Während Elternzeit schwanger

    • (1) 16.07.17 - 16:54

      Hallo zusammen,

      ich hoffe hier kann mir geholfen werden!

      Wir haben in Juni unser Sohn bekommen. Aktuell ist meine Frau in Elternzeit für 2 Jahre und möchten jetzt Elterngeld für 1 Jahr beantragen.

      Die Frage dazu ist folgende. Wir spielen mit dem Gedanken, ein 2. zu bekommen- und das Zeitnah, da wir auch nicht mehr die jüngsten sind. Wie genau läuft das Finanziell ab? Mal angenommen, sie wird im Dezember schwanger, wonach wird das berechnet?

      Schließlich wäre sie dann ca. 5 Monate ohne Einkommen, da in Elternzeit. Wird das dann mit NULL Euro berechnet? Was wäre zudem, wenn sie vom Arzt ein Beschäftigungsverbot bekommt? Spielt das eine Rolle? Oder wenn man Krankgeschrieben wird (Da in Elternzeit)? Die erste Geburt war so, daher die Frage...

      Ich hoffe auf schnelle Hilfe :)

      • Es gelten wieder 12 volle Kalendermonate vor der Geburt als Bemessungszeitraum. Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld und Elterngeld bis max 14 Monate werden dabei übersprungen (ausgeklammert) und durch frühere ersetzt.

        Bedeutet für euch sollte deine Frau im Dezember schwanger werden läge der ET ca im September 2018. Mutterschutz würde dann im August 2018 beginnen.

        Wären 12 Monate Bemessungszeitraum August 2017 - Juli 2018.

        Juni 2017 - Juni 2018 bezieht sie Elterngeld (12 Monate) die komplett ausgeklammert und bei der Berücksichtigung übersprungen werden können.

        Damit bleibt der August 2018 mit 0€ wenn kein Einkommen und 11 Monate von vor dem 1. Kind als Bemessungszeitraum. Daraus der Durchschnitt ist die neue Berechnungsgrundlage. Mit jedem Monat später schwanger verschiebt sich die Berechnung in den Bereich der Monate ohne Einkommen und das Elterngeld wird weniger (bis zum Mindestsatz 300€)

        Zusätzlich gibt es den Geschwisterbonus von 10% mindestens aber 75€ maximal bis das ältere Kind 3 ist oder 3 Kinder unter 6 im Haushalt leben.

        Wie ich schon schrieb können maximal 14 Monate Elterngeldbezug ausgeklammert werden.
        Bei eurer Planung macht es daher für deine Frau Sinn den 11. und 12. Lebensmonat Elterngeld in ElterngeldPlus umzuwandeln, falls sie nicht nach einem Jahr bereits Teilzeit arbeiten will, dann müsste man es durchrechnen ob es sich lohnt da Einkommen aufs EG angerechnet werden würde. Damit würde sie bis zum 14. Lebensmonat Basiselterngeld + ElterngeldPlus beziehen und es kann bis zum September für die neue Berechnung ausgeklammert werden. Wenn es dann bis Dezember /Januar klappt mit dem schwanger werden gibt es das gleiche Elterngeld wie bisher + Geschisterbonus (für anteiligen Zeitraum).

        Krankschreibungen oder BV in der Elternzeit haben keine Auswirkungen da der Arbeitsvertrag ruht.
        Zum Beginn des neuen Mutterschutzes darf deine Frau die Elternzeit unterbrechen( schriftlich dem AG mitteilen) um im Mutterschutz wieder den vollen AG-Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zu bekommen.

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