Krankenversicherung Kind privat/gesetzlich

    • (1) 21.05.17 - 18:35

      Hallo ihr Lieben,

      mein Partner und ich sind unverheiratet. Ich bin schwanger und privat versichert, mein Partner ist gesetzlich versichert. So ganz schlau wurde ich nun bei meiner Recherche nicht. Auf einigen Seiten lese ich, dass das Kind automatisch der Krankenkasse des Partners mit dem höheren Einkommen zugeordnet werden würde (wäre mein Partner), aber da steht nicht, ob das nur für Verheiratete gilt. Woanders steht, dass das Kind bei unverheirateten Paaren in die KV der Mutter kommt. Wir sind uns nun aber nicht sicher, ob das erstmal nur ein Automatismus wäre und ob wir dann die Wahl hätten oder ob das unumgänglich wäre.

      Könnt ihr Licht ins Dunkel bringen?

      • "Auf einigen Seiten lese ich, dass das Kind automatisch der Krankenkasse des Partners mit dem höheren Einkommen zugeordnet werden würde (wäre mein Partner), "
        DAs ist grundsätzlich und immer falsch, ich weiß gar nicht, wer dieses Ammenmärchen immer in Umlauf bringt.

        Ihr könnt immer wählen und hier habt ihr sogar die Chance durch den fehlenden Trauschein zu wählen, bei dir kostenpflichtig privat oder beim Vater beitragsfrei in der gesetzlichen.

        Ihr müsst euch nur rechtzeitig drum kümmern, gerade in der PKV geht die Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung nur eine kurze Zeit.

        Bedenkt auch, was da alles dran hängt, wie z.B. Kind-Krank-Tage usw.

        • Danke dir! Vor allem auch für den Hinweis mit den Kind-Krank-Tagen, daran hatte ich bisher nicht gedacht.

          Das stimmt so nicht. Dein Kind muss privat versichert werden, da du privat versichert bist.

          Ich bin der Meinung ich hatte vor ca 1 Jahr, wo ich ebenfalls überlegt hatte in die Private zu wechseln, gelesen habe das es gar keine Wahl mehr gäbe. Wenn ein Ehepartner privat versichert ist, dann können die Kinder nicht mehr in die Gesetzliche sondern müssen auch privat versichert werden! Das war dann meine Entscheidung gegen die Privatversicherung.

          • Da hast du dich wohl verlesen, denn die Wahl ist immer da, wenn ein Elternteil in der GKV ist.

            Allerdings ist es je nach Einkommen des Elternteils (bei verheirateten) in der PKV nicht immer möglich, dass das Kind kostenlos in der GKV ist.

            Die Wahl hast du aber bei einem Mitglied in der GKV immer!

            Die TE ist nicht verheiratet.

      Versuche aus der PKV raus zu kommen, sofern es die Lebensumstände erlauben (=! Beamter).
      Der Mehrwert der PKW ist sehr überschaubar bis nicht vorhanden und im Alter, wird die PKV bei stark reduziertem Einkommen oft teuer.

      • Ich bin verbeamtet und wäre gern in der GKV geblieben. Aber da wären die Beiträge so deutlich viel höher gewesen, dass die PKV im Prinzip alternativlos war. Wir wollen das Kind auch sehr gern in der GKV haben, wenn möglich.

    Hallo,

    ich bin auch PKV und mein Mann GKV.

    Sofern einer in der PKV ist, wird das Kind erstmal auch der PKV zugeordnet. In die GKV kann das Kind nur, wenn der Partner ein höheres Einkommen hat. Dazu müssen bei der GKV sämtliche Bescheide eingereicht werden. Jährlich findet eine neue Überprüfung der Einkommen statt.

    So war es zumindest bei uns. Wir hatten Kind 1 erst über meinen Mann in der GKV, aber inzwischen beide in der PKV.

    Frag doch mal bei der Kasse deines Partners nach, ob ihr euer Kind über ihn versichern könnt, oder ob ihr dazu verheiratet sein müsst.

    VG

    • (10) 22.05.17 - 15:54

      Das ist totaler Unsinn, das gilt maximal für die kostenlose Familienversicherung, beitragspflichtig kann das Kind immer in die GKV!

Hallo!

Wir sind verheiratet, Mann GKV, ich PKV. Kind 1 ist in der GKV beitragsfrei mitversichert. Kind 2 läuft momentan auf unseren Wunsch hin noch über mich. Werden nach einem Jahr aber auch wechseln.

Du hast auf jeden Fall die Wahl zwischen GKV und PKV. Es kann höchstens sein, dass die GKV nicht beitragsfrei ist.

Hallo,

solange ihr nicht verheiratet seid, kann das Kind zu deinem Mann in die GKV.

Bei uns ist es umgekehrt, mein Mann ist privat, ich gesetzlich versichert.

Bei zwei Kindern würden wir, wären wir verheiratet, deutlich mehr Kosten im Jahr haben. Denn dann müssten die Kinder tatsächlich zu meinem Mann, obwohl ansonsten nichts anders wäre und keiner mehr verdienen würde usw...
Das System hier in Deutschland ist in dieser Sache absoluter Quatsch und dämlich. Tatsächlich ist das der Hauptgrund, warum wir nicht heiraten. 25 Jahre lang private Krankenkasse für 2 Kinder sind etwa 75.000 Euro, die wir so für andere Dinge ausgeben können.

Hallo,

na du bekommst hier ja jede Menge Halbwahrheiten zur Antwort.

