Zweitwohnsitz & Kindesunterhalt

    • (1) 06.07.17 - 09:13

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin mir nicht sicher ob ich hier in der richtigen Ecke gelandet bin, aber zur Not verschiebt es bitte.

      Also zur Zeit wohnt mein Freund 400 km weit weg, aber wir wollen gemeinsam hier bei mir wohnen. Er hat hier auch schon einen Job gefunden, nur stehen wir jetzt etwas ratlos da.
      Eigentlich hatten wir gedacht, dass er seinen Hauptwohnsitz hier hat und die Wohnung dort als Zweitwohnsitz behält, damit er seine Tochter dort immer besuchen kann.
      Nun bekommt er aber weit unter 1500 Netto und soweit ich mich da belesen habe, kann er ja dann den Unterhalt nicht normal zahlen.

      Können die ihm dann verbieten den Zweitwohnsitz dort zu halten, damit er mehr Geld hat um den Unterhalt evtl. zahlen zu können? Er hat ja sozusagen keine Mehrkosten, weil die Miete hier bei mir sehr gering ausfällt und ich diese zahle. Also hat er dann auch nur die Miete dort.

      Vielen Dank schonmal

      • Also er wird so ca. 1200 Netto bekommen und damit tritt ein Mangelfall ein,

        wenn ich das richtig Verstanden habe. Aber ich kenn mich auch überhaupt nicht aus.

        Und der Job den er hier hat ist besser bezahlt, als der den er bislang hatte.
        Da war er auf Mindestlohnbasis eingestellt und da hatte er mit der Mutter andere

        Regelungen getroffen. Deswegen musste er bisher nicht wirklich Unterhalt zahlen.
        Nur jetzt ändert sich das ja alles und dann will er ja auch zahlen, nur schwierig wenn er

        das nicht schafft.

        Und so wie ich das verstanden habe, ist ja in dem Selbstbehalt die Miete für eine Wohnung
        mit eingerechnet. Denn er muss ja auch nur einmal Miete zahlen (für den Zweitwohnsitz).
        Aber ich weiß nicht wie das funktioniert....
        Das lässt uns echt etwas verzweifeln, weil wenn wir die kleine Wohnung dort abgeben müssen,
        können wir uns das auch nicht wirklich leisten dort jedes mal ein Hotelzimmer zu nehmen oder so etwas.

      Ich finde die Überlegung ziemlich abwegig, keinen Unterhalt für ein Kind zu zahlen, weil man sich eine Wohnung leisten können will, die man vielleicht vier Tage im Monat benutzt, um sein Kind zu besuchen.

      Davon war doch nie die Rede! Er will doch zahlen, aber wenn man nicht so viel Geld hat, kann man das vielleicht nicht immer wie man es will!

      Ich wollte doch nur wissen, ob die verlangen können, dass er die Wohnung kündigt.
      Oder es wäre halt auch schön gewesen, wenn jemand vllt ein paar Tipps gegeben hätte,
      weil er/sie sich damit auskennt.

      Aber merk schon, dass man gleich abgestempelt wird, weil man angeblich nicht zahlen will.
      Aber das man auch versuchen will irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen ist egal.

      Vielen Dank dafür

      "Können die ihm dann verbieten den Zweitwohnsitz dort zu halten, damit er mehr Geld hat um den Unterhalt evtl. zahlen zu können?"

      Das klingt nicht nach "unter einen Hut bekommen".

      • Ja entschuldige bitte, ich hatte etwas Schwierigkeiten mich richtig auszudrücken.

        Wenn man doch mal von vorne anfängt, dann kann er den Mindestunterhalt nicht zahlen,
        weil er sonst unter den Selbstbehalt rutschen würde.
        In dem Selbstbehalt ist ja eine Miete von ich glaube 300€ eingerechnet.
        Kann er diese dann auch für einen Zweitwohnsitz nutzen, wenn er ansonsten keine
        weiteren Mieten zu zahlen hat? Oder dürfen sie ihm das streichen, damit sein Selbstbehalt runter gesetzt werden kann?

        Wenn ja, kann er sich aber dann nicht mehr leisten sein Kind alle zwei Wochen zu besuchen und das ist dann nicht wichtig?

        Und nebenbei...Ich dachte wir sind hier in einem Forum, wo man auch Tipps, Ratschläge
        oder Informationen erhalten kann?!

        • (13) 06.07.17 - 14:08

          Wie viele Wohnungen er hat ist vollkommen egal, er muss sämtliche Mieten von seinem Gehalt zahlen.

          Bei 1200 netto ist er, wenn das das bereinigte Netto ist, leistungsfähig für 120 Euro.

          Er ist auch nicht verpflichtet, dem JA seine Lebens- und Wohngeschichte zu erläutern. Selbst wenn er die Wohnung abstieße, könnte er nicht mehr zahlen. Und umgekehrt führen die Wohnungen nicht dazu, dass sich sein Selbstbehalt erhöht.

          Er soll es nicht unnötig kompliziert machen. Eine Anschrift als Wohnung benennen und gut ist es. Die andere ist überhaupt nicht notwendig zu erwähnen.

          LG Küstenkönigin

          (14) 06.07.17 - 14:09

          PS: das JA darf den Selbstbehalt nicht herabsetzen. Das darf nur das Gericht.

          Du gibst keine Auskünfte, die dich betreffen. Und er unterschreibt keinen Titel, für den er nicht leistungsfähig ist.

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