Elternzeit - nun sehe ich gar nicht mehr durch

    • (1) 06.06.17 - 14:02

      Hallo,

      Ich hatte weiter unten schon einmal gefragt, ob es möglich ist, die Elternzeit im Nachhinein zu ändern.
      Danke an diejenigen, die geantwortet haben.
      Aber nun sehe ich gar nicht mehr durch. Dass ich im Nachhinein nichts mehr ändern kann, habe ich verstanden.
      Aber nun frage ich mich, wann verfällt welcher Anspruch auf Elternzeit.

      Ich habe bereits ein Kind (3,5) bei dem ich die ersten 12 LM Elternzeit genommen habe.
      Nun steht die Geburt von Kind zwei an.

      Hab ich noch Anspruch vom ersten Kind? Es sind ja noch zwei Jahre offen.

      Bei Kind 2 sind es auch wieder drei Jahre. Wenn ich wieder die ersten 12 LM nehme, wie darf ich denn den Rest bei Bedarf noch aufteilen?

      Worin liegt eigentlicher der Unterschied, wenn ich in Elternzeit 30 h arbeite und wenn ich mit meinem AG die Stunden auf 30 h senke?

      Liebe Grüße
      Sinchen1985

      • Da dein erstes Kind vor dem 1.7.2015 geboren wurde gilt das BEEG dafür noch in der älteren Fassung und damit konntest du nur max 12 Monate Elternzeit auf den Zeitraum zwischen 3. Geburtstag und vollendetem 8. Lebensjahr per Antrag beim AG übertragen. Hast du das nicht getan ist der Rest der Zeit weg (ausser du einigst dich mit dem AG darauf)

        Beim neuen Kind gilt: http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__15.html Absatz(2) http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__16.html

        "Ein Anteil von bis zu 24 Monaten kann zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden."
        "Jeder Elternteil kann seine Elternzeit auf drei Zeitabschnitte verteilen; eine Verteilung auf weitere Zeitabschnitte ist nur mit der Zustimmung des Arbeitgebers möglich. Der Arbeitgeber kann die Inanspruchnahme eines dritten Abschnitts einer Elternzeit innerhalb von acht Wochen nach Zugang des Antrags aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen, wenn dieser Abschnitt im Zeitraum zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes liegen soll."

        Wenn du Teilzeit in Elternzeit arbeitest gilt das BEEG http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__15.html Absatz(4) - (7) ,
        Damit kann dein AG den Teilzeitwunsch nur mit dringenden betrieblichen Belangen ablehnen. Du kannst auch leichter eine Änderung der Teilzeit erreichen. Weiterhin geniesst du Kündigungsschutz in der Elternzeit und dein ursprünglicher Arbeitsvertrag ruht. Am Ende der Elternzeit kannst du dann entscheiden ob du weiterhin Teilzeit arbeiten möchtest und kannst normal Teilzeit beantragen. Diese kann der Arbeitgeber dann theoretisch mit betrieblichen Gründen ablehnen, was aber schwieriger ist wenn vorher Teilzeit möglich war und es gilt dafür das http://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/ welches Änderungen der Arbeitszeit usw erschwert gegenüber der Teilzeit in Elternzeit.

        Anspruch vom 1. Kind hast du nicht mehr, weil nach dem alten BEEG die Übertragung beantragt worden sein müsste.

        Der Unterschied ist die Kündigungsschutz ind die Fristen.

Top Diskussionen anzeigen