BV wird nicht ausgestellt

    • (1) 04.09.17 - 10:52

      Hallo Mädels,
      Ich hoffe jemand hatte mal einen ähnlichen Fall und hat eine Empfehlung für mich.
      Und zwar bin ich mittlerweile seit zwei Wochen krankgeschrieben wegen Beschwerden (von der Vertretung, mein Arzt war bis heute im Urlaub).
      Nun war ich heute Morgen in der Praxis und die wollten mir ein BV ausstellen. Der Haken :die wollen eine Bestätigung von meinem Arbeitgeber, dass er keinen geeigneten Arbeitsplatz für mich hat der mich schont. Ich arbeite im Einzelhandel, es ist sehr stressig. Nur darf meine Chefin mir dieses Schreiben nicht ausstellen. Also sagt die Praxis, sie könne mir kein BV erteilen.
      Wo ist der Sinn? Hatte schon zwei FG und will natürlich durch Beschwerden kein Risiko eingehen.
      Sorry für den langen Text, hoffe ihr könnt mir etwas helfen!
      Lou

      • (2) 04.09.17 - 10:59

        Mh 🤔 bei mir war das auch so ein Chaos damals weil mein chef sich mit dem Thema nicht auseinander gesetzt hat. So wie ich weiß darf dein fa das bv nur austeilen wenn du was kötürkisches hast ( Blutung, rücken, wehen...) dann darf der fa ein bv aussprechen. Ist dein arbeitsplatz nicht ss gerecht so mzss dein Chef oder der betriebsarzt das bv aussprecheb. Mein Chef wusste das beim ersten Kind nicht ubd da musste ich lange viele Diskussionen führen. Evtl könntet ihr die gefährdebeurteilubg zusammen ausfüllen? Dann könntest du sehe Das er nicht schummelt und ihm evtl dann erklären warum du das bv brauchst?

        • Ich meinte natürlich körperlich nicht daß andere komische Wort 😂😂😂

          • (4) 04.09.17 - 11:04

            Also auch die kompliziert... 😂 eigentlich ein Unding dass man als schwangere mit Beschwerden so hingehalten wird. Habe nämlich tatsächlich Rückenschmerzen und Kontraktionen der Gebärmutter.

            • (5) 04.09.17 - 11:54

              Das sollte der fa aber eigenetlich ohne Arbeitgeber ausstellen können. Denn schließlich gilt auch in der ss die schweigepflicht. Und wenn er ne bescheinigzng für einen geeigneten arbeitsplatz haben möchte müsstest du ihm ja sagen was deine beschwerden sind und DAS geht ihn nichts an.

      (6) 04.09.17 - 11:12

      So was geht mir richtig auf den Zeiger. War damals in einer ähnlichen Situation, bin MTLA und habe natürlich am Arbeitsplatz mit infektiösem Material, Blut, Chemikalien und Strahlen zu tun. SS dem AG gemeldet prompt totales BV bekommen, 2. SS dachte läuft genauso doch die Laborleitung meinte nur trocken sie hätte bis zum 6. Monat Dienste gemacht und sie würde etwas für mich zu tun finden und wenn ich Akten sortieren müsste. Nach Bekanntgabe der SS hat die mich täglich schikaniert und die Krh Betriebsärztin sollte meinen Arbeitsplatz beurteilen, die von Labor null Ahnung hat:( habe mich dann über den HA krank schreiben lassen, er wollte BV nicht ausstellen. Gyn machte auch Theater u hat mir den Schein erst nach langem Hin u Her ausgestellt als mehr u mehr rauskam dass das Verhalten der Leitung Richtung Mobbing ging. Hatte dann ab der 14. SSW totales BV. Vielleicht könntest Du es auch so bewirken- denk an Dich- der AG hat keinen finanziellen Nachteil. Mit einer Schwangeren im BV ist besser zu planen als mit einer die immer wieder mit AU kommt!;) Alles Gute!

      • (7) 04.09.17 - 11:21

        Schlimmes Mobbing, wenn man einfach so einen MuschG-konformen Arbeitsplatz bekommt!

        • (8) 04.09.17 - 11:54

          Hast du falsch verstanden den habe ich nämlich nicht bekommen stattdessen hat meine Chefin jeder meiner Arbeitsschritte überwacht u mich kontrolliert, sämtliche Details sprengen hier den Rahmen!!!

