Beschäftigungsverbot trotz Krankschreibung!!!

    • (1) 07.09.17 - 13:28

      Hallo Allerseits,
      Ich bin Schwanger im 12. SSW, ich habe vor 1 Jahr mein allererstes Baby im 5. SS-Monat verloren. letzte Woche hatte ich Bauchschmerzen und musste ich Nachtschichtarbeiten, deswegen habe ich Krankenschein ( 31.08- 04.09) abgegeben, Gestern habe ich ein weiteres Krankenschein 04.09-30.10 abgegeben, heute hat mich mein Arbeitgeber angerufen, und bat mich zu Fiale zu kommen, wo er mich eine Beschäftigungsverbot erteilt mit sofortiger Wirkung.
      Jetzt meine Frage, ob er das überhaupt darf, obwohl ich rein rechtlich krank geschrieben bin bis ende dieser Monat???

      Vielen dank

        • Auch falsch. Sollten die Krankschreibungen andauern, dann erhält sie trotz BV nach 6 Wochen Krankengeld. Man sollte lieber nichts schreiben, wenn man sich nicht auskennt.

          Fürs BV, egal welches, muss man prinzipiell IMMER noch arbeitsfähig sein.

      Du hast leider 3 falsche Antworten erhalten.

      Ein BV ist immer einer Krankschreibung nachrangig. Das heißt, während du krank bist, wird über AU abgerechnet.

      Ein AG darf nur ein BV aussprechen, nachdem er eine Gefährdungsbeurteilung gemacht und festgestellt hat, dass Gefährdungen vorliegen, die nicht abszustellen sind. Diese GFB hättest du ebenfalls sehen müssen, sie ist die Grundlage für die Erstattung durch dei KK. Es hört sich so an, als wäre hier gemogelt worden, um die Lohnkosten infolge AU au die KK abzuwälzen. Aber sicher kann ich das nicht sagen, dazu müßte man den Arbeitsplatz genauer kennen.

      • das ist korrekt

        danke die fürs Antworten,

        ich arbeite bei Mc Donald´s -und ehrlich gesagt-, ich habe hier meine Situation geschildert und meine Frage gestellt, weil es mir ihren Reaktion komisch vorkam, deswegen suche ich nach Aufklärung, damit ich meine Situation besser schätzen kann.

        und ich bedanke mich bei Allen andern, die sich Zeit genommen haben, um mir zu antworten.

        • McDonalds als Rotationskraft?

          Ehrlich gesagt, das ist keine leichte Arbeit. Aber wenn sie Rücksicht auf dich nehmen und du nicht direkt an den Friteusen eingesetzt wirst, kannst du u.U. schon weiter arbeiten. McDonalds sind alle Franchiseunternehmer und es wird unterschiedlich gehandhabt.

          Was nicht geht ist: dass er dir wegen der häufigen Krankheitsausfälle in BV ausstellt, um Lohnkosten zu sparen. Das ist Betrug.

    (10) 07.09.17 - 15:19

    Mmhhh... wenn dein Arbeitgeber von deiner Schwangerschaft weiß, frage ich mich wieso du für die Nachtschichten eine Krankschreibung brauchst. Nachtschichten fallen da doch ohnehin weg. Oder habe ich da was falsch verstanden?

    Lg und alles gute für deine Schwangerschaft
    Uhu

    • Sie hat auch Bauchschmerzen als Grund angegeben.

      Du hast recht, wegen Nachtschichten bekommt man keine AU.

      Aber manche machen es sich einfach. Anstatt dem AG die Schwangerschaft bekannt zu geben, lassen sie sich krankschreiben. Dann kann der AG natürlich erst mal nichts machen, weil er nichts von der Schwangerschaft weiß. Könnte durchaus sein, dass das hier der Grund für die AU war.

      • Ja wahrscheinlich. Ich dachte das nur, weil der AG ein BV ausstellen will. Da muss er ja von der Schwangerschaft wissen.
        #kratz

        Meine Chefin ( Restaurantleiter ) wusste schon, dass ich Schwanger bin, ob Sie das zu dem Arbeitgeber weitergeleitet hat, weiß ich nicht. Aber die Dienstpläne werden auch von ihr erstellt. Und ihre Argument, warum ich 2 Nachtschichten hatte, war dass es Mangel an Personal in der Filiale gibt, ich konnte auf meiner eigener Faust ein Nachtschicht umgetauscht Kriegen, Jedoch die andere musste ich selbst machen. und das Krankenschein war keine Ersatzlösung sondern dringende Maßnahme, weil ich auch wirklich Bauchschmerzen hatte.

        Danke sehr für eure Antworten.

        Da der AG aber nun ein BV ausgesprochen hat, weiß er ja wohl von der Schwangerschaft. Die Krankschreibung wird offiziell durch Bauchschmerzen begründet, bwz. angegeben, aber der AG weiß von der Schwangerschaft und muss hier handeln. Ich glaube, so eindeutig, wie Du es hier darstellst, ist es nicht unbedingt!

(15) 08.09.17 - 08:37

Hast Du Dich nicht mal mit dem Mutterschutzgesetz auseinander gesetzt? Du weißt schon, daß Nachtschichten für Dich tabu sind? Wußte der AG in der Nachtschichtwoche von Deiner Nachtschicht? Jedenfalls hat er alles richtig gemacht und er darf das nicht nur so machen, er muss es so machen.

LG

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