22 ssw, Abmahnung, Hilfe :(

    • (1) 13.06.17 - 17:23

      Hey ihr Lieben,

      Ich bin in der 22 ssw und habe viel Probleme mit Schwangerschaftskomplikationen.

      Am 1.6. Hatte ich vormittags einen Termin beim FA, weil ich schlimme Schmerzen, wegen einer vermuteten Symphysenlockerung hatte. Ich kann dadurch nicht richtig laufen, liegen, sitzen. Alles bereitet höllische Schmerzen. Eines meiner 2 Kinder ging es an dem Tag auch nicht gut und er konnte nicht in die Schule. Ich musste an dem Tag um 15 uhr in die Arbeit.

      Der Termin beim FA ist dann allerdings komplett anders abgelaufen, als gedacht und ich wurde wegen regelmässigen Wehen und starker Schmerzen vom FA mit einen Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Es war nichtmal Zeit mein Kind bescheid zu geben und ich war auch nicht in der Lage an Arbeit zu denken. Ich lag ewig auf der Rettungsstelle und habe dort Wehenhemmer/schmerzmittel/flüssigkeit über Infusion bekommen.
      Mein Handy war fast komplett leer, weil es älter ist und ich Stunden beim Arzt und dann im KH verbracht habe. Ich habe dann irgendwann erfahren, dass ich stationär aufgenommen werde. Und habe daraufhin auf Arbeit in der Zentrale bescheid gegeben dass ich im KH liege. Diese hat mich zu einem TL verbunden, das Telefon war aber aus, weil kein TL im Haus war an dem Tag und ich konnte nur meiner Kollegin in meiner Abteilung bescheid geben. Mein Mann war zu der Zeit auch an anderen Ende von Deutschland wegen der Arbeit unterwegs und ich konnte nirgends mehr anrufen, weil mein Handy leer war und ich nicht laufen konnte/ durfte. Ich habe noch schnell eine SMS an meine Mutti geschickt, wo ich bin.

      Abends kam ich dann auf Zimmer im KH und meine Mutter hat sich in der Zwischenzeit um Aufsicht für meine 2 Kinder gekümmert und meinem Mann gesagt was los ist. Der kam am 3.6. Wieder nach Hause und kam dann auch direkt frühs zu mir in die Klinik, damit ich mein Handy laden kann.

      Dann rief mich am 3.6. Eine weitere Kollegin an wo ich denn sei? Warum ich nicht auf Arbeit bin. Ich sagte, dass ich am 1.6 angerufen hätte und im KH liege.

      Angeblich wüsste Niemand wo und was mit mir los ist.
      Ich war daraufhin total verblüfft und mein Mann eröffnete mir dass er die nöchste Woche wieder weg müsste.

      Ich konnte nicht länger im KH bleiben, weil ich 2 Kinder beaufsichtigen muss.

      Ich bin dann Nachmittags aus der Klinik entlassen worden und mein Mann hat mich direkt auf Arbeit gefahren, wo er in der Zentrale die Einlieferung/Aufenthaltsbescheinigung der Klinik abgegeben hat.

      Und Heute früh, habe ich per Einschreiben eine Abmahnung erhalten, weil ich unendschuldigt gefehlt hätte vom 1.6-3.6. Und ich mich angeblich nicht gemeldet hätte.

      Ich weiss nicht was ich jetzt tun soll. Ich habe mich doch gemeldet auf Arbeit, aber mehr Möglichkeiten hatte ich einfach nicht.

      Sehe ich das falsch?

      Lg
      Tut mir leid dass es so lang geworden ist.

      • Hallo, du weißt doch sicherlich mit welcher Kollegin du gesprochen hast und einen Verbindungsnachweis hast du doch von deinem Handy auch. Von daher würde ich an deiner Stelle der Abmahnung widersprechen und ein Gespräch mit dem / der Vorgesetzten führen.

        VG
        B

        • Ja, ich bin auch direkt auf Arbeit gefahren, als ich die Abmahnung bekommen habe heute, und habe auch mit dieser Kollegin nochmal gesprochen. Sie hat es im Arbeitsplan vermerkt und hat auch nochmal bescheid gegeben, dass ich im Krankenhaus liege.

          Der Vorgesetzte, der die Abmahnung hat erstellen lassen, ist leider bis zum 21.6 im Urlaub. Dann kann und werde ich auch nochmal mit ihm sprechen.

          Ich bin auch bei verdi und überlege nun, ob es sinnvoll wäre da vlt direkt wegen Rechtsbeistand morgen mal durchzurufen.
          Mein Mann will mit mir eine Gegendarstellung schreiben, aber ich habe halt einfach Angst, dass diese Abmahnung nicht rausgenommen wird.

          Mir geht es mit dem ganzen Stress momentan wirklich nicht gut.

          • Hallo,

            habt ihr vielleicht einen Betriebsrat? Den würde ich zuerst mit ins Boot holen (also morgen anrufen). Die Gegendarstellung würde ich auch formulieren, ganz sachlich. Wenn die Abmahnung nicht gerechtfertigt ist, dann MUSS sie selbstverständlich gelöscht werden (und zumindest nach den Fakten, die du beschrieben hast spricht alles für dich).

            Es gibt doch sicherlich einen Stellvertreter (dein direkter Vorgesetzter ist ja im Urlaub) - wende dich direkt an diesen.

