Bewertungen für einen unbefristeten Vertrag

    • (1) 21.06.17 - 23:07

      Guten und Abend,

      Ich befinde mich grade in einem Zwiespalt und brauche einfach mal eine Meinung von Außenstehenden.

      Ich bin Erzieherin und seid einem Jahr bei der Stadt angestellt.

      Das erste Jahr ist befristet und geht, wenn alles gut ist,im 2. Jahr in die Unbefristung über.

      Ich Bin als Krankheitsvertretung eingestellt worden in einer großen Einrichtung.

      Der Arbeitgeber fordert in diesem befristeten Jahr 3 Einschätzungen von der Leistungskraft was die pädagogische Arbeitsweise betrifft.

      Ich bin zweimal jeweils sehr gut beurteilt worden.

      Seid März bin ich in einer anderen Einrichtung. Viel kleiner.

      Die Einrichtung gehört zu einer größeren Einrichtung. Die Leitung sitzt im anderen Haus und ich habe sie nur 4 mal gesehen.

      Zu der Einrichtung in der ich jetzt arbeite fahre ich ca.1,5 Std.

      Ich habe einen 6 jährigen Sohn für den ich in der Kita einer anderen Stadt einen 45 Std Platz habe.

      Die neue Leitung hat mich gestern beurteilt.

      Sie sprach mit mir nicht über meine pädagogische Arbeit, sondern um meine Flexibilität.

      Sie hat mich schlecht bewertet weil ich in der Arbeitszeit nicht flexibel bin und um 7 Uhr den Frühdienst nur machen kann wenn mein Mann von der Montage zu Hause ist, da die kita unseres Sohnes erst um 7 Uhr öffnet.

      Sie hat mir außerdem gesagt ich würde mir ihr nur über Organisation sprechen.

      (Ich habe sie wirklich in den 3 Monaten nur 4 mal gesehen und da ging es hauptsächlich um Gruppenorganisation)
      Ich finde es ist sehr negativ belastet und auch so formuliert.

      Ich habe jetzt natürlich Angst die Chance auf meine Unbefristung zu verlieren und möchte das natürlich auch so nicht stehen lassen.

      Ich habe dann heute mit dem Personalrat gesprochen.

      Der Herr sagte mir, das sowas überhaupt nicht in die Bewertung gehört.

      Ich soll diese Bewertung nicht unterschreiben und eine Stellungnahme dazu legen in der ich meine Sicht der Dinge schilder.

      Jetzt zu meiner Frage. ...
      Was soll ich tun?

      Der erste Schritt war, mit dieser Leitung nochmal das Gespräch zu suchen.

      Sie weicht aber überhaupt nicht von ihrem Standpunkt ab.

      Wenn ich die Bewertung so annehme bedeutet das , dass ich dem so zustimme.

      Das gefährdet meinen Vertrag.

      Andersrum, wenn ich es nicht hinnehme gibt es sicher Gespräche.

      Ist das nicht auch schon absehbar das ich nur verlieren kann?

      Ich bin so hin und her gerissen und weiß überhaupt nicht was jetzt das Richtige ist.

      Was würdet ihr tun?

      Vielen Dank schon mal für Eure Meinungen, Erfahrungen und Anregungen

      • Ich verstehe Deinen Zwiespalt nicht.
        Du riskierst doch mehr, wenn Du die schlechte Beurteilung widerspruchslos unterschreibst.

        >> Andersrum, wenn ich es nicht hinnehme gibt es sicher Gespräche.

        Ist das nicht auch schon absehbar das ich nur verlieren kann? <<

        Warum? Wenn die Beurteilung formelle Fehler aufweist, sind die Chancen doch ganz gut, das eine neue Beurteilung geschrieben werden muss. Natürlich KANN es sein, das die Dame Dir dann eine formell richtige, aber inhaltlich schlechte Bewertung ausstellt. Dann wärst Du am gleichem Punkt wie ohne Widerspruch. Viel zu verlieren hast Du also nicht.

        Grüsse
        BiDi

        Hallo!

        Halte Dich an den Tipp vom Personalrat, nicht unterschreiben! mach Dir aber unbedingt Kopien sowohl von ihrer Version als auch von Deiner Gegendarstellung, denn wenn die nächste Bewertung dann fachlich schlechter ist, kannst du die erste aus dem Hut ziehen und sagen "moment, letztes mal gab es fachlich aber nichts zu meckern"

        Signalisiere der Leitung gleichzeitig verständnis dass es schon doof ist, dass du so selten den Frühdienst machen kannst, aber dass das ja mit Deiner Arbeit wenig zu tun hat, wenn der Träger ihr eine Erzieherin schickt, die am anderen Ende der Stadt wohnt. Du bist genervt von der weiten fahrt, sie weil kein Frühdienst geht, also ihr habt beide nichts davon, dass der Träger dich so einsetzt, also haben alle Seiten Interesse daran, dass Du nächstes Kindergartenjahr eine Stelle näher an Deinem Wohnort findest.

Top Diskussionen anzeigen