Kündigung wegen angeblich fehlender Krankschreibung

    • (1) 17.07.17 - 10:48

      Hallo ihr Lieben,

      Wie ihr oben schon lesen könnt habe ich gerade im Briefkasten die Kündigung meines AG,aufgrund fehlender Nachweise gehabt.

      Ich bin gerade einfach nur verzweifelt, ich weiß das ich alle Krankschreibungen abgeschickt habe, habe sogar mit der Arbeit telefoniert wo mir bestätigt wurde, das diese eingegangen sind.

      Ich weiß gerade einfach nicht was ich davon halten soll.
      Ich bin noch relativ neu im Unternehmen, habe am 01.06 erst frisch angefangen und war seit dem 01.07. aufgrund von Dauer Übelkeit und Schwindel krank geschrieben.
      In der Kündigung steht das seit dem 08.07. die Nachweise fehlen sollen, aber genau da wurde mir bestätigt das dieser eingegangen ist.

      Sie wissen von meiner Schwangerschaft und ich merke gerade einfach wie sehr mir die scheiße auf den Magen schlägt.
      Ich verstehe es einfach nicht.

      Kann mir einer einen Tipp geben, wie ich jetzt am besten Handeln soll ?

      Vielen Dank Nadine mit Krümel im Bauch 16 Ssw

      Du hast künftigungs schutz. oder sehe ich das falsch? oO

      Tief ein atmen und zur Not geh sofort aufs Arbeitsgericht.

      • Seh ich eigentlich auch so,das ich im Kündigungsschutz bin. Ich glaube die haben einfach einen Grund gesucht mich raus zu kriegen..

        Okay danke oder sollte ich mir auch nochmal die Krankschreibung als Duplikat holen ?

        Ich verstehe es einfach nicht.

    Hey,

    in der SS hast du einen Kündigungsschutz. D.h. es darf nur in besonderen Fällen gekündigt werden, wenn der Grund nichts mit deiner Schwangerschaft zu tun hat (Diebstahl, Betrug, etc.).Aber auch hier, muss die Zustimmung vom Landesamt erfolgen.

    Du oder deine KK haben doch noch sicher die Durchschläge der Bescheinigungen. Lass sie dir anfordern. Andernfalls hat dein Arzt diese noch..

    Dein Weg ist jetzt erstmal der zum Arbeitsgericht. Dort legst du binnen 21 Tage Kündigungsschutzklage ein. Das geht ganz komplikationslos auch ohne Anwalt und dann wird das Thema schneller vom Tisch sein, als dein AG gucken kann.

    Alle Gute :-)

    • (8) 17.07.17 - 11:24

      Das ist der Ablauf im öffentlichen Dienst. In der freien Wirtschaft geht das m.W. über den Anwalt und eine Zustimmung von einer Behörde braucht der AG nicht.

      • (9) 17.07.17 - 11:26

        Ich kenne es so auch von mittelständigen Unternehmen außerhalb des öffentlichen Dienstes.

        Ich war dort als Betriebsratsvorsitzende tätig und habe den Werdegang nur so erlebt.

        Festlegen möchte ich mich allerdings nicht ;-)

        Das ist quatsch.
        Sobald Sie schwanger ist benötigt der AG aufgrund des mutterschutzrechtlichen Kündigungsschutzes die Zustimmung der Aufsichtsbehörde https://www.gesetze-im-internet.de/muschg/__9.html

        Egal ob öffentlicher Dienst oder nicht.
        Erfolgt trotzdem eine Kündigung kann man sich nur mit einer Kündigungschutzklage wehren falls der AG die Kündigung nicht wieder zurückzieht.

        Die Kündigungsschutzklage kann man selber beim Arbeitsgericht einreichen und hat auch in erster Instanz keinen Anwaltszwang, ggf je nach Begründung der Kündigung ist es natürlich besser einen Anwalt hinzuzuziehen.

        Nein, das ist der Vorgang im deutschen Arbeitsrecht, also bei allen Unternehmen!

        Eine Zustimmung von der Aufsichtsbehörde braucht der AG bei Schwangerschaft und Elternzeit immer, sonst ist die Kündigung unwirksam.

Weißt Du den Namen noch, der dir das bestätigt hat?

Zuerst sollte dein Gang zum Anwalt sein, der reicht Kündigungsschutzklage ein. Du hast nur 3 Wochen Zeit dafür!

Und dann solltest Du dir in aller Ruhe überlegen, ob Du in diesem Unternehmen noch arbeiten möchtest oder nicht einem Vergleich zustimmst.

Es ist jetzt nur meine persönliche Meinung : Wenn ich mich einstellen lasse und meine schon bestehende Schwangerschaft verheimliche, was ja durchaus erlaubt ist, darf ich mich nicht wundern, dass der Arbeitgeber nicht begeistert ist. Du hast dein Schlupfloch genutzt und er versucht es jetzt auch.

Ich wünsch dir trotzdem alles Gute und viel Erfolg beim Anwalt

Wenn du in einer Gewerkschaft bist, dann kannst du dir dort Rechtsbeistand geben lassen, wenn nicht, sofort zum Arbeitsgericht und das geht seinen Weg.

Du hast einen besonderen Kündigungsschutz in der SS. Das Gericht kann dann alles veranlassen und Nachweise anzufordern. Man selbst kann meist nichtmal Einzelverbindungsnachweise anfordern vom Provider, wenn man eine Flatrate hat. Das kann dann nur das Gericht/Anwalt/Polizei.

Tut mir sehr leid für dich, dass du jetzt solch einen Stress hast. Ich habe einen ähnlichen Fall grad noch am laufen mit meinem AG, keine Kündigung, aber eine Abmahnung, weil ich angeblich den Ablauf zum krank melden nicht eingehalten hätte, obwohl ich ins Krankenhaus eingeliefert wurde mit einem Rettungswagen und gar nicht so konnte, wie ich hätte tun müssen.

Wie gesagt, kopf hoch jetzt und am Ball bleiben, damit das so schnell wie möglich geklärt wird.

LG
#winke

Hi...
Also es klingt für mich ganz klar danach, dass sie dich schnell loswerden wollen.
Aber du hast ihnen ja bereits gesagt, dass eine Schwangerschaft vorliegt.

Da greift doch normalerweise das Mutterschutzgesetz.

Ich würde mir definitiv juristischen Rat suchen- oder ggf. mal beim Arbeitsamt anrufen und nachfragen, ob das überhaupt rechtens ist!!

Lass dir ja nix gefallen und kämpfe für dein Recht auch wenn es jetzt echt total blöd ist und Zeit und Nerven kostet.

Alles Gute,
Sarah 33 SSW

In welcher Art und Weise hat dein AG dir denn den Erhalt der AU bestätigt? Und wie hast du sie versendet? Per Mail, Post, persönlich abgegeben?

Ich kann dir nur raten, direkt zum Anwalt zu gehen. Entweder über eine RSV wenn du eine hast oder mit Beratungshilfeschein, den du beim Gericht bekommst.

Eine Arbeitsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen ab Erhalt der Kündigung eingereicht werden.

Atme erstmal tief durch aber lass nicht zu viel Zeit verstreichen!

Viel Glück und alles Gute für die SS!

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