Weiterhin arbeiten als AP, trotz Bekanntgabe von Schwangerschaft

    • (1) 14.08.17 - 11:01

      Hallo zusammen,

      ich bin im 4. Monat schwanger. Der AG wurde über die Schwangerschaft in Kenntnis genommen. Ich habe bis vor 2 Wochen noch gearbeitet, hatte bis gestern Urlaub. Jetzt soll ich heute abend und morgen abend zur Nachtschicht erscheinen. Ich bin Dauernachtschichtler, und ich weiß, dass ich nachts in einem Pflegeheim nicht mehr arbeiten gehen darf. Allgemein dürfen schwangere nicht mehr nachts arbeiten.

      Ich sollte doch dem AG so schnell wie möglich bescheid geben. Das würden sie sonst in unglaublichen Schwierigkeiten bringen. Was soll ich nach eurer Meinung tun?

      LG

      • HAst du den AG noch mal darauf hingewiesen, dass du nach §8 MuSchG bereits um 20 Uhr wieder gehst?
        Denn mit allem anderen würde er sich ja strafbar machen. DAs kann eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr für deinen AG bringen, wenn er dich trotzdem arbeiten lassen will.

        Ansonsten rufst du gleich die Aufsichtsbehörde an (nachdem du mit deinem AG gesprochen hast) und bittest sie darum, sich gleich darum zu kümmern. Dein FA kann bis zu Klärung ein vorläufiges BV ausstellen (jeder andere Arzt auch!).

        • Hallo,

          ich habe beim Präsidium angerufen. Und sie meinte ich soll zum Gynäkologe und ein vorläufiges BV ausstellen lassen.

          Da der AG erst später mich in den BV schicken möchte.

          Ich kann heute mittag das Schreiben abholen und dann werde ich es dem AG einwerfen.

          Danke für die Info..

          Falls irgend etwas wäre, kann ich jederzeit wieder bei ihr anrufen.

          LG

          • Das ist Quatsch.
            Hast Du dem AG nachweisbar mitgeteilt, dass Du schwanger bist?
            Dann ist ER zuständig, Dich mutterschutzgerecht einzusetzen und das sofort.
            Dein Arzt hat damit nichts zu tun - wie hat der denn Dein BV begründet?

            Gruß,

            W

            • Ich soll diese Woche noch Nachtschicht arbeiten von 20.45 Uhr bis 6.15 Uhr.

              Da aber der AG über die Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt worden ist und mich weiterhin in der Nachtschicht einsetzten möchte, darf er das laut Mutterschutzgesetz nicht.

              Die nette Dame vom Präsidium hat zu mir wortwörtlich gesagt, sie dürfen Nachts nicht mehr arbeiten. Der AG kann sie anderweitig beschäftigen wie z.b. Bewohner beschäftigen oder das Essen reichen. Da die AG's meistens das nicht machen, weil ich mehr koste wie eine eine einfache Kraft, schicken sie die meisten ins BV. Denn für den AG entstehen ja dann keine kosten. Deshalb gehen sie zum Arzt und lassen sie ein vorläufiges BV ausstellen. So hat sie es wortwörtlich zu mir gesagt.

              Ich bekomme vom Arzt eine forläufiges BV bis Ende dieser Woche, wenn er AG weiterhin keine Beschäftigung für mich hat, was angemessen ist, dann muss er mich ins BV schicken, falls nicht sollte ich mich wieder beim Präsidium melden und dann muss der AG sich mit dem Präsidium Auseinandersetzten. Anschließend wird überlegt wo er mich einsetzten kann.

              Nun sollte ich meinem AG auf das Mutterschutzgesetz aufmerksam machen, dass eine Beschäftigung nur bis 20 Uhr geht.

              Nein, ist alles korrekt, der Arzt kann/muss ein vorläufiges BV ausstellen bis die Sache mit dem AG geklärt ist, wenn er sich quer stellt.

              DAs ist auch die Begründung des BVs ;)

      Ich würde den AG anrufen und nochmal erwähnen, dass du schwanger bist und du somit in die Tagschicht wechseln musst.

