AU oder BV

    • (1) 06.07.17 - 13:17

      Hallo zusammen,

      ich bin Dienstag aus dem "Verkehr" gezogen worden vom Gyn. Er hat mich zwei Wochen krankgeschrieben und möchte nicht, dass ich wieder arbeiten gehe. Mir geht es in erster Linie darum, dass es dem Kleinen gutgeht ssw21.

      In zwei Wochen habe ich dann den nächsten Termin, so wie immer. Er möchte mir wieder das BV anbieten. Ich blicke da so nicht durch und möchte mich auf das Gespräch vorbereiten.

      Bei einer AU falle ich irgendwann aus der Lohnfortzahlung raus und bekomme KG. Soweit so gut. Bekomme hier allerdings keine Einbußen, da ich abgesichert bin.

      Aber: Hier muss ich bei der Einkommensteuer mein KG aber versteuern! Doof.

      Wie ist das mit dem BV? Der AG zahlt doch weiter. Ist es Gehalt mit den üblichen Abzügen? Oder auch eine steuerfreie Zahlung, die wieder in den Progressionsvorbehalt einbezogen wird?

      • Bei der Entscheidung AU oder BV sind finanzielle Erwägungen nicht maßgelblich, sondern allein die Frage, ob du noch arbeitsfähig bist und ob - falls arbeitsfähig - Gesundheit oder Leben von Mutter oder Kind bei Fortbeschäftigung beeinträchtigt wären.

        Bei nicht arbeitsfähig gibt es nur eine Krankschreibung.

        "BV anbieten" ist so nicht korrekt. Das kann nur der Frauenarzt entscheiden.

        • Der Gyn hat mich gefragt. Dem Arzt ist es egal. Mir geht es nicht gut und er möchte nicht, dass ich weiter arbeiten gehe.

          Aber das war ja nicht die Frage

          • Dann verstehe ich diesen Abschnitt von dir nicht: "Er (der Arzt) möchte mir wieder das BV anbieten. Ich blicke da so nicht durch und möchte mich auf das Gespräch vorbereiten."

            Er kann dir das BV eigentlich nicht "anbieten", er muss es entscheiden aufgrund der Diagnose.

            Anscheinend hat er es dir bereits "angeboten"...?

            • Ja, er hat mir in der Frühschwangerschaft bereits das BV angeboten aufgrund von Komplikationen. Schwangerschaftsbedingt und auch arbeitsbedingt. Das eine fließt in das andere und umgekehrt. Ich habe mehrmals abgelehnt, bis ich Dienstag mit Krämpfen zusammengebrochen bin.
              Jetzt sagt er, dass ich definitiv nicht mehr arbeiten gehen soll. Fragt sich eben nur AU oder BV. Er möchte BV, ich habe abgelehnt und gefragt, ob erstmal nicht AU geht. Daraufhin meinte er, dass wir das erstmal so machen und ich bis zum Termin entscheiden soll.

      >>Aber: Hier muss ich bei der Einkommensteuer mein KG aber versteuern! Doof.

      Versteuern musst du dass KG nicht es erhöht aber als Lohnersatzleistung ggf im Rahmen des Progressionsvorbehalts den Steuersatz...

      >>>Wie ist das mit dem BV? Der AG zahlt doch weiter. Ist es Gehalt mit den üblichen Abzügen?

      >>>Oder auch eine steuerfreie Zahlung, die wieder in den Progressionsvorbehalt einbezogen wird?

      Im BV gibt es das durchschnittliche Gehalt der letzten 3 Monate vor Beginn der Schwangerschaft inklusive aller Zulagen etc. Das Gehalt wird als ganz normales Gehalt gezahlt mit den üblichen steuer- und sozialversicherungspflichtigen Abzügen. Einzig vorher steuerfreie Zuschläge (Nacht etc) werden im BV-Gehalt im Rahmen der Gehaltszahlung normal versteuert (fliessen dafür aber dann auch in die Elterngeldberechnung mit ein)

      Einziger noch erwähnenswerter Unterschied... Das KG kann nicht zur Berechnung des Elterngeld herangezogen werden, liegt aber eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung vor werden die Monate mit KG ausgeklammert und mit früheren Monaten ersetzt.

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