Schwanger und neuer Job ab 1.1.18

Hallo ihr Lieben!!
Nach langem Horror (über 5 Jahre) mit meiner Chefin habe ich mich Ende Juli entschieden meinen alten Job zu kündigen und mir trotz Kinderwunsch was Neues zu suchen.Wie ihr euch denken könnt, hat es in der Zeit vor der Kündigung natürlich mit dem Schwanger werden nicht geklappt, wenn man es unbedingt möchte, um aus dieser Hölle zu entfliehen.Gesagt, getan.Bewerbungen losgeschickt.War dann auch aufgrund der Psyche wegen der Arbeit 5 Wochen Krank geschrieben.Und so mit mir selber beschäftigt, dass es natürlich Zack Bumm geklappt hat mit dem Nachwuchs. Kurz davor hatte ich auch eine Zusage bekommen und habe nun (paar Tage nach dem positiven Test) auch den Vertrag hier liegen.Was würdet ihr nun machen?Kann halt am Anfang ja noch viel passieren. Und wenn ich nicht unterschreibe, dann stehe ich unter Umständen ab 1.1.18 (Ja, habe so lange Kündigungsfrist aufgrund eines blöden Haustarifvertrags) ohne Job da...Wenn alles gut geht, was ich hoffe, dann bin ich zu Arbeitsbeginn bereits ca.in der 18.SSW....Ich weiss es ist nicht die feine englische Art und für den AG echt blöd...Aber muss man nicht einfach mal an dich denken?V.a.nach 5 Jahren mit einer so blöden Pute (Sorry) als Chefin, die einem nur das Leben schwer gemacht hat.Muss dazu sagen, dass ich als Kinderkrankenschwester auf Intensiv arbeite. Und Grad in so nen Bereich ist ja der Teamgedanke enorm wichtig, um die Schicksale gemeinsam zu tragen und zu ertragen. Dies ist aber leider auch nicht mehr so, da aufgrund der Chefin jeder nur nocj schaut, dass er den eigenen Ar*** aus der Schusslinie hat ....
DANKE schon mal für eure Meinungen und bitte seid lieb.
Liebe Grüsse eure Schnitte85

Puh, das ist total schwierig, wenn du nächste Woche anfangen würdest, würde ich sagen unterschreibe. Arbeite und wenn du in der 12ssw bist, sagst du es.
Nicht unterschreiben wäre für mich keine Option. Entweder du unterschreibst und stellst dich vermutlich auf Stress ein, ziehst es durch so weit du kannst. Und gut ist. Oder du spielst mit offenen Karten bei deinem neuen Ag.
Ist der Vertrag befristet?

Vertrag ist unbefristet, auf einer Wochenstation, d.h.auch körperlich und psychisch weit weniger anstrengend wie aktuell.

Ganz ehrlich, so doof wie es ist. Nimm den Vertrag an und sage es erst beim Antritt deiner neuen Arbeit. Sonst wärst du ja arbeitslos, hättest weniger Geld und somit auch finanzielle Einbußen beim Elterngeld. Dein Kind ist das Wichtigste und dein neuer AG wird so oder so nicht begeistert sein, nur tust du dir keinen Gefallen, wenn du vorher klar Schiff machst, dann werden die den Vertrag sicher zurückziehen. Mein AG hat nach Bekanntwerden der Schwangerschaft das Angebot auf unbefristeten Vertrag zurückgezogen, somit läuft meiner zum 30.06.18 aus, wollte aber eh nicht dort bleiben. Alles blöde, aber bleib irgendwie stark für dein Kind und zieh es durch.

Nicole mit Baby im Bäuchl 17+6

"Mein AG hat nach Bekanntwerden der Schwangerschaft das Angebot auf unbefristeten Vertrag zurückgezogen, somit läuft meiner zum 30.06.18 aus, wollte aber eh nicht dort bleiben. "
DAs das rechtlich nicht zulässig ist, ist dir klar, oder? Ich hätte wohl versucht dagegen vorzugehen.

