Schwanger während Elterngeldbezug

    • (1) 26.06.17 - 23:31

      Ich weiß das ist die Millionste Frage zu dem Thema und dafür gibt es die Elterngeldstelle. Bei denen war ich auch schon aber wir leben hier in der Provinz und sie wirkte recht überfordert und konnte mir eigentlich keine Frage beantworten. Deswegen brauch ich euch.
      Also mein Großer ist am 29.09.2016 geboren. Ich bezog dann ganz normal Mutterschaftsgeld und im Anschluss Elterngeld voll. Mein Mann hat leider im Januar Krankengeld und dann im Februar und März volles Elterngeld bezogen. In den Monaten April- Juli arbeiten wir beide Teilzeit und beziehen die Partnerschaftsmonate. Im August und September bekomme ich volles Elterngeld. Und dann würden mir ja noch Elterngeld Monate zustehen, die Sachbearbeiterin hat mir damals erklärt das man volles Elterngeld nur bis zum 1. Geburtstag des Kindes bekommen kann. Also haben wir die übrigen Monate in (weiß gerade nicht genau wie es heißt) Teilzeit Monate umgestellt. Soweit so gut. Jetzt der Knackpunkt, ich bin wieder Schwanger und ET ist der 19.2.2018.

      Ich dachte also ich frage mal an ob es für mich nicht sinnvoller wäre ab Oktober wieder arbeiten zu gehen und auf die Elterngeldzahlungen zu verzichten. Was meint ihr? Dazu muss ich sagen das ich im Gesundheitswesen arbeite und sofort ins Beschäftigungsverbot wandere. Ich weiß es ist kompliziert aber könnt ihr mir ein wenig helfen? Ich hab wahnsinnige Angst davor am Schluss nur mit 300€ auskommen zu müssen. Und nein ich will nicht mehr als mir zusteht aber wenn man seit seinem 15. Lebensjahr arbeitet hat man sich ja doch daran gewöhnt Lohn zu beziehen und ich brauche diese Sicherheit :-/
      Ich danke euch jetzt schon ganz herzlich dafür das ihr diesen riesen Text gelesen habt ;-)

      • (2) 26.06.17 - 23:38

        Oh und eine Sache noch. Mein Mann wird beim zweiten Kind aufjedenfall wieder zwei Monate daheim bleiben. Ich denke den 3. und 4 Lebensmonat. Derzeit haben wir beide die Steuerklasse 4 mit Faktor, ist es sinnvoll 2018 dann auf 3 (Mann) und 5 zu wechseln?

        • Das solltet ihr vorher durchrechnen(lassen) da das Elterngeld zwar nicht versteuert wird aber dem Progressionsvorbehalt unterliegt erhöht es ggf den Steuersatz und durch den Wechsel auf die 3/5 steigt die Gefahr einer Steuernachzahlung. Das kann man so pauschal nicht sagen da dass dann von den konkreten Summen und steuerlichen Absetzmöglichkeiten abhängt.

          Je nach Höhe eurer Einkommen macht es ggf Sinn für die Elterngeldberechnung deines Mannes jetzt noch schnell in die 3(Mann)/5 zu wechseln da für deinen Mann die Monate August oder Septemberr 2016 - Januar 2018 als Bemessungsgrundlage dienen (dabei werden auch die Monate wo er Elterngeld bezogen hat übersprungen) und wenn er zum August in die 3 wechselt dann hat er 6 Monate im Bemessungszeitraum zur Elterngedlberechnung die 3 und dann wird diese auch zur Elterngeldberechnung verwendet (die überwiegenden Monate mit der gleichen Steuerklasse bei "unentschieden" zählt dann die letzte ). Dann kann man überlegen ob man dann nach der Geburt wieder wechselt je nach Vorberechnung. Ggf dann lieber jeden Monat etwas weglegen falls es zur Steuernachzahlung kommt.

      Schade dass dir die Elterngeldstelle da nicht weiterhelfen konnte, die müssen es ja genauestens wissen.

      Der Bemessungszeitraum für dein neues Elterngeld sind wieder 12 volle Kalendermonate vor der Geburt. Dabei werden alle Monate mit Mutterschaftsgeldbezug und Elterngeldbezugsmonate (egal ob du da Teilzeit gearbeitest hast) ausgeklammert und werden übersprungen und dafür Monate davor zur Berechnung herangezogen. Dabei können maximal 14 Elterngeldbezugsmonate ausgeklammert und übersprungen werden, daher passt dass bei dir ziemlich gut.

      Daher brauchst du auch bis zum Ende des 14. Lebensmonats deines älteren Kindes nicht auf dein Elterngeld zu verzichten, da die Monate dadurch eh nicht verwendet werden. Auch rechtlich gesehen wird und kann dein Arbeitgeber auch nicht eine bestehende Elternzeit beenden können um dich direkt ins BV zu schicken.

