Weniger Lohn im Beschäftigungsverbot, Nachzahlung möglich?

    • (1) 24.05.17 - 09:08

      Hallihallo,

      ich bin etwas verzweifelt und brauche euren Rat und evtl. auch Handfeste Sachen, Gesetze in denen meine Frage beantwortet word (falls sich mein Arbeitgeber weiterhin querstellt)

      Aber erstmal zu meinem Problem:
      Ich bin in der 19. Ssw (24. Mai 2017) und bin bereits offiziell seit dem 10. März ins Beschäftigungsverbot geschrieben worden.

      Ich arbeite als Erzieherin in einer Kinderkrippe, daher ging es alles relativ schnell. Ich habe immer 40h gearbeitet, seit bereits 2 Jahren, seit ich meine Ausbildung beendet habe und direkt übernommen wurde. Ab 01. März 2017 hätte ich erstmal auf 30 Stunden herab gestuft werden sollen. Da kam allerdings die Schwangerschaft dazwischen, sodass ich ende Februar erstmal Krank geschrieben wurde bis das BV (etwa 2 Wochen später) offiziell wurde.

      Meinen Lohn bekomme ich immer zum 15. des Monats und seit 15. März bekomme ich nun das Geld für 30h. Nun habe ich schon im Mutterschutzgesetz gelesen, dass ich eigentlich weiterhin das Geld von den 3 Monaten vor eintritt der Schwangerschaft bekomme.

      Davon wusste meine Arbeitgeberin nichts, bis ich ihr das Gesetzt schriftlich vor Augeb geführt habe. Ich habe sie darauf allerdings erst vor 1 Woche hingewiesen und sie wollte sich dahingehend noch mal bei mir melden. Hat sie nicht. Nun will ich den nächsten Monat abwarten, was an Geld kommt.

      Ich bekomme eigentlich weiterhin das Geld von den 40h oder liege ich da falsch?
      Und wenn ja, steht mir eine Nachzahlung der bis jetzt letzten 3 Monate zu? Wenn ja, welches Gesetz bestätigt mir das? Ich finde dazu nichts.

      Wäre sehr dankbar für Bestätigungen, Antworten, Ratschläge usw.
      Vielen Dank im Vorraus!! :) :) :)

      • Wenn du weiter arbeiten gegangen wärst hättest du ab 1.3. unabhängig der SS 30 Stunden gearbeitet und es gibt eine Vereinbarung darüber die auch schriftlich festgehalten wurde?

        Dann glaube ich nicht das du einen Anspruch darauf hast. Bzw muss man da mal genauer hinschauen.
        Was ist der Grund für die Wenigerarbeit?

        War es dein Antrag oder kam es vom AG und wenn warum?

        • Bei uns ist das komisch geregelt. Die meisten auch ich haben einen "sockelvertrag" von mindetsens 30h. Wir sind beim Träger angestellt und nicht in einer bestimmten Einrichtung. Heißt mit dem Vertrag kann man vom AG beliebig rum geschoben werden in verschiedene Einrichtungen und jeden Monat wird gesagt, wie viel du arbeiten kannst bzw. wie in meinem Fall musst. Dafür wird für den jeweiligen Monat immer ein Stundenzettel unterschrieben, wie viele Stunden man den kommenden monat Arbeitet. Mein zuletzt unterschriebener Stundenzettel waren 40h, den für 30h hab ich nie gesehen, da ich zu dem Zeitpunkt krankgeschrieben war und danach fließend ins BV gekommen bin.

      Wenn es vereinbart war, dass du ab 1.3 nur noch auf 30h arbeiten gehst, dann steht dir meiner Meinung nach auch nur Geld für 30h zu. Wenn du nicht schwanger geworden wärst, dann hättest du ja nur 30h gearbeitet.

      Wenn du eine Lohnerhöhung bekommen hättest zum 1.3 dann würdest du die ja auch haben wollen. Und nicht das wenigere Geld der 3 Monate vorher oder?

      Generell hast du ja Recht. Eigentlich berechnet man den vorherigen Durchschnittslohn. Aber in diesem Fall ist das meines Wissens nicht anwendbar.

    • Hello,

      meines Wissens gilt die Regelung mit den letzten 3 Monaten für den Mutterschutz, der aber erst 8 (bzw. 6 in Deutschland) Wochen vor der ET beginnt!
      Bei uns in Österreich kann man aber bei der Arbeiterkammer anrufen - die wissen sowas. Ich nehme an, sowas gibt's in D auch? Dann würd ich dort mal nachfragen...

      Wünsch dir alles Gute!
      LG
      Carina (27+5)

      • Mutterschutzgesetz 4. Abschnitt - Leistungen (§§ 11 - 17)

        § 11
        Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten

        (1) 1Den unter den Geltungsbereich des § 1 fallenden Frauen ist, soweit sie nicht Mutterschaftsgeld nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung beziehen können, vom Arbeitgeber mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren, wenn sie wegen eines Beschäftigungsverbots nach § 3 Abs. 1, §§ 4, 6 Abs. 2 oder 3 oder wegen des Mehr-, Nacht- oder Sonntagsarbeitsverbots nach § 8 Abs. 1, 3 oder 5 teilweise oder völlig mit der Arbeit aussetzen.

        Diesen Teil des Gesetztes meinte ich

Du hast laut Gesetz ein Anrecht auf den durchschnittlichen Lohn der letzten 3 Monate bevor du ins BV geschickt worden bist. Ein Nachteil mit Gehalt darf dir nicht entstehen. Das heisst, du musst sehr wohl das Geld nachgezahlt bekommen.

  • Ist das dort auch irgendwo schriftlich?
    Mein AG stellt sich gern unwissend

    • Das steht im Muttwrschutzgesetz und glaube selbst auch zu den Regeln des BV. Dir darf kein Nachteil entstehen. Das würde es aber jetzt und ich war damals letzte ss und bin jetzt auch im BV. Ich bekomme den Durchschnitt bezahlt. Schon allein wegen zuschlägen wäre das ja sonst schon doof wenn nicht. Und meine Befristung auf mehr Std endet im August und ich bin erst im September im muschu. Bekomme trotzdem mein normales Gehalt wie auch zuvor. Das Gewerbeaufsichtsamt kann dir sowas aber auch sehr gut erklären. Ruf doch ansonsten mal dort kurz durch.

      Lg

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