Versicherungen, Vollmachten... Was muss? Was kann?

    • (1) 20.07.17 - 00:05

      Hallöchen,

      mich beschäftigt dieses Thema schon etwas länger, aber so die zufriedenstellende Antworten für mich habe ich noch nicht so gefunden. Daher frage ich mal hier, wie ihr so vorgesorgt habt. Vielleicht erhellt sich das Thema dann ein bisschen mehr.

      Thema Versicherungen. Wir haben einiges, aber es geht ja auch immer einiges mehr. Aber irgendwann ist das Budget halt auch mal aufgebraucht.

      Das haben wir:

      Hausrat
      Haftpflicht
      Rechtsschutz
      Unfall

      BU
      Lebensversicherung
      Zahnzusatz

      Für die K1 ne Brillen und Heilpraktiker-Zusatzversicherung

      Was ich noch überlege:

      Sterbekostenversicherung
      Unfall für die Kids, aber eigentlich sind sie die meiste Zeit in der Schule (bis 16 Uhr) und da sind sie ja versichert. Ist vielleicht ein komischer Gedanke, da hab ich aber noch nicht die Meinung gehört, die mich eine abschließen lässt.#schein

      Wie handhabt ihr das mit Vollmachten? Was muss ich z.B. haben um Auskünfte über meinen Schwiegervater zu bekommen, wenn wirklich mal was schlimmes passiert und mein Mann nicht zur Verfügung steht?

      Habt ihr
      Patientenverfügung
      Vorsorgevollmacht...

      Danke für eure Meinungen.

      LG
      Mona

      • Einfach mal hier lesen:
        http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Das-sind-die-zehn-sinnlosesten-Versicherungen-Deutschlands-id24833701.html

        Grundsätzlich neigen die Deutschen zu chronischer Überversicherung, was man sehr gut an stetig wachsenden Gewinnen der Versicherungsbranche ablesen kann. Das ist Dein Geld!

        Bei Deinen Versicherungen würde ich Unfall, Zahnzusatz und die Brillen und Heilpraktiker-Zusatzversicherungein kündigen.

        Auf keinen Fall noch Geld für Sterbegeld oder Unfall-Kinder aus dem Fenster kippen.

        Das ist sinnloser Mist ohne Gegenwert.

        Hausrat macht Sinn, wenn man auch wirklich wertigen Hausrat hat!
        Wohnt man in Ikea ... kann man sich auch das eher sparen.

        Gibt es Wohneigentum?

        Grundsätzlich sollte eine Versicherung die Existenz absichern und existenzbedrohende Ereignisse minimieren. Dies erreichen in jedem Fall die priv. Haftpflicht und eine Risikolebensversicherung.

        Du schreibst oben was von einer Lebensversicherung.
        Was für eine denn?
        Eine alte Kapitallebensversicherung kann man behalten, wenn der Zins noch stimmt und man sich das Produkt auch leisten kann.
        Eine neueren Datums sollte man eher abstoßen/kündigen und das Risiko ggfs. über eine Risikolebensversicherung absichern.

        Rendite kann man als junge Familie viel besser über Aktien/Fonds machen.

        Euch fehlt Vorsorge gegen Altersarmut!

        Was ich bei euch auf jeden Fall vermisse sind je ein Rieservertrag auf Basis eines guten und gemanagten Fonds für Mann und Frau. Das gibt kostenlose Zulagen für die Erwachsenen und Zulagen für die Kinder noch geschenkt oben drauf.

        Eine Patientenverfügung haben wir nicht, sinnvoll ist sie aber ganz sicher!

        • Danke für deine ausführliche Antwort.

          Riester haben wir, hatte ich vergessen dazuzuschreiben.

          Lebensversicherungen sind noch nach dem "alten Modell" die sind schon einige Jahre alt. Da wäre es für uns von Nachteil, wenn wir da was ändern würden.

          Aus welchem Grund würdest du die Unfallversicherung kündigen?

          An Aktien habe ich auch schon gedacht. Wir sind jetzt aber nicht die Großverdiener, dass wir da einige hundert/tausend Euro investieren könnten. Und ich kenne mich da auch garnicht aus.

          Gruß
          Mona

          • Gerne!

            Die LV muss nicht einige Jahre alt sein, sondern sollte nach meinem Stand vor 2004 abgeschlossen worden sein. Danach hängt man in steuerlichen Themen drin und der Zins wurde auch immer unattraktiver.
            Ist es eine klassische Kapitallebensversicherung?
            Einfach mal die eingezahlten Beträge dem angesprarten Vermögen gegenüber stellen.
            Wie hoch ist die Differenz?
            In der Regel ist das mit einer separaten Risikolebensversicherung und einem kapitalbildenden Produkt (Aktienfonds) günstiger und mit besser Rendite darstellbar.
            Hat die LV eine Dynamisierung drin? Wenn ja, wie viel zahlst Du da in 5, 10 oder 20 Jahren pro Monat ein.