      Du fühlst Dich schikaniert, wenn Deine Vorgesetzte sich gesetzeskonform um einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz kümmert, weil Du lieber den Rest der Schwangerschaft Zuhause die Füße hoch gelegt hättest?

      • (10) 04.09.17 - 12:00

        Es geht hier nicht um Füße hochlegen sondern um Beschwerden und zwei vorangegangene Fehlgeburten. Meiner Chefin mache ich auch keinen Vorwurf sie kann nichts daran ändern. Ich verstehe einfach den Arzt nicht

        Ich habe das hier in Kurzform geschrieben die Details gehen zu weit. Ich arbeitete in einem an ein Krankenhaus angegliedertes Labor - zuständig wäre also die Regionalstelle des Labors- nicht das Krh- da nicht mein AG. Laborleitung hat also hinter dem Rücken der Vorgesetzten eine Krankenhaus Betriebsärztin mit der Beurteilung eines ihr fremden Arbeitsbereichs beurteilt . Folge war eine falsche Einschätzung die so in den Richtlinien anders festgelegt war, diese Tätigkeiten hätte ich nicht ausüben dürfen! Das totale BV habe ich dann aufgrund Mobbing und späteren stressbedingten Blutungen bekommen. Wenn man nicht alle Hintergründe kennt sollte man sich mit Äußerungen erstmal zurückhalten😜

        • Vielleicht sollte man die relevanten Fakten gleich nennen und nicht erst (urbiatypisch) nachschieben, wenn Kritik aufkommt.
          Du hast Dich doch schon über die Aussage echauffiert, es würde sich was finden und wenn Du Akten sortierst und das wäre ein völlig angemessener mutterschutzkonformer Arbeitsbereicht gewesen.

          Gruß,

          W

      Spricht hier der Neid? Ich bin im Op und ohne Chance auf was SS gerechtes direkt vom AG ins BV geschickt worden. Hat halt nicht jeder einen Bürojob ohne Risiken!

(14) 04.09.17 - 11:55

Total bescheuert, weil wenn sie dich weoter beschäftigen müssen sie sich ja auch bezahlen im bv zahlt die kk. Manchmal sind ag echt blöd 😂🙈

(15) 04.09.17 - 11:19

Es gibt zwei Arten von BV:
Eines kann der Arbeitgeber ausstellen und zwar dann, wenn er keinen geeigneten Arbeitsplatz für eine schwangere schaffen kann.
Und zum anderen kann der Frauenarzt eins ausstellen, wenn das Wohl der Mutter/ des Kindes gefährdet ist.
Der Ag und der Fa müssen da micht abhängig voneinander was schreiben.

Liebe Grüße
Cuvar mit Bauchzwerg 37+2

  • (16) 04.09.17 - 11:23

    Ich verstehe es auch nicht... Andere Ärzte stellen es ja auch ohne diese Bestätigung vom AG aus! Finde es echt ein Unding. Ich glaube, ich werde mich an meinen HA wenden wenn sich mein Gyn so quer stellt, auch wenn die Empfehlung von der Praxis aus kam.

    (17) 04.09.17 - 12:07

    Ganz genau, in der 1.SS habe ich das sofort von oberster Stelle bekommen, in der 2. SS vom FA.

(18) 04.09.17 - 12:09

Ich glaube, irgendwer (anscheinend die Praxis deines Arztes) vermischt hier zwei Sachen.

Es gibt zwei Möglichkeiten für ein BV. Die eine wäre, es besteht aus medizinischer Sicht eine Gefahr für dich und / oder das Kind. Also aufgrund von Erkrankungen, zur frühen Wehen etc.

Die andere ist, dass die Gefährdungsbeurteilung deines Arbeitsplatzes ergibt, dass du dort nicht weiterarbeiten darfst und dein AG dir einen andere Arbeitsplatz anbieten kann.
Dann muss er ein BV ausstellen lassen.

Die beiden haben aber erst mal nichts miteinander zu tun. Wenn also deine Ärztin zu dem Schluss kommt, dass du ins BV musst, dann muss sie das ausstellen.

