Mündlicher Arbeitsvertrag

    • (1) 09.07.17 - 11:45

      Ich arbeite als Leitung und bekomme dementsprechend das Gehalt dafür, habe aber keinen Schriftlichen Vertrag für dieses Gehalt da die Qualifizierung noch fehlt. Es gibt zwar einen Vertrag mit der Position aufgeführt aber bedeutend weniger Geld, diesen besitze ich.

      Wenn ich jetzt schwanger wäre, würde mein AG sicher nur noch das Geld aus dem schriftlichen Vertrag zahlen (das wären ca 400 € netto weniger). Allerdings könnte ich ich durch Lohnbescheinigungen zeigen dass ich in den letzten monaten was ganzes anderes ausgezahlt bekommen habe. Könnte ich dann rechtlich vorgehen dass ich mein Leitungsgehalt weiter belkomme, z.B. Bei einem Berufsverbot?!

      • Warum rechnest du mit einem Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft? Erst kommt die Befährdungsbeurteilung, dann mögliche Maßnahmen um Gefährdungen auszuschließen, dann müssen Umsetzmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Das BV ist erst das letzte Mittel, wenn alles andere nicht greift.

        Bist du nicht prinzipiell bereit, auch schwanger deine Arbeitsleistung zu erbringen?

        Das war zwar nicht die eigentliche Frage. Aber die Frage stellt sich doch gar nicht unbedingt, weil erst die Voraussetzungen vorliegen müssen. Und noch bist du nicht mal schwanger.

        Hallo!

        Im Fall eines Beschäftigungsverbots muss der Arbeitgeber der Krankenkasse vorlegen, was Du in den letzten Monaten tatsähclich verdient hast, nicht das was im Vertrag steht.

        Das wird dann sowieso von der Krankenkasse über die Umlage übernommen, kostet den Arbeitgeber also kein Geld.

        Allerdings ist gar nicht selbstverständlich, dass Du ins BV kommst, bei der momentanen Not an pädagogischem Personal kann es durchaus sein, dass Du in einem Hort eingesetzt wirst.

        Bei einem BV bekommst du dann das Geld, was du in den letzten 3 Monaten vor dem Eintreten der Schwangerschaft bekommen hast, es sei denn, du oder der AG kann eine Vertragsänderung nachweisen.

      • Sorge einfach dafür, dass Du einen Arbeitsvertrag entsprechend Deiner Tätigkeit und Deiner Bezahlung bekommst. Das ist einfach nur Dein gutes Recht.

        Aktuell baut Dein AG jeden Monat gegen Dich eine Forderung auf, denn Abrechnungen können auch falsch sein.
        Wenn es ganz ungünstig für dich läuft, das sehe ich hier nicht zwingend gegeben, fordert er eines Tages das zu viel gezahlte Geld zurück.

        • Ein Arbeitsvertrag ist hier mündlich zu Stande gekommen.

          Sie schreibt, dass tatsächlich die Voraussetzungen für die Stelle noch nicht vorliegen. Wenn sie nun auf Schriftform drängt, besteht vielleicht eher die Gefahr, dass ihr die Aufgabe entzogen wird.

          • Das Problem bei mündlichen Arbeitsverträgen ist, dass sie nicht belegbar sind.
            Als studentischer Hiwi oder im Ferienjob kann einem das egal sein, aber als Leitungskraft passt das einfach nicht mehr.

            Das führt im Zweifel dann wie oben beschrieben zu Forderungen gegen Mitarbeiter.

            Um das zu umgehen, muss es schriftlich fixiert werden.
            In dem Vertrag kann auch stehen, dass bestimmte Voraussetzungen für die Stelle noch fehlen, die Stelle aber dennoch z.B. kommissarisch mit der TS besetzt wird.

            Ansonsten kann man natürlich auch alles so weiter laufen lassen, in der Annahme wird schon richtig sein und wird schon gut gehen.

            Ich frage mich an der Stelle aber, wie der AG überhaupt mehr Gehalt auszahlen kann, ohne Vertragsgrundlage. Im Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft oder bei internen Revisionen im ÖD fliegt sowas gerne mal auf. Spätestens dann hat man ein Thema.

            Der Ansatz der TS hier auf betriebliche Übung abzuzielen, nach dem Motto, Betrag X wurde immer gezahlt, also habe ich Anspruch auf diesen Betrag ist meiner Ansicht nach nicht richtig. Noch viel weniger kann man das mMn vor einem Gericht durchsetzen.

            Das ist meine Meinung.
            Wenn es drauf an kommt zählt nur das, was man schriftlich hat.

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