Ich möchte nicht in diese Firma zurück. Ich wollte dort nicht entfristet werden und hätte den Vertrag nicht angenommen. Für mich war die Firma keine Perpektive. Alles gut 😊

Guten Morgen meine Liebe
Das Schicksal hat manchmal komische Anwandlungen ...ich habe unglücklich als Nachtwache in einem grossem Altenheim gearbeitet als wir beschlossen haben Nachwuchs zu bekommen habe ich gedacht bis es klappt halte ich es aus werde ich schwanger bekomme ich ein Berufsverbot...nichts passiert 12 Monate lang dann im Juni schwanger aber hatte ein seltsamen Gefühl und den Gyn gebeten mir zuerst eine Krankmeldung zu geben bis zu meinem Urlaub 1 Woche später dann wollte ich nach 3 Wochen Urlaub die Katze aus dem Sack lassen. Es kam zur FG ich weiter frustriert nach meinem Urlaub in den Job..
KINDERPLANUNG abgehackt. Bewerbungen geschrieben und extra erst abgesendet als meine Periode kam. Vertrag unterschrieben zum 1.10 eine schöne Arbeitsstelle in der Heimbeatmung..Auf meinen Eisprung ect nicht geachtet .Anfang September wenig Sex wegen extremen Nachdiensten als Bestrafung das ich gekündigt hatte.Mitte September habe ich dann eine positiven Test in der Hand gehabt.ich sitze gerade im Frühdienst bei meiner Patientin im neuen Job seid 1.10 .Bin 6 plus 6 schwanger. Meinem Chef habe ich noch nichts gesagt da ich hier nicht körperlich arbeiten muss sondern nur Behandlungpflege mache kann ich es hoffentlich noch schieben. Gebe ich meine SS bekannt bekomme ich ein BV zu meinem Schutz .Aber 1. habe ich ein schlechtes Gewissen weil ich weder eine Probezeit noch einen befristeten Job bekommen habe .2 .es macht mir sehr viel Spass hier zu arbeiten.Das Problem ist halt das ich alleine verantwortlich bin und als schwangere freigestellt werden würde mit weiter Gehalt.
Du musst entscheiden was du machst. So hättest du einen Job der dir Sicherheit bringt (Krankenversicherung ,Gehalt. Elterngeld).Manchmal muss man im Leben egoistisch sein!Denk an dich und deinen Krümmel unterschreibe und dann hast du bis Januar noch genügend Zeit dir zu überlegen wie du es denen erklärst...liebe Grüsse Jennifer

Hast du denn schon gekündigt?
Wenn nicht, kannst du es nicht auch so machen, dass du in deinem alten Job bleibst..als Krankenschwester kommst du doch bestimmt ins BV,oder?! Dann könntest du ab jetzt ins BV, deine blöde Chefin ärgert sich ZU TODE (was ihr ja recht geschieht hahaha).
Weil nicht dass du es dir somit bei deinem neuen Chef verdirbst?!

Also weißt du wie ich meine.

So ähnlich war es bei mir.
Ich hab meine Chefin und Kollegen mittlerweile gehasst.
Dann hatte ich die Zusage für einen echt tollen Job, aber war gerade frisch schwanger.
Ich war dann zu denen ehrlich und meinte ich bewerbe mich in 2 Jahren nochmal nach Elternzeit und bleibe während der Elternzeit in alten Job.
Da waren die sehr dankbar.
Klar, war vllt dumm weil es ja sein kann dass ich in 2 Jahren die Stelle gar nicht mehr bekomme, aber ich wollte es mir da nicht verderben.
Job wäre ab 1.8 gewesen, ET 20.12. Hätte also nur paar Monate dort gearbeitet.

Jetzt bin ich im BV, meine fiese Chefin und mobber-Kollegen kotzen zwar ab, aber- DEREN PECH!

Kündigen musste ich schon Ende Juli, damit ich auf 1.1.18 rauskomme.Das war ja das Problem mit dieser 5monatigen Frist.

Achso, Mist.
Ja dann natürlich annehmen!

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Huhu,

wenn du noch nicht gekündigt hast, würde ich die Schwangerschaft mit der alten Stelle durchziehen. Und der neuen Chefin würde ich die Situation erklären und fragen ob man dann in zwei Jahren zusammen kommt.

Vertrag unterschreiben und in den Mutterschutz abhauen wird nicht zu einem vertrauensvollen Neuanfang beitragen.

Gruß Ornella

Du kannst ja jetzt wahrscheinlich nicht wieder zurück in den alten Job. Aber am Neuen wird man sich von dir hochgradig veräppelt fühlen. Du kannst nicht damit rechnen, dass dein neuer Chef Hurra sagt und dir gratuliert zu deiner gelungenen Lebensplanung. Und dann bekommst du womöglich nicht das kalkulierte Beschäftigungsverbot auf das du hoffst, sondern darfst im Haus umgesetzt werden in ein langweiliges Stationsbüro wo du den Rest deiner Schwangerschaft absitzt.