      Das dürfte doch kein Problem sein und du wirst ja sicherlich auch nicht die erste Schwangere in diesem Pflegeheim sein, oder?

      • Ich habe gestern unerwartet noch eine E-Mail erhalten von meinem AG. Ich muss Nachts nicht mehr arbeiten, sollte aber für Tagsüber erreichbar sein bzw zur Verfügung stehen bevor das BV ausgesprochen wird.

        Da bin ich mal gespannt.

        Lg

        • Was ist das denn für ein Unsinn. Entweder er hat was für dich, dann spricht er kein BV aus oder er hat nichts, dann spricht er das BV aus. Ist ihm das klar, dass das BV von ihm kommen muss?!?

          • Schreiben vom AG:

            Wir gehen davon aus, dass Sie uns im Tagdienst zur Verfügung stehen, bevor ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden muss.

            Bitte setzen Sie sich mit mir in Verbindung, danke.

            Ich habe gestern auch den Kopf geschüttelt. Entweder sie haben sofort etwas für mich und nicht erst in zwei Monaten oder sie sollen es sein lassen :-).

            Ab September mache ich zusätzlich noch mein Fachwirt für Führung und Organisation, darüber wissen sie auch bescheid. Die Weiterbildung werde ich auch während der Schwangerschaft und nach der Geburt weiterhin absolvieren. Die Schule findet einmal in der Woche statt, somit kann ich es auch mit dem Rest vereinbaren.

            • "Wir gehen davon aus, dass Sie uns im Tagdienst zur Verfügung stehen, bevor ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden muss."
              Ah, das ist was ganz anderes. Sie wollen dich tagsüber einsetzen, dürfen dies aber durch deinen Dauer-Nachtdienst nur, wenn dies nicht anderen Verpflichtungen (wie z.B. Kinderbetreuung) entgegenspricht.

              Also ich würde an deiner Stelle davon ausgehen, dass du kein BV bekommst, sondern tagsüber arbeiten sollst.

              • Meine Tagesmutter hat Tagsüber kein Platz mehr um meine Kinder zu betreuen. Somit kann ich nur von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr arbeiten gehen. Die Tagesmutter nimmt meine Kinder nur Nachts.

                Hatte damals auch extra ihr Büro ausgeräumt und ein Kinderzimmer daraus gemacht.

                Aber ab September wird das Zimmer weiterhin benötigt, denn meine Schulzeiten sind von 14.45 Uhr bis 21.30 Uhr und die Schule ist mit dem Auto 45 Min. entfernt, somit werden die Kinder Mittwochs noch bei der Tagesmutter schlafen über die Nacht.

                • DAs ist genau der Punkt, den du deinem AG mitteilen musst, dass dir tagsüber eben nur diese Zeiten zur Verfügung stehen und dann muss der AG gucken, ob das reicht oder er dir ein teilweises BV aussprechen muss.

                  Kinderbetreuung geht jedenfalls vor und darf nicht zur Minderung des Einkommens führen, wenn dein Vertrag auf nachts beschränkt ist.

                  Aber genau solche Sachen muss der AG ja erstmal wissen, damit er weiß ob er ein BV ausstellen muss.

                  • Huhu,

                    habe Neuigkeiten, ich habe dem AG mitgeteilt von wann bis wann ich arbeiten gehen kann.

                    Nun habe ich diese E-Mail erhalten:

                    Sehr geehrte Frau L*****,

                    bitte lassen Sie mir umgehend eine Kopie des Mutterpasses mit dem voraussichtlichen

                    Geburtstermin zukommen. Danach werde ich Sie direkt in das vom Arbeitgeber ausgesprochene

                    Berufsverbot schicken.

                    Somit hat sich das Thema erledigt :-).

                    Und dieses hin und her hat ein Ende.

                    LG

                    • Der erteilt dir hoffentlich ein BEschäftigungsverbot und kein Berufsverbot.

                      Ich würde ihn nur darauf hinweisen, dass er gerne ein Attest haben kann (keine Kopie vom Mutterpass), er dies aber nach dem MuSchG bezahlen muss, sonst muss ihm deine Aussage reichen.

                      Eine Kopie vom Mutterpass würde ich nicht einreichen!

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