            Und versuche dich zu beruhigen, Stress ist weder für dich noch für das Kind gut - ALLES GUTE :-)

            VG
            B

          • Du musst einen Widerspruch schreiben - am besten sofort, wenn ich das richtig im Kopf habe, gibt es da kurze Fristen.
            In diesem Widerspruch teilst Du den Sachverhalt mit - auch mit wem Du Kontakt hattest, inkl. der Bescheinigung des KH und Du musst reinschreiben, dass der Widerspruch Teil der Personalakte sein muss. Die Abmahnung wird nämlich nicht rausgenommen - der Widerspruch entkräftet diese aber.

              • Ich schreib Dir ne PN.

                • (8) 13.06.17 - 21:41

                  Das mit der PN hat nicht funktioniert.

                  Hallo, ich bin kein Jurist - kann Dir nur schreiben, wie es bei mir gelaufen ist - ist aber bereits 9 Jahre her.
                  Auch ich habe Abmahnungen bekommen, die völlig an den Haaren herbeigezogen waren.
                  Ich hatte mehrmals heftige Migräneanfälle, habe mich auf Arbeit entschuldigt, gewartet bis die Tablette wirkt und bin dann (verspätet) zur Arbeit erschienen.
                  Die 1. Abmahnung hatte in etwa den Wortlaut, dass ich zu spät gekommen sei - außerhalb der flexiblen Gleitzeit.
                  Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt und auf mein Recht hingewiesen, dass ich pro Monat 1 Gleitzeit nehmen kann und diese kurzfristig wahr genommen habe.
                  Nach dem 2. Anfall - wieder Tablette, wieder zu spät - kam die Abmahnung, dass ich die Gleitzeit schon verbraucht hätte und ohne Krankmeldung verspätet zur Arbeit kam.
                  Die Krankmeldung, bzw. eine ganze Stellungnahme meines behandelnden Arztes habe ich dem erneuten Widerspruch beigefügt..
                  Mein AG hat mir in beiden Abmahnungen mit der Kündigung gedroht. Ich glaube, das ist der Grund, warum die nicht rausgenommen wurden. Im Falle einer Kündigung hätte die Abmahnung als "Warnung" vor Gericht Bestand gehabt - irgendwie so.
                  Bei Dir scheint der Fall anders zu sein, Du wurdest "nur" abgemahnt - ohne Androhung einer Kündigung, oder? Das hatte ich im Eifer überlesen.
                  Ich rate Dir, da Du ohnehin bei ver.di bist, Dich von denen beraten/vertreten zu lassen.
                  Viel Glück

          "Ich bin auch bei verdi und überlege nun, ob es sinnvoll wäre da vlt direkt wegen Rechtsbeistand morgen mal durchzurufen."
          Ja, lass die das machen, dann musst du dich um den Stress nicht kümmern.

    Hallo!

    Bitte geh DIESE WOCHE NOCH zur Gewerkschaft und übergib das einem Anwalt.

    Die Fristen im Arbeitsrecht sind sehr knapp, da kannst Du nicht bis 21. oder 22. warten, bis der Teamleiter mal Zeit hat.

    Und den Widerspruch schreibt besser jemand mit juristischer Ausbildung, nicht du.

HAst du einen Einzelverbindungsnachweis vom Handy bzw. kannst den drucken, dann nimm den, das sollte reichen. Ansonsten erstmal gar nichts tun, der Abmahnung kannst du später immer noch widersprechen, den Stress brauchst du jetzt nicht!

Bist Du sicher, dass Du ein gutes Verhältnis zum AG hat und er Dich schätzt?
Es sieht für mich so aus, als wäre nach Gründen für eine Abmahnung gesucht worden.

Wenn Du die Abmahnung nicht im ersten Gespräch weg bekommst, lohnt es sich, für diesen Fall einen Anwalt zu nehmen. Das von Deiner Seite aber auch nicht alles astrein gelaufen ist (krank Meldung bei Kollegen) ist Dir auch klar.

  • Ich wurde mit einem Rettungswagen vom Frauenarzt direkt ins Krankenhaus gebracht und hatte keine möglichkeit anzurufen, weil mein Handy leer war, da ich schon beim Arzt Stunden gesessen habe und im Krankrnhaus durfte man nicht telefonieren. Ich lag an infusionen und Geräten und habe die Zentrale von uns angerufen und gesagt dass ich im Krankenhaus liege ( unter Tränen) weil es mir sehr schlecht ging. Und die haben mich an das Mobiltelefon weitergekeitet von meinem TL. Das war aus und ich habe nochmal direkt angerufen auf das andere Mobilteil. Da war nur meine Kollegin erreichbar, die meinte auch es sei kein TL im Haus von uns und hat notiert dass ich auf Rettungsstation liege und hat mir auch versichert dass sie es jedem weiter gibt dass ich stationär da liege.

    Ganz ehrlich, was habe ich denn bitte falsch gemacht???? Ich hätte ja nichtmal telefonieren dürfen und meine Kinder wussten auch nicht wo ich bin da alles so über kopf passiert ist und schnell gehen musste.

    Der Einlieferungsbeleg/ aufenthsltsbeleg, dass ich stationär liege war an 3.6. Auf Arbeit. Ich habe strikte Bettruhe und darf nichtmal aufs Klo gehen.

    Ich wusste also wirklich sehr gern was ich falsch gemacht haben soll. Laut Arbeitsvertrag muss die AU am 3ten Tag vorliegen. Lag sie und ich habe angerufen, obwohl ich das hätte nicht tun müssen. Was wäre gewesen, wenn mir schlimmeres passiert wäre und ich nicht mehr anrufen hätte können?

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