Auswandern in die Schweiz

    • (1) 15.06.17 - 17:31

      Hallo ihr Lieben,

      wir sind am überlegen komplett in die Schweiz auszuwandern, wir wohnen 20 Auto-Minuten von der Grenze entfern in Singen Hohentwiel.

      Ich gebe zu, ich habe mich bisher nicht getraut. Ich bin ein kleiner Angsthase und bei mir muss alles genau geplant sein und durch organisiert, speziell jetzt seit ich Mama bin.

      Jetzt wollte ich von euch wissen:
      Wer ist von euch ausgewandert? Evtl. auch in die Schweiz?
      Seid ihr zufrieden mit eurer Entscheidung?

      Besten Dank! #liebdrueck

      Kim #klee

      • HI

        wieso wollt Ihr denn in die Schweiz auswandern?

        Eine Freundin hats gemacht ... allerdings ohne Kind ...

        Du hast 1 Kind - wollt ihr noch ein zweites oder drittes?
        Das dürfte in Deutschland wahrscheinlich einfacher sein: "billigerer Krippenplatz", 3 Jahre Elternzeit, 12 Monate Elterngeld, ... ...

        Krankenversicherung würde ich meine "Deutsche" auch nicht hergeben wollen (wie gesagt, es sind nur Erzählungen) ...

        Ja, das Gehalt ist (deutlich) besser ... was Arbeitet ihr?
        Aber dafür arbeitet sie mehr und längere Dienste als in Deutschland.
        Die Wohnung kostet einiges mehr als in München.

        VG

        • Und hat deine Freundin gut Anschluss, Freunde gefunden? Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, aber viele Schweizer scheinen lieber "unter sich" zu bleiben... :/

          • HI

            ich glaub das kommt auf einen selber drauf an ... wieviel Freunde / Anschluss man braucht um Glücklich zu sein.

            Sie ist da eher wie ich ... wir brauchen keine 10 "Freunde" und müssen jedes WE unterwegs sein.

            So wie es ist (Arbeitskollegen - mit denen man auch nach der Arbeit / in der Freizeit was unternimmt) ist es gut :-)

            VG

      Ich kenne es nur, dass viele in der Schweiz arbeiten und in Deutschland wohnen/Leben.
      Habt ihr denn bereits Arbeit dort oder fangt ihr komplett ohne alles an? Danach richtet sich ja die Aufenthaltserlaubnis.

      Zur Kinderbetreuung wurde ja schon geschrieben. Die ist halt ziemlich teuer, wie auch der Rest.

      Was sind denn eure Beweggründe für eine Auswanderung?

      Warum möchtest du denn in der Schweiz leben? Hast du dich ein bischen mit der Familienpolitik befasst? 16 Wochen nach der Geburt geht frau normalerweise wieder arbeiten, Krippen kosten ein Schweinegeld, wenn es überhaupt welche gibt, bei der Krankenkasse bezahlt man Kopfprämie bei mehr Eigenleistung uvm, freie Schulwahl gibt es nicht.....
      Du hast den Vorteil grenznah zu wohnen. Wenn du willst kannst du oder dein Partner in der Schweiz arbeiten, aber umziehen?

    • ich bin aus DS und hier um die Gegend pendeln ja extrem viele ... -- aber keiner meiner Freunde würde auf die Idee kommen, ganz rüber zu ziehen... -- alle sprechen nur die Vorteile als Grenzgänger an .... Versorgung hier, Steuern, Verdienst etc..... -- aber rüberziehen will hier wirklich keiner...

      habt ihr dazu einen bestimmten Grund oder Anlaß oder ist es zu weit zum pendeln?

      Hallo,

      wir haben uns vor einiger Zeit mit einer Übersiedlung beschäftigt.

      Wir arbeiten beide in fordernden Berufen, die auch hier in Deutschland nicht gerade schlecht bezahlt sind. Aber die durchschnittlichen Arbeitszeiten in der Schweiz haben uns massiv abgeschreckt.

      Unser Kind möchten wir schon noch gern sehen und kennenlernen, jetzt wo er älter wird. Wir waren nicht bereit, das aufzugeben, was wir hier ganz selbstverständlich haben können.

      Anders schaut es mit den skandinavischen Ländern aus. Auch dort ist das Lohnniveau in einigen Bereichen deutlich höher, dafür aber die Familienzeit auch.

      Was man sich bewusst machen muss, als Einwanderer ist man häufig ausgegrenzt, teilweise Mensch zweiter Klasse - gerade auch in Kindergarten/Schule. Ich habe mit vielen Auswanderern gesprochen und über Internet Kontakt gehalten. Über der Grenze ist das Gras auch nicht grüner.

      Auf Deutsch: Wer es im Schlaraffenland Deutschland nicht schafft, schafft es auch dort nicht.

      Wenn Ihr gefragte Berufe und keine Kinder habt, dann sieht das natürlich nochmal anders aus. Dann entscheidet Ihr ja nur für euch selbst und ein Übersiedeln aber auch wieder zurück kommen ist weniger problematisch.

      Alles Gute euch.

      LG

      Unterhaltet euch mal mit Pendlern oder solchen, die bereits in der Schweiz wohnen. Ich habe mit einer deutschen Frau gesprochen, die schon viele Jahre an der Uni Basel arbeitet. Die Deutschfeindlichkeit der Schweizer, die sie attestierte, ist krass. Die Schweiz ist mit vielen Ausländern überfremdet und sie haben längst angefangen Nichtschweizer zu hassen. Ich habe sie gefragt, warum Schweizer in großer Zahl auf unseren Straßen so rücksichtslos fahren und warum sie sich auf eine bestimmte Weise benehmen. Die Antworten haben mich erstaunt. Sie halten uns für minderwertig. Ich wollte nicht in einem Land wohnen, wo ich unerwünscht und nicht gleichwertig bin.