Solange ihr nicht verheiratet seid, habt ihr die Wahl zwischen kostenloser Familienversicherung in der GKV und kostenpflichtiger PKV.

Solltet ihr heiraten, habt ihr immer noch die Wahl, ob ihr die Kinder privat oder gesetzlich versichert. Verdient der Partner in der PKV mehr und über der Versicherungspflichtgrenze, müssen die Kids selbst versichert werden (kostenpflichtig in der gesetzlichen oder der privaten). Verdient der gesetzlich Versicherte mehr geht auch weiterhin die kostenlose Familienversicherung.

LG

Die Frage ist doch, was willst Du für Dein Kind? Und genau das was Du möchtest, solltest Du dann umsetzen.
Ich bin privat und mein Kind ist auch privat, aber nicht in meiner PKV, sondern für sich in einer anderen PKV. Mittlerweile ist er 14,5 Jahre und ich habe es keinen Tag bereut, mich so entschieden zu haben.

Es gibt keinen Automatismus. Du musst dein Baby bei einer Kasse anmelden. Das kann die PKV oder die GKV sein. Beide Kassen MÜSSEN dein Baby aufnehmen, ohne Fragen zu stellen (bei der PKV gibt es diesen Zwang allerdings nur für ich glaube bis 6 Wochen nach der Geburt). Soweit, so gut. Die GKV deines Partners würde das Kind beitragsfrei Familienversicherung, denn ihr seid nicht verheiratet (nach einer Heirat würde sich das eventuell ändern, das käme auf euern Verdienst an - ggf. würde das Kind dann in die Freiwillige Versicherung der GKV rutschen und müsste auch Beiträge zahlen (aktuell knapp 180€)). In der PKV wäre das Kind selbst versichert und hätte einen eigenen Beitrag.

Die unglaublich vielen Falschaussagen werden meines Erachtens auch absichtlich unter das Volk gebracht. Wer nicht weiß, dass sein Kind auch beitragsfrei (oder ggf. eben für einen ungefähr gleichgrossen Beitrag) in der GKV versichert werden kann, der unterschreibt eben den Vertrag beim Versicherungsmakler der PKV. Der Makler streicht eine super Provision ein und hat die nächsten Monate ausgesorgt und die PKV freut sich. Die GKV bewirbt das nicht.

Viele Leistungen der GKV bietet die PKV gar nicht an. Die PKV bezahlt nur die Ärzte gut, mehr macht sie nicht. Kind-krank-Tage, Haushaltshilfe, Mutter-Kind-Kur (in dem Fall vielleicht eine Vater-Kind-Kur), alles Dinge, die es bei einer PKV nicht gibt. Zuzahlungen in der GKV für Kinder gibt es nicht, in der PKV läuft gar nichts ohne Selbstbeteiligung. Gerade im Kleinkindalter merkt man das im Budget schmerzhaft. Ist das Kind dann vielleicht nicht ganz super gesund und entwickelt sich perfekt, dann wird es richtig heftig. Therapien, Krankenhausaufenthalte gehen richtig ins Geld. Und ja, ich kenne erfolgreiche Menschen, die dank der PKV schon bankrott gegangen sind - sie haben einfach nur ein Kind bekommen, dass plötzlich schwer erkrankte und über 1 Jahr im Krankenhaus bleiben musste (es konnte gesund entlassen werden). Die PKV beurteilt aber nach anderen Gesichtspunkten den Erfolg einer Behandlung - hier geht es auch um die Verantwortung gegenüber der Versichertengemeinschaft: Wer also nicht nachweisen kann, dass eine teure OP, Therapie,... einen Erfolg verspricht, bekommt keine Kostenübernahme. Das ist PKV.

Eine PKV macht für Kinder in meinen Augen nur in der Kombi Beihilfe/PKV Sinn. Alles andere ist absolut lebensmüde und hochriskant.

  • Ich danke dir sehr für deine ausführliche Antwort. Die Punkte, die du ansprichst, haben wir zum Teil auch schon durchdacht und haben daher auch das Ziel, das Kind in der GKV zu versichern.

    Mein Partner wird jetzt die Tage noch einmal bei seiner GKV anrufen und nachfragen, ob wir für eine Aufnahme des Kindes noch irgendetwas im Vorfeld bedenken müssten. Wir haben aber noch Zeit, da der ET erst Ende November ist.

    Lieben Dank
    blue, #schwanger 13+0

    • Juhu.. ich muss auch mal eben kurz was schreiben. Sagst du nicht du bist Beamtin? Du bekommst doch Beihilfe? Oder vertue ich mich da.... dein zukünftiger ist gesetzlich, richtig?

      Ihr habt die Wahl :) Privat für ca. 32 Euro im Monat, dazu 80% Beihilfe für euren Kleinen/ eure Kleine. Oder eben beitragsfrei in die gesetzliche deines Mannes/Partners. Ich weiß dass zu 100 % so, da ich genau diese Konstellation auch habe bzw. hatte. Ich hatte meinen Sohn dann gesetzlich versichert, eben weil es beitragsfrei ist und ich das Gedönse nicht hatte mit Einreichen der Rechnungen und mit Rezepte in Vorkasse... fand es einfach praktischer. Habe dies nie bereut. Die gesetzliche Krankenkasse war immer topp. Auch hatten wir nie Probleme mit Kuren oder Reha.Lief immer über die gesetzliche Rentenversicherung. Viel unkomplizierter als der Gang zu dem tollen Amtsarzt.....

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