Auf deiner Arbeitsstelle solltest du schleunigst nach der Gefährdungsbeurteilung für deinen Arbeitsplatz fragen und dich darum kümmern. Im Zweifel muss halt jemand die PErso in der Zentrale anrufen. Die sollten wissen worum es geht.

Ich vermute, deine Ärztin will dich ins BV schicken, weil du derzeit einen Arbeitsplatz hast, der für dich nicht geeignet ist. Dafür wäre aber dein AG zuständig und der soll sich gefälligst kümmern. Das deine Filialleiterin nicht einfach so eine Schreiben aufsetzen kann ist klar. Aber sie muss sich halt drum kümmern, dass die Gefährdungsbeurteilung gemacht wird. Gibt es vielleicht eine Bezirksleitung oder eine Perso bei der ihr mal nachfragen könnt?

(19) 04.09.17 - 12:11

Ich denke dass die Praxis von deiner Chefin eine Art Beurteilung will so wäre ersichtlich welche genauen Tätigkeiten Du ausübst und der Arzt könnte darüber entscheidet in wieweit Gefahren für die Schwangerschaft bestehen. Ich hoffe du bekommst es ausgestellt🤗

(20) 04.09.17 - 12:42

Naja, anscheinend sieht deine Ärztin keine Mediziner Gefahr. Sonst könnte sie nämlich sehr wohl ein BV ausstellen - ohne AG!

Für den mutterschutzgerechten Arbeitsplatz ist eindeutig der AG zuständig, vielleicht trittst du ihm mal auf die Füße?!

Deine Gyn kann dich aber wegen deiner Beschwerden durchaus weiter krank schreiben.

(21) 04.09.17 - 12:55

Der Haken :die wollen eine Bestätigung von meinem Arbeitgeber, dass er keinen geeigneten Arbeitsplatz für mich hat der mich schont. Ich arbeite im Einzelhandel, es ist sehr stressig. Nur darf meine Chefin mir dieses Schreiben nicht ausstellen. Also sagt die Praxis, sie könne mir kein BV erteilen.
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Das läuft so NICHT!

Deine Ärztin darf dir auf dem Attest angeben, was für Tätigkeiten du wie lange täglich machen kannst, oder welche nicht. Daran muss sich dann dein AG halten.

Stressig ist kein Argument. Da müßt ihr Lösungen finden. Es ist laut MuSchG nicht erlaubt, einer Schwangeren ein bestimmtes Arbeitspensum abzuverlangen. Da musst du dich selber eben auch abgrenzen.