      Wenn schon das bessere Geld verdienen, dann doch lieber als Grenzgänger. Dann hast du nicht die horrenden Mietpreise und auch alles andere ist sehr sehr teuer. Warum wohl ist das deutsche Grenzgebiet voll von Schweizern die in D einkaufen? Und in der Schweiz, zumindest in Grenznähe, sind die Supermärkte leergefegt, buchstäblich gähnende Leere im Migros. Und im deutschen Grenzgebiet sind die Parkplätze um 10 Uhr morgens, sogar Parkhäuser rappelvoll. In Waldshut um 10 Uhr werktags alle Innenstadtparkplätze belegt. Hieber's (ein riesengroßer Supermarkt) kann sich kaum retten vor Kunden, es boomt. Die Hiebers Parkplätze haben zwei Parkdecks und sind immer voll. Der Marktkauf hat 10 oder mehr Kassen nebeneinander und vor jeder Kasse stehen Kunden Schlange, an einem normalen Werktag. In Konstanz ist der Verkehr vor Weihnachten wegen der Schweizer Einkäufer an einem Samstag komplett zum Erliegen gekommen, so dass nicht mal die Anwohner zu ihren Häusern fahren konnten. Was im Grenzgebiet abgeht, hab ich nirgendwo in Deutschland sonst gesehen - es hat mit der Schweizer Mentalität und deren Geiz zu tun. Sie kaufen bei uns ein und lassen sich sogar für kleine Beträge noch die MwSt erstatten.

      • Geiz ist Geil Mentalität?

        Du bist süss.

        Trotz höheren Löhnen ist es in der Schweiz verdammt hart und teuer Kinder gross zu ziehen. In absolut jeder Hinsicht!

        Armut gibt es auch in der Schweiz.
        Viele der "Einkaufstouristen" sind existentiell darauf angewiesen in Deutschland einzukaufen. Manche vielleicht nicht existentiell aber immerhin um sich einen gewissen Standard zu ermöglichen, wie ein Auto, mal in den Zoo gehen, frische Früchte zu kaufen usw.
        Übrigens erlebe ich in Grenznähe auf beiden Seiten kaum Berührungsängste oder Ablehnung, aber vielleicht ist das auch Glückssache oder eine Frage der Mentalität.

        • Wenn du die fetten Autos der Schweizer Kunden siehst, dann weißt du dass sie nicht sooo sehr arm sein können.

          Ja, auch in der Schweiz ist ein bestimmter Bevölkerungsanteil arm. Aber sicher nicht der Großteil derer, die sich in Grenznähe die Autos vollstopfen.

      "Die Schweiz ist mit vielen Ausländern überfremdet und sie haben längst angefangen Nichtschweizer zu hassen. Ich habe sie gefragt, warum Schweizer in großer Zahl auf unseren Straßen so rücksichtslos fahren und warum sie sich auf eine bestimmte Weise benehmen. Die Antworten haben mich erstaunt. Sie halten uns für minderwertig."

      Ich liebe diese Verallgemeinerungen.

      Natürlich wird es Schweizer geben, die Ausländern nicht wohlgesonnen gegenüberstehen...genauso wie es Deutsche, Niederländer, Engländer etc. gibt, die was gegen Ausländer haben.

      Aber alle über einen Kamm scheren? Nicht dein Ernst, oder?

Hallo,

mein Bruder ist vor 14 Jahren in die Schweiz gezogen. Er hat noch nie Probleme mit Fremdenfeindlichkeit gehabt, im Gegenteil er wurde an seiner Klinik sehr herzlich aufgenommen. Die Arbeitsbedingungen an Schweizer Spitälern sind um einiges besser ( vor allem auch die Wertschätzung der geleisteten Arbeit) als an deutschen Kliniken.

Er ist inzwischen mit einer Schweizerin verheiratet, hat 2 Kinder und ein Haus gebaut, hat die schweizer Staatsbürgerschaft und wird wohl auf Dauer dort bleiben.

Gruß chantalele

Wenn du wissen willst, wie man sich bei Schweizern unbeliebt macht und einer möglichen Integration entgegen wirkt, halte dich an momo-2015.

Die Schweiz hat 25 % Ausländeranteil. In der Deutschschweiz der Grossteil davon - logisch - aus Deutschland. Einige davon sind sehr gut integriert und fühlen sich wohl, andere nicht. In der Regel sind die Fehler bei der Person selber zu suchen.

Betreffend deiner Entscheidung:
In der Schweiz ist nicht nach 3 Jahren wieder bequem an seinen Arbeitsplatz zurückzukehren. Da bist du entweder wieder auf der Arbeit, bevor das Kind 6 Monate alt ist oder kündigst oder zahlst horrende Betreuungskosten.

Das Familienschlaraffenland bezüglich Erziehungszeit und tlw. gut subventionierter Betreuung wie in Deutschland gibt es hier nicht - und ich denke, das ist für dich als junge Familie der entscheidende Punkt.

Ansonsten ist die Schweiz schön. Ich meine, wie viele können in einem Land leben, wo andere Urlaub machen? Du solltest mal eine Pro- und Kontra-Liste machen.

(15) 19.06.17 - 16:09

Hi,

Ich bin in die CH ausgewandert (der Liebe wegen)war 6 Jahre dort und bin dann nach DE zurück. Ich fands ganz grauenvoll und bin froh wieder hier zu sein. :)Meine Liebe hab ich mitgenommen:)

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