      Bei einem voraussichtlichen Entbindungstermin am Montag, 19. Februar 2018 bestehen folgende Mutterschutzfristen: Beginn der Schutzfrist vor der Geburt: Montag, 8. Januar 2018

      Dafür hast du das Recht deine Elternzeit zum Beginn des neuen Mutterschutzes zu beenden und das solltest du auch tun denn dadurch erhältst du wieder das volle Mutterschaftsgeld von der KK + den Arbeitgeberzuschuss wie beim 1. Kind

      Als Monate zur Berechnung des Elterngeld zählt dann der Dezember 2017 die Monate August 2016 -November 2017 werden ausgeklammert und mit Monaten davor ersetzt da du da Mutterschaftsgeld und 14 Monate Elterngeld bezogen hast/wirst. Damit zählen die Monate September 2015 - Juli 2016 (ich geh mal rechnerisch davon aus dass du ab August 2016 Mutterschaftsgeld bezogen hast) und der Dezember 2017 als Bemessungsgrundlage. Das Einkommen aus diesen 12 Monate wird zusammengerechnet und durch 12 geteilt das ist dann das durchschnittliche Gehalt als neue Berechnungsgrundlage.

      Dazu gibt es noch den Geschwisterbonus in Höhe von 10% mindestens aber 75€ mtl zum Elterngeld dazu. Je nach Höhe deines Teilzeitgehaltes im Dezember solltest du damit fast das gleiche Elterngeld wie bisher bekommen oder durch den Geschwisterbonus sogar mehr.

      Wo arbeitest du zur Zeit Teilzeit? In deinem vorherigen Job oder etwas anderes? Fällst du da auch ins Beschäftigungsverbot?

      Du kannst dahingehend deinen jetzigen Elterngeldbezug ggf nochmal ändern das du die ElterngeldPlus-Monate (deine "Teilzeit-Monate") wieder so in Basismonate umänderst dass du Elterngeld bis Dezember beziehst..... da musst du mal durchrechnen ob sich das rechnet.....ab Januar gibt es ja wieder volles Mutterschaftsgeld...

      • wow danke für deine Antwort. Ja ich arbeite in meinem bisherigen Job nur gerade eben mit reduzierten Stunden. Aber noch brauch ich körperlich nicht ins Beschäftigungsverbot. Beim Großen bin ich auch erst nach dem vierten Monat ins BV geschickt worden. Vorher war auch mein Arzt noch mit arbeiten einverstanden.
        Also muss ich nicht, so wie sie es mir geraten hat, ab September meine Elternzeit beenden und "arbeiten" gehen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe?

        Ja 2016 haben wir durch die Stk 4 minimal was erstatttet bekommen, dann werden wir mit der sicher weiterhin besser fahren.

        Was ich nir noch nicht verstehe,wir ist das in der Berechnung mit den Partnermonaten? Werden die auch ausgeklammert und durch Lohnmonate vor der Elternzeit ersetzt? Weil ich ja Lohn beziehe.

        Danke dir nochmal

        • Ja das hast du richtig verstanden du musst nicht die Elternzeit beenden und ab September arbeiten gehen.
          Für dich ist es ja günstig möglichst die ganzen 14 Monate die maximal ausgeklamemrt werden können Elterngeld zu beziehen. Sobald du in einem Kalendermonat Elterngeld beziehst , egal ob du dabei Teilzeit arbeitest oder nicht kann dieser für die Berechnung ausgeklammert und übersprungen werden. Daher passt das bei dir ja ganz gut...

          Mit der Stkl würde ich dann auch bei der 4 oder 4 mit Faktor bleiben...

          Meinst du die Partnermonate bei deinem Mann? Ja die 2 Lebensmonate die er Elterngeld bezieht werden in seiner Berechnung ausgeklammert das ist unabhängig von deinem Einkommen und ELterngeld ... Je nach genauen Geburtstermin sind das dann ja bis zu 4 Kalendermonate die übersprungen werden können. Sobald auch nur ein Tag mit Elterngeldbezug im Kalendermonat vorhanden ist kann dieser ausgeklammert werden (muss aber nicht auf Antrag kann für alle oder auch nur einzelne Monate auf die Ausklammerung verzichtet werden wenn es den Antragsteller benachteiligt z.B. das dadurch ein früherer Monat mit noch weniger Einkommen herangezogen würde beachte es zählt in diesen Monaten nur steuerpflichtiges Einkommen als Bemessungsgrundlage EG, Krankengeld etc zählen nicht mit)

          • Ich meine die vier Partnermonate in denne wir gerade beide Teilzeit arbeiten. Wir bekommen ja Elterngeld und Arbeitslohn. Wird dann in der Berechnung für das neue Elterngeld mit diesem reduzierten Arbeitslohn gerechnet? Oder fallen die Monate ganz weg weil wir ja auch Elterngeld bekommen?

            Danke schonmal ich bin aufjedenfall sehr viel beruhigter.

