Unterhaltsberechnung

    • (1) 30.09.17 - 00:14

      Hallo zusammen,

      meine Ex hat sich gerade mal wieder bemerkbar gemacht. Sie meint, nach zwei Jahren wäre mal wieder automatisch eine Unterhaltsüberprüfung fällig.

      Frage: gibt es diesen Turnus, dass ich alle zwei Jahre automatisch alles offenlegen muss, auch wenn sich nichts zu ihren Gunsten (heißt, ich müsste mehr Unterhalt zahlen) verändert hat?

      Danke für eure Antworten und Meinungen
      Heiner

      • Hallo.

        Natürlich ... denn genau das würde ja überprüft werden.

        LG

        Hallo Heiner,

        ich nehme an, es geht um Kindesunterhalt und deine Ex fordert die Auskunft stellvertretend für dein unterhaltsberechtigtes Kind. Dann greift hier:

        § 1605
        Auskunftspflicht

        (1) Verwandte in gerader Linie sind einander verpflichtet, auf Verlangen über ihre Einkünfte und ihr Vermögen Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist. Über die Höhe der Einkünfte sind auf Verlangen Belege, insbesondere Bescheinigungen des Arbeitgebers, vorzulegen. Die §§ 260, 261 sind entsprechend anzuwenden.
        (2) Vor Ablauf von zwei Jahren kann Auskunft erneut nur verlangt werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass der zur Auskunft Verpflichtete später wesentlich höhere Einkünfte oder weiteres Vermögen erworben hat.

        Das heißt, ein 2-Jahres-Turnus wird als angemessen betrachtet, wenn sie es öfter wissen möchte, muss sie begründen, warum sie glaubt, dass du plötzlich mehr verdienst.

        "Automatisch" ist das übrigens nicht, sondern "auf Verlangen", wie ja auch im Gesetzestext steht, also du bist nicht verpflichtet, ohne Aufforderung alle 2 Jahre alles vorzulegen.

        Gruß,
        Dany

      Hallo Heiner,

      bin zwar etwas verrutscht ins falsche Forum aber helfe auch hier gerne weiter. ;-)

      Also mal aus der Sicht einer Frau...#winke

      Wenn deine Ex der Meinung ist das du 3/6 oder was weiß ich wieviel Monate nach der "Neu-Berechnung" des Kindesunterhalts, soooooo viele Millionen mehr verdienst, kann dieser Turnus von 2 Jahren hinfällig sein.
      Allerdings wie es die Vorschreiber schon erwähnt haben, muss sie einen deftigen Grund für die Neuberechnung des Kindesunterhalts nachweisen.
      (Bei meinem Exmann z.B. war es innerhalb eines Jahres nun 2x da er inzwischen locker 1500€ mtl. mehr verdient und dieses eben groß in der Welt rumprahlt :-p Blöd für Ihn...Gut für meine Tochter)

      Ich hoffe nun, das ich niemandem auf den Schlips getreten bin und wünsche ein schönes Wochenende :-)

      • Hallo :-D

        keine Angst, bist mir nicht auf den Schlips getreten. Danke für die Rückmeldung.

        Bei mir ist es eher anders herum als bei dir. Ich verdiene inzwischen einiges weniger als noch vor zwei Jahren und zahle freiwillig meinen zu hohen Beitrag weiter.

        Warum? Weil meine Ex ohne Anwälte usw. hier kein Einsehen hätte und bevor ich Geld zum Anwalt trage und für die Titelabänderung zahle, zahle ich es dann lieber weiter an meinen Sohn. Vor allem, da ein Ende wegen des Alters eh abzusehen ist.
        Von daher nervt die Forderung der Ex einfach.

        Viele Grüße
        Heiner

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