Freistellung/Mamas aus Österreich hier?

    • (1) 12.06.17 - 09:56

      Hallo.Kurz zu meiner bescheidenen Beruflichen Situation.

      Ich bin heute bei 9+6ssw und bin seit 3,5 Wo im krank durch enorme Übelkeit/Erbrechen.

      Zu all dem kommt,dass ich in meinem Medizinischen Beruf div. Auflagen habe,kurz um ich darf meinen Beruf nicht mehr ausüben und nur Schriftkram etc.ist nicht wirklich eine ganze Stelle die ich da besetzen könnte.
      Meine Chefin hat bereits neue Kollegen eingestellt und fordert ganz klar die Freistellung (BV).
      Nun habe ich mich natürlich informiert und mir wäre es auch das liebste...da ab 6Wo Krankenstand mein Gehalt auf die Hälfte gekürzt wird.
      Nun hoffe ich auf meinen GYN,dass er mit für den Amtsarzt ein div. Schreiben aufsetzt.Es ist nicht nur körperlich sondern auch Psychisch eine Zumutung,wenn man so abgespeist wird...

      • Kann dein Arbeitgeber nicht das BV ausstellen?

        Hi #winke

        Komme auch aus Österreich, arbeite als Sekretärin im Krankenhaus. Habe schon mehrere Schwangerschaften von Kolleginnen im medizinischen Bereich mitbekommen und muss leider sagen, die Chancen für eine Freistellung stehen eher schlecht.

        In Deutschland wie man so oft liest, scheint es nicht wirklich ein Problem zu sein freigestellt zu werden, in Österreich hingegen muss schon etwas Gravierendes vorliegen, Übelkeit und Erbrechen alleine reicht da nicht aus.

        Eine Kollegin von mir war fast 3 Monate krankgeschrieben ehe sie eine Freistellung erhielt, war aber mit Zwillingen schwanger und musste ständig ins KH wegen Kindesgefährdung, sie wurde erst im 6. Monat freigestellt, andere hingegen wurden gar nicht freigestellt "nur" wegen Erbrechen, also echt schwierig die Lage in Ö.

        Also sollte ein Risiko bestehen, kannst du natürlich freigestellt werden, wie z.B. hatte mal eine Kollegin einen verkürzten Gebärmutterhals, die wurde dann gleich mal freigestellt, aber alle anderen mussten trotz medizinischen Beruf die Zeit absitzen und durften nur eingeschränkt arbeiten.

        Dir wird höchstwahrscheinlich nicht viel bleiben, als Krankenstand zu gehen wenns dir schlecht geht oder du findest einen Arzt der die eine Freistellung gibt.

        Glg hoffe du findest einen Weg, dass du dich wohl fühlst und die Übelkeit schnell vorbei geht.

        • Danke für deinen Beitrag.Klar Übelkeit reicht nicht aus...da muss der Gyn schon schwerere Geschütze auffahren. Unter den Umständen wie es in der Arbeit läuft,bleib ich im krank....gehe auch nach Karenz nicht zurück.

      Hallo

      Ich komme auch aus österreich und wenn dein Arbeitgeber dir ein bv ausstellt ist es doch absolut kein Problem.

      Wenn nicht musst du mit deinem Befund zum Amtsarzt und da persönlich vorsprechen soweit es möglich ist und du nicht wegen der übelkeit im kh bleiben musst in diesem Fall kann es sein das er dich besuchen kommt und da dann das bv ausstellt natürlich nach Rücksprache mit den behandelten Ärzten.
      Wünsche dir alles Gute

      Lg Kati

      • Ich hoffe Nun auf meinen GYN...wenn nicht muss ich wohl immer wieder ins krank.es ist wirklich zum verrückt werden.In D hatte ich beide Male sofort ein BV ohne Probleme...aber Medi.Dienst

        • Ich war von der 7ssw bis zur 16ssw krankgeschrieben und bekam direkt im Anschluss das bv zu mir kam im krankenstand der Amtsarzt nachhause und stellte da das bv aus, ich glaube es kommt auch immer auf das Bundesland und die Region an, bei einer Freundin die in Wien wohnt gab es da auch mehr Probleme trotz Facharzt Brief sie musste dann ins kh und auf einmal war es gar kein Problem mehr.

          Ich muss leider aber auch dazu sagen das viele das bv einfach ausnützen, denen wirklich nichts fehlt nur einfach zu faul zum arbeiten sind, und deshalb sind halt viele Amtsärzte sehr kritisch und prüfen alles ganz genau.

          Lg Kati

    Hallo!

    Ich muss dir leider sagen eine Freistellung in Ö ist sehr schwierig! Ich habe mich jetzt lange damit befasst und bin seit letzter woche vom Amtsarzt freigestellt. Trotz meiner Geschichte (hoher Blitdruck seit 5 Jahren, Elss, Fg, Myom-Op, Präeklampsiewahrscheinlichkeit 1:28) habe ich mit dieser netten Ärztin viel diskutiert um das durchzubekommen. Sie hat sich vorerst geweigert mich Freizustellen - dank dem Arbeitsinspektorrat Wien musste sie mich dann freistellen.

    Die Arbeit ist leider nur ein Grund für einen Krankenstand und nicht für eine Freistellung - ich arbeite mit psychisch kranken kindern und jugendlichen das wollte die ärztin gar nicht hören - sie sagte sogar das interessiert sie nicht.

    Seit 2010 gibt es 12 Medizinische Gründe für eine Freistellung - du musst einen Punkt davon erfüllen anders hast du normal keine chance.

    Ich hatte von einer Frauenärztin und von meinem Internisten ein Schreiben und trotzdem hat sie sich geweigert.

    Freistellung über den Amtsarzt ist ab der 16. ssw möglich davor sowiso nur krankenstand

    Seit einigen Jahren werden in Österreich Freistellungen extrem restriktiv gehandhabt, weil davor ein Großteil der Schwangeren früh freigestellt wurde und der Missbrauch enorm hoch war. (Meine Schwester wurde beispielsweise vor 9 Jahren von ihrer Ärztin in ihrer zweiten Schwangerschaft sofort freigestellt, einfach weil sie ein kleines Kind daheim hatte und wöchentlich 12 Stunden im Büro saß....)

    Hier kannst du die Voraussetzungen nachlesen:
    https://www.wko.at/service/arbeitsrecht-sozialrecht/Beschaeftigungsverbot.html

    Ich kann verstehen, dass deine Situation unangenehm ist, aber aus deinen Angaben kann ich keinen Grund für eine Freistellung erkennen: "Erbrechen, Kreuzschmerzen, Blutungen in der Frühschwangerschaft und niedriger Blutdruck mit Kollaps-Neigung stellen keine Freistellungsgründe dar, sondern begründen einen Krankenstand."

    Möglicherweise sieht das dein Gynäkologe anders (psychische Komponente), ich bin ja keine Ärztin.

    Wenn dein Arbeitgeber möchte, dass du freigestellt wirst, dann soll er mit dem Arbeitsinspektorat klären, dass er keinen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz für dich hat. Dein Arzt hat damit nichts zu tun.

    Ich wünsche dir, dass Übelkeit und Erbrechen bald wieder verschwinden (bei mir war es immer in der 14.-16. Woche) und es dir dann gut genug geht, um wieder zu arbeiten.

    Alles Gute für Euch! #klee

    • Danke auch für deine Nachricht. Ich glaube auch nicht,dass ich die Freistellung bekomme...auch wenn ich eine div.Vorgeschichte habe...interessiert hier keinen.Ich bleibe weiterhin im Krankenstand

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