(22) 04.09.17 - 13:33

Für die Frauenärzte ist ein individuelles BV teilweise ein heikles Thema. Meine Frauenärztin erzählte mir dazu, dass Prüfungen stattfinden und ganz sauber nachvollziehbar sein muss, dass ein individuelles BV tatsächlich gegeben werden durfte. Bei dem Fall einer schwangerschaftsgefährdenen Arbeitsplatzsituation, müsste sich laut meiner FÄ, der Arzt selbst ein Bild vor Ort machen (falls der AG sich "querstellt" und nicht selbst dokumentiert, dass ein schonenderer Arbeitsplatz nicht zur Verfügung gestellt werden kann). So einfach ist es also nach der Auskunft meiner Ärzin in bestimmten Fällen also nicht für den Frauenarzt. Letztlich zahlt die Gemeinschaft den Lohn derjenigen im BV und sollte eine BV-Dokumentation der FÄ nicht sauber bzw. 100%ig nachvollziehbar sein, gibt es eine Verwarnung und auch die Zahlung der BV-Leistungen durch den behandelnden Frauenarzt kann durchgesetzt werden (und solch Kontrollen und Konsequenzen sind für mich auch nachvollziehbar, wenn man in einer Solidargemeinschaft lebt). Meine FÄ sagte außerdem, dass sie leider sehr häufig die Erfahrung macht, dass viele Frauen eine große Anspruchshaltung bzgl. des BV-Erhalts haben, obwohl medizinisch und vom Schwangerschaftsverlauf her kein BV-Erfordnis vorliegt. Dies alles macht sicherlich die FÄ auch etwas zurückhaltender bei der (individuellen) BV-Vergabe. Leider leiden darunter dann teilweise Frauen darunter, die ein BV nötig hätten.
Ich persönlich habe aufgrund gesundheitlicher Risiken mit Gefahr für mich und das Kind ein individuelles BV erhalten; für meine Frauenärztin war dies kein Problem, da sie diese Entscheidung über Laborbefunde belegen kann und Therapiemaßnahmen eingeleitet hat und dementsprechend eine saubere Dokumentation zum individuellen BV vorlegen könnte.
Ich kann natürlich nicht einschätzen inwieweit in deinem Fall dein Frauenarzt ein individuelles BV aussprechen darf/könnte, aber ansonsten hole dir doch bei einem anderen Arzt eine Zweitmeinung ein und klemm' dich bei deinem Arbeitgeber hinter bzgl. der Schaffung eines Arbeitsplatzes, der dir und dem Kind nicht gesundheitlich schadet. Wenn deine Chefin dir das nicht ausstellen darf, dann solltest du sie bitten dir einen Kontakt/Ansprechpartner zu nennen. Wenn sie das nicht kann, würde ich an deiner Stelle in der Personalabteilung anrufen und um die Vermittlung eines geeigneten Ansprechpartners bitten. Im besten Fall kannst du dem Ansprechpartner auch schon einen Vorschlag machen, wie die Arbeit für dich machbar ist (Sitzmöglichkeiten, mehr Pausen, kein oder weniger Ware verräumen o. ä.), denn du kannst am besten einschätzen, was du dir zutraust und was nicht. Sollte dein Arbeitgeber dies nicht realisieren können, dann schnapp' dir das Formular von deinem Frauenarzt, wo dein Arbeitgeber dann angeben kann, dass er dir keinen geeigneten Arbeitsplatz bieten kann. An dieser Stelle habe ich keine Ahnung, ob üblicherweise vielleicht auch noch ein direkter Austausch zwischen Arbeitgeber und Arzt erfolgt, das wäre ja nicht schlecht; das würde ich vielleicht in der Frauenarztpraxis nachfragen.
Aus meiner Sicht solltest du auf jeden Fall mal mit deinem Arbeitgeber (also einem Entscheidungsträger, wenn deine Chefin das nicht kann) sprechen und vielleicht ist es letztlich gar nicht so kompliziert wie du aktuell befürchtest.
Ich drücke dir die Daumen, dass sich das ganze Thema wenig kompliziert lösen lässt und du damit nicht alleine stehen gelassen wirst #klee .
Alles Gute dir!

  • (23) 04.09.17 - 15:55

    Wo Danke für die ausführliche Antwort! Ich habe heute bereits im Arbeitsrecht angerufen und mich erkundigt. Jedoch waren die der Meinung dass für mich eine entsprechende Arbeit vorhanden wäre, nämlich die Kasse. Halte ich allerdings bei uns auch nicht unbedingt als schwangerenfreundlich denn das ist tatsächlich auch verdammt anstrengend bei unserem Kundendurchlauf und heben müssen wir trotzdem. Hatte heute nochmal persönlich mit meinem Gyn sprechen können und er war zuversichtlich dass wir einen Weg finden, gerade wegen meiner Vorgeschichte. Abwarten :-)

    • (24) 04.09.17 - 17:10

      Die Kasse ist im allgemeinen der Arbeitsplatz auf den die Schwangeren umgesetzt werden. Zudem darfst du jederzeit eine Pause einlegen und sogar auf einer Liege ausruhen.

      Wenn dir das immer noch zu "gefährlich" erscheint, dann kannst du dir quasi auch selbst "ein BV aussprechen", nämlich die Kündigung oder Änderungskündigung, indem du den Arbeitsvertrag auflöst oder die Stunden reduzierst. Niemand verlangt von dir zu arbeiten, aber wenn du Geld willst, dann musst du eine zumutbare Arbeit auch annehmen. So einfach ist das. Geld gegen zumutbare Arbeit.

      • (25) 04.09.17 - 17:44

        Ich bestehe ja noch nicht einmal selber auf das BV sondern meine Praxis da ich zu Fehlgeburtdn neige und momentan Beschwerden habe. Mir wäre es auch lieber, ich könnte arbeiten gehen und alles wäre okay!

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