Anwaltskosten bei mehreren Klägern

    • (1) 09.08.17 - 14:24

      Hallo zusammen,

      vielleicht kennt sich ja jemand von euch damit aus.
      Meine Kolleginnen und ich haben unseren Noch-Arbeitgeber (wir arbeiten in einer Kita und haben ab 1.9. einen neuen Träger) verklagt.
      Wir haben einen gemeinsamen Anwalt genommen.
      Es kam zu einer außergerichtlichen Einigung.
      Wie sieht es jetzt mit den Kosten aus? Werden diese aufgeteilt? Ich blicke bei google nicht wirklich durch.
      Der Streitwert ist bei allen gleich.

      Danke schon mal und einen schönen Tag noch

      • Vielleicht wäre es ja am einfachsten, den gemeinsamen Anwalt zu fragen?

        • Klar, nur der ist gerade im Urlaub und ich würde gern wissen, wieviel ungefähr auf mich zukommt da ich selbst auch in den urlaub fahre und es ein wenig davon abhängt, wie "ausgefallen" der Urlaub wird oder eben nicht...

          • Hallo,

            wenn Ihr beide ein Verfahren gegen den AG geführt habt, dann bekommt der Anwalt die Gebühren für einen Mandanten + 30 % für die Geschäftsgebühr und 30 % für die Verfahrensgebühr extra. Der Rest bleibt komplett gleich.

            Ausrechnen kann man das nur, wenn man auch den Streitwert hat.

            Also "so" viel höher werden die Kosten nicht ;-).

            LG

      Ihr habt 6 Verfahren geführt und somit bekommt der Anwalt auch 6 mal Geld. Ausgenommen ist evtl. die verhandlungsgebühr, die könnte ggfs aufgeteilt werden.

      • Das stimmt nicht. Wenn eine Sammelklage mit mehreren Klägern in einer Klage geführt wurde, bekommt der Anwalt nur die Gebührenerhöhungen, nicht aber 6 x den vollen Betrag.

        Der Gedanke dahinter ist, dass die Arbeit ja nur einmal gemacht wurde und die Erhöhung den Mehraufwand für mehrere Kläger abdeckt.

        LG

        • Hm, klar. Blöd nur, dass das keine sammelklage war... aber ich sehe schon, dass du dich so richtig auskennst.

          • Stimmt, grundsätzlich hast Du recht. Es wurde sich ja außergerichtlich geeinigt, das hatte ich bei meinem letzten Post vergessen.

            Dennoch bekommt der Anwalt nicht die Gebühren 6 x mal, nur weil er in EINEM Verfahren 6 Mandanten gegen einen Gegner vertreten hat. Ich liege damit also keinesfalls falsch.

            Selbst wenn der Anwalt 6 außergerichtliche Verfahren daraus gemacht - denn wenn er jeweils exakt das gleiche getan hat, darf er nicht 6 mal Gebühren für 1 x Arbeit nehmen - das wäre Gebührenüberhebung und standesrechtlich relevant.

            Deinen Beitrag kann man übrigens auch freundlicher schreiben. Du hättest mich darauf hinweisen können, dass ich die außergerichtliche Einigung überlesen hatte. Da muss man nicht garstig oder negativ werden. War ich bei meiner Antwort an Dich ja auch nicht.

            Es ist wirklich zum kotzen, dass regelmäßig Anfeindungen auf völlig sachliche Beiträge kommen, nur weil einige denken, sie können anonym im Internet anderen Menschen gegenüber ihren eigenen, inneren Frust ausleben.

            Warum befriedigt es einige, anderen gegenüber garstige Anmerkungen zu schreiben?

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