            • Die fallen ganz raus aus der Berechnung ;-) da ihr Elterngeld bekommen habt egal ob Teilzeiteinkommen oder nicht :-)

              Vom Timing her passt das doch alles ganz gut und mit dem Geschwisterbonus sollte das EG dann ja auch für das nächste Kind passen :-)

        (10) 27.06.17 - 08:21

        Wenn ihr für 2016 und jeder mit der Steuerklasse IV nur eine kleine Eetstattung hattet, Du ab August (?) Mutterschaftsgeld bzw. Danach Elterngeld bezogen hast und sichich das, was ihr so absetzen könnt nicht großartig verändert, dann könnte es durch den Elterngeldbezug über das ganze Jahre 2017 durchaus passieren, dass ihr mit einer Nachzahlung rechnen müsst. Nur so als Warnung / Info. Stichwort Progressionsvorbehalt.

    Die Elterngeldstelle sagt mir ich kann im Dezember 2017 kein Basis Elterngeld bekommen. Weil der Große im September 2017 ein Jahr wird und man nur bis zum 14. Lebensmonat das Basis Elterngeld beziehen kann. Danach kann man die übrigen Monate nur als Elterngeld Plus bekommen. Deswegen hat sie dann die zwei verbleibenden Elterngeld Basis Monatenind Plus Monate gewandelt so das ich bis einschließlich März 2018 Elterngeld Plus bekommen soll.

    • Ah jetzt habe ich es verstanden ihr habt die zusätzlichen 4 Partnerschaftsbonusmonate in denen ihr beide Teilzeit mit 25-30h arbeitet im April bis Juli bezogen oder habt ihr da nur auf normales EG-Plus umgestellt? Für welche Monate genau hast du EG-Plus bekommen und für welche Basiselterngeld?

      Damit war das erstmal korrekt nach dem 14. Lebensmonat kann kein Basiselterngeld bezogen werden, da du aber durch die zusätzlichen Partnerschaftsbonusmonate noch Basis monate bis zum 16 LM gehabt hättest musstest du auf EG-Plus umstellen .... Du hast also momentan
      LM 1 -6 Basiselterngeld 29.September/Oktober 2016 -März 2017
      LM 7-10 Partnerschaftsbonus als EG-Plus ? 29. März/April - Juli 2017
      LM 11 - 14 Basis EG 29.Juli/August - November 2017
      LM 15 - 18 EG Plus 29.November/Dezember bis 29.März 2018

      Wenn das so ist dann passt das alles und du kannst nichts besser umstellen. Für Januar bekommst du dann nur anteilig EG bis zum Beginn des Mutterschutzes ab dann gibt es ja wieder volles MuSchGeld was ja mehr als das EGPlus sein wird... Bedenkt dass da wenn ihr das dann der Elterngeldstelle meldet es zu einer Nachberechnung führt und ggf zu einer Rückzahlung falls du dein EGPlus ab Januar noch voll ausbezahlt bekommst.

      Durch die Partnerschaftsbonusmonate habt ihr euch zwar mehr EG-Monate verdient aber du kannst diese nicht voll nutzen, allerdings könnte dein Partner damit den letzen Basismonat (Dein EGPlus für Februar/März) noch für sich nehmen wenn er will und kann ;-)

      Hat dein Mann nur die 4 Partnerschaftsbonusmonate genommen? Er hat ja auch noch Anspruch auf 2 normale Partnermonate....

      • ja genau so wie du es geschrieben hast. Ach das gonge das er den monat nimmt? Aber wahrscheinlich nur bis zur Geburt vom zweiten oder? Er hatte alles. Also im Januar Krankengeld wegen einem Gehirntumor und Feb- März Basis Elterngeld anschließend bis jetzt die vier Partnermonate. Ich hätte gerne das er dann beim zweiten im März und im April wenigstens Zuhause ist. Hoffe nur wir können uns das leisten wenn die jetzt die vier Bonusmonate mitberechnen

        • Ja das ginge du musst dazu deinen Eltengeldantrag nochmals ändern dass du die Monate Februar- März kein EGPlus beziehen möchtest und dann wäre ja wieder ein Basismonat übrig den dein Mann nehmen könnte.

          Wie schon geschrieben wird das Teilzeiteinkommen während dem Elterngeldbezug deines Mannes auch bei ihm nicht in die Berechnung einfliessen.

          Die Lebensmonate für euer erstes Kind beginnen ja immer am 29. des Monats
          Bei ihm sind dann Januar 2016 - Januar 2017 relevant ... Januar 2017 -Juli 2017 werden ausgeklammert aufgrund des EG-Bezugs damit ist sein Bemessungszeitraum Juni 2016 -Dezember 2016 und August 2017 - Januar 2018 ... aus dem Durchschnittsgehalt dieser 12 Monate wird dann das neue EG bei ihm berechnet

          • Ergänzung den frei gewordenen Monat könnt er bis zum 14 LM als Basismonat nehmen oder dann direkt im Anschluss an deine EG-Plus-Monate als EG-Plus Februar und März (Im EG-Plus darf keine Pause sein)

            Ab März kann er ja wieder Elternzeit für das 2. Kind nehmen.

            Vorraussetzung ist natürlich das sein Arbeitgeber diese Änderungen für das 1. Kind mitmacht oder er generell max 30 Std arbeitet um nochmal geändert Elterngeld für das 1. Kind zu beziehen..

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