Dann beschwer dich bitte hier nicht über die neue Chefin, "die blöde Pute", über Mobbing, über schräge Blicke, über zig- Schwangerschaftswehwehchen und wie langweilig dein Job wäre, und wie ungerecht das alles, weil alle deine Freundinnen doch auch ein BV bekommen hätten. Und du es nicht einsiehst, dich hier abzuquälen wo du so schlecht behandelt wirst.

Das seh ich alles kommen.

Okay, es ist ganz dumm gelaufen - nicht nur für dich, erst recht für deinen neuen AG.
Dann wünsch ich dir, dass du so viel A*** in der Hose hast, das dann durchzuziehen ohne zu Jammern, zu tricksen, zu vergleichen und neidisch zu sein. Niemand kann dann was dafür, wie es gelaufen ist, außer du selber.

1.Ich kalkuliere kein BV bei der neuen Stelle, da die Arbeit wie oben geschrieben viel einfacher wird.
2.Ich habe 5 Jahre unter der "alten Chefin" nicht gejammert.Und hatte den A**** in der Hose trotzdem mit kaum mal einem Tag krank immer Sa zu sein....Dann würde eben auf Station geweint und dann aber weitergearbeitet...Also mach dir da mal keine Sorgen....

Lass dich von solchen gehässigen Kommentaren nicht verunsichern. Wenn es irgendwann auf ein BV oder eine AU hinausläuft, ist das eben so. Dein Krümel und du, ihr seid jetzt für dich das Wichtigste!

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Hallo,

das musst du dich selber entscheiden, ob Job wg. Elterngeld usw sehr wichtig ist.
Ich bin auch im Medizinbereich tätig und habe im 2015 mich für anderes KH beworben, auch wg. Arbeitsklima. Angenommen vom anderen KH, die neue Chefin hat mich sogar kontaktiert weil ich auf ihre Zusage nicht schnell geantwortet habe. Da war ich in 6 Woche. Moralisch kann/möchte ich sowas nicht antun, ich habe mich dann bei ihr gemeldet und gesagt dass ich schwanger bin. Sie hat sich bedanken für meine Ehrlichkeit und sagte, nach Elternzeit kann ich sie wieder kontaktieren und sie nimmt mich sofort wenn sie freie Stelle hätte. Ich blieb bei alter Stelle bis zum Muschutz.
Du weißt selber in Medizin, wenn du schwanger bist, du darfst keine Dienste machen (ich mache 24std Dienst), blut abnehmen und und und. Als Anfängerin möchte ich nicht beschränkt werden, deswegen entweder voll Gas arbeiten oder ich lasse es.

Dieses Jahr als ich meine erste Bewerbung losgeschickt habe, zack..SST positiv (gewollt) in der Hand. Ich habe mich arbeitssuchend beim Arbeitsamt gemeldet und entscheide mich 5 mon lang arbeitslos zu sein. Es gibt natürlich große Wirkung für mein Eltergeld danach, aber ist mir letzendlich egal (ich habe genug Spargeld und mein Mann verdient nicht schlecht).

Kann dir nur meine Geschichte erzählen 🤗
Ich wünsche dir alles Gute

LG Finmo mit Frechdachs (20mon) und Küken (23. woche)

Wie toll, das du so fair zu deinem AG bist, anders hättest du der kk auf der Tasche gelegen. So tust du es den Steuerzahlern. Ganz großes kino. 🙈🙈🙈

Nein, sie hätte auch nicht der KK auf der Tasche gelegen, sondern wieder allen AG, die für alle AN eine Abgabe zahlen müssen. Die KK zahlt ja nur aus. Also auch der Allgemeinheit. Somit ist es eigentlich egal, was sie gemacht hätte, gezahlt hätten es die selben Personen.

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Hab jetzt nicht alle Antworten gelesen und hoffe, du kriegst nicht zu viele fiese Reaktionen. Ich stand nämlich vor ein paar Monaten vor dem gleichen Problem.
Ich habe den Job angenommen, mich die ersten Wochen gut geschlagen und es dann mitgeteilt. Die Reaktion war Überraschung und dann eine gewisse Feindseligkeit, aber es war gut aushalten und nun ich im MuSchu.
Dazu ist zu sagen, dass es sich um einen Jahresvertrag gehandelt hat, der nächsten Juni auslaufen wird während ich in Elternzeit bin.
Aber positiv fand ich, dass meine Vorgesetzte schon meinte, sie kann mir natürlich nichts versprechen, aber ich soll mich auf alle Fälle melden, wenn ich auf Arbeitssuche gehe.

