Unterbrechung Elterngeld Resturlaub

    • (1) 20.09.17 - 17:33

      Ich habe inzwischen stundenlang gegoogelt und leider keine wirkliche Antwort gefunden.
      Mein ET ist der 27.11.17 dann folgt logischerweise der Muschu. Danach würde ich gern das ElterngeldPlus nehmen, also die nun noch übrigen 20 Monate. Mein Mann würde allerdings gern 3 statt 2 Monaten zu Hause bleiben. Da wir im 3. Monat nach Geburt dann allerdings von meinem und seinem Elterngeld leben müssten, wäre das nicht möglich, da das Einkommen zu gering wäre (er war in den Monaten, die zur Berechnung herangezogen wurden, Referendar und hat daher nur etwa 700 Euro Anspruch auf Elterngeld und ich durch die Aufteilung auf 2 Jahre auch nur auf etwa 700 Euro).
      Jetzt meine Frage:
      Ich habe noch Resturlaub, etwa 23 Tage, da ich ein Beschäftigungsverbot habe. Kann ich nach dem Mutterschaftsurlaub einen Monat warten und meinen Urlaub "verbraten" und dann erst das restliche Elterngeld nehmen oder verliere ich dann einen Monat, weil die Bezugsdauer sich ja nach Lebensmonaten richtet?
      So habe ich es immer wieder gelesen. Allerdings habe ich auf der offiziellen Seite des Bundesministeriums nun die Berechnung des Elterngeldes getestet und dort konnte ich es so aufteilen, also Basis für mich während Muschu, ein Monat nichts, Monate 4 bis 23 Elterngeld, Partner Monate 1 und 2 Elterngeld... Ist die Software nur einfach nicht richtig mit Infos gefüttert? Oder geht das doch irgendwie?
      Ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend ;-)

      • (2) 20.09.17 - 22:31

        Natürlich kannst du das beim Elterngeld so aufteilen, du musst nur mit deinem AG sprechen, ob er dir da auch den Urlaub genehmigt.

        • (3) 21.09.17 - 10:34

          Danke für deine Antwort ;-) Ich habe nur gezweifelt, weil überall stand, dass ich dadurch die maximale Dauer des Elterygeldbezuges überschreite und dadurch einen Monat verschenken würde und es wäre schlauer, den Urlaub hintendran zu hängen.

      (4) 21.09.17 - 16:56

      So, habe jetzt mit dem Infotelefon des Bundesministeriums gesprochen (sehr kompetent übrigens!) und folgendes erfahren (vielleicht ist das ja auch für andere interessant):
      Also es ist möglich, ABER: wird die Kleine ein paar Tage früher geboren, funktioniert unser ganzer Plan nicht mehr, da ich dann logischerweise im 3. Lebensmonat noch Basiselterngeld nehmen MUSS.

      • Musst du in diesem Fall mal genau durchrechnen ob der Verlust wirrklich so gross wäre bzw vertretbar ist.
        Sollte dein Kind soviel Tage früher kommen dass du für den 3 Monat Mutterschutz noch Basiselterngeld beziehen musst bekommst du ja für die Tage mehr auch mehr Geld (Mutterschaftsgeld + AG-Zuschuss = 100%)
        Je eher dein Kind vor dem Termin kommt um so länger bekommst du dann ja volles Geld(100%) und die Lage entschärft sich ...
        Das Geld musst du dann selber splitten und zurücklegen für spätere Monate...sollte es ggf dazu kommen das dein Kind vor Ende der 37. Woche (=36 + 6) kommen dann verlängert sich dein Mutterschutz ja auch ...dafür gibt es ja länger volles Geld und du musst selber sparen für die Monate nach dem Elterngeld...
        Den Urlaubsmonat kannst du ja dann später nehmen und die fehlende Differenz müsst ihr durch Ansparen ausgleichen.

        • Aaaah vielen Dank, das hat jetzt noch mal Licht in's fiese Dunkel gebracht :-D
          Daran, dass ich ja dann auch mehr bekomme und dann selbst wieder splitten kann, hab ich überhaupt nicht gedacht. Muss aber ehrlich sagen, dass ich mit Wochen Muschu und Lebensmonate Elterngeld komplett durcheinander gerate ständig.
          Dadurch hab ich ja glaub ich auch so eine Art Puffer von ein paar Tagen, wenn ich das richtig verstanden habe? Also in meinem Fall glaub ich 5 Tage oder so, GT ist der 27.11.17.
          Das Muschu-Geld krieg ich dann aber nur anteilig, oder? Und das wird dann mit dem Elterngeld verrechnet, richtig? So bleiben mir dann letztlich doch "nur" die in meinem Fall 1400 für einen Basismonat, die ich dann selbst splitte und dadurch einen Monat hinten dran hänge. Mir wird also nichts von der Länge des Elterngeldbezugzeitraums "geklaut". Hab ich das so richtig verstanden? Ich glaub, das mit dem Urlaub im 3. Lebensmonat lass ich dann lieber mal. Sonst müsste mein Arbeitgeber ja ganz schön flexibel sein, weil sie die Beantragung nur lohnt, wenn die Kleine nicht zu früh kommt. Puh. Ganz schön kompliziert und unübersichtlich das Ganze...

          • "Dadurch hab ich ja glaub ich auch so eine Art Puffer von ein paar Tagen, wenn ich das richtig verstanden habe? Also in meinem Fall glaub ich 5 Tage oder so, GT ist der 27.11.17."

            Ja 8 Wochen = 56 Tage
            2 Lebensmonate sind ausser wenn der Februar/März-Monatswechsel betroffen ist ja 30+31 Tage = 61 Tage = 5 Tage Puffer bevor der 3. Lebensmonat betroffen ist...

            Aber wie du jetzt richtig erkannt hast bleibt es vom Geld und von der Länge gleich bzw wird eher mehr durch längeren Mutterschaftsgeldbezug nur dass du das dann selber einteilen musst falls du vor hattest alle möglichen Monate zu splitten.

            Wann du den Urlaubsmonat innerhalb eines Lebensmonats nimmst ist auch egal muss nur innerhalb der ersten 14 Monate sein oder dann ganz zum Schluss bzw nach der Elternzeit damit verschiebt sich ja auch nur der Zeitpunkt des Anspruchs aufs Geld....

            • Vielen Dank für deine Infos, das hat mir wirklich sehr geholfen #danke
              Ich denke ich kann das auch noch "spontan" entscheiden, ob ich dann tatsächlich den Urlaub zwischen Muschu und Elternzeit nutze oder ihn hinten anhänge. Habe ja bis eine Woche nach Geburt etwa Zeit, den Antrag einzureichen ;-).

              • Beachte dabei dann den Urlaub möglichst Lebensmonatsgenau zu nehmen ansonsten erfolgt eine Anrechnung beim Elterngeld... Kannst du ja auch in der Elternzeitanmeldung beim Arbeitgeber so anmelden und den gewünschten Lebensmonat als Elternzeitunterbrechnung vorbehaltlich der Genehmigung des Urlaubs ;-)

            "Ja 8 Wochen = 56 Tage
            2 Lebensmonate sind ausser wenn der Februar/März-Monatswechsel betroffen ist ja 30+31 Tage = 61 Tage = 5 Tage Puffer bevor der 3. Lebensmonat betroffen ist..."
            Nicht ganz, weil der Tag der Geburt ja einzeln zählt und danach erst 8 Wochen, also 57 Tage Mutterschaftsgeld. Somit sind das dann 4 Tage Puffer.

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