Schlechtes Gewissen als Erzieherin/Personalmangel

    • (1) 07.08.17 - 18:24

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe ein etwas ausführlicheres Anliegen ...

      mein Lebensgefährte und ich sind nun im 3. ÜZ, am 18. oder 19.08. ist mein NMT.

      Das Problem ist nun folgendes: ich bin Erzieherin in einer kleinen, privaten U3-Einrichtung und weiß, dass ich gegen Zytomegalie nicht immun bin, es also auf ein Beschäftigungsverbot hinauslaufen wird. Normalerweise sind wir 7 Erzieherinnen, aufgrund verschiedener Ausfälle (Urlaub, Krankheit, Kündigung) sind wir ab nächster Woche vorübergend nur noch zu 3. Das bedeutet, dass wenn ich ab positivem Test (sollte es denn geklappt haben) ausfalle, ich meine beiden übrigen Kolleginnen (eine davon ist die Leitung der Einrichtung) "im Stich lasse". Außerdem müssen, sobald nur noch 3 Erzieherinnen da sind, die Öffnungszeiten gekürzt bzw Kinder zuhause gelassen werden. Bei 2 Erzieherinnen dann natürlich sowieso. Daher fühle ich mich auch schlecht den Eltern gegenüber, die auf eine Betreuung angewiesen sind und schließlich auch dafür zahlen. Ich weiß, dass ich nichts daran ändern kann und mich lieber mit positiven Gedanken beschäftigt en sollte, aber kennt ihr das? So ein schlechtes Gewissen zu haben? Ich benötige Ratschläge, auch wenn ich nicht genau weiß, was ich hören möchte. Ich fühle mich aber momentan einfach schlecht..
      Ich weiß auch nicht, wie ich es meiner Chefin im Fall der Fälle mitteilen soll. Da ich (wenn das rechnerisch hinhaut) an einem Wochenende testen würde, wäre ja auch nicht mal eben ein Arzt verfügbar, der die Schwangerschaft bestätigen könnte.

      Es tut mir sehr Leid, dass das jetzt ein so langer Post wurde und ich entschuldige mich auch für das ganze hypothetische Ausmalen von Ereignissen. Ich bin eine Person, die gerne plant und habe gern alle möglichen Eventualitäten schon einmal durchdacht. Ich hoffe trotzdem auf einige Gedanken zum Thema von euch!

      Dass das für deine Kolleginnen subjektiv ziemlich doof wäre ist unbestritten, aber solange du nicht für die Personalplanung verantwortlich bist, solltest du im Fall der Fälle die Schuld nicht bei dir suchen. Ich bin momentan in einer ähnlichen Situation (eigentliche Teamgröße ist 13, aktuell sind wir 5), aber verantwortlich für den Schlamassel sind nicht die Kollegen die nicht (mehr) da sind, sondern die Personen, die es verschlafen haben, für adäquaten Ersatz zu sorgen, und dafür eigentlich zuständig wären.

      #winke

      • Leider ist mein Träger und auch die Leitung nicht so angetan von der Idee, Springer einzustellen. Vielleicht fangen sie ja an, mal darüber nachzudenken, warum es doch sinnvoll wäre.

        Mein Freund sagt auch, dass die anderen die fehlen auch keine Schuld bei sich suchen und ich daher auch keinen Grund habe es zu tun.

        Ich hoffe natürlich trotzdem positiv zu testen und hoffe, dass ich dann über dem allen stehen kann.

        Vielen Dank für deine Worte :)

        • Selbst wenn du positiv testen solltest, einen bestätigungstermin beim Arzt bekommst du eh nicht vor der 6. Ssw. Mindestens. Zwischen der 6.-8. Ssw ist der erste Ultraschall und erst ab dem Zeitpunkt würdest du ausfallen, wenn du ins sofortige beschäftigungsverbot geschickt wirst. Bevor der Arzt die intakte Schwangerschaft nicht bestätigt hat, kannst du arbeiten gehen. Also wäre die urlaubszeit und teilweise Krankheit der Kolleginnen bereits durch, wenn du wegfallen würdest. Ansonsten schließe ich mich den anderen an, du bist nicht für die schlechte Personal decke verantwortlich und kannst schwanger werden, wann du willst. Deine persönliche Entscheidung steht über dem Job.

          • Auch ohne Bestätigung wird sie ab Bekanntgabe freigestellt, bis der Immunschutz geklärt ist.

            Das MuschG ist ab Bekanntgabe der Schwangerschaft einzuhalten, nicht ab Bestätigung durch den Arzt.

            (10) 08.08.17 - 07:06

            G

            • (11) 08.08.17 - 07:10

              Genau wie die beiden anderen sagen, sobald ich sage "ich bin schwanger" greift das Gesetz. Vor allem, weil ich von Freundinnen und bekannten weiß, dass häufig der Frauenarzt auch eine Bestätigung schreibt, nachdem er lediglich einen Urintest gemacht hat. Dann kommt man halt 1-2 Wochen später nochmal für einen Ultraschall.

              Und da ich weiß, dass ich keine Immunität gegen Zytomegalie hab, weil ich erst vor kurzem einen großen Bluttest mit allen relevanten Überprüfungen hab machen lassen.
              Und da das im u3-Bereich kritisch ist, möchte ich da nicht so viel Risiko eingehen.

              Aber Danke für die Antworten in Meinungen :)

        "Leider ist mein Träger und auch die Leitung nicht so angetan von der Idee, Springer einzustellen."

        Na siehste - da hast du die Verantwortlichen für die Situation schon gefunden.

        Alles Gute!

        #winke

(13) 08.08.17 - 08:06

Hi,

warum machst du dir jetzt darüber schon so einen Kopf?

1. Weißt du noch nicht mal ob du schwanger bist.
2. Kommen auch mal die Kollegen aus Urlaub und Krankheit wieder.

LG

  • (14) 08.08.17 - 13:13

    Ich hatte bereits geschrieben, dass ich mir gerne jetzt schon Gedanken für den Fall der Fälle machen möchte, da ich, wenn es soweit kommen sollte, schnell entscheiden muss. Das musst du ja nicht verstehen.

    Und da die kranke Kollegin operiert wurde und die urlaubende weit weg fährt, ist das Zurückkommen ziemlich ausgeschlossen.

    • (15) 08.08.17 - 13:22

      Ich habe deinen Beitrag sehr gut verstanden und grundsätzlich bin ich auch so, dass ich für alle möglichen Eventualitäten gewappnet sein will, aber werde erstmal schwanger und mache dich doch nicht jetzt schon verrückt.

      Ok, eine Kollegin fällt wegen einer OP länger aus, aber warum die andere aus ihren Urlaub nicht mehr zurück kommen soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.

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