            Meiner Erfahrung nach zahlt man in den ersten 3-5 Jahren fast nur für die Abschlussgebühr der Bank und erst danach beginnt der Kapitalaufbau mit lausiger Verzinsung. Ich sehe die Kapitallebensversicherung daher sehr kritsisch, wie z.B. die Verbraucherzentrale Hamburg ebenfalsl. www.vzhh.de

            Ich selbst habe aus eben diesen Gründen in 2012/2013 eine fondsgebundene Rentenversicherung aus 2004 gekündigt und mir das Deckungskapital auszahlen lassen. Auch in dem Bereich ist die VZHH sehr aktiv.

            Der Ansatz "Da wäre es für uns von Nachteil, wenn wir da was ändern würden." ist mMn falsch. Ihr seit noch sehr jung, es ist noch massig Zeit für die Auswahl eines besseren Produktes.

            BTW: Euch muss auch bewußt sein, dass nur ein Drittel der LV bis zum Ende geführt werden. Die große Mehrheit wird vorher gekündigt!

            Die Unfallversicherung ist keine notwendige Versicherung.
            Über die Haftpflicht des PKW ist ein wesentlicher Risikobereich abgedeckt.
            Mir fehlt einfach eine Begründung, warum man diese Art der Versicherung haben muss.

            Viel wichtiger als die UV ist die BU!
            Diese habt ihr.
            Wofür also die UV?

            http://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-viel-Unfallversicherung-muss-sein-article12131891.html

            Vielleicht auch mal die Qualität eurer UV Police prüfen.
            Was kostet sie im Jahr?
            Was wird geleistet?

            Eine Police mit Prämienrückgewähr o.ä. ist in der Regel deutlich zu teuer und sollte in jedem Fall gekündigt werden. Gute Produkte gibt es für unter 100,- pro Jahr, wobei ich sie schlicht für überflüssig halte. Sie leisten zu wenig, oft nix und kosten dafür immer noch zu viel.

            Aktien:
            Als junge Eltern MÜSST ihr eigentlich ein Riester Produkt mit Aktien/Fonds/ETFs dahinter haben. Ist das der Fall?

            Ihr spart noch >30 Jahre, da ist immer eine satte positive Rendite drin und die gezahlen Beiträge UND die Zulagen sind bei zertifizierten Riester Produkten garantiert.

            Finanztest gibt regelmäßig Einblick in die Aktienwelt und zeigt gute Fonds oder ETFs auf.
            Es geht nicht darum in einer Summe 5-stellig zu investieren.
            Regelmäßig kleine Summen, gerne auch unter 100,- pro Monat ist zielführend.
            Der Vorteil bei Aktien/Fonds ist, das man sehr kurzfristig an das Geld ran kann, wenn man es braucht. Die Rendite ist i.d.R. jeder Lebensversicherung (auch alten Produkten) haushoch überlegen. Von daher würde ich die LV kündigen, für das Risiko eine Risiko-LV abschließen und Kapital über Aktien/Fonds aufbauen.

            Ich bin weder Banker, Versicherungsberater noch Börsianer.

            • Nochmal vielen Dank :-)
              Die LV wurden vor 2004 abgeschlossen und haben auch eine Dynamik mit dabei. Da wir mit den LV unsere Hausfinanzierung bedienen, bleiben die auf jeden Fall bestehen.

              Ales andere was du geschrieben hast, werde ich aber auf jeden Fall mal in einer ruhigen Minute recherchieren. Das mit den Aktion/Fonds klingt sehr interessant, da muss ich mich aber mal einlesen. werde mal bei Finanztest nachschauen. Dazu hab ich im Moment zu wenig Ahnung. Das Problem find ich halt auch, dass man schwer jemanden vor Ort findet, der einen unabhängig berät. Die wollen ja immer ihre Produkte verkaufen.

              Gruß

      Ich habe nur eine Privat-Haftpflicht und eine Unfallversicherung (läuft seit Jahren über meine Eltern, zahle dafür nichts). Mir reicht das auch so.

      Mein Partner hat Haftpflicht-, Hausrat-
      und Gebäudeversicherung und ich glaube, eine Lebensversicherung (keine Ahnung was für eine).

      Vollmachten habe meine Eltern eine für mein Konto, falls mal etwas sein sollte.

      Vorsorgevollmachten wollen mein Freund und ich jetzt auch demnächst in Angriff nehmen. Ebenso eine Patientenverfügung. Vordrucke habe ich schon da ;)

      • Ungefähr das ist auch der Gegenwert einer Unfallversicherung, nichts!
        Euch beiden fehle eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Die Unfallversicherung ist im Prinzip eine stark reduziert BU mit vielen Ausschlüssen und insgesamt reduzierter Leistung.

        Im Fall der Fälle (Eintritt der berufsunfähigkeit) klafft eine große Lücke, da die gesetzliche BU, wenn sie überhaupt leistet, bei weitem nicht ausreichend ist.

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