Arbeitgeber & Geschäftsreisen in der Schwangerschaft

    • (1) 31.07.17 - 17:32

      Hallo zusammen,
      ich muss mich bei euch mal ein bisschen "auskotzen".

      Nach langem üben und Kiwu-Behandlung bin ich endlich schwanger geworden, aktuell 10. Woche, und wir sind einfach überglücklich!!
      Ich arbeite im Eventmanagement und muss häufig Reisen und auch fliegen.

      Die nächsten Reisen habe ich schon so geplant, dass ich Zug fahren kann (der Arzt meinte 8x fliegen in einem Monat wäre zu viel, auch wenn es nur Inlandsflüge sind), allerdings sind auch 5 Stunden Zugfahrt in eine Richtung nicht gerade spaßig.. aber eben die einzige Alternative. Ich habe dann meist einen Vorbereitungs- und einen Veranstaltungstag und dann geht es wieder zurück. Das ganze am Wochenende - und montags startet dann wieder die ganz normale Bürowoche, einen Ausgleich gibt es bei uns nicht. So arbeite ich teilweise drei Wochen am Stück jeden Tag.
      Ich finde es jetzt teilweise so schon stressig und gehe teilweise auf dem Zahnfleisch und frage mich wie ich das die nächsten Monate packen soll.. ich bin wirklich kein "Jammerlappen", würde mir einfach nur etwas mehr Rücksicht wünschen und finde 17-Stunden-Arbeitstage gerade einfach zu viel des Guten!

      Mein Chef zeigt null Verständnis - ich bin ja schwanger und nicht krank.
      Einfach frustrierend!!!

      Danke euch fürs Lesen! :-)

                • Aber wenn ich ihn darauf aufmerksam mache bringt es nichts, er weiß ja, dass es dieses Gesetz gibt.. mir bleibt im Prinzip nur die Möglichkeit mich krank schreiben zu lassen wenn es zu viel wird - das möchte ich aber ungern da dann meine Kolleginnen für mich einspringen müssten und die haben auch schon genauso viele Projekte zu bearbeiten und sind selber viel unterwegs.

                  • Ich verstehe ja genau was du meinst.. du denkst an die anderen, willst niemandem Schaden... aber.. wer denkt denn an dich wenn es zu viel wird?

                    Der Stress den du hast, überträgt sich auf dein Baby...

                    Dein Chef ist dafür zuständig das die Firma funktioniert.. auch wenn er noch jemanden einstellen muss..

              Du kannst aber mal beim Gewerbeaufsichtsamt anrufen. Die erledigen dann den Rest. Und dann wird dein Chef sich an den Muschutz halten.

              Lg

            (11) 31.07.17 - 17:57

            Klar kannst du das! Du kannst und musst ihn darauf aufmerksam machen. Es geht um dein Kind!!!
            Mein Chef wollte es am Anfang auch nicht verstehen obwohl ich es ihm vor die Nase gelegt hab, habe dann nach zweimaligen Diskussionen das Regierungspräsidium eingeschalten und die haben ihm dann wirklich gedroht!

            Wir haben auch keinen Betriebsrat aber jeder kann sich für seine Rechte auch selbst stark machen. Ein Betriebsarzt muss jede Firma haben, wenn nicht im Haus dann extern.

            Drück dir die Daumen das bei dir alles gut wird!

            Du bittest einfach die Aufsichtsbehörde mit ihm zu besprechen/erklären, wie es sich in solchen Fällen verhält, weil ihr euch da unklar seid.

            Ist doch keine Drohung, sondern nur ein "nettes" Angebot, damit er sich nicht strafbar macht!

      (13) 31.07.17 - 17:55

      Was sagt dein FA dazu?

      • (14) 31.07.17 - 17:57

        Mit dem Arzt habe ich da noch nicht ausführlich drüber gesprochen - ich hatte ihm nur die Situation mit den Flügen erklärt und da meinte er ich solle lieber nach Möglichkeit Zug fahren.. mehr hat er nicht dazu gesagt.

    (15) 31.07.17 - 18:53

    Dein Ansprechpartner sind in dem Fall dein FA und das Gewerbeaufsichtsamt! Dein Chef muss dich an die Richtlinien halten, auch an Ruhezeiten und freie Tage.

    Bitte denk an dein Baby! Egal was du für deinen Chef tust, es wird dir im Uweifel keiner danken und du machst dir dann Vorwürfe.

    Bitte informiere dich über deine Rechte und die Pflichten des AG und lass dich nicht auf Kosten EURER Gesundheit für dumm verkaufen.

    Hier mal ein Zitat aus dem Leitfaden zum Mutterschutz vom Familienministerium:

    Die Arbeitgeberseite ist durch Gesetz verpflichtet, den zuständigen Aufsichtsbehörden (staatliche Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsichtsämter) die Schwangerschaft mitzuteilen.
    An diese Aufsichtsbehörde, die die Einhaltung der Mutterschutzvorschriften kontrolliert, können sich Frauen, aber auch Arbeitgeber mit allen Fragen wenden, die sich aus der Anwendung dieser Schutzvorschriften ergeben.

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