Wiedereinstieg in den Beruf - Arbeitszeiten

    • (1) 30.05.17 - 20:58

      Hallo!

      Mein 2. Sohn wir Ende August 1 Jahr und wird ab 1.08. in die Krippe gehen. Während meiner Elternzeit hat sich mein Arbeitgeber geändert, also prinzipiell ist es der selbe Verein, ein kreisverband hat mich eingestellt, jetzt gehöre ich zum Hauptverband. Also auch neuer Chef. Und da fängt es an.

      Ich soll nun 1 Tag in der Woche bis 18 Uhr arbeiten. Es sind nicht mehr Stunden oder so, dann bin ich entweder einen Tag weniger im Büro (vorher 4 Stunden an 5 Tagen und immer 8:30 bis 12:30) oder eben den Vormittag zu Hause, und dann nachmittags los. Eine 4 Tage Woche finde ich auch nicht schlecht aber andererseits kann ich mir nicht vorstellen dass mein Kleiner mich an einem Tag 10 Stunden lang nicht sieht. Weil er morgens in die Kita geht und dann nachmittags irgendwie anders betreut wird. Auch der Papa wird diese Betreuung nicht übernehmen können (von seinen Zeiten her). Also ich müsste sowieso noch wen dafür organisieren. Familie habe ich nicht am Ort.

      Nun meine Frage: darf das? Kann die neue Chefabteilung das anordnen, dass ich bis 18 Uhr muss? ...nee, im Arbeitsvertrag steht leider nichts zu den Arbeitszeiten... Was ist, wenn ich keine Betreuung finde die nach Kita (bis max. 16 Uhr, was ich auch schon unvorstellbar für ein 12 Monate altes Kind finde) die Betreuung übernimmt?

      Gibt es eine Möglichkeit das irgendwie zu umgehen?!
      Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus oder hat Ähnliches erlebt...
      Liebe Grüße
      BB

      • (2) 30.05.17 - 22:16

        Naja, bis 18 Uhr ist schon lang. Wenn dann noch ein Weg dazu kommt und auch der Papa ihn nicht früher holen kann, dann ist das für den Zwerg schon heftig.

        Gehen - klar, gehen tuts. Es gibt ja ausreichend Mütter, die gar keine andere Wahl haben. Notfalls verlängern sie dann die Stunden nach der Kita mit einem Babysitter, so ist das Kind wenigstens schon mal zu Hause.

        Ob es rechtlich möglich ist, eine Arbeitszeit bis 18 Uhr anzuordnen, wenn Du das vorher nie hattest, kann ich Dir nicht beantworten. Da würde ich mich an einen Fachanwalt wenden.
        Zuerst würde ich es aber mit einem freundlichen Gespräch versuchen, in dem Du darlegst, wie schwierig das organisatorisch für Dich ist und fragst, ob es sich auch umgehen lässt.

        Ich hab eine Bekannte, die bei einer Burgerkette gearbeitet hat. Die musste keine Rücksicht auf sie und die fehlende Kinderbetreuung nehmen (sie war alleinerziehend und sollte in den normalen Schichten arbeiten). Da hieß es dann, wenn sie ihrer Arbeit nicht nachkommen könne, sei das ihr Problem. So musste sie gehen.

        (3) 31.05.17 - 05:10

        Arbeitest Du ab 01.08. Teilzeit in Elternzeit oder steigst Du wieder in Deinen alten Arbeitsvertrag ein?

        Wenn Teilzeit in Elternzeit, kann der AG Deine gewünschte Stundenverteilung (die Du hoffentlich im Antrag angegeben hast) nur aus wichtigen betrieblichen Gründen ablehnen. Falls Wiedereinstieg in normalen Vertrag hast Du wenig Chancen, wenn die Arbeitszeiten im Vertrag nicht fixiert sind. Du könntest dann höchstens noch mit Gewohnheitsrecht argumentieren - aber das ist vor Gericht auch schon abgeschmettert worden. Prinzipiell muss der AG bei der Verteilung der Arbeitszeiten zwar auch die familiäre Situation der Arbeitnehmer berücksichtigen, aber er verlangt mit einem Tag Nachmittagsarbeit ja nichts Unmögliches von Dir.

        Denn: So wild ist das nicht. Dein Kind muss ja keine 10 Stunden in der KiTa bleiben. Du schreibst ja selber, das Du an diesem Tag auch nur nachmittags arbeiten darfst. Frag' in der KiTa, ob Söhnchen an dem Tag z.B. erst um 14.00 Uhr kommen darf und organisiere jemand, der ihn um 16.00 Uhr abholt und ihn noch ein paar Stunden betreut. Vielleicht kann Dein Mann auch seine Arbeitszeiten umverteilen, das er einen Tag früher geht und an den anderen Tagen dafür länger arbeitet.

        Grüsse
        BiDi

        (4) 31.05.17 - 08:11

        Hallo,

        es geht hier um einen Tag, der bis 18:00 Uhr zu arbeiten wäre, die anderen Tage sind doch ein Traum. Wo ist das Problem? Dein Kind wird es sicherlich überleben, solange Du kein Drama daraus machst #schwitz

        LG

        • (5) 31.05.17 - 08:29

          Hallo, ich habe auch einen kompletten Tag (bis ca 17 Uhr ) in meiner Arbeitswoche (der Montag) - an dem Tag wird mein Schatz von der Oma betreut - aktuell geht er noch nicht in den Kindergarten (auch erst ab 01.08) momentan kommt er SO Abend zu Oma und sie bringt ihn MO Abend wieder und wenn er in den Kindergarten geht wird er Den Tag dann von Oma abgeholt und sie wird ihn Mo Abend zu uns bringen oder sie wird ihn DI morgen wieder in den Kindergarten bringen ODER aber er wird hin und wieder MO nicht in den Kindergarten gehen und einfach wie sonst den ganzen Tag bei Oma bleiben denn er liebt es bei Oma und Opa zu sein und die beiden lieben ihren Tag mit ihrem Enkel auch und möchten ungern drauf verzichten und ich finde es toll, dass sie ein so gutes Verhältnis zueinander haben! :)

          Meinem Sohn fällt kaum auf, dass ich einen ganzen Tag nicht da bin eben weil er in guten Händen ist.. aber die Möglichkeiten mit Oma und Opa hat natürlich nicht jeder - wenn wir die Möglichkeit nicht hätten würde es bei mir auch schwer werden mit dem arbeiten an Nachmittagen, da eine Alternative Betreuung sich auch schwer gestallten würde! Alternativ hat mein Mann am FR schon mittags Feierabend - dann könnte er ihn abholen und ich arbeite den FR komplett wobei ich es genieße Freitags ebenfalls mittags nach Hause zu können, so haben wir gemeinsam mehr vom Wochenende! ;)

          Also das Hauptproblem ist eben eine gute Betreuung zu finden (wenn eben Oma und Opa nicht zur Verfügung stehen) aber wenn man erst einen Weg gefunden hat wo die kleinen gut aufgehoben sind, dann denke ich, dass sie ein langer Tag in der Woche nicht so sehr stört! :) viel Erfolg dir noch beim planen und beim Wiedereinstieg in den Beruf!

          Liebe Grüße!!!!!

      Hallo, ich werde nächstes Jahr wahrscheinlich genau das gleiche Problem haben. Stand jetzt ist es so, dass die Mütter nach der Elternzeit einen Tag lang dh Nachmittags arbeiten müssen. Da mein AG momentan auch noch mitten in einer Fusion steckt bin ich echt gespannt, wie das nächstes Jahr werden soll. Vlt gibt es danach die "Nachmittagspflicht" nicht mehr. Hoffe das ist ansonsten zumindest den Tag wählen kann.... echt schade, dass einem manchmal dann so "Steine" in den Weg gelegt werden. Die meisten arbeiten ja doch gerne, nur macht die Arbeit kein Spaß wenn man drum rum deswegen dann nur Stress hat....

    • Hier biste bei Urbia. Es würde sogar für ok empfunden, wenn du täglich bis 18 Uhr arbeiten würdest oder die ganze Woche weg wärst. Die Damen hier handhaben das alle so...
      12:30 Uhr mit so einem kleinen Kind halte ich für vertretbar. Ich würde dem Chef es so sagen und abwarten, was er erwidert. Ich würde mein einjähriges Kind an KEINEM Tag bis 18 Uhr abschieben, wenn Vater oder Oma nicht verfügbar sind.

      • #augen
        Und was ist mit den Vätern?
        Ihr Mann kann doch genau so sagen, er möchte nur noch bis 12:00 Uhr arbeiten, da er jetzt ein Kind hat...
        Der Kleine muss doch an diesen Tagen gar nicht länger, sondern nur zeitversetzt betreut werden....

        • Er wird wohl mehr verdienen als sie. Kein Mann riskiert seinen Vollzeit-Job, weil die Frau Teilzeit arbeitet. Das kann nur machen, wer in wirklich gehobener Position oder Gleitzeit arbeitet. Schlimm, dass heutzutage nicht die Mutter zumindest nachmittags für die Kinder da sein kann. Schöne neue Welt.

          • #klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#

            Ich fass es nicht - dann muss Muttchen sich nen lukrativeren Ernährer suchen.

            (11) 31.05.17 - 13:58

            "Schlimm, dass heutzutage nicht die Mutter zumindest nachmittags für die Kinder da sein kann. Schöne neue Welt."

            ---> heutzutage? War das nicht schon immer so? Meine Mutter hat es irgendwie fertig gebracht, mehrere Kinder großzuziehen, und sie war NICHT jeden Nachmittag da.

            Schon klar, pauschalisieren ist nicht gut. Und nur weil eine Mutter das macht, muss eine andre Mutter nicht auch so was durchziehen. Jede Mutter hat schließlich eigene Vorstellungen. Und das ist völlig ok. Ich wollte nur auf dieses "heutzutage" eingehen :-)

            Ehm...seltsame Weltsicht.

            Ich verdiene mittlerweile mehr als mein Mann und habe schon meine erste Tochter mit 8 Wochen von Montag bis Freitag bei Oma und Papa gelassen, mein Mann hatte nämlich den familienfreundlicheren Job und auch längst nicht meine Verdienstmöglichkeiten. Meine kleine Tochter ist sogar schon mit 4 Monaten in die Kita, täglich von 7 bis 17.00.
            Und täglich bis 18.00 zu arbeiten, nenne ich luxuriös wenn man Familie hat, sowohl für Väter als auch für Mütter.

            In meiner Welt gibt es einige Frauen die bessere Jobs haben als der Mann und auch deutlich mehr verdienen.

            Warum sollte ich jetzt noch mal meine lukrative Vollzeitstelle aufgeben? Erklärs mir.
            Mein Mann hat lange in Teilzeit gearbeitet und selbstverständlich hab ich ihn dabei unterstützt und nicht seinen Job als " Hobby" abgetan für den ich nicht beteit bin Kompromisse einzugehen. ..

    (13) 31.05.17 - 14:02

    Hab leider keine Erfahrung mit so was, aber als Jugendliche habe ich 2(!!!!) Jahre am Stück Babysitten in einer Familie gemacht. Sie hatten keine Großeltern da, fast alle Freunde kinderlos(=null Erfahrung mit Kindern). Ich kam einfach jeden 2. Samstag für 3-4 Stunden, damit sie mal als Paar weggehen können. Oder bei besonderen Anlässen (Firmenfeier und so)

    Das wäre was für dich: Ein Babysitter, Schüler/Student, der absolut zuverlässig ist und mit der Zeit auch eine Beziehung zum Kind aufbaut. So dass es meinem Wurm gut geht.

    Oder wirklich ein Gespräch beim Arbeitgeber. Situation schildern und schauen, ob es andere Möglichkeiten gibt.

    • (14) 31.05.17 - 17:39

      Wow was hier alles zusammen kommt. Echt interessant. Ich glaube mir geht es auch mehr uns Prinzip als dass ich wirklich bedenken habe dass es meinem Kleinen "schaden" würde. Er ist mein 2. Kind und da sieht man eigentlich nichts mehr kritisch, was man beim ersten für undenkbar gefunden hätte. Ich wollte hier horchen ob es Möglichkeiten gibt, das zu umgehen. Eben wie das Beispiel mit der Arbeit in der Elternzeit. Es ist jetzt bei mir jetzt der Einstieg nach einem Jahr benatragter Elternzeit.

      Finds halt einfach alles blöd mit der Umstrukturierung weil mir eben auch ein ganz toller Chef verloren geht. Jetzt kommt wer neues daher und hat andere Vorstellungen wobei es zuvor genau mit dem Professor abgestimmt wurde, dem ich zuarbeite...

      Es wird schon irgendwie laufen (müssen) ...

(15) 31.05.17 - 20:05

Arbeitsrechtlich kann ich nichts dazu sagen.

Aber ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe daher auch einen Tag in der Woche wo ich bis 18 Uhr arbeiten MUSS, trotz Teilzeit.
Ja der Tag ist lang und ich bin abends um 18:30 Uhr wenn ich nach Hause komme auch platt.
Aber meine Tochter verkraftet es ganz gut.
An meinem langen Tag ist sie bis 16 Uhr bei der Tamu und meine Mann holte sie dann ab, ist also ihr Papa Tag.

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