und Beruf gibt es gar nicht. Da spielen viel zu viele Faktoren rein, die vor allem noch in jeder Familie einen anderen Stellenwert haben.

Bei uns ist es so:

Mein Mann arbeitet Vollzeit mit Gleitzeit (Kernzeit 8.30-15 Uhr) und gelegentlichen Dienstreisen (meist nicht mehr als 1-3 Tage), dafür aber alle 3 Jahre rund versetzt an anderen STandort.
Ich arbeite 80%-Teilzeit (32 Stunden) im Schichtdienst (Tagdienste 10-20.30, Nachtdienste 15-12 Uhr mit Nachtbereitschaft, alle zwei Wochenenden, auch Feiertage z.T.) mit einem Dienstplan, den ich etwa 6-8 Wochen im Voraus habe - im Idealfall können wir gut planen, ungünstige Dienste werden unter uns Kollegen getauscht. Meine Chefin ist eher familienfreundlich eingestellt, kindkrank kein Problem oder Thema, auch wichtige Termine können so eingeschoben werden (z.B. Arzttermin mit Kind - komme später zum Dienst - funktioniert nach Absprache). Meine Kinder sind jetzt 8 und 11.

Gut ist, dass ich auch freie Vormittage habe, denn durch die langen Dienste habe ich maximal an 4 Tagen die Woche geplanten Dienst - und wenn der auch noch am WE liegt, habe ich nichtmal ein Betreuungsproblem, weil mein Mann da ist (auch wenn dann Familienzeit fehlt). Dies hilft allerdings, die Kinder z.B. bei schulischen und Nachmittagsaktivitäten zu unterstützen, Termine zu koordinieren und auch den Haushalt hinzubekommen (allerdings bin ich da auch nicht wirklich penibel, mein Mann auch nicht). Den Haushalt teilen wir uns allerdings auch - mein Mann kocht z.B. gern. Wir sprechen uns morgens ab, wer da ist und fürs Essen einkauft und der der zuerst da ist, kocht dann. Außerdem haben wir einen google- Familienkalender, in den alle Termine eingetragen werden, so dass jeder weiß, wer wann was hat - das ist sehr hilfreich! Sogar für mein Hobby Laufen ist noch Zeit - das mache ich am liebsten morgens, wenn die Kinder gerade zur Schule raus sind und ich keinen Dienst oder Tagdienst habe oder in die Nacht gehe.

Ungünstig ist, dass wir einen hohen Krankenstand haben und immer wieder jemand einspringen muss, was dazu führen kann, dass man viele ÜBerstunden sammelt (ich habe gerade mal wieder knapp 60) und eben auch mal eine Woche, so wie letzte Woche, nur einen Tag frei hat...andererseits habe ich auch z.T. Wochen, wenn ich meine Überstunden abbaue, in denen ich - ohne Urlaub zu nehmen - nur einen Tag oder gar nicht geplant bin. Im Großen und Ganzen bin ich damit ganz zufrieden.

LG

a79

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