Es gab für mich viele Argumente dafür den Job trotz SS anzunehmen. Man bekommt auf dem Arbeitsmarkt nichts geschenkt, du hast erleben müssen, wie mies Chefs sein können und ich hab allein hier sehr viele fiese Geschichten gehört, man muss mit Arbeitgebern also nicht zu viel Mitleid haben.
Schwangerschaft und Baby gehören bei Frauen einfach dazu, das wissen Firmen und stellen deswegen oftmals junge, frisch verheiratete Frauen ungern ein.
Ihr werdet das Geld brauchen, speziell im MuSchu.
Wenn in den ersten SS-Wochen was schief ginge und du den Job nicht nimmst, hast du gar nichts. (Das war für mich auch ein wichtiger Punkt)

Nimm die Stelle, bewähre dich einige Zeit, teile es dann mit und sag entweder, es war für dich jetzt auch überraschend oder dass es noch nicht Spruchreif war und ein paar Sorgen im Raum standen und du einfach die Chance auf die Stelle nicht sausen lassen wolltest.

Wünsche dir alles Gute für die SS und den neuen Job!

Also wenn du die neue Stelle antrittst und du weißt das du schwanger bist, dem Arbeitgeber es aber verschweigst und er bekommt es raus, das du es bei Arbeitsantritt aber wusstest, dann kann er dich auch kündigen. War bei uns in der Firma nämlich auch eine, die meinte sie ist so schlau und verschwieg es.

Das ist aber nicht rechtens. Hätte deine Ex-Kollegin gegen diese Kündigung geklagt, hätte sie Recht bekommen.

Nein.
Sie ist rein rechtlich sogar in der Situation das sie lügen darf. Auf Nachfrage darf sie sagen dass sie, obwohl sie es weiß und es sogar schon ärztlich nachgewiesen ist, nicht Schwanger ist. Das hat etwas mit Gleichberechtigung im Job zu tun. Einer Frau darf dadurch kein Nachteil entstehen. Der arbeitgeber hat da nur eine möglichkeit es anzufechten wenn es von vornherein klar ist das sie danach für den Job nicht mehr arbeitsfähig ist. Aber selbst wenn sie bei antritt direkt ins BV geht wäre es kein Grund da sie nach der MuSchu Zeit wieder arbeitsfähig ist.
Also mein Tipp: ruckzuck unterschreiben. Dein AG muss zwar erstmal weitersuchen aber es entstehen keine kosten für ihn. Nichtmal im BV!

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Unterschreibe den Vertrag und dann nach der 12. SSW meldest du die SS. Du bist geschützt, es kann dir keiner kündigen. (Erst zum Arbeitsantritt Bescheid zugeben finde ICH unfair und ungünstig da sie dich ja auf auf dem Plan einplanen und dann alles wieder umgeschrieben werden muss, MuSchG muss ja eingehalten werden, etc.)
Ich würde dann gemeinsam mit dem AG eine Lösung überlegen was du an Tätigkeiten ausführen darfst.
Ich denke dann könntest du da noch ein paar schöne Monate erleben und arbeiten.
Junge Frauen einzustellen birgt einfach immer die Gefahr dass sie wegen Schwangerschaft ausfallen. Das ist nun mal so und das weiß dein neuer AG auch.
Ich wurde 6 Wochen nach Jobwechsel schwanger. Ist halt nun mal so.

Alles Gute dir!

Seh es mal so, wenn du jetzt nicht schwanger wärst, würdest du den Vertrag auch unterschreiben. Wenn du nächste Woche erst von deiner Schwangerschaft erfahren hättest, wäre der Keks eh schon gegessen. Also, unterschreib und dann kannst du immernoch sehen was passiert.

Also, ich bin da ganz für Ehrlichkeit.

Bedenke einfach, dass wenn du da anfängst zu arbeiten, bereits in der 18. Woche bist und dein neuer AG plant ja fest mit dir und muss dann für dich auf einmal Ersatz suchen. Ich wünsche dir natürlich eine schöne Kugelzeit, aber es kann immer was dazwischen kommen und wenn du gar nicht anfangen kannst zu arbeiten, ist das für den AG noch besonders blöder. Auserdem stellt sich da die Frage dann auch, ob es sich für ihn lohnt, dich für diese kurze Zeit einzuarbeiten.

Außerdem willst du denke ich mal nach der Elternzeit da wieder normal arbeiten. Es kann nämlich auch sein, dass dir das dann nachgetragen wird und das Klima wieder unerträglich für dich wird.

Es ist jetzt wirklich nicht böse gemeint, aber genau solche Fälle führen dazu, dass zurzeit junge Fauen ungern eingestellt werden. Ich erlebe es zurzeit in meinem Betrieb, dass der AG mittlerweile gerne ältere Frauen jenseits der gebärfähigem Alter einstellt oder vermehrt Männer. Kinder bekommen bei uns nur noch Angestellte, die schon länger da sind.

Du hast ja keine Wahl.

Also Vertrag unterzeichnen! Sobald du dich mit der Schwangerschaft sicher fühlst deinem neuen AG mitteilen. Fertig.
Und dann gucken was kommt: entweder wirst du wenig amused im Januar empfangen oder aber es ist alles gar nicht so tragisch.

Eventuell kannst du ein wenig flunkern: du hast bei Unterzeichnung noch nicht Bscheid gewusst, falls jemand fragt.

Liebe TE,

Ich gratuliere dir herzlich. So ist das Leben. Es plant eben anders als man selbst.

So. Zu deiner Frage. Nimm den Job an und hoffe auf Verständnis.

Ich war in diesem Jahr zweimal in folgender Situation: Schwangerschaftstest gemacht, kurz darauf Jobzusage. Ich habe mich jeweils dazu entschieden, von der Schwangerschaft zu berichten, weil es mir ehrlicher schien und mir eher die Chance auf eine langfristige Perspektive im Unternehmen einräumt. In beiden Fällen kam darauf hin das Vertragsverhältnis nicht zu Stande (obwohl die Leute sehr nett und positiv reagiert haben). Und in beiden Fällen hörten die Herzen meiner Kleinen in der 8. SSW auf zu schlagen.
Es ist alles okay und ich bin mit mir im Reinen. Bei dem zweiten potentiellen Arbeitgeber wird es vielleicht sogar doch noch zu einer Zusammenarbeit kommen - die Chancen stehen ganz gut. Trotzdem frage ich mich manchmal, ob ich zu naiv war/bin.

Der ganz große Unterschied aber ist.... ich hatte immer einen Job. Wusste also, dass ich nicht arbeitslos sein werde, selbst wenn es aufgrund meiner Ehrlichkeit in dieser Sache nicht klappt mit dem Job.

Wäre ich von Arbeitslosigkeit bedroht - so wie du dann - hätte ich es anders entschieden und es verschwiegen. Wenn auch mit schlechtem Gewissen.

Hallo thatsme1986,

der Thread ist zwar schon uralt, aber evtl. liest du ja doch noch mit.

Zunächst mal tut es mir sehr leid mit deinen Sternchen. Habe selber eines. Fühl dich gedrückt.

Warum ich aber eigentlich schreibe:

Ich habe ebenfalls den ehrlichen Weg gewählt und bin maßlos enttäuscht worden.
Hatte bereit die Zusage zum neuen Job und als ich dann die Katze aus dem Sack gelassen habe wurde eine "abteilungsinterne Umstrukturierung" vorgeschoben und die Stelle zurückgezogen. Zwei Tage später war sie dann wieder ausgeschrieben mit minimalen Veränderungen.

Habe es noch ein weiteres Mal probiert und auch hier wurde mir signalisiert, ich sei die Idealkandidatin. Als ich dann gesagt habe, ich sei schwanger, hat mir die Dame noch im Vorstellungsgespräch gesagt, mein Lebensfokus würde ich sich ja nun derart verschieben, dass ich die Bewerbung sicher nicht ernst meinen würde.

Vielleicht sind es die Hormone, aber ich bin unglaublich enttäuscht ob dieser übergriffigen Bevormundung. Was weiß denn bitte jemand, der mich grade ne Stunde kennt, über meinen Lebensfokus? Habe ihr verschiedene Modelle vorgelegt, wie ich mir einen raschen Wiedereinstieg vorstelle, aber das wollte sie gar nicht hören.

Wie bist du damals mit den Absagen umgegangen? Hat es dann später geklappt bzw. machst du nach dem Erziehungsurlaub nochmal einen Versuch?

Danke und viele Grüße
eni_lorac