Jobwechsel und geplante Operation

    • (1) 03.06.17 - 17:23

      Hallo,

      Ich bin derzeit in einer kleinen Firma beschäftigt die einen wachsenden Markt bedient - wachstum war in den letzten zwei Jahren so dass die Mitarbeiterzahl ständig steigt und das auch weiter tun wird. Seit einiger Zeit haben wir eine zweite Chefin ins Team bekommen die früher für mehrere hunderte Beschäftigte verantwortlich war. Eine neue Liebe brachte sie wieder in unsere Region. Mein chef kennt sie seit jahren.

      So und nun kommt das Problem. Seit sie da ist ist das Betriebsklima nicht mehr so wie es mal war und ich bin froh wenn ich mittags meinen Schreibtisch verlasse. Auf Grund von Platzmangel habe ich den Luxus muttifreundliche und für mich ganz angenehme Arbeitszeiten zu haben da der Schreibtisch danach anders belegt ist. Das klima ist inzwischen so das fehlef gesucht werden und wenn man sucht findet man auch welche. Meine kollegin wurde aufv0 diese art und weise durch jemanden anderen ersetzt den die neue Chefin auserwählt hat. Glück im unglück für meine kollegin - sie hat wie ich was geahnt und hat selbst gekündigt.

      Auf Grund dieser Veränderungen bin ich auf Jobsuche, habe schon Bewerbungsgespräche gehabt.

      Mein Problem- ich bin in regelmäßigen Abständen beim Gyn und in absehbarer Zeit steht eine Operation an die mich für mehrere Wochen aus dem Job raus bringt. Es jederzeit nur noch die Frage ob lebenserhaltend operiert werden kann oder die Gebärmutter komplett raus muss. Das alles erfahre ich jedoch erst im frühen Herbst.

      Was mache ich denn Nu wenn es eine Zusage gibt? Eine Zusage hatte ich schon habe aber abgelehnt. Jobsuche auf Eis legen bis nach der Operation? Zudem schwirrt mir noch eine Weiterbildung im Kopf als Zusatz wo ich ggf. Im medizinischen Bereich mit eingesetzt werden könnte in der Verwaltung.

      Ich bin echt hin und her gerissen. Mein Mann sagt erst Operation, meinen Freundin sagt weitersuchen aber in dem Bereich wo ich die Weiterbildung machen möchte und ich habe keinen Plan, möchte wechseln aber wenn dann im Herbst die Operation kommt bin ich wieder in der Probezeit. Mein jetziger Job macht mir Spaß, Arbeitszeiten und der Arbeitsweg passt aber das Klima ist seit die neue zweite Chefin da ist arg gewöhnungsbedürftig geworden.

      Viele Grüße geli

      • Hallo,

        lebenserhaltend ist man auch bei Entfernung der Gebärmutter operiert. Ich hoffe, Du meintest diese Aussage nicht so, wie Du es geschrieben hast.

        Was genau erfährst Du im Herbst? Entweder Du musst operiert werden - dann lass es machen oder verzichte auf die OP. Aber erst zu wechseln und dann geplant wochenlang ausfallen führt sicher nicht zu einem guten Betriebsklima in einer neuen Arbeitsstätte.

        Liebe Grüße Andrea

      Hallo!

      Kannst Du nicht jetzt mit Deinem Arzt reden, ob es nicht sinnvoller wäre, jetzt schon zu operieren? Hattest Du noch geplant, weitere Kinder zu bekommen, so dass Du Deine Gebärmutter noch "brauchst"?

      Ich finde eine Abwesenheit von 2 Wochen im neuen Job machbar, aber wenn es eher sechs Wochen werden, ist das schon ein Problem, vor allem da es ja jetzt schon absehbar ist.

      • Ich Kämpfe seit Monaten um meine Gebärmutter weil leider viel zu schnell das Organ entnommen wird. Mein Gyn will dass - ich nicht weil ich derzeit keine Probleme habe. Das bei myomen nicht immer das gute Stück erhalten werden kann ist klar, aber in meinem Alter bin ich noch nicht bereit mich von ihr zu trennen wenn es nicht umdringt sein muss. Und da ist es egal ob die Familienplanung beendet ist oder nicht. Im ungünstigsten Fall bin ich trotz das man mir die eierstöcke lässt in den Wechseljahre.
        Über die Zeit der Krankschreibung ist eine große Zeitspanne bekannt und dass hängt von der operationsmethode ab. Beim Bauchschnitt dauert es sicher länger als bei einer anderen operationsmethode.

        • Hallo!

          Wenn Du gar keine Beschwerden hast, warum steht dann überhaupt eine OP im Raum? Myome sind ja nun wirklich nicht selten, und solange sie keinen Ärger machen, Du weder Schmerzen hast noch Anämisch wirst vor lauter Blutverlust zu den Tagen, kann das eigentlich auch drin bleiben - ggf. Jahrelang.

          Ich dachte, man hätte endlich die Totaloperation wegen völlig Beschwerdefreier oder Beschwerdearmer Myome überwunden.

          Bei wie vielen Frauenärzten warst Du deswegen schon? Nur bei einem?

          • Ich war inzwischen bei zu vielen Ärzten bei uns und es ist ein Kompromiss mit meinem Gyn, der eigentlich einer der besten der Stadt ist zum Oberarzt ins Krankenhaus zu gehen und mich dort beraten zu lassen. Das ist auch der Arzt von dem ich mich operieren lassen will. Da muss mein Gyn dann seinen Einfluss geltend machen - immerhin sitzen die zwei im selben Haus und kennen sich seit Jahren.

            Mein Problem ist das die Dinger langsam groß werden je 7cm im Durchmesser. Eines liegt oben auf - eines in der Gebärmutter. Die Vorstellung in der Klinik bei dem Arzt der hier in der Region die meiste Ahnung hat ist der Kompromiss. Der Arzt zu dem ich will hat meiner Nachbarin die Gebärmutter zwar entfernt aber in einem Verfahren wo sie nach relativ kurzer Zeit wieder fit war und das mit noch mehreren Myomen.

            Die meisten Ärzte wollen einen mit Hormonen vollpumpen oder gleich die Gebärmutter rausnehmen... Da wird nicht mal überlegt ob es nicht sinnvoll ist organerhaltend zu operieren zumal ich drei Kids habe - die ich nur leider nie selbst auf die Welt gebracht habe, dank der Unfruchtbarkeit meines Mannes. Da wird dann gleich noch schneller gesagt sie brauchen das Organ nicht mehr.

            • Ich verstehe Dich da durchaus. meine Mutter war Ende 40, als die Gebärmutter auch wegen Myomen raus kam, ich glaube, sie war 2 Wochen im Krankenhaus und dann noch einige Tage krank geschrieben und hat sich relativ schnell erholt, die Wechseljahre sind deswegen auch nicht früher gekommen. Ob es sich aber wirklich gelohnt hat, wegen den paar Jahren, bis die Menopause kam ist schwer zu sagen. Vor 25 Jahren waren die Ärzte halt noch schneller mit dem Schneiden.

    Hallo,

    mach Dir doch keinen Kopf um total ungelegte Eier.

    Du suchst einen Job, der Chef sucht Dich ja aus, um in seiner Firma zu arbeiten. Sobald dann die OP geplant ist, setzt Du Dich kurz mit dem Chef zusammen, schilderst die Sache und gut.

    Kein vernünftiger Chef kündigt einer Arbeitnehmerin wegen einer geplanten und notwendigen OP. Danach bist Du ja schließlich wieder da. Sollte der Chef Dich deswegen kündigen, kannst Du froh sein, dort weg zu sein.

    Ich weiß ja, dass in Deutschland für die meisten Arbeitgeber der Arbeitnehmer nur eine Ware ist - wenn verbraucht, wird neu eingestellt. Aber deswegen muss man an sich selbst nicht so einen niederen Anspruch stellen. Leben, und dazu gehört auch mal eine Ausfallzeit wegen Krankheit oder OP, muss TROTZ Arbeit möglich sein.

    Und überhaupt: Jetzt kannst Du rein gar nichts bezüglich dieser Situation tun. Also nutzt Dein Dich-Sorgen auch nichts.

    Lass das auf Dich zukommen.

    Ich wünsch Dir alles Gute und vor allem gute Besserung :-)

    LG

    Keine leichte Situation.

    Als erstes würde ich mich weiter bewerben. So lange du die aktuelle Stelle noch hast, hast du das ja im Hintergrund.

    Was/ob/wie du was findest, siehst du ja dann.

    Wirst du eingeladen und hast was in Aussicht
    - kannst du ehrlich sein und was sagen
    - abwarten

    Hast du zu diesem Zeitpunkt die aktuelle Stelle noch, kannst du immer noch entscheiden, welches Risiko du eingehst (gekündigt werden, wann/warum auch immer) , neue Stelle eingehen, Risiko nach der Probezeit nicht übernommen werden , Glück haben und mit deinem neuen Chef eine Vereinbarung treffen können

    Bist du zu diesem Zeitpunkt bereits in der Kündigungsphase, könntest du dann immer noch entscheiden, ob du den neuen Job annimmst. Evtl. dann eben mit dem Hintergrund nach dem gesund werden, wieder neu zu suchen. Allerdings hättest du dann schon die Erfahrung, ein paar Tipps, aus denen du gelernt hast.

    Gesundheit geht vor. So lange du noch nichts sicher weißt, kannst du dich schon mal bewerben und schauen, was kommt - oder nicht kommt. Daraus lernen und/oder entsprechend Stellenspezifisch entscheiden.

    Jetzt abwarten und nichts wissen, weder das eine noch das andere, würde mich kirre machen.

    Was hast du zu verlieren, wenn du Bewerbungen schreibst?
    Zeit und ein paar Nerven.
    Was kannst du dabei gewinnen?
    Erfahrung, vielleicht einen Glückstreffer.

    Wenn es nicht klappt oder so schnell nicht klappt, ist es im Moment noch so.

    "Was mache ich denn Nu wenn es eine Zusage gibt? Eine Zusage hatte ich schon habe aber abgelehnt. "

    Warum hast du die Zusage abgelehnt?
    Wegen der OP?
    Weil die Stelle auch so nicht zu dir gepasst hätte?

    • ich habe abgelehnt weil mein Bauch ganz klar "nein" gesagt hat. Ich bin da mal ehrlich. Ich weiß was ich habe und somit weiß ich auch was ich nicht möchte. Ich weiß auch was ich kann und wo meine Grenzen sind. Da sollte Mann und Frau sich weder über noch unterschätzen. Die Stelle wäre interessant gewesen, hätte mich sicher auch ausgefüllt aber es gab halt ein paar Dinge wo ich meine Prioritäten anders gesetzt habe. Ich hätte die Stelle übrigens auch im Falle einer bestehenden Arbeitslosigkeit nicht angetreten.

      • klare Antwort. :-)

        Wenn dein Bauchgefühl so verlässlich ist, würde ich es wirklich weiter probieren mit bewerben und schauen was bei rum kommt. :-)
        Dein Bauchgefühl wird dich dann schon (beg)leiten, wenn weitere Entscheidungen zu treffen sind.

        Absagen kannst du dann ja immer